Ich hatte gerade keinen Computer eingeschaltet und ein Smartphone besitze ich nicht. Mein Bruder dagegen schon und wir unterhielten uns über einen Artikel. Er stellte eine Behauptung zum Preis bei Amazon auf und weil er auf seinem Smartphone gerade den Webbrowser offen hatte, sagte ich :"Mach einen neuen Tab auf und schau nach." Er dagegen: "Warte, dafür habe ich eine App." Er schloss den Webbrowser und suchte ewig nach einer App. Er fand sie nicht. Schließlich öffnete er wieder den Browser und schaute Amazon nach. Dann schlug ich vor, die Preisentwicklung mittels Idealo herauszufinden. Wieder schloss er den Webbrowser und das Gesuche nach der Idealo-App ging los. Diese fand er sogar und gab den Artikelnamen ein. Die Preisentwicklung gab es in der App aber nicht, also hat er es eingesehen, ist wieder in den Webbrowser, hat dort Idealo angesurft und tada, da war die Preisentwicklung.
Ironischerweise ging es bei dem mysteriösen Artikel um ein Smartphone für mich.
Aber diese Geilheit, eine App zu benutzen, anstatt die Seite anzusurfen, die ich auch noch bei vielen weiteren Personen beobachte, geht mich echt auf die Nerven. Ich kann nicht verstehen, was dahinter steckt, aber ich vermute, dass es eine Art Bedürfnis nach Besitz ist. Und wiederum ironischerweise funktionieren die Apps nicht, sobald man kein Internet verfügbar hat.
Ich habe zwar inzwischen noch immer kein Smartphone, aber auf einem Computer würde ich nie für einfache Internetkaufhäuser, Vergleichsportale, usw. ein Programm installieren. Wozu auch?
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Wie jetzt, dein Bruder hat die amazon app nicht auf seinem Handy gefunden? *LACH*
Aber ernsthaft, eine App bietet die Möglichkeit einer angepassten bzw. auf das Display optimierten Darstellung einer Webseite. Zusätzlich gibt es Extrafunktionen, wie z.b. bei der Amazon App das Einlesen eines Produkt Barcodes zwecks Suche im Shop.
Das kann man nutzen, muss man aber nicht.
Kategorisch gegen Apps zu sein ist aber exakt so, wie kategorisch [und ausschließlich] für Apps zu sein. Du verstehst schon was ich damit meine ;-)
1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.08.12 16:27 durch Puppenspieler.
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Puppenspieler schrieb:
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> Wie jetzt, dein Bruder hat die amazon app nicht auf seinem Handy gefunden?
> *LACH*
Tja, so kann es gehen. ^^
Puppenspieler schrieb:
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> Aber ernsthaft, eine App bietet die Möglichkeit einer angepassten bzw. auf
> das Display optimierten Darstellung einer Webseite.
Sie werden aber wohl kaum für jede Auflösungs-Abmessungs-Kombination ein separates GUI entwerfen. Außerdem gibt es oftmals eine Version der Seite, die speziell auf mobile Geräte zugeschnitten ist und eine Internetseite dürfte wesentlich auflösungsunabhängiger darstellbar sein, als ein Programm.
Puppenspieler schrieb:
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> Zusätzlich gibt es
> Extrafunktionen, wie z.b. bei der Amazon App das Einlesen eines Produkt
> Barcodes zwecks Suche im Shop.
Naja, bei Idealo hat uns aber eben in der App die Funktion des Darstellens der Preisentwicklung gefehlt, die auf der normalen Internetseite und auch auf der Version für mobile Geräte vorhanden ist.
Außerdem sollte eher daran gearbeitet werden, dass Operationen wie das Scannen eines Barcodes auch durch eine Internetseite möglich ist, anstatt für jede größere Internetseite ein separates Programm bereitzustellen.
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__destruct() schrieb:
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> Sie werden aber wohl kaum für jede Auflösungs-Abmessungs-Kombination ein
> separates GUI entwerfen. Außerdem gibt es oftmals eine Version der Seite,
> die speziell auf mobile Geräte zugeschnitten ist und eine Internetseite
> dürfte wesentlich auflösungsunabhängiger darstellbar sein, als ein
> Programm.
Als kleines Beispiel empfinde ich die TV-Spielfilm App auf meinem Smartphone deutlich angenehmer und informativer, als die entsprechende Webseite auf dem gleichen Gerät. Daher auch meine Rede, nicht alle Apps ergeben unbedingt Sinn, aber manche eben doch. Je nach persönlichen Wünschen und Vorstellungen. Darf ja jeder selber für sich entscheiden.
> Außerdem sollte eher daran gearbeitet werden, dass Operationen wie das
> Scannen eines Barcodes auch durch eine Internetseite möglich ist, anstatt
> für jede größere Internetseite ein separates Programm bereitzustellen.
Nimmst du dann dein Laptop mit in den Supermarkt, oder wie? *g*
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Puppenspieler schrieb:
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> __destruct() schrieb:
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> > Sie werden aber wohl kaum für jede Auflösungs-Abmessungs-Kombination ein
> > separates GUI entwerfen. Außerdem gibt es oftmals eine Version der
> Seite,
> > die speziell auf mobile Geräte zugeschnitten ist und eine Internetseite
> > dürfte wesentlich auflösungsunabhängiger darstellbar sein, als ein
> > Programm.
>
> Als kleines Beispiel empfinde ich die TV-Spielfilm App auf meinem
> Smartphone deutlich angenehmer und informativer, als die entsprechende
> Webseite auf dem gleichen Gerät. Daher auch meine Rede, nicht alle Apps
> ergeben unbedingt Sinn, aber manche eben doch. Je nach persönlichen
> Wünschen und Vorstellungen. Darf ja jeder selber für sich entscheiden.
Aber der Anbieter könnte die Seite mindestens so gut machen, wie die App. Dass er das nicht tut und stattdessen stärker auf die App setzt, rührt eben von dieser App-Geilheit.
Puppenspieler schrieb:
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> > Außerdem sollte eher daran gearbeitet werden, dass Operationen wie das
> > Scannen eines Barcodes auch durch eine Internetseite möglich ist,
> anstatt
> > für jede größere Internetseite ein separates Programm bereitzustellen.
>
> Nimmst du dann dein Laptop mit in den Supermarkt, oder wie? *g*
Das nicht, aber man müsste nicht erst eine App installieren, sondern könnte auch dann, wenn einem unterwegs spontan einfällt, dass man einen Dienst auf dem Smartphone braucht, einfach eine Internetseite aufrufen und den Dienst nutzen. Man müsste nicht erst auch noch die immergleichen Teile von Programmen für jedes einzelne herunterladen und auch nicht die Teile, die Funktionen bereitstellen, die man gerade gar nicht benötigt. Das spontane Herunterladen von Apps, die ja oft mehrere MB groß sind, ist in ländlichen Gegenden oft genug zeitlich unmöglich. Lade doch mal eine 7 MB-App mit 236,8 kbit/s-Maximum-Internetanbindung herunter. Das dauert mindestens 4 Minuten, nämlich dann, wenn einem die volle Geschwindigkeit zur Verfügung steht und außerdem keine andere App Traffic verursacht, was aber fast immer der Fall ist. Außerdem ist das mit Netto-Werten gerechnet und man muss es bis dahin erst mal geschafft haben, die App bis zur Installation im Store dargestellt zu bekommen, was einem durch die beschreibenden Grafiken nicht unbedingt leicht gemacht wird. Darauf, so lange zu warten, hat doch keiner Bock.
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__destruct() schrieb:
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> Aber diese Geilheit, eine App zu benutzen, anstatt die Seite anzusurfen,
> die ich auch noch bei vielen weiteren Personen beobachte, geht mich echt
> auf die Nerven. Ich kann nicht verstehen, was dahinter steckt, aber ich
> vermute, dass es eine Art Bedürfnis nach Besitz ist.
Oder die wollen einfach etwas nutzen, das speziell an mobile Geräte und Touchscreens angepasst ist und nicht die Website, wo man dauernd nur zoomen und scrollen muss, weils halt "irgendwie" aussieht, weil jeder Bildschirm damit umgehen muss. Und oft gibts ja sogar Apps die übersichtlicher als die eigentliche Website sind...
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Apps haben Vor- und Nachteile. Es kommt ganz darauf an, wie sie umgesetzt sind. Manche Apps sind echt grottig (bspw. die Idealo-App für Android). Aber du kannst mit einer App Sachen machen, die du mit einer Webseite nicht machen kannst. Eine eBay-App könnte mich bspw. mit einer Notification an eine auslaufende Auktion erinnern. Wie willst du sowas mit einer Webseite machen? Außerdem ist die Interaktion mit anderen Apps wesentlich besser möglich. Facebook zum Beispiel. Prinzipiell halte ich auch nichts davon, jede erdenkliche Webseite einfach nur in eine App zu packen, aber bei manchen Anwendungen hat es schon Sinn.
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Das ist ganz einfach: mit einer App kann ich viel einfacher Kontaktdaten lesen, Nutzung loggen und die Werbung schalten. Das geht im Browser nur schwer.
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Das ist aber dennoch ein Schritt in die falsche Richtung.
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Also, da hast du doch erkannt, dass es so auf Dauer nicht funktionieren kann, wenn es irgendwann für jede halbwegs populäre Internetseite eine App gibt und die eigentliche Internetseite deswegen vernachlässigt wird.
Das mit den Notifications, könnte man auch für eine Internetseite ermöglichen, ganz ohne Apps und das könnte dann auch für den Desktop-PC so verfügbar sein.
Und was kann die Facebook-App denn so tolles. Bzgl. dieser habe ich sogar schon von richtigen App-Fans gehört, dass sie sie inzwischen seltener nutzen, da sie langsamer sei, als die im Browser aufgerufene Internetseite auf dem selben Gerät.
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Naja, die Nutzung zu loggen, geht auf Internetseiten auch. Das sollte nicht das große Problem sein.
Aber Werbung und Kontaktdaten und Ähnliches auslesen, das ist ein echtes Argument für eine App. Aber eher eines für die App-Hersteller, auf Apps anstatt auf Internetseiten zu setzen, und für die Nutzer halt dafür, sich dagegen durch Nichtnutzung zur Wehr zu setzen. Aber das funktioniert ja leider nicht mehr, sobald die Popp-Szene in etwas einsteigt.
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