Hier gibt's doch sicher schon einige, die sich das System mal unter die Lupe genommen haben (vielleicht auch unabhängig von der Version jetzt)
Gibt es dazu Meinungen? Ein kurzes Pro&Contra?
Fedora ist eigentlich die letzte "große" Distribution, die ich mir noch garnicht angeschaut hab. Für wen lohnt sich das überhaupt?
Bitte nicht streiten, will wirklich nur wissen, ob es mir was bringen könnte :-)
fedora is halt von den ganzen tools her ziehmlich kuhl im vergleich zu anderen distris, allerdings stehen treibertechnisch die chancen bei ubuntu deviraten wesentlich besser.
Naja treibertechnisch hab ich keine großen Anforderungen, da ist WLAN schon das komplizierteste :-)
Aber zu den Tools zurück. So eine Art von Meinung hatte ich mir erhofft. Geh doch mal bisschen ins Detail, was sind die besten Fedora-only Tools und benutzt du die wirklich?
ICh muss zugeben, meine einzigen erfahrungen zu fedora habe ich unter Fedora 2RC1 gemacht. Das ist auch schon ewigkeiten her...
Da ich ursprünglich mit RedHat 6.0 linuxen angefangen habe, war fedora damals der logische schritt. Ich möchte daher darauf hinweisen dass meine Erfahrungen mit an sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit veraltet sind.
Was für Fedora sprach:
- Sehr einfache installation
- Lief Out of the box
- nachträgliche konfigurationen waren einfach umsetzbar
- System lief stabil
WAs für mich gegen Fedora sprach(aus heutiger sicht):
- yum war damals noch nicht in der lage, paketabhängigkeiten immer korrekt aufzulösen(auch heute empfinde ich das apt/dpkg system noch als überlegen)
- Der Grafische installer verursachte auch einigen meiner systeme Probleme
- Es gab kein minimal image für netinst
- aktuelle pakete für FC waren damals noch nicht allzu verbreitet
DAs waren auch die gründe warum ich damals auf Debian Sarge umgestiegen bin. Aber wie gesagt, kaum etwas ändert sich so schnell wie die Linux-welt, und daher sind meine erfahrungen wahrscheinlich viel zu veraltet um zählen zu können.
Abgesehen davon dass ich derzeit mit Debian Lenny keinen grund sehe, auf eine andere distro umzusteigen, denn lenny macht was es soll und das macht es gut.
Hat sich eigentlich auch schonwieder erledigt, deren Philosophie lässt nur freie Software zu (kein MP3 etc) das ist mir zuviel Gebastel, um es auf Tante Gretchens Rechner zu installieren :-)
Trotzdem danke!
Hi,
ich betreibe mein System mit Fedora 10 schon recht lange. Davor hatte ich Fedora 7 im Einsatz. Mir gefällt es sehr gut. Sehr stabil und einfach zu handhaben.
Was ich an tools benutze ist nicht viel. Einmal "yast" womit man das System updaten oder neue Pakete installieren kann. Zum anderen sind da 2 tools "service" zum stoppen und starten von Diensten und "chkconfig" zum installieren dieser.
Lad dir doch einfach mal eine Live DVD runter und spiel damit etwas rum.
Ich lasse mein System im übrigen als reines 64bit System, 8 GB Ram und 2 cores laufen.
Naja ich wollte nur erstmal wissen, ob sich der Download der LiveDVD für mich überhaupt lohnt, aber es scheint wohl generell nicht so "mein" System zu sein, von daher hab ich mit wenig Aufwand viel erreicht :-)
Moins,
Stefan Zemlicka schrieb:
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> Hi,
>
> Was ich an tools benutze ist nicht viel. Einmal "yast" womit man das System
> updaten
"YaST" ist Suse.
Der Packet-Updater von RedHat/Fedora ist "yum".
oder neue Pakete installieren kann. Zum anderen sind da 2 tools
> "service" zum stoppen und starten von Diensten und "chkconfig" zum
chkconfig ist afaik distro-unabhängig.
CYA Arne
Himmerlarschundzwirn schrieb:
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> Hat sich eigentlich auch schonwieder erledigt, deren Philosophie lässt nur
> freie Software zu (kein MP3 etc) das ist mir zuviel Gebastel, um es auf
> Tante Gretchens Rechner zu installieren :-)
ouhmm..
rpm -ihv http://download1.rpmfusion.org/free/fedora/releases/11/Everything/i386/os/rpmfusion-free-release-11-1.noarch.rpm
yum install <mp3-software-der-wahl>
Zuviel Aufwand?
CYA Arne
War vielleicht zu einfach ausgedrückt.
Es ist ja nicht NUR MP3, beim Grafiktreiber etc gehts ja zum Beispiel weiter.
Ein klares JA, es könnte Dir was bringen.
Ein klares DANKE, aber das war nicht wirklich meine Frage ;-)
Wer die Vorzüge von Win3.1 kombiniert mit der Kompatibilität von MacOS7 toll findet - der ist mit Fedora gut beraten.
Das wird auch über ein geeignetes Repository erschlagen und gut ist.
Mich hat eher gestört, daß es doch eher bleeding-edge ist, was natürlich auch heißt, daß mal was kaputt gehen kann. Tante Gretchen wird dann eher nicht wissen, was zu tun ist.
Für Dein Tante Gretchen würde ich also eher Ubuntu oder (in meinen Augen noch besser) Debian Stable empfehlen. Einmal einrichten, cron-job mit aptitude update && aptitude safe-upgrade für die Sicherheits-Updates, fertig.
Auf der Haben-Seite fand ich die Systemwerkzeuge ganz nett, mit denen man problemlos Benutzerverwaltung etc. betreiben konnte, ohne dafür Systemdateien bearbeiten zu müssen. Manche Leute legen auf so etwas ja wert. Mir ist's wurst ...
Wenn du ne ATI-GPU hast und Catalyst installieren willst ist Fedora echt keine gute Wahl.
Meine Favorit-Distro ist Arch. Die Installation geht für Anfänger nicht sehr schnell, aber wenn man schon Erfahrungen mit Linux woanders gesammelt hat, macht die Installation mit der "Beginners Guide" in der ArchWiki normalerweise keine Probleme.
Meiner Ansicht nach Vorteile von Arch:
- man installiert nur das was man braucht (z.B. auch nur den Desktop den man bevorzugt hat)
- OSSv4 wird fast gleichwertig gut behandelt wie ALSA
- wie bei Fedora topaktuelle Packete
- Catalysttreiber geht einfacher zu installieren als bei Fedora (aber auch nicht supereinfach, erstmal schaun wie das "Arch Build System" funktioniert, das nicht ganz so simpel wie Pacman ist, aber auch nicht schwer)
- wie bei Fedora wird auch von Arch schon recht lange 64bit unterstützt
- Rolling Releases
- man erfährt bei Installation und beim Konfugirieren von Linux etwas mehr als bei "einfacheren" Distros
Einfache Menüs und mit jedem anderen Linux seiner Generation kompatibel? Jippie! :-)
Fedora ist die 'Spielwiese' von einigen Linuxentwicklern.
Man hat dort am ehersten die Chance neueste Entwicklungen und Ideen, zu finden.
Nicht selten durch Beta und Alphaversionen.
Wobei es wohl den Fedorausern zu verdanken ist, das, wenn andere Distributionen beginnen die Pakete ein halbes oder ganzes Jahr später zu verwenden,
sie dort oft wesentlich stabiler und besser laufen als bei Fedora am anfang.
Himmerlarschundzwirn schrieb:
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> Gibt es dazu Meinungen? Ein kurzes Pro&Contra?
Meinung: Es taugt nichts.
Pro: Nichts.
Contra: Es ist Linux.
Nachdem ich lange SuSE (von 4.irgendwas bis 9.3) eingesetzt habe, verwende ich privat Fedora seit Fedora Core 2. Zur Zeit Fedora 11 64-Bit auf dem Desktop und Fedora 11 32-Bit auf einem recht alten HP-Notebook nc6120.
Testweise hatte ich Fedora 10 mal auf einem HP Elitebook 6930 installiert. Die UMTS-Karte war damit nicht ansprechbar. Wie es heute aussieht, kann ich nicht mehr feststellen.
Die Basis-Repos beinhalten nur freie Pakete. Aber mit rpmfusion.org klappt Multimedia und 3D-Grafik auf allen meinen Rechnern einwandfrei.
Empfehlenswert ist die Verwendung des Fedora-Everything-Repos anstelle des Fedora-Repos. Einfach in /etc/repos.d (die genaue Datei habe ich nicht im Kopf und ich sitze nicht am meinen Mühlen) den entsprechenden Abschritt über enabled=1 aktivieren. Damit stehen massenweise Apps zur Verfügung.
WLAN ist kein Problem mehr. Ich habe mich bei Notebooks auf Intel-Chipsätze und bei externen Karten auf Atheros eingeschossen. WPA2 ist stabil.
Früher hatte ich auch nal den ndiswrapper im Einsatz. Klappte auch, ist aber nicht mehr nötig, wenn man den Chipsatz beim Kauf beachtet.
UMTS lief mit dem USB-Stick Vodafone-Novatel MC950D out off the Box. Nur dauert es einige Minuten, bis der Stick von USB-Stick-Modus auf UMTS-Karten-Modus umgeschaltet hat.
Mit Webcams gab es Probleme. Aber alles mit UVC klappt wunderbar.
Meine Digital-Kamera (Casio Ixus 60) kann ich out of the Box anschließen. Es öffnet sich ein Programm (gthumb) zum Kopieren der Bilder auf die Festplatte. Man kann auch einzelne Bilder auswählen und das Zielverzeichnis vorgeben
Mein Nokia 6288 habe ich noch nicht zur Synchronisation überreden können, habe aber zur Zeit auch nicht die Muße dazu. Zugriff auf die Mini-USB-Karte ist problemlos.
Eine Hauppauge-TV-Karte (analog und DVB-T; ich glaube, sie heißt DVB-900) funktioniert out off the Box. Eine billige externe TV-Karte erst, nachdem ich die Firmware aus dem Windows-Treiber extahiert und nach /lib/firmware kopiert hatte (Benamung hatte ich im Internet gefunden)
Was ich vermisse: Einen ordentlichen Diascanner, der unter Linux läuft. Ist aber kein Fedora-spezifische Problem.
Eingebaute Modems sind immer problematisch, aber wer braucht die schon noch?
ISDN mit einer Fritz-Card war immer problemlos.
Auch DSL mit einer Fritz-Card lief immer rund. Aber auch das ist wohl mittlerweile eher selten in Einsatz.
USB-Sicks, Smart-Cards und externe Festplatten waren nie ein Problem.
Firewire nutze ich nicht - ist wohl auch tot.
Zu Bluetooth kann ich wenig sagen. Das, was ich darüber gekoppelt hatte, funzte aber immer.
Ansonsten gilt halt bei Linux immer, sich vor dem Hardware-Kauf zu informieren.
Die Schlaf-Modi sind immer noch nicht ganz problemlos, aber es wird immer besser. Meistens findet man einen Tipp. Ich nutze sie aber in der Regel nicht.
Mir gefällt an Fedora die klare Konfiguration. Da gibt es nicht wie bei Suse zig inkludierte Dateien, die man zum Teil manuell verändern darf, zum Teil aber nicht.
Yum auf der Konsole ist ein Hit. Aber auch Yum-Extender für das GUI ist für die Paket-Verwaltung klasse. YaST finde ich für die Paketverwaltung seitdem gar nicht mehr so top. Genauso finde ich PackageKit nicht so prickelnd.
Adobe bietet sogar eine Yum-Config-Datei an, mit der man den Reader und das Flash-Plugin über yum installieren kann.
Auf dem 64-Bit-System läuft sogar die 64-Bit-Version des Flas-Plugins aus den Adobe Laboratories. Allerdings mussten die manuell eingebunden werden.
Die OSS-Java-Unterstützung unter Linux finde ich beschissen. Aber Sun bietet Pakete auf seiner Website an, die einfach einmal aufgerufen werden müssen. Dann läuft das unter Fedora.
Gnome als Standard-Desktop finde ich besser als den überladenen KDE. Aber auch KDE 4 läuft unter Fedora - auch parallel zu Gnome und XFCE.
Super finde ich auch, dass der Monitor nicht mehr flackert, wenn man mal auf die Konsole schaltet.
Eine Schwachstelle ist PulseAudio. Aber nach ein wenig Nachjustierung läuft auch das mittlerweile ganz ordentlich. Nur Kaffeine verliert manchmal den Ton.
Fedora liefert recht junge Pakete, aber Stabilitätsprobleme sind selten - und wenn nach wenigen Tagen behoben.
Da ich auf Root-Servern CentOS (also einen RHEL-Clone) einsetze, ist die Administration fast vollständig identisch. RHEL und damit auch Cent-OS ist halt immer hinterher.
Windows habe ich nur noch in virtuellen Maschinen laufen. Auf dem 64-Bit-System verwende ich dazu KVM, die Standard-Virtualisierungslösung unter Fedora. Alles bestens! Nur das Tastatur-layout muss man in der Konfguartions-XML manuell auf deutsch einstellen.
Auf dem Notebook habe ich VMWare genutzt. Dafür war immer ein RedHat-Patch (vmware-any-any) nötig. Seit Version 2 gefällt mir VMware aber nicht mehr. Macht nichts: RPM-Pakete von VirtualBox sind jetzt bei Fedora dabei.
Fedora ist sicher keine EInsteiger-Distri, aber wer sich ein wenig mit Linux auskennt, verflucht SuSE eher. Ein Vergleich zu Ubuntu oder gleich den Original Debian kann ich nicht wirklich anstellen. Außer einmal installiert, habe ich mich damit nie intensiver befasst.
So! Ich hoffe, ich habe die wichtigsten Fragen beantworten können.
>> - yum war damals noch nicht in der lage, paketabhängigkeiten immer korrekt aufzulösen(auch heute empfinde ich das apt/dpkg system noch als überlegen)
Das lag aber immer an falschen Dateien auf den Mirrors.
- Der Grafische installer verursachte auch einigen meiner systeme Probleme
Der Parameter noapic und/oder noacpi haben mir imemr geholfen
- Es gab kein minimal image für netinst
Gibt es schon lange!
- aktuelle pakete für FC waren damals noch nicht allzu verbreitet
Weltweit gibt unzählige Mirrors. Das Repo Extras ist unüberschaubar groß gewesen. Jetzt heißt es Everything und ist mit dem Basis-Repo zusammengewachsen.
Früher livna-org, jetzt rpmfusion.org bietet Fremdpakete und auch die, die Fedora aus lizenzrechtlichen Gründen nicht mitgibt. Audio und Video, das wegen fehlender Codecs nicht abspielbar wäre, habe ich lange nicht mehr gehabt.
Skype bietet ein RPM an. Zwar für Fedora 5, läuft aber auch unter 6, 7, 8, 9, 10 und 11
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