Warum sollte ein Unternehmen, dass halbwegs produktiv arbeiten will auf LibreOffice (oder auch OpenOffice) wechseln? Beide bieten _keine_ Ribbons an, was heutzutage für schnelles Arbeiten aber unerlässlich ist. Außerdem ist die Behauptung "LibreOffice ist kostenlos" doch nur reines Blendwerk. Mitarbeiter müßten bei einem Wechsel umgeschult werden, was weitaus mehr Kosten verursacht als regelmäßige Schulungen für MS-Office.
Wie sieht es mit dem Support aus? Bei MS-Office habe ich hervorrangenden Support, rund um die Uhr. Für OpenSource-Software habe ich allerhöchstens ein paar Foren, die außer "RTFM" auch keine brauchbaren Lösungsvorschläge unterbreiten. Undenkbar, dass einer dieser Forenuser nachts um 2 noch schnell in einer Firma vorbeischaut, um schwerwiegende Probleme zu beheben. Bei unserem Supporter haben wir 24-Stunden-Service, sogar am Wochenende! Natürlich kostet das Geld, aber das holen wir durch unsere gesteigerte Produktivität gleich 3 mal wieder rein. Mit OpenSource wäre das nicht möglich.
Du hast die Argumente selbst genannt: Umschulung!
Ribbons scheinen Geschmackssache zu sein. Ich - und viele andere auch - empfinden es als kontraproduktiv (weder für den einstieg noch wenn man weiß wo die Sachen sind, findet man sie schneller...) und kompliiert, du - und vermutlich ebensoviele andere auch - können damit besser arbeiten... OK!
Aber, wer Office 97 und älter nutzt, der steht vor der Entscheidung: Umschulung auf Ribbons PLUS Lizenzkosten... oder eine wesentlich weniger komplexe Umschulung auf eine ähnliche Oberfläche, plus keinerlei Lizenzkosten.
Deine Kenntnisse zu OpenSource Schulungen und Support sind leider falsch: Auch hier gibt es jede Menge Firmen für Schulungen und Support, nur dass Hersteller und Support-Firma nicht unbedingt die gleichen sind.
Oft ist genau DAS das Kostenmodell zu OpenSource: Die Firma stellt die Software kostenlos bereit und verdient am Support (RedHat, früher Sun bei OpenOffice, nur um 2 Beispiele zu nennen)
Die Umstellung von MS-Office auf Ribbons bezeichne ich als die größte Arbeitszeitvernichtung im Büro. Die von Ihnen erwähnte Hotline weiß ziemlich oft nicht Bescheid, da ist eine Google-Suche meist erfolgreicher.
MS weiß, warum sie das unsägliche Dokumentenformat docx eingeführt haben. Es ist die einzige Möglichkeit, ihren Marktanteil aufrechtzuerhalten.
... das riecht mir doch sehr stark nach einem Boilie ;)
OhWeh schrieb:
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> Die Umstellung von MS-Office auf Ribbons bezeichne ich als die größte
> Arbeitszeitvernichtung im Büro.
Ja, wenn man keinen richtigen Workflow hat. ;)
Wenn man alles wild zusammenklickt ists klar wenn einen Ribbons irgendwann nerven.
Rapmaster 3000 schrieb:
>
> Ja, wenn man keinen richtigen Workflow hat. ;)
> Wenn man alles wild zusammenklickt ists klar wenn einen Ribbons irgendwann
> nerven.
Mein "Workflow" hat sich seit MS-DOS Zeiten so um 1990 entwickelt, an Hand von vielen Versionen von MS-Programmen (Word, Multiplam, etc.) und an Hand von jede Menge freien Programmen (Cubecalc, Starwriter, etc.). Wenn ich meine Arbeitsweise plötzlich völlig umstellen soll, nur weil MS-Programmierer lieber neuen Unsinn erfinden, anstatt sinnvolles zu implementieren, dann muss ich da nicht mitmachen.
Ribbons helfen vor allem Personen, die mit dem Programm nicht so vertraut sind.
Menschen, die beruflich mit Office zu tun haben, sollten sich mit den für sie wichtigsten Funktionen eigentlich so gut auskennen, dass sie über eine klassische Menüleiste/Toolbar, über Kontextdialoge oder Tastenkombinationen deutlich schneller arbeiten können als es mit Ribbon überhaupt möglich ist.
Rabenkind schrieb:
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> Ribbons helfen vor allem Personen, die mit dem Programm nicht so vertraut
> sind.
>
> Menschen, die beruflich mit Office zu tun haben, sollten sich mit den für
> sie wichtigsten Funktionen eigentlich so gut auskennen, dass sie über eine
> klassische Menüleiste/Toolbar, über Kontextdialoge oder Tastenkombinationen
> deutlich schneller arbeiten können als es mit Ribbon überhaupt möglich ist.
Ribbons oder klassisch, das ist völlig egal. Wenn ich klassisch aufwachse, ist mir im Normalfall klassisch lieber. Umgekehrt auch.
Für die WIRKLICH ökonomisch orientierten sind Tastenkombinationen wichtig. UND, dass ein großer Teil meiner Arbeit sichtbar ist, also möglichst wenig GUI. Deswegen: Ribbons sind für Vielformatierer nicht gut, finde ich.
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