Es muss doch möglich sein eine Schnittstelle zu schaffen die erweitert werden kann, und fehlende Funktionen der Hardware über Software nachbildet.
Dann wird es halt langsamer. Aber es läuft weiter!
So muss nicht gleich immer neue Hardware erworben müssen.
Gerade bei Grafik unter Linux ist das ja alles andere als einfach ersatz zu finden. LEIDER!
Das hat DirectX für Windows ja auch im Ursprung mal gemacht.
Also ich versuch jetzt mal mit meinem Halbwissen zu Antworten, kann sein dass ich völlig danebenliege, dann bitte nicht böse sein.
Aber so wie ich das sehe ist OpenGL selbst diese Schnittstelle, ähnlich wie DirectX. Du kannst ja OpenGL auch per Software ausführen, ist halt dann nur langsam wie sonstwas.
Was du ansprichst, wenn ich dich richtig verstehe, ist das Emulieren von OpenGL-Funktionen, die die Hardware nicht kann, durch Software. Dafür ist aber gar keine neue Zwischenschicht nötig, denn das wäre der Zuständigkeitsbereich des Grafiktreibers. Der ist ja dafür zuständig, die von OpenGL geforderten Funktionen auf der Grafikhardware, die intern vielleicht ganz anders tickt, umzusetzen. Der Treiber könnte dabei (und tun einige vielleicht schon) auch auf die CPU zurückgreifen. Es gibt ja auch Treiber um vollständig auf der CPU zu rendern.
Das Problem für AMD-Nutzer ist also genau die Schnittstelle die du meinst, denn Probleme ergeben sich ja in diesem Fall durch die proprietäre Natur der fgrlx-Treiber. Dass dieser selbst auf neueren Karten nur OpenGL 1.0 unterstützt wusste ich gar nicht, aber dass die Linux-Unterstützung grausig ist, habe ich schon erfahren dürfen. Aber deswegen jetzt alle unsere Anwendungen mit OpenGL 1.0 kompatibel zu halten, ist für mich keine Lösung. Damit tun wir AMD ja eigentlich einen Gefallen, denn so können sie in Ruhe weiter machen, und es wird dann auch immer Linuxnutzer geben, die ihre Produkte kaufen.
Bei Intel ist das ein wenig anders, denn dort ist die Hardware tatsächlich nicht in der Lage, neuere OpenGL-Funktionen bereitzustellen, aber hier per Software nachzuhelfen ist meines Ermessens nicht sinvoll, denn Systeme mit integrierten Intel-Grafikchipsätzen sind meist sowieso nicht so leistungsfähig. Auf denen muss man dann eben auf Effekte verzichten, wobei das ja auch nur auf ältere Systeme zutrifft.
Jetzt noch eine Schicht zwischen Grafiktreiber und Anwendung zu schieben, um die Fehler der proprietären Software auszubügeln, halte ich für nicht umsetzbar (denn du weisst ja nicht was der Treiber eigentlich macht); und selbst wenn, wäre es klüger lieber direkt an den freien Treibern weiterzuarbeiten.
Neue Hardware kaufen muss man sich wegen dieser Änderung allerdings nicht unbedingt. Wenn man Intel mal ausser Acht lässt, muss man schon sehr alte Hardware hervorkramen, um etwas zu finden was nicht OpenGL 2.0 kann. Die hat dann (wie auch im Artikel beschrieben) AGP- oder sogar noch PCI-Anschlüsse, und ist damit nur noch auf alten Systemen vorhanden, auf denen man sowieso keine Desktopeffekte (und vielleicht auch kein KDE) nutzen sollte.
Nutzer von Nvidia-Karten, oder von freien AMD-Treibern müssen sich da keine Sorgen machen.
Der Punkt Grafik ist unter Linux ja seit jeher problematisch und vieldiskutiert. Mein Motto war bisher, möglichst nur Nvidia-Grafik zu kaufen, auch wenn es etwas mehr kostet. Doch auch das ändert sich langsam, da Nvidia mit ihrem ziemlich stabilen Treiber zwar immer die neuste Version von X und OpenGL unterstützen, aber das längst überfällige KMS (und auch ein paar andere Dinge) nicht implementieren, den Support für Wayland von vorneherein verneinen, und die 2D-Performance immer schlechter wird. Zudem bastelt Nvidia ja gerne Eigenlösungen für schon vorhandene Dinge (wie TwinView), welche dann leicht für Verwirrung sorgen können.
Im Moment würde ich also raten gerade keine neue Hardware zu kaufen, und auf die immer besser werdenden freien Treiber zu warten.
Einige Distributionen, wie z.B. Arch, fangen ja bereits an die proprietären Treiber rauszuwerfen, fgrlx meist als erstes.
Entweder holen die freien Treiber die proprietären irgendwann ein, oder einer der beiden Grafikriesen möchte sich doch noch die Gunst der Linuxgemeinde sichern, und überholt seine Treiber. Was ich auch nicht ausschliessen würde, ist dass Intel irgendwann Hardware rausbringt, die fähig genug ist, wenigstens die Funktionalität (sprich OpenGL, HDMI-Out, etc.) einer Nvidia oder AMD zu ersetzen.
Gigadoc 2 schrieb:
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> Dass dieser selbst auf neueren Karten nur OpenGL 1.0
> unterstützt wusste ich gar nicht, aber dass die Linux-Unterstützung grausig
> ist, habe ich schon erfahren dürfen. Aber deswegen jetzt alle unsere
> Anwendungen mit OpenGL 1.0 kompatibel zu halten, ist für mich keine Lösung.
Der fglrx unterstützt OpenGL 3.3/4 per direct Rendering. KDE nutzt aber hier das indirect rendering was schon alt ist und eigentlich wegen der Performance schon lange nicht mehr genutzt wird. Und hier bietet AMD eben weil es nicht mehr genutzt wird nur OpenGL1.5 an.
KDE (Martin Gräßlin) könnte nun entwerder seinen OpenGL 2+ Renderpfad Fixen oder sich mit AMD zusammen setzten das sie ihren Treiber fixen falls da der Fehler liegt. Oder er benutzt einfach die OpenGL ES 2.0 Implementierung des fglrx.
Unsinn, kwin kann auch Direct Rendering, nur fglrx nicht. Der Treiber ist blacklisted weil er eben nur Schrott produziert, visuelle Fehler wie Flackern usw. Mit "KWIN_DIRECT_GL=1 kwin --replace" kann man aber auch direct rendering mit fglrx aktivieren.
> KDE (Martin Gräßlin) könnte nun entwerder seinen OpenGL 2+ Renderpfad
> Fixen oder sich mit AMD zusammen setzten das sie ihren Treiber fixen falls
> da der Fehler liegt.
Der Pfad funktioniert einwandfrei, das Problem ist der Treiber. Kontakt mit AMD wurde wohl auch schon versucht, aber AMD bewegt sich da seit Jahren nicht. Jetzt durch den Blogpost gab es allerdings eine Antwort, siehe hier: http://ati.cchtml.com/show_bug.cgi?id=312
Übrigens hat Gnome die gleichen Probleme: http://ati.cchtml.com/show_bug.cgi?id=99
Wenn man den bugtracker etwas durchgeht sieht man auch wo das Problem liegt...
scroogie schrieb:
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> Übrigens hat Gnome die gleichen Probleme: ati.cchtml.com
>
> Wenn man den bugtracker etwas durchgeht sieht man auch wo das Problem
> liegt...
Dann ist doch alles klar. Aber dennoch ist es alles andere als Praktisch sich bei einem Bug Tracker zu melden der nicht von AMD kommt. Man kommt auch besser an jemanden von AMD ran.
Erzähl das mal den Leuten von AMD. Die wollen ja keinen eigenen einrichten. Wie kommt man denn besser an einen Mitarbeiter ran? Sicherlich nicht über die öffentlichen Mail-Adressen. Die gehen entweder in Kundensupport oder Marketing, und landen danach in Ablage P.
KDE könnte sich auch einfach mal an AMD wenden um "Partner" zu werden. Dann hast du immer jemanden mit dem sie Reden können.
Alternativ können sie versuchen direkt über RedHat einen an die Strippe zu bekommen.
PS: Die Reports auf dem BugTracker sind leider oft nicht wirklich hilfreich.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.02.12 14:04 durch nille02.
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