Da hilft auch "Touch-Bedienung" nichts. Die Programme sind auf die Arbeit mit und die Produktion von Papier zugeschnitten. Das Papierzeitalter geht jetzt langsam zu Ende.
Für das papierlose Büro war es zwar zur Offline-Datenträger-Zeit noch zu früh, aber mit der durchgehenden Vernetzung wird sich das ändern und Office und insbesondere das Flaggschiff Word damit obsolet.
Der Übergang braucht Zeit, aber es werden sich ganz neue Workflows herausbilden, wo Microsofts Legacy-Produkte schlicht nicht mehr hinpassen.
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Deine Aussage hört sich fortschrittlich an, es ein Irrglaube, dass es in naher Zukunft keine Produktionen für Papier geben wird (oder zumindest für PDF oder eventuelle Nachfolger).
Ich halte die Ausrichtung der neuen MS--Flaggschiff-Produkte für einen schweren Fehler. Anwendungsprogramme und Datenspeicher in die Cloud auszulagern, ist schon ganz ok, solange das Ganze optional ist. Sicher werden das immer mehr Leute nutzen. Aber für die Touch-Bedienung hätte man lieber ein Parallelsystem aufbauen sollen. Vielschreiber werden immer eine traditionelle Tastatur mit Maus und Shortcuts bevorzugen und die Ergonomie der Anwendungsprogramme hat sich verdammt nochmal auch an dieser zu orientieren!
Da ist Microsoft einigen sehr verblendeten Trend-Nerds auf den Leim gegangen.
rudluc
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rudluc schrieb:
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> Deine Aussage hört sich fortschrittlich an, es ein Irrglaube, dass es in
> naher Zukunft keine Produktionen für Papier geben wird (oder zumindest für
> PDF oder eventuelle Nachfolger).
PDF ist doch nur eine Abbildung der alten Abläufe in die digitale Welt. Wer sich bspw. bewirbt, hängt also virtuelle A4-Blätter an eine E-Mail dran. Das macht man heute noch so (Verkehrssitte), aber in zehn Jahren wird man darüber lachen.
> Ich halte die Ausrichtung der neuen MS--Flaggschiff-Produkte für einen
> schweren Fehler.
[...]
> Da ist Microsoft einigen sehr verblendeten Trend-Nerds auf den Leim
> gegangen.
Das ist der verzweifelte Versuch, die einzige Cashcow neben Windows in die neue Zeit hinüberzuretten. Denn mit was anderem verdient MS kaum Geld.
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jtsn schrieb:
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> PDF ist doch nur eine Abbildung der alten Abläufe in die digitale Welt. Wer
> sich bspw. bewirbt, hängt also virtuelle A4-Blätter an eine E-Mail dran.
> Das macht man heute noch so (Verkehrssitte), aber in zehn Jahren wird man
> darüber lachen.
Was macht man denn in 10 Jahren? Ich vermute Bewerbungen werden auch dann noch in Prosa verfasst. Ein gewisses Layout sollte das Ganze dann auch noch haben. Ob es noch exakt das A4-Format ist, PDF, XPS oder sonst ein Format mag mal dahingestellt sein - was sich aber so stark ändern sollte, dass man in 10 Jahren über heutige PDF-Bewerbungen lacht, würde mich doch stark interessieren.
Gruß,
ernstl.
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ernstl schrieb:
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> jtsn schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > PDF ist doch nur eine Abbildung der alten Abläufe in die digitale Welt.
> Wer
> > sich bspw. bewirbt, hängt also virtuelle A4-Blätter an eine E-Mail dran.
> > Das macht man heute noch so (Verkehrssitte), aber in zehn Jahren wird
> man
> > darüber lachen.
>
> Was macht man denn in 10 Jahren?
Einige Großunternehmen gehen bereits dazu über, Bewerber Formulare im Webbrowser ausfüllen zu lassen. Das erhöht nämlich die Effizienz der Abläufe.
Sicher werden sich da bald spezialisierte Dienstleister im Social-Network-Umfeld finden, die einen standardisierten Prozeß definieren, der mit "Office" rein gar nichts mehr zu tun hat.
> Ich vermute Bewerbungen werden auch dann
> noch in Prosa verfasst. Ein gewisses Layout sollte das Ganze dann auch noch
> haben.
"Layout" ist eine Anforderung an ein Druckwerk. Es geht am Ende um Kommunikation und die wird überwiegend nicht mehr gedruckt.
> was sich aber so stark ändern sollte, dass man
> in 10 Jahren über heutige PDF-Bewerbungen lacht, würde mich doch stark
> interessieren.
Es könnte sich z. B. ändern, daß die Briefpost mangels Nachfrage eingestellt wird, so wie bspw. der Telegrammdienst.
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Na ja, wer ein ausgewachsenes Office nur zum Briefeschreiben verwendet, wird sich sicher mit einem solchen Szenario anfreunden können.
Es werden aber mit einer Textverarbeitung Unmengen von wissenschaftlichen Texten verfasst, von Referaten angefangen (die schriftlich abgegeben werden müssen) bis hin zur gebundenen Doktorarbeit.
Weiterhin gibt es natürlich noch die anderen Teilprogramme im Office, deren Online-Pendants noch lange nicht den Komfort und Funktionsumfang besitzen wie die Offline-Lösungen von Microsoft und ihren Konkurrenzprodukten.
Außerdem: solange die Cloudlösungen noch so hohe Terabyte-Preise haben, solange es Tage und Wochen dauert, bis die dazu gehörigen Inhalte hochgeladen sind, so lange ist es zwar schön sich auszumalen, was sein könnte, aber da warten wir mal lieber noch ein paar Jährchen.
rudluc
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Ich glaube eher, das er meint, dass sich Inhalt und Layout trennen werden und "nur" noch die reine Information verarbeitet wird, formlos sozusagen!
Das wird sicherlich in einigen Teilbereich der Gesellschaft so sein, allerdings nie in allen, den in gewissen Bereichen ist das Layout das tragende Stück des Inhalts, unabhängig vom Medium.
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anwelti schrieb:
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> Ich glaube eher, das er meint, dass sich Inhalt und Layout trennen werden
> und "nur" noch die reine Information verarbeitet wird, formlos sozusagen!
Im Gegenteil, die Informationen werden künftig strukturiert übertragen. Das heißt, die Anforderungen an die "Form" (heute Anordnung der Informationen auf einem Blatt Papier) werden viel strenger werden, damit die übermittelten Daten direkt ausgewertet werden können.
> Das wird sicherlich in einigen Teilbereich der Gesellschaft so sein,
> allerdings nie in allen, den in gewissen Bereichen ist das Layout das
> tragende Stück des Inhalts, unabhängig vom Medium.
Natürlich wird es weiterhin fancy Webseiten geben, aber da auch da spielt das Office eben keine tragende Rolle.
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jtsn schrieb:
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> Da hilft auch "Touch-Bedienung" nichts. Die Programme sind auf die Arbeit
> mit und die Produktion von Papier zugeschnitten. Das Papierzeitalter geht
> jetzt langsam zu Ende.
Komisch, das hör ich seit 10 Jahren. 10 Jahre sind in der IT nicht langsam. Mir fällt dafür überhaupt kein Wort ein, wie lahm das ist.
> Für das papierlose Büro war es zwar zur Offline-Datenträger-Zeit noch zu
> früh, aber mit der durchgehenden Vernetzung wird sich das ändern und Office
> und insbesondere das Flaggschiff Word damit obsolet.
In welche Richtung denkst Du? Firmen oder Privatanwender? bei letzterem gebe ich Dir Recht. In Firmen sieht es anders aus, zumal hier die Zusammenarbeit mit Sharepoint beispielsweise mit Office richtig gut funktioniert und ich keine Programme kenne, die in der Hinsicht ähnliches vollbringen. Geschäftliche Korrespondenz erfolgt in den meisten Fällen immer noch auf althergebrachtem Papierweg. Und die seht mit normalen Editoren oder Weblösungen normalerweise ziemlich grottig aus, ausser es kommt aus super angepassten Systemen, wofür auber kaum noch jemand Geld ausgeben will.
> Der Übergang braucht Zeit, aber es werden sich ganz neue Workflows
> herausbilden, wo Microsofts Legacy-Produkte schlicht nicht mehr hinpassen.
Office ist nicht nur word und Outlook. Bei meinem Arbeitgeber wird primär PowerPoint und Excel genutzt. Und gerade letzteres ist für viele Zwecke nicht optimal, kann jedoch mit wenig Aufwand passend gemacht werden.
Aussagen wie Deine sind meist nur aus einem Betrachtungswinkel korrekt, aus einer anderen perspektive jedoch komplett falsch.
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jtsn schrieb:
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> Im Gegenteil, die Informationen werden künftig strukturiert übertragen. Das
> heißt, die Anforderungen an die "Form" (heute Anordnung der Informationen
> auf einem Blatt Papier) werden viel strenger werden, damit die
> übermittelten Daten direkt ausgewertet werden können.
Sehe ich ähnlich: Informationen werden in ziemlich feste, standardisierte Regeln gepackt. die Darstellung wird dann dem jeweiligen 'anzeigeprogramm' überlassen. So kann Inhalt auf das jeweilis genutzte Gerät angepasst dargestellt werden. Auf einem 24 Zoll widescreen Monitor passen halt mehr informationen als auf ein 4 Zoll Smartphonedisplay.
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