Hallo.
Ich bin ja selbst seit einigen Jahren Linux-Nutzer, habe vor gefühlten 5 Jahren auch in die ein oder andere Knoppix Version geschaut.
Damals war Knoppix tatsächlich eine Art "Innovation": Ein vollständiges Linux-System, bootbar von einer CD.
Doch was ist es heute? Für mich und viele andere eine langsame, kontraproduktive Demonstration eines Linux-Systems mit knallbunten Effekten, die nicht etwa gecached werden, sondern immer schön lahm von der CD gezogen werden müssen.
Für interessierte Anfänger kommt dies wie eine Schnecke vor, es interessiert ihn weniger die "technische Raffinesse" dahinter, als das, was er vor Augen hat, eben ein langsames, viel zu überspieltes System. Oft gehörtes Fazit von frustierten Interessierten: "Unbrauchbar!"
Zum "rumspielen mit Linux" eignet sich mittlerweile nahezu jede große Distribution, allen voran natürlich *ubuntu.
Auch als Rettungssystem gibt es heute viele bessere Alternativen ohne Augenkrebs mit Inkubationszeit (bspw. grml). Wozu also noch Knoppix?
PS: Ich möchte auf keinen Fall die Arbeit Knoppers verunglimpfen o.ä., im Gegenteil, Hut ab für seine Arbeit, zumindest in den Anfangszeiten.
Ja, da hast DU recht. Ganz toll gemacht.
ryazor schrieb:
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> Hallo.
>
> Ich bin ja selbst seit einigen Jahren Linux-Nutzer, habe vor gefühlten 5
> Jahren auch in die ein oder andere Knoppix Version geschaut.
>
> Damals war Knoppix tatsächlich eine Art "Innovation": Ein vollständiges
> Linux-System, bootbar von einer CD.
>
> Doch was ist es heute? Für mich und viele andere eine langsame,
> kontraproduktive Demonstration eines Linux-Systems mit knallbunten
> Effekten, die nicht etwa gecached werden, sondern immer schön lahm von der
> CD gezogen werden müssen.
Hint: knoppix toram beim booten, dann wird da auch nichts mehr von der CD gezogen, genug RAM vorausgesetzt.
Es ist bei ct regelmäßig dabei und hat halt was man vielleicht so braucht. Daher hat es eine breite Nutzerbasis.
Bitte nenn bei solchen Diskussionen dann aber auch Alternativen.
Für den Bildungsbereich hat Knoppix wohl einige Software-Pakete dabei und es gibt wohl auch einen "Server"-Modus wo man dann Schüler-PCs Knoppix per Netzwerk booten können.
Und halt Adriane also Support für Blinde.
Du kannst also gut Recht haben, das Knoppix inzwischen von Ubuntu-Live (Wenn es das gibt) "abgelöst" wurde.
Aber es war eine der ersten vollumfänglichen Live-CDs. Manche anderen OS haben sowas bis heute nicht als Standard (***BSD, Solaris vielleicht) :-( Und zwar eine Live-CD von der ich auch installieren kann. Sonst muss ich ja zwei CDs ziehen :-((( Speziell ReactOS ist gemeint.
Davon abgesehen: Bei Distrowatch kann man wohl sehen, welche Distribution welche Pakete dabei hat. Also wenn man z.B. eine Live-CD unbedingt mit Paketen foo und bar und open-office für die Eltern sucht.
Dann zeig mir mal dein tolles Ubuntu das in 20sec. vom USB-Stick bootet und von Haus aus 10GB Software sofort startbereit parat hat. Knoppix ist in Sachen Live-Linux immer noch eines der schnellsten und umfangreichesten was es gibt.
Meine Bootfestplatte ist mir letztens ausgefallen und habe 2 Wochen mit Knoppix vom USB-Stick und ohne Bootfestplatte gearbeitet! Dabei musste ich kaum was nachinstallieren (außer Flash, was in Knoppix mit 2 Mausklicks geht) und war hocherfreut viele Sachen unter Linux OHNE Installation, sofort startbereit, auszuprobieren unter Knoppix. Vorallendingen der 2.6.32 Kernel hat mir gefallen da dieser meine ATI-Grafikkarte nativ unterstützen konnte.
Die Live-CDs vieler anderer Distributionen kommen da nicht ran. Spezialzwecke mal ausgenommen.
Knoppix rulez! :-)
lässt sprechen schrieb:
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> Es ist bei ct regelmäßig dabei und hat halt was man vielleicht so braucht.
Ja, wie die meisten anderen Live-Distros auch.
> Daher hat es eine breite Nutzerbasis.
Aha... Davon weiss ich nichts. Ich habe frueher auch Knoppix als Rettungssystem verwendet, aber heute gibt es bessere Live-Distros: PartedMagic zur Rettung und *ubuntu zum schnell-mal-den-Rechner-umfassend-nutzen.
> Bitte nenn bei solchen Diskussionen dann aber auch Alternativen.
s.o. - vor allem *ubuntu und PartedMagic. Daneben gibt es zahlreiche weitere, z.B. OpenSuSE live, Mandr*, Fedora, etc. pp.
> Für den Bildungsbereich hat Knoppix wohl einige Software-Pakete dabei
genauso wie Edubuntu, Skolelinux, viele andere Debian-Derivate...
> und es gibt wohl auch einen "Server"-Modus wo man dann Schüler-PCs Knoppix
> per Netzwerk booten können.
Das koennen heute auch die meisten Distos.
> Und halt Adriane also Support für Blinde.
Das ist mMn das einzige, womit Knoppix heute noch punkten kann. Nur bin ich nicht wirklich blind - daher aus meiner Sicht kaum relevant.
> Du kannst also gut Recht haben, das Knoppix inzwischen von Ubuntu-Live
> (Wenn es das gibt) "abgelöst" wurde.
*ubuntu gibt es _nur_ als Live-CD/-DVD und davon zahlreiche Derivate (Kubuntu, Xubuntu, Lubuntu, Edubuntu, Mythbuntu, etc. pp.). Du scheinst wirklich nicht die geringste Ahnung von der (aktuellen) Linux-Welt zu haben. Allein wenn du *ubuntu noch nicht selbst ausprobiert hast, kennst du Linux wohl nur zu einem kleinen Bruchteil - mglw. nur(!) von Knoppix her...
> Aber es war eine der ersten vollumfänglichen Live-CDs.
Da gehe ich mit.
> Manche anderen OS
> haben sowas bis heute nicht als Standard (***BSD, Solaris vielleicht) :-(
Und Windows, jup!
> Und zwar eine Live-CD von der ich auch installieren kann. Sonst muss ich ja
> zwei CDs ziehen :-((( Speziell ReactOS ist gemeint.
Das war von Anfang an die Strategie von *ubuntu und verglichen mit Knoppix ist der Ubuntu-Installer Welten voraus.....
> Davon abgesehen: Bei Distrowatch kann man wohl sehen, welche Distribution
> welche Pakete dabei hat. Also wenn man z.B. eine Live-CD unbedingt mit
> Paketen foo und bar und open-office für die Eltern sucht.
Bei den meisten Live-Distros kannst du sogar Pakete waehrend dem Betrieb nachinstallieren, z.B. *ubuntu. Auf einen USB-Stick "gebrannt" (ja, mit isolinux vom Stick das CD-Image booten lassen) bleiben die installierten Pakete und Einstellungen sogar nach einem Reboot erhalten - so nen Stick verwende ich heute als ultimative Notfallhilfe! Auch gibt es diverse Live-DVDs mit einem Bloat an vorinstallierten Paketen...
therealmarv schrieb:
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> Dann zeig mir mal dein tolles Ubuntu das in 20sec. vom USB-Stick bootet und
> von Haus aus 10GB Software sofort startbereit parat hat. Knoppix ist in
> Sachen Live-Linux immer noch eines der schnellsten und umfangreichesten was
> es gibt.
Hier haste meins: [www.youtube.com]
Natuerlich ist dieses nicht auf dem Stick, sondern fest installiert. Zu beachten ist dabei, dass nicht die Extreme-Lightweight-LXDE, sondern die Heavyweight-KDE gebootet wird, die mir _einiges_ an wichtigen Funktionen und Programmen mitbringt.
BTW: Ich habe zusaetzlich noch ein Ubuntu auch auf dem USB-Stick installiert - das bootet in 40 Sekunden, hat meine individuell zusammengestellten (via Paketmanager installierten) Pakete dabei und ist portabel.
> Meine Bootfestplatte ist mir letztens ausgefallen und habe 2 Wochen mit
> Knoppix vom USB-Stick und ohne Bootfestplatte gearbeitet! Dabei musste ich
> kaum was nachinstallieren (außer Flash, was in Knoppix mit 2 Mausklicks
> geht) und war hocherfreut viele Sachen unter Linux OHNE Installation,
> sofort startbereit, auszuprobieren unter Knoppix.
Zum Retten der Bootfestplatte nehme ich PartedMagic - da habe ich notfalls innerhalb von max. 30min die Kiste wieder am Laufen. Alternativ nehme ich meinen Ubuntu-Stick und brauche _gar nichts_ nachzuinstallieren...
> Vorallendingen der 2.6.32
> Kernel hat mir gefallen da dieser meine ATI-Grafikkarte nativ unterstützen
> konnte.
Jo, kommt in 6 Wochen bei Ubuntu auch. Die Alpha laeuft heute schon sehr rund - wird uebrigens am Donnerstag ne Beta...
> Hier haste meins: [www.youtube.com]
Dann solltest du aber auch erwähnen, dass es sich um ein OS gebootet von einer SSD handelt. Mit einer "normalen" Festplatte wirst du solche Performance gerade mit KDE (*schauder*) nie erreichen.
Habe immer eine Knoppix CD in meiner Tasche.
Brauche die, zugegeben, sehr sehr selten.
Aber wenn es denn mal soweit ist, sind alle glücklich dass es sowas wie Knoppix gibt.
Vor einigen Wochen hatte ein Kollege (Windows Nutzer; sind "bei uns", einschliesslich mir, nahezu alle) das problem, das von einer Sekunde zur nächsten seine Notebookfestplatte den Geist aufgegeben hat.
Die Situation war unglücklicherweise leider so, das ein Ersatz mehrere Tage auf sich warten lassen musste.
Durch die Knoppix CD konnte er seine Arbeit, die zu diesem zeitpunkt zum Grossteil aus Recherchen im Internet bestand, weiterführen.
4 mal bearbeitet, zuletzt am 16.03.10 15:42 durch Konfuzius Peng.
Weiter lesen hilft: Vom USB-Stick dauert es (mit Gnome Desktop) 40 Sekunden.
hihi, was heisst den breite Benutzerbasis bei Lnx? 30 Leute benutzen Konppix, 23 Ubu, 12 Fedora und 30 Mio. Windows? scnr
knobuntu schrieb:
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> hihi, was heisst den breite Benutzerbasis bei Lnx? 30 Leute benutzen
> Konppix, 23 Ubu, 12 Fedora und 30 Mio. Windows? scnr
Ist auf jeden Fall ein Vorteil für uns 23 Ubuntuuser das Du Windows nutzt und nicht dabei bist...
Der Kommunist schrieb:
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> Weiter lesen hilft: Vom USB-Stick dauert es (mit Gnome Desktop) 40
> Sekunden.
1. Warum nimmst du es als persönlichen Angriff?
2. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Mein Kommentar bezog sich allein auf deinen Youtube-Link.
3. Ich habe deinen Kommentar komplett durchgelesen.
und 4. Kommunisten sind doch menschenliebende Humanisten, also ein bisschen mehr "Peace" ;-)
Genau das war der Grund, weshalb ich mir auf der Cebit nicht Knoppers Vortrag angehört habe. Für mich persönlich hat Knoppix kein interessantes Anwendungsgebiet mehr.
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Der Molch macht's.
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How much money have you spent on League of Legends?
Der braune Lurch schrieb:
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> Genau das war der Grund, weshalb ich mir auf der Cebit nicht Knoppers
> Vortrag angehört habe.
Hätte sich aber gelohnt. Selten so einen kompetenten Menschen gesehen. Hat auch mal schnell den Wii-Controler angeschlossen und damit gesteuert. Außerdem quasi alle Fragen (und die waren wirklich teilweise sehr ins Detail gehend) aus dem Stehgreif beantwortet.
War sehr erfrischend auf einer Messe, wo man meist die Manager an einen Stand hinstellt...
Ja, das wäre wahrscheinlich das beste an der Messe gewesen. Nehme mir für dieses Jahr allerdings die FrOSCon vor, da findet sich auch einiges an kompetentem Personal.
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Der Molch macht's.
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> Für den Bildungsbereich hat Knoppix wohl einige Software-
> Pakete dabei und es gibt wohl auch einen "Server"-Modus wo man
> dann Schüler-PCs Knoppix per Netzwerk booten können.
Speziell für den Bildungsbereich gibt es z.B. Seminarix, das von Leuten aus der Praxis für die konkreten Bedürfnisse entwickelt und ausgestattet wurde. Gut, das basiert nun auch mittelbar auf einem Knoppix-Abkömmling, seit es keine kubuntu-basis mehr hat.
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