Bin vor ner Weile auf die Suche nach nem guten Texteditor gegangen, da vi fürs editieren echt gut ist, ihm allerdings einige Komfortfunktionen fehlen.
Bin dabei auf Kate gestoßen:
Tolles Interface, Tabs, Code Completion, Snippets, eingebautes Terminal, Sessionverwaltung, Compiler+Build Integration, Code Folding, ein ausgereiftes Plugin System, mehrsprachig (wers braucht).
Und das Beste: ein optionaler(!) vi Eingabemodus, der sich zudem noch gut in das Program integriert.
Kommt im Umfang beinahe schon an ne vollwertige IDE ran, nicht umsonst wird Kate bei KDevelop als Editorkomponente benutzt.
Und im Gegensatz zu jEdit auch schnell, da in C++ ... ;)
Dafür muss man aber leider die KDE-Libs installieren.
Dann wäre GVIM wohl eher etwas für dich. Lässt sich gut konfigurieren, ist aber mit viel Arbeit verbunden. Für meine Konfiguration (Schreiben von Kommentaren, Finden von Color-Schemes und nützlichen Plugins) habe ich viele Tage investiert. Das Ergebnis hat sich aber auch gelohnt.
Leider fehlen mir bei Kate noch einige Funktionen. Zum Beispiel eine komplett mauslose Bedienung (habe mich schon so an Dinge wie :hardcopy oder :sort gewöhnt). :) Dass es kdelibs benötigt stört mich nicht, da ich mittlerweile komplett auf KDE 4.3 umgestiegen bin. Dafür stört es mich etwas, dass GVIM GTK nutzt, aber die Konsolenversion ist mir nicht benutzerfreundlich genug (manchmal ist man doch so bequem und benutzt lieber doch die Maus). Außerdem sehen die meisten Color-Schemes m.E. in GVIM um Längen besser aus.
@Threadersteller: Ich musste spontan an die Titelseiten von PC-Welt und Computerbild denken. Du benutzt nicht zufällig die Windows-Version von KDE4? Hehe. *scnr* :)
Gut, wenn man KDE sowieso verwendet, dann ist es egal. Aber mein Rechner ist mittlerweile 6 Jahre alt und mein liebstes GUI-App ist schon seit langem urxvt ;-)
Meistens reicht mir vim voll und ganz und wenn ich größere Sachen programmiere, dann nehme ich halt CodeBlocks oder NetBeans.
Name schrieb:
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> Gut, wenn man KDE sowieso verwendet, dann ist es
> egal. Aber mein Rechner ist mittlerweile 6 Jahre
> alt und mein liebstes GUI-App ist schon seit
> langem urxvt ;-)
Häh? Mein Rechner ist 9 Jahre alt und trotzdem läuft Kate mit KDE3 und KDE4 darauf anstandslos. SO lange du nicht gerade extrem zu wenig Arbeitsspeicer hast, sind die alten Kisten immer noch ausreichend bei passender Konfiguration.
Lunar schrieb:
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> Bin vor ner Weile auf die Suche nach nem guten
> Texteditor gegangen, da vi fürs editieren echt gut
> ist, ihm allerdings einige Komfortfunktionen
> fehlen.
Schon mal mit anpassen versucht? Die meiste erwünschten Komfortfunktionen finden sich nach etwas Suche im Script-Archiv von vim.org.
> Bin dabei auf Kate gestoßen:
> Code Completion,
Schön wäre es. Die vervollständigung beschränkt sich auf Wörter in der aktuelen Datei. Und neuerdings ist da auch irgendein Bug drin.
> Snippets,
Wenn sie nur Komfortabel umgesetzt wären. Man kann sie nicht mal Mauslos aufrufen, geschweigen den Skripten.
> eingebautes Terminal,
Auch nicht Mauslos :( Und ich suche bis heute noch eine möglichkeit die Ausgabe der Exernen Tools dorthin umuleiten.
> Sessionverwaltung,
Ja, die ist wirklich sehr gut :)
JEtt fehlt nur noch eine anstädnige Projektverwaltung .
> ein ausgereiftes Plugin System,
Unter ausgereift versteh ich etwas anderes. Angefangen bei anständiger Dokumenation und aufwandslosem Skripting. So ist das doch nur C++-Geraffel.
> Kommt im Umfang beinahe schon an ne vollwertige
> IDE ran, nicht umsonst wird Kate bei KDevelop als
> Editorkomponente benutzt.
Nicht ganz. KDevelop benutt wie jedes KDE-Programm die Editor-Komponente von KDE. Und das ist nun mal standardmässig der Kate-KPart. Allerdings kann der KPart nicht alles was der Kate-Editor kann. Auch wenn das meiste in KDevelop natürlich ebenfalls eingebaut wurde.
Im großen und ganzen ist Kate wirklich sehr nütlich und der Editor-Teil selbst ist ziemlch ausgereift. Trotzdem fehlt da noch so einiges an Funktion und möglichkeit. Gerade wenn man viele Extrawünsche hat ist man bei Kate ielich aufgeschmissen. Und die nicht vorhandene Integration der Plugins ist auch sehr störend. Ganz abgesehen davon das ständig die Guten Plugins entfernt werden und durch schlechtere oder gar nichts ersetzt werden. Und dabei gibt es von denen schon so wenige.
Warum die Dateiübergreifende Suche verschwunden ist werd ich wohl auch nie verstehen.
Streuner schrieb:
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>
> Schon mal mit anpassen versucht? Die meiste
> erwünschten Komfortfunktionen finden sich nach
> etwas Suche im Script-Archiv von vim.org.
Glaub ich dir, aber mich stört das "nach etwas Suche"...
> Schön wäre es. Die vervollständigung beschränkt
> sich auf Wörter in der aktuelen Datei.
Das reicht mir vollkommen und es ist mehr als das Gros der anderen Programme bietet, außerdem müsste man für ne "vollwertige" Auto-Completion die verwendeten Bibliotheken einbinden.
Allerdings sollte man beachten, dass Kate ein Texteditor ist, keine IDE.
> Und neuerdings ist da auch irgendein Bug drin.
Welcher denn?
> > Snippets,
>
> Wenn sie nur Komfortabel umgesetzt wären. Man kann
> sie nicht mal Mauslos aufrufen, geschweigen den
> Skripten.
Ja, das könnte wirklich besser gelöst sein.
Scripting kommt übrigens in einer der nächsten Versionen, steht schon auf der ToDo List.
> > eingebautes Terminal,
>
> Auch nicht Mauslos :( Und ich suche bis heute noch
> eine möglichkeit die Ausgabe der Exernen Tools
> dorthin umuleiten.
-> Configure Shortcuts
Bei mir auf Meta+Alt+T
Sonst halt Alt+T , F
>
> > Sessionverwaltung,
>
> Ja, die ist wirklich sehr gut :)
> JEtt fehlt nur noch eine anstädnige
> Projektverwaltung .
Für nen Texteditor etwas überdimensioniert... hab aber mal ein Plugin dafür gesehen, wohl bei KDE-Apps o.ä.
>
> Im großen und ganzen ist Kate wirklich sehr
> nütlich und der Editor-Teil selbst ist ziemlch
> ausgereift. Trotzdem fehlt da noch so einiges an
> Funktion und möglichkeit. Gerade wenn man viele
> Extrawünsche hat ist man bei Kate ielich
> aufgeschmissen. Und die nicht vorhandene
> Integration der Plugins ist auch sehr störend.
Bisher habe ich fast alles was ich brauche.
Die Integration könnte etwas besser sein, ist aber nichts, was man mit einer Maus nicht beheben kann ;)
Scripting fehlt leider...
> Ganz abgesehen davon das ständig die Guten Plugins
> entfernt werden und durch schlechtere oder gar
> nichts ersetzt werden. Und dabei gibt es von denen
> schon so wenige.
> Warum die Dateiübergreifende Suche verschwunden
> ist werd ich wohl auch nie verstehen.
Hab die aktuelle Version und bei mir liegt sie auf Meta+Alt+F.
Musst halt das Plugin aktivieren.
Lunar schrieb:
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> > Schön wäre es. Die vervollständigung beschränkt
> > sich auf Wörter in der aktuelen Datei.
> Das reicht mir vollkommen und es ist mehr als das
> Gros der anderen Programme bietet,
Nein, jeder Fortgeschrittene Editor hat da irgendeine Option. U nd wenn es nur eine API-Datei ist mit dem man ihn füttert.
> außerdem müsste man für ne "vollwertige" Auto-Completion die
> verwendeten Bibliotheken einbinden.
Oder man gibt minimal eine Liste zu vervollständigender Namen vor. Wobei eine Skriptbare und damit Intelligentere Lösung natürlich vorzuziehen wäre.
> Allerdings sollte man beachten, dass Kate ein
> Texteditor ist, keine IDE.
Eine IDE ist nur ein Texteditor mit mehr Funktionen Out-of-the-Box.
> > Und neuerdings ist da auch irgendein Bug drin.
> Welcher denn?
Es funktioniert nicht.
> > > eingebautes Terminal,
> > Auch nicht Mauslos :( Und ich suche bis heute noch
> > eine möglichkeit die Ausgabe der Exernen Tools
> > dorthin umuleiten.
> -> Configure Shortcuts
> Bei mir auf Meta+Alt+T
> Sonst halt Alt+T , F
Ich hab zwar keine ahnung ws du mir dami sagen willst, hautsächlich auch weil die Tastenkombi hier nichts bewirkt. Aber die einzigen Tastenkombinationen mit dem Terminal sind Fokus setzen und Pfad abgleichen. Nichts was etwas mit meinem problem zusammenhängt.
> Für nen Texteditor etwas überdimensioniert... hab
> aber mal ein Plugin dafür gesehen, wohl bei
> KDE-Apps o.ä.
Das ist ein Port der alten Projektverwaltung der nicht wirklich funktioniert. Womit auch klar ist wieviel die Plugin-Schnittstelle von Kate taugt :(
> Bisher habe ich fast alles was ich brauche.
> Die Integration könnte etwas besser sein, ist aber
> nichts, was man mit einer Maus nicht beheben kann
Ja, aber wirgendwann steigen die Ansprüche ;)
> Scripting fehlt leider...
Text Scripten geht schon, mit JavaScript. Aber so weit ich weiß kann man dort keine Externen Programme aufrufen und auswerten, womit sich für der Nutzen auch ziemlch erübriget hat. Und laut aktuellster Doku von 2006(!) sidn auch keine Shortcut-Zuweisungen möglich. Wobei ich schätze das das mittlerweile geht. Bleibt trotzdem gefrickel.
Dann doch lieber etwas richtiges wie Emacs.
> > die Dateiübergreifende Suche verschwunden
> > ist werd ich wohl auch nie verstehen.
> Hab die aktuelle Version und bei mir liegt sie auf
> Meta+Alt+F.
> Musst halt das Plugin aktivieren.
Hm, interessant. Mittlerweile gibt es das Plugin wieder, es erscheint nur nicht als Reiter. Mal am Montag auf der Arbeit nachprüfen ob das auch die gleiche Funktion ist. Danke.
Ich gebe zu, dass ich nicht genau weiß, wie viel Ram KDE genau braucht. Aber ich habe KDE und Gnome schon vor Jahren von meinem Rechner verbannt, weil die einfach zu viel Resourcen schlucken. Wenn man kein KDE verwendet und ein KDE Programm startet, dann werden immer gleich jedemenge Services mitgestartet (DCOP usw.) die ich gar nicht haben will, es kann auch vorkommen, dass wieder eine Desktop und ein Trash Directory angelegt werden die ich auch nicht brauche.
Oder kurz:
Eigentlich will ich gar kein KDE/Gnome/xfce sondern lieber einen sparsamen Window-Manager
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