Wozu braucht ein Fenstermanager Hardwarebschleunigung?
- Klickibunti/Effekte?
- Effizienz?
Wobei mir letzteres auch mal jemand erklären könnte warum das effizienter sein sollte...
Dankes für eure kompetenten Ausführungen.
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> - Klickibunti/Effekte?
> - Effizienz?
Beides. Beim Verschieben von Fenstern verdeckte Bildteile nicht völlig neu zeichnen müssen ist ein Effizienzfeature. Dass man dabei quasi gratis auch ein paar nette Effekte zeichnen kann, nimmt man dabei natürlich gerne mit.
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nate schrieb:
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> Beides. Beim Verschieben von Fenstern verdeckte Bildteile nicht völlig neu
> zeichnen müssen ist ein Effizienzfeature.
Macht sich das überhaupt bemerkbar?
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Klickibunti?
Das ist wofuer ein Windowmanager da ist: User Eingaben (clicks) zu verarbeiten und Interfaces visuell (bunt) darzustellen.
2D Hardwarebeschleunigung z.B. auch fuer die Videodarstellung haben Windowmanager schon lange. 3D Beschleunigung wird seit 2001 (Mac OS X) eingesetzt. Damit lassen sich einerseits klassische Operationen wie Zoomen oder Verschieben von Fenstern beschleunigen, andererseits auch neue Arten von Animationen realisieren: Drehung, Ueberlagern von Bildern, Farbraumtransformationen etc.
Ein weiterer Vorteil ist das auf halbwegs moderner Hardware die Grafikkarte all diese Operationen erledigt und das nicht nur viel schneller und fluessiger geht, sondern auch noch die CPU entlastet.
Das ist auch ein Grund warum mittlerweile auch Browser 3D Hardwarebeschleunigung implementieren (ein andere sind WebGL etc).
Der Artikel zu "Compositing window manager" in der englischen Wikipedia gibt einen guten Ueberblick (der in der deutschen ist totaler Muell).
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> > Beides. Beim Verschieben von Fenstern verdeckte Bildteile nicht völlig neu
> > zeichnen müssen ist ein Effizienzfeature.
>
> Macht sich das überhaupt bemerkbar?
Je nach Komplexität der Darstellung im verdeckten Fenster durchaus -- man merkt schon, wenn sich ohne Compositing das Bild allmählich neu aufbaut, wenn man ein darüberliegendes Fenster bewegt. Um diesen Effekt zu kaschieren, benutzen einige Programme, die besonders lange zum Neuaufbau des Bildes brauchen würden (z.B. Inkscape) bereits von sich aus Double Buffering. In diesem Fall ist der Unterschied zwischen non-composited und composited natürlich nichtig.
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Okay, danke für die Antworten. Auf welcher Ebene greift die Hardwarebschleunigung?
Es gibt unagi, cairo-compmgr als vom windowmanager unabhängiger composite manager.
Da die aber _scheinbar_ lediglich auf den ersten Blick Effekte hinzufügen, meine Anspielung auf Klickibunti :)
Nun die Gretchenfrage: Beschleunigen diese compmgr auch das zeichnen von Fenstern? Inwieweit muss da der windowmanager tatsächlich involviert sein? Die unabhängigen sind ja alle sehr neu und wenig weit verbreitet...
//Edit: Also ich meine: Fluxbox awesome etc und solche minimalisten zeichnen ja ihre Fensterrahmen mit hilfe von Xlib auf unterster Ebene. Kann da so etwas überhaupt helfen?
1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.08.12 18:33 durch providus.
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Der Desktop lässt sich besser bedienen.
Wahrung der Menschenrechte oder Freie fahrt am Wochenende.
-- Georg Schramm
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Thaodan schrieb:
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> Der Desktop lässt sich besser bedienen.
?
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providus schrieb:
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> Thaodan schrieb:
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> -----
> > Der Desktop lässt sich besser bedienen.
>
> ?
KWin bietet interaktive Effekte, zum Beispiel zum Auswählen von Fenstern, zum hin- und herschieben von Fenstern zwischen verschiedenen Arbeitsflächen und auch zum Erstellen von Arbeitsflächen. Es gibt durchaus einige Effekte mit praktischem Hintergrund.
Außerdem - deaktiviert mal bei KWin das Compositing, es ist furchtbar, was sich das System da teilweise zusammenrendert. Bildfehler über Bildfehler, weil ständig irgendetwas nicht repainted wird, wenn man zum Beispiel einfach nur ein Fenster verschieben will.
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Man kann besser arbeiten, da sich das DE besser bedienen lässt, Aktionen in die Bildschirmecken legen zb. so das mit der Maus nah Links oben alle Fenster angezeigt werden.
Wahrung der Menschenrechte oder Freie fahrt am Wochenende.
-- Georg Schramm
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Satan schrieb:
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> Außerdem - deaktiviert mal bei KWin das Compositing, es ist furchtbar, was
> sich das System da teilweise zusammenrendert. Bildfehler über Bildfehler,
> weil ständig irgendetwas nicht repainted wird, wenn man zum Beispiel
> einfach nur ein Fenster verschieben will.
Grafik-Fehler habe ich bei mir mit abgeschaltetem Compositing keine. Es sieht dann aber nicht mehr gut aus, da das von mir verwendete Plasma-Theme nicht gerade für Nicht-Compositing entwickelt wurde. Es gibt (IMHO) nur wenige Plasma-Themes, die bei abgschaltetem Compositing noch gut aussehen.
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smurfy schrieb:
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> Grafik-Fehler habe ich bei mir mit abgeschaltetem Compositing keine.
Die fallen dir bloß nicht auf. ;-)
Verschieb mal ein etwas größeres Fenster bei mittlerer Geschwindigkeit – am besten diagonal. Der Shit „ruckelt“ auf meinem Core2 Duo 2Ghz. Das liegt daran, dass Xorg ohne Compositing immer rechteckige Bereiche neu zeichnen muss und bei diagonalem Verschieben sogar an zwei Seiten des Fensters. Mit Compositing ist das geschmeidig wie Butter und das obwohl das Fenster beim Verschieben halbtransparent wird, die Fenster Schatten werden und inaktive Fenster abgedunkelt werden.
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providus schrieb:
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> - Effizienz?
> Wobei mir letzteres auch mal jemand erklären könnte warum das effizienter
> sein sollte...
Starte mal ein Tool zur Anzeige der CPU-Auslastung (z.B. ksysguard), verschieb mal ein Fenster kreuz und quer und achte mal auf die CPU-Auslastung, die das erzeugt. Auf meinem älteren, aber für Desktop-Einsatz dennoch kompetenten System (Core2 Duo 2Ghz) beansprucht ohne Compositing Xorg ca. 30% CPU-Last beim Verschieben eines Fensters. Mit Compositing sind's nur 5%.
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providus schrieb:
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> Thaodan schrieb:
> -----------------------
> > Der Desktop lässt sich besser bedienen.
>
> ?
Pack mal zwei Fenster nebeneinander, gib einem den Fokus, vergiss, welches Fenster den Fokus hat, und versuch mal auf Anhieb richtig zu raten, welches der Fenster nun Tastatur-Eingaben akzeptiert. ;-)
Mit entsprechendem Compositing-Effekt weißte, dass das abgedunkelte Fenster das inaktive ist. Wenn die Fenster wirklich direkt nebeneinander sind, reicht sogar der noch viel subtilere Schatten-Effekt. Das aktive Fenster ist das, das den Schatten auf das andere wirft. Räumliches Sehen ist so tief in unseren Gehirnen verdrahtet, dass wir noch nicht einmal den Schatten suchen müssen und dann genau betrachten und überlegen, ob das eine Fenster nun vorne ist oder nicht.
Hilfen für sehbehinderte Leute, z.B. eine Bildschirmlupe, lässt sich auch viel praktikabler als Compositing-Effekt realisieren.
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Seitan-Sushi-Fan schrieb:
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> providus schrieb:
> -------------------------------
> > - Effizienz?
> > Wobei mir letzteres auch mal jemand erklären könnte warum das
> effizienter
> > sein sollte...
>
> Starte mal ein Tool zur Anzeige der CPU-Auslastung (z.B. ksysguard),
> verschieb mal ein Fenster kreuz und quer und achte mal auf die
> CPU-Auslastung, die das erzeugt. Auf meinem älteren, aber für
> Desktop-Einsatz dennoch kompetenten System (Core2 Duo 2Ghz) beansprucht
> ohne Compositing Xorg ca. 30% CPU-Last beim Verschieben eines Fensters. Mit
> Compositing sind's nur 5%.
Danke, das spricht echt mal dafür.
Allerdings ist für das Anzeigen aller Fenster bei berühren der linken oberen Ecke kein Compositing notwendig ... hmm ... aber es sind skalierungen möglich die mit normalen fenstergrößen verändern nicht möglich wären ... hmm ... ich verstehe :)
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Aber mal abgesehen von der Animation nicht das ausblenden der Fenster im Hintergrund.
Wahrung der Menschenrechte oder Freie fahrt am Wochenende.
-- Georg Schramm
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