... dass optische Laufwerke den Weg der Diskettenlaufwerke gehen. Bei mir haben sich über die Zeit so viele CDs und DVDs angesammelt, die mittlerweile einfach nur noch Platz wegnehmen und Staub anziehen. Ich finde es einfach ziemlich überholt, zum Anhören von Musik oder Anschauen von Filmen erst eine Scheibe irgendwo reinschieben zu müssen. Den Komfort, aus einem übersichtlichen Menü, das mir der Beamer riesig an die Wand wirft, den Film mit wenigen Knopfdrücken der Fernbedienung auswählen zu können, will ich nicht mehr missen.
Die Distribution von Software und auch Medien ist angesichts Internetleitungen im zweistelligen MBit-Bereich online viel praktischer, selbst bei 6MBit noch schnell genug - immerhin sind damit noch Werte eines Quad-Speed-CD-ROM erreichbar, was bei der Installation einer durchschnittlichen Anwendungssoftware um 50-300MB durchaus im Bereich des Erträglichen liegt. Ich würde mir einen App Store ähnlich wie beim iPhone für PC-Programme wünschen - freilich ohne die Einschränkung der Zertifikatspflicht.
Datenaustausch selbst geschieht immer mehr über IM, "Onlinefestplatten" oder notfalls per Mail - wer auf Nummer sicher gehen will, kann die Sachen ja explizit verschlüsseln. EDIT: Und beim Datenaustausch von Angesicht zu Angesicht ist sowieso der USB-Stick bzw. die Speicherkarte der klare Gewinner.
Das einzige Szenario, wo momentan "runde Scheiben" noch sinnvoll sind, ist Nichtverfügbarkeit von schnellen Internet-Zugängen. Aber auch hier könnte man auf zeitgemäßere Distributionsmodelle umschwenken. Externe Festplatten, USB-Sticks und Cardreader sowie Speicherkarten werden einem für 'n Appel und 'n Ei förmlich hinterhergeworfen, die sind wiederverwendbar und nehmen durch höhere Datendichte weniger Platz weg.
Warum also nicht "Verkaufsterminals" in den Computerabteilungen hinstellen, wo der Besucher mit seiner HDD/USB-Stick hingeht, sich sein(e) Programm(e) drauflädt und nach Bezahlung an der kasse auf dem Kassenzettel einen Code vorfindet, mit dem er seine Einkäufe freischalten kann?
Es muss dann nur noch eine Möglichkeit geschaffen werden, so gekaufte Betriebssysteme installieren zu können (=> Codeeingabe vor Boot des OS, Einbindung des Images als Bootmedium).
Mein iMac hat zwar noch ein optisches Laufwerk, aber das habe ich bisher erst dreimal benutzt. Im Notebook kann ich komplett drauf verzichten. Die ganzen Netbooks und das Macbook Air sind ein guter Anfang, aber ich würde mir eine BTO-Option im Macbook Pro wünschen, zugunsten zusätzlicher Akku-Zellen aufs optische Laufwerk zu verzichten. Dann sind statt 7h sicher 10h drin.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.11.09 15:55 durch oni.
FULL ACK!!!!
Mehr gibts da nicht zu sagen...
Aber die Content-Industrie tut sich da schwer
oni schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> ... dass optische Laufwerke den Weg der Diskettenlaufwerke
> gehen.
Nö.
> Ich finde es einfach ziemlich überholt, zum Anhören von Musik
> oder Anschauen von Filmen erst eine Scheibe irgendwo
> reinschieben zu müssen
Deswegen liegen die Sachen bei mir auf der Festplatte; die Scheiben dagegen im Schrank. Als Backup (für den Fall, daß beide Festplatten abrauchen).
> Die Distribution von Software und auch Medien ist angesichts
> Internetleitungen im zweistelligen MBit-Bereich online viel
> praktischer
Ich will nicht auf das Internet angewiesen sein, um Filme und Musik konsumieren zu können. Also kein Streaming. Und Filme/Musik über das Internet kaufen? Danke, das DRM auf CDs und DVDs ist schon schlimm genug.
> Ich würde mir einen App Store ähnlich wie beim iPhone
> für PC-Programme wünschen - freilich ohne die Einschränkung der
> Zertifikatspflicht.
Ich habe lieber einen Datenträger zu Hause.
> EDIT: Und beim Datenaustausch von Angesicht zu
> Angesicht ist sowieso der USB-Stick bzw. die Speicherkarte der
> klare Gewinner.
Zumindest ich gebe USB-Sticks nur ungern aus der Hand, ich verschenke im Zweifel lieber ne CD.
> aber ich würde mir eine BTO-Option im Macbook Pro wünschen,
> zugunsten zusätzlicher Akku-Zellen aufs optische Laufwerk zu
> verzichten.
Falsches Notebook gekauft. Bei z.B. den guten, alten Thinkpads gab es das schon vor Unzeiten. z.B. bei meinem T23; alternativ konnte man da ein DVD oder Diskettenlaufwerk reinmachen - oder einen zweiten Akku. Mit zwei Handgriffen. Komfortabler gehts nimmer.
Nein, ich möchte (zumindest vorläufig) optische Datenträger nicht missen. Und sei es nur als Backup im Schrank.
Kommentare: 327 | letzter Beitrag 22:44 Uhr
Kommentare: 214 | letzter Beitrag 07:00 Uhr
Kommentare: 173 | letzter Beitrag 22:39 Uhr
Kommentare: 119 | letzter Beitrag 22:34 Uhr
Kommentare: 115 | letzter Beitrag 13:09 Uhr
E-Mail an news@golem.de
Apple soll Zuliefererkreisen zufolge ein kleineres iPad mit 7,85 Zoll großem Bildschirm planen, das noch 2012 auf den Markt kommen soll. Das kleine Modell soll mit einem G/F2-Dünnfilm-Touchscreen ausgestattet werden, der kostengünstigere Geräte ermöglicht und so gegen Android-Tablets positioniert werden kann.

Cloud-Speicherdienste bieten oft eine unzureichende Sicherheit. Zu diesem Ergebnis kommt das Fraunhofer-Institut für sichere Informationstechnologie, das die Dienste Dropbox, Cloudme, Crashplan, Mozy, Teamdrive, Ubuntu One und Wuala getestet hat.

Avira hat gestern für mehrere kostenpflichtige Sicherheitsanwendungen ein fehlerhaftes Service Pack veröffentlicht. Als Folge davon funktionieren viele Anwendungen nicht und Windows startet nicht einwandfrei. Mittlerweile ist ein Patch erschienen.

Facebook soll einen Teil der Dollar-Milliarden aus dem Börsengang für einen Kundendienst für unmittelbare Beratung und Hilfestellung ausgeben. Jeder einzelne Nutzer sei bedeutend für den US-Konzern.

Auch ohne Vorratsdatenspeicherung gab es im Jahr 2011 weniger Straftaten über das Internet. Die Anzahl der Straftaten, die mit dem Internet begangen wurden, ging um 9,9 Prozent zurück, überwiegend waren es Betrugsdelikte.

Der Displayserver X.org soll eine neue Schnittstelle erhalten, die in erster Linie die Integration neuer Funktionen erleichtern soll. Gegenwärtig verhindern dies die APIs des Xservers.