Was bei allen hektischen (und oft leider auch voellig merkbefreiten) Diskussionen hier voellig vergessen (oder nicht gewusst) wird, ist, dass Suns ZFS nicht nur einfach ein anderes Dateisystem ist. Das Bemerkenswerte ist naemlich weniger, dass es "fuer immer reicht" (Zetabyte fs ;), Partitionen online schrumpfen und vergrossern kann, stabil und schnell ist, sondern dass es einen voellig neuen, konsistenten Stack einfuehrt, der die komplette Datentraegerverwaltung umfasst (einschliesslich LVM und RAID). So kann es automatisch den Ausfall von Festplatten kompensieren, sehr einfach neue devices in pools aufnehmen, obendrein Datenkorruption auf Blockebene korrigieren. Die Administration geschieht mit ganz wenigen, konsistenten Befehlen. Defacto eine starke Konkurrenz zu Netapp & co.
Summa summarum: wieder mal ein technisches Meisterstueck- schade, Sun, dass du untergegangen bist.
Ich sehe es nicht nur als Stärke, wenn so viele Funktionen in das Dateisystem selbst wandern. Denn wenn man die Funktionen aufsplittet, wie es in der Unixwelt verbreiteter ist, ist das ganze viel flexibler. Ich habe hier zwei RAIDs aus jeweils 2 Platten, die mit LVM als eine VolumeGroup zusammengefasst sind und darauf läuft ext3. ext3 ist es egal, dass nur auf einem Logical Volume läuft, und LVM ist es egal, dass die Physical Volumes in Wirklichkeit mehrere Platten in einem RAID sind. Es kann also auch funktionieren, wenn das nicht alles im Dateisystem integriert ist. Ich kann die verschiedenen Schichten auch unabhängig voneinander aktualisieren. Warum sollte man alle diese Funktionen neu implementieren, nur weil ich ein neues Dateisystem einführen will? Die bestehenden Lösungen sind bereits gut.
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Der Molch macht's.
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Und das ist auch der Grund warum ZFS niemals in der Linux-Kernel kommen wird weil es sich eben NICHT an die bestehenden Layer hält.
Die Lizenzfrage stellt sich damit gar nicht erst
Die bestehenden Lösungen (extx/LVM/Raid) haben erstens Sicherheitslücken[1], und zweitens sind die Snapshots bei ZFS so schnell, billig und genial, dass es derzeit keine Konkurrenz dazu gibt.
Dass ZFS sich "nicht an die Layer" halte ist albern und überhaupt kein Hinderungsgrund. ZFS funktioniert via fuse ganz prima auf Linux, leider nur in einer leicht angestaubten Version.
[1] suche z.B. "Schreiblücke" in http://de.wikipedia.org/wiki/ZFS_%28Dateisystem%29
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