Ich bekomme regelmässig Brechreiz, wenn ich Bewertungs-Kommentare lese wie: "Eyeyey, isch hab 79 ct bezahlt und wenn die App zum Mond fliegen kann gebe isch auch mehr wie einem Stern". Oder gerne aus dem Android-Lager: "Eyeyey, bei Android kostet dem nischts, mim iPhone wirsse um 79 ct abgezockt.".
Kommentarlos 3 Euro in hippen Blasentee aus dem Chemielabor bei Mc Donalds stecken, aber bei 1/4 des dieses Preises für ein komplexes, langlebiges und in der Regel an Features wachsendes Produkt wie Software rumzicken ist völlig daneben. Und daran hat die < 1 Euro Preispolitik einen gehörigen Anteil.
Edit: und auch die Beiträge zu diesem Artikel zeigt, wie weit selbst "IT-Profis" schon verdorben wurden. Hat hier denn wirklich noch keiner Software entwickelt oder - wenn doch - zumindest ein positives Bild von seiner eigenen Arbeit?
1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.10.12 12:34 durch Noppen.
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Der Kram ist viel zu billig und die Geiz-ist-geil Zombies regens ich trotzdem noch auf!
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Das unterschreibe ich ausnahmslos.
Das Problem sehe ich eher, wie im Artikel bereits angedeutet, daß elektronische Magazine unter Umständen teurer als die Papierversion werden oder der Preisunterschied so zusammenschrumpft, daß man nicht auf das physische Druckwerk verzichten möchte.
Das ist ein Bärendienst für den elektronischen Lesestoff.
Die Stimmen außerhalb meines Kopfes irritieren mich am meisten...
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Kein Programmierer wird gezwungen Apps zu entwickeln, wenn ihm die Preispolitik nicht passt. Das hier klingt reichlich nach jammern, weil man nicht genug vom Kuchen bekommt.
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Für 79 Cent bekommt man genau das, wofür man bezahlt! Meistens einen haufen zusammengeschissene Software!
Oder willst Du mir erzählen, das diese billig-Apps nach hohen Qualitäts-Standards entwickelt wurden? Lächerlich!
Die Entwicklung, das Apps langfristig teurer werden, ist für mich nicht überraschend!
Das war doch von Anfang an das Ziel von Apple: Eine große Nutzerbasis schaffen, Apps günstig verscherbeln, die Technik anpassen (Retina), App-Updates teurer machen!
Soo doof kann doch keiner sein, um das nicht vorhersehen zu können!
"Preises für ein komplexes, langlebiges und in der Regel an Features wachsendes Produkt wie Software rumzicken ist völlig daneben" ymmd *großesgelächterinallenreihen*
2 mal bearbeitet, zuletzt am 26.10.12 12:37 durch DerSucher.
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Stimmt.
Ich finde die hätten die Preise gleich um 1000% erhöhen sollen. Solche Leute wie Dich braucht Deutschland.
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+1
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Replay schrieb:
> Das ist ein Bärendienst für den elektronischen Lesestoff.
Naja komm, die meisten Zeitschriften nehmen für die digitalausgabe eh das gleiche Geld wie für die printausgabe, die letztlich mit deutlich höheren Kosten verbunden ist. Insofern ist das jammern auf hohem Niveau...
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Die Entwicklungskosten für so eine iOS App dürften deutlich geringer ausfallen, als die für normale PC Anwendungen.
Es macht hier auch eindeutig die Masse. Und man hat keinen langen Vertriebsweg, der zusätzlich kosten würde. Dafür muss man halt 40% an Apple bezahlen.
Das die Anzahl der Apps trotz diesen geringen Preises explodiert ist, zeigt doch, dass es sich irgendwie lohnen muss. Der Aufwand für die meisten Apps ist halt geringer als für andere Anwendungen.
Das dann gerade große etablierte Entwickler, mit der xten Verwertung ihres Titels höhere Preise verlangen, ist eben deren Geschäftsmodell was hier auch funktioniert. Ich sag nur Square Enix.
Wer denkt, das es sich nicht lohnt für den Preis die Apps anzubieten, der soll halt keine entwickeln, und gut ist. Es wird ja keiner gezwungen.
Nur weil etwas für den einzelnen günstig ist, heißt nicht das er keine Qualität erwarten darf. Das man sich über 79 cent nicht unbedingt aufregen muss ist eine andere Sache.
Aber eine Preiserhöhung von 12% aus dem Nichts, sowohl für Entwickler, als auch für Käufer ist schon dreist von Apple.
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Noppen schrieb:
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> Kommentarlos 3 Euro in hippen Blasentee aus dem Chemielabor bei Mc Donalds
> stecken, aber bei 1/4 des dieses Preises für ein komplexes, langlebiges und
> in der Regel an Features wachsendes Produkt wie Software rumzicken ist
> völlig daneben. Und daran hat die < 1 Euro Preispolitik einen gehörigen
> Anteil.
Ich sehe das anders. Die schweigende Mehrheit zahlt nun wieder für Software, statt sie sich irgendwo zu beschaffen. Die ewigen Nörgler machen nur so viel Lärm, dass man meint es seien viele. Internetbewertungen sind mit Vorsicht und zwischen den Zeilen zu lesen oder man tritt sie am Besten gleich in die Tonne.
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Nicht immer. Tätowiermagazin: Duckausgabe 5,95, iPad-Version bisher 3,99, jetzt 4,49.
Klar, es ist immer noch günstiger, aber wegen nicht mal Einsfuffzich auf die gedruckte Ausgabe verzichten?
Der Stern ist als iPad-Version ebenfalls günstiger (als Abonnent der Papierversion gratis) und hat sogar einen erweiterten Umfang. Allerdings war die Preisdifferenz gering, aber angesichts des größeren Umfangs ok. Wie es jetzt beim Stern ist, weiß ich aktuell nicht.
Die Stimmen außerhalb meines Kopfes irritieren mich am meisten...
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Noppen schrieb:
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> Kommentarlos 3 Euro in hippen Blasentee aus dem Chemielabor bei Mc Donalds
> stecken,
Es hat ein bisschen bei mir gedauert, bis das bild vor dem inneren Auge vom Sandalen tragenden, Kräutertee trinkenden Hippi (im McDonalds?) zum hippen BubbleTea trinkenden Hauptschüler umgeschwenkt ist. Blasentee ist bei mir irgendwie noch anders registriert... :D
>
> Hat hier denn wirklich noch keiner
> Software entwickelt oder - wenn doch - zumindest ein positives Bild von
> seiner eigenen Arbeit?
Doch schon. Aber jeder der Apps entwickelt, weiss dass dies mit "ernsthafter" Softwareentwicklung nur in den seltensten Fällen zu tun hat. Zum einen, weil die Frameworks nichts hergeben (MVC oder MVVM? Hah, aber nur mit großem Aufwand und von hinten durch die Brust ins Auge), zum anderen weil jeder und sein arbeitsloser Hund der Meinung ist, Apps entwickeln zu können. Erwartungsgemäß schlecht ist auch das Bild von App-Entwicklern. Und um, polemisch, noch einen drauf zu setzen: 2001 hatten wir drölf millionen talentbefreite Webdesigner, jetzt sind es App-Entwickler.
Übrigens, ich bin kein Technikfeind. Ganz im Gegenteil; aber während meiner Qualitäts-Reviews von Apps und deren Konzepten kommen mir bloß wiederkehrend Zweifel...
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Ich hab auch erst an den anderen Blasentee gedacht :D
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hmm, also ne app die soviel kostet wie ne tafel schokolade kann auch gerne so lange spass machen wie ne tafel schokolade. da muss nix nachhaltiges sein.
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Vergleichst du wirklich ein Produkt, für das es "Pro Stück" Herstellungskosten gibt mit Software, bei der jeder weitere Verkauf oberhalb des Break-Even für den Entwickler ein 100% lupenreiner Gewinn ist? (Transport Kosten / Verwaltung trägt Apple in seiner 30% Marge). Und Wenn noch Bugs drin sind, müsste man noch mal klären, ob es lt. Deutschem Recht nicht sogar Mängelware ist (Dat bisschen Arsen im Bubble Tea, kann bei der Produktion schon mal passieren).
1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.10.12 13:49 durch ap (Golem.de).
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schwar2ss schrieb:
> Zum einen, weil die Frameworks nichts hergeben (MVC oder MVVM? Hah, aber
> nur mit großem Aufwand und von hinten durch die Brust ins Auge), zum
> anderen weil jeder und sein arbeitsloser Hund der Meinung ist, Apps
> entwickeln zu können. Erwartungsgemäß schlecht ist auch das Bild von
> App-Entwicklern. Und um, polemisch, noch einen drauf zu setzen: 2001 hatten
> wir drölf millionen talentbefreite Webdesigner, jetzt sind es
> App-Entwickler.
Sowohl iOS als auch Android-Entwicklung setzen auf das - von dir als Beleg für Professionalität angesehenes - MVC-Pattern.
StefanKehrer schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Die Entwicklungskosten für so eine iOS App dürften deutlich geringer
> ausfallen, als die für normale PC Anwendungen.
Was verstehst du unter normaler PC-Anwendung? Gleichartige Anwendungen sind auf dem PC nicht komplizierter zu entwickeln, als unter iOS. Unterschiedliche Anwendungen haben natürlich verschiedene Komplexitäten, aber was ist das für eine banale Aussage?
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schwar2ss schrieb:
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> Doch schon. Aber jeder der Apps entwickelt, weiss dass dies mit
> "ernsthafter" Softwareentwicklung nur in den seltensten Fällen zu tun hat.
Was ist denn ernsthafte Softwareentwicklung? Erst wenn man solche grauenhaften Ungeheuer wie SAP auf die Beine stellt?
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schwar2ss schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Noppen schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
>
> > Kommentarlos 3 Euro in hippen Blasentee aus dem Chemielabor bei Mc
> Donalds
> > stecken,
>
> Es hat ein bisschen bei mir gedauert, bis das bild vor dem inneren Auge vom
> Sandalen tragenden, Kräutertee trinkenden Hippi (im McDonalds?) zum hippen
> BubbleTea trinkenden Hauptschüler umgeschwenkt ist. Blasentee ist bei mir
> irgendwie noch anders registriert... :D
> >
> > Hat hier denn wirklich noch keiner
> > Software entwickelt oder - wenn doch - zumindest ein positives Bild von
> > seiner eigenen Arbeit?
>
> Doch schon. Aber jeder der Apps entwickelt, weiss dass dies mit
> "ernsthafter" Softwareentwicklung nur in den seltensten Fällen zu tun hat.
> Zum einen, weil die Frameworks nichts hergeben (MVC oder MVVM? Hah, aber
> nur mit großem Aufwand und von hinten durch die Brust ins Auge), zum
> anderen weil jeder und sein arbeitsloser Hund der Meinung ist, Apps
> entwickeln zu können. Erwartungsgemäß schlecht ist auch das Bild von
> App-Entwicklern. Und um, polemisch, noch einen drauf zu setzen: 2001 hatten
> wir drölf millionen talentbefreite Webdesigner, jetzt sind es
> App-Entwickler.
> Übrigens, ich bin kein Technikfeind. Ganz im Gegenteil; aber während meiner
> Qualitäts-Reviews von Apps und deren Konzepten kommen mir bloß
> wiederkehrend Zweifel...
Das MVC Model View Controller Pattern ist die Basis für iOS umd OS X Entwicklung in Xcode. Du meinst, für OS X gibt es keine professionelle Software? Ach, doch? Und was meinst du, mit was die entwickelt wurde?
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Noppen schrieb:
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> Sowohl iOS als auch Android-Entwicklung setzen auf das - von dir als Beleg
> für Professionalität angesehenes - MVC-Pattern.
Nein. Machen sie nicht. Android macht bestenfall MVP, IOS versucht MVC halbherzig nachzuahmen und lässt dem Entwickler zu viel Spielraum von grundlegenden Softwaredesign-Prinzipien abzuweichen. Microsoft ermöglicht auch, MVVM links liegen zu lassen und alles im Code-Behind abzufackeln.
Das alles ist für Protoyping sicher OK, bei wartbaren und modularen Anwendungen erwarte ich konsequent umgesetzte Architekturpattern. Und keine Spaghetti-Abhängigkeiten.
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Du versuchst mir das in den Mund zu legen. Leider habe ich das nicht gesagt.
Try again.
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