Windows war damals ebenfalls nur teilweise zur Computer- Dateienverwaltung zu gebrauchen. Oft genug musste man auf die DOS Oberfläche zurückwechseln, einfach weil die Tools und Funktionen unter Win 311 zu spärlich gesät, zu umständlich und zu armselig in ihren Möglichkeiten waren.
Analog dazu scheint auch diese neue GUI(noch?) nicht in der Lage einen normalen Arbeitsaltag zu stemmen. Wird auch bestimmt noch ein Weilchen dauern. Ebenfalls wie damals DOS, wird auch dieses mal die alte GUI als Unterfunktion in die neue GUI eingebettet, und ebenfalls wie damals werden sicher auch dieses mal alle eingeschworene Windowsnutzer über Jahre der klassischen Oberfläche die Treue halte. Ich auch. Wenn dieses Teil dann in ein paar Jahren beginnt, mehr zu bieten als man zum Surfen, Spielen, Video kucken und Emailen braucht, dann werde auch ich beginnen, meinen Alltag mit der hübschen Designer-GUI zu synchronisieren.
Immer vorausgesetzt MS entwickelt die GUI fleißig weiter und adressiert alle Nutzerwünsche und -sorgen, die mit so einer neuen Oberfläche selbstverständlich Einzug halten werden.
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1.) Du hast das im Großen und Ganzen gut erkannt - so soll wahrscheinlich der Weg sein.
2.) ES WIRD NICHT FUNKTIONIEREN! Ich glaube also, dass es dennoch total floppt - warum? Du hast leider etwas Entscheidendes übersehen bei dem Vergleich, und zwar:
Bei DOS/Windows (bis 3.11) war es so, dass der Computer stets nur bis DOS gebootet hat. Mit "win" (win.exe) hat man den GUI-Aufsatz geladen, es sei denn man hatte dies bereits in die autoexec.bat eingetragen. Da aber viele Programme und vor allem Spiele sehr speicherhungrig waren, was den "unteren Speicher" anging oder einfach aus anderen Gründen nicht aus dem Windows-Aufsatz aus starten wollten, hat man dies kaum getan. Ergebnis war: Man hatte für alles (noch) Normale DOS und für die Dinge, die anspruchsvolles GUI brauchten (zunehmend Business-Anwendungen) hat man Windows gestartet. Schon Windows 1.0 wurde ja so beworben von Steve Ballmer persönlich: Ein Ort, an dem eben viele Anwendungen Platz finden. Später - als es mehr Windows als DOS-Programme gab, hat man zuerst Windows geladen und DOS (zuletzt) so gut wie emuliert (Interrupt-Virtualisierung etc. pp.). Aber darum geht es nicht, es geht um den ANFANG, also um den Zeitpunkt vor der Etablierung einer Oberfläche, also um die Windows-3.11-Zeit.
Zusammengefasst also: BIOS -> DOS -> Windows (Rich-UI)
Bei Windows 8 wird angeblich nun ZUERST das Metro-UI geladen und bei Bedarf dann die Rich-UI (altes GUI). DAS IST ABER DOCH GENAU FALSCH HERUM. Erklärung: Der Mensch ist nicht nur ein Gewohnheitstier, sondern auch (meist) zielgerichtet im Denken und Handeln. Soll heißen: Wenn er sich durch bestehende Programme veranlasst fühlt bzw. gezwungen ist, ins alte GUI zu wechseln, wird er in GUI bleiben wollen: a) weil er es (wiederer)kennt und/oder b) weil es logisch für ihn in einer weiteren, höheren Ladestufe liegt.
Zusammengefasst also: BIOS -> Windows (Metro-UI) -> Windows (Rich-UI)
Es werden Sätze fallen wie:
"Wie komm ich jetzt in das "echte Windows"?
"Kann ich die Kästchen irgendwie wegkriegen?"
"Warum muss ich mich zweimal einloggen?" (Kachel-Home-Bildschirm mit Login verwechselt)
Böse Zungen werden es vielleicht auch den "am häufigsten vorinstallierten Nag-Screen aller Zeiten" nennen.
Na, dann Prost, Gruß
CodeMagnus
P.S.: Microsoft hat lange vor dem Scheitern von Windows Phone 7 am Metro-UI für den Windows-Desktop gearbeitet. Anders ist nicht zu erklären, dass sie Metro nun tatsächlich für ihr wichtigstes Umsatz-Zugpferd verwenden. Man wollte sicherlich, dass sich beide Plattformen positiv verstärken ("Hey, dat is ja wie in mein' Handy/PC. Dat kenn ich. Cool.") und unterschätzt, wie schnell und stark ein geflopptes Mobil-OS seinen Schatten auf andere Produkte werfen kann.
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CodeMagnus schrieb:
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> P.S.: Microsoft hat lange vor dem Scheitern von Windows Phone 7 am Metro-UI
> für den Windows-Desktop gearbeitet. Anders ist nicht zu erklären, dass sie
> Metro nun tatsächlich für ihr wichtigstes Umsatz-Zugpferd verwenden. Man
> wollte sicherlich, dass sich beide Plattformen positiv verstärken ("Hey,
> dat is ja wie in mein' Handy/PC. Dat kenn ich. Cool.") und unterschätzt,
> wie schnell und stark ein geflopptes Mobil-OS seinen Schatten auf andere
> Produkte werfen kann.
Bei WP7 würde ich noch nicht von gefloppt sprechen. Ich persönlich bevorzuge im Moment Android. Aber mit Nokia hat Microsoft einen grossen Partner - wenn auch nicht unbedingt einen "starken". Allein schon durch die Masse an Leuten die einfach immer ein Nokia kaufen wird der Marktanteil steigen. Ob das genügt, um WP7 und Metro zu etablieren muss sich erst zeigen.
Doch ich denke es ist zu früh SP7 schon ab zu schreiben.
Ich kann mit dem Metro Design aber auch nichts anfangen - das ist mir einfach zu quadratisch und minimalistisch. Und alles zu sehr in ein Raster gepresst.
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