Kann sein, dass ich was verwechsle, aber: Bei aktiviertem Turbo-Modus wird ja der Datenverkehr über einen Proxy geleitet, der die Daten komprimiert. Der Proxy müsste zwangsweise aufzeichnen, welche Datenpakete von wo stammen und wohin sie geschickt werden müssen. In Zeiten von Vorratsdatenspeicherung ist mir da, auch wenn die Grundidee natürlich lobenswert ist, ein wenig flau im Magen...
Ich kann Ihnen versichern, dass Ihre Daten bei mir in besten Händen sind. Wenn Sie mir Ihre E-Mail-Adresse oder andere Kontaktdaten zukommen lassen, werde ich mich gerne mit Ihnen weitergehend über dieses Thema unterhalten.
Danke fürs Spiegel-Davorhalten, aber muss ich dich an die Datenskandale der Banken letztes Jahr, oder die Studie wonach Chefs Bewerber gezielt absuchen in Facebook, StudiVZ & Co. erinnern? Mag sein, dass es heutzutage dank Facebook, Youtube, Cloud Computing und allgemein durchs "Web Zwo Punkt Null" einfach "out" geworden ist, sich Gedanken über Datenschutz zu machen. Ich für meinen Teil bin aber noch lange nicht soweit...
Also: Erhebt Opera irgendwelche Ansprüche an die gesammelten Daten? Mir schießt durch den Kopf, dass es Dienste im Internet gibt, die sowas (also den Verkehr durch einen Proxy leiten und die Datenmengen dabei vorher komprimieren) eigentlich nur gegen Bares anbieten (aber dabei per Vertrag garantieren, nicht rückverfolgbare Daten zu erheben), deshalb meine Zweifel...
"Die Turbo-Technik überträgt aus Sicherheitsgründen keine verschlüsselten Seiten über die Proxy-Server."
(http://digitalewelt.freenet.de/softwareos/internet/opera-zuendet-den-turbo_489068_275564.html)
Das dürfte die Frage indirekt beantowrten, oder?
dsfgsdgf schrieb:
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> "Die Turbo-Technik überträgt aus Sicherheitsgründen keine verschlüsselten
> Seiten über die Proxy-Server."
> (digitalewelt.freenet.de
>
> Das dürfte die Frage indirekt beantowrten, oder?
Neun! Es geht ja nicht um verschlüsselte Seiten. Am besten, wir lesen noch mal das OP vom OP 0o9i8u7z.
Mhhh. Dito. Wenn schon keine verschlüsselten Seiten aus datenschutzgründen übertragen werden, kann man wohl nicht davon ausgehen, daß nicht verschlüsselte Daten "völlig datengeschützt" behandelt werden. Immerhin geht es bei dem Proxy-Server um Volumenreduzierung und Geschwindigkeitsgewinn, nicht um Verschleierung.
Opera ist ein börsennotiertes Unternehmen, keine Fricklerklitsche.
Die werden, wenn's drauf ankommt, wie jeder größerer Provider sich auf Datenherausgabe erpressen lassen. Ähnliches wird für Unite gelten.
Wäre ja auch noch schöner, wenn sich plötzlich Hobby- und Berufsurheberrechtsverletzer den sonst so verschmähten Nischenbrowser unter den Nagel reißen und sein Image beschädigen könnten...
Glaubt hier wirklich irgendwer, dass irgendwelche übermittelten Daten, die er nicht selbst verschlüsselt hat, irgendwie geschützt sind?
Glaubt hier wirklich irgendwer, dass irgendwelche übermittelten Daten unterwegs *nicht* über irgendeinen Proxy eines Providers oder Backbone Betreibers geleitet werden?
Bytes kosten die Provider Geld - und jedes Byte, was sie nicht aus einem fremden Netz ziehen müssen, spart Geld. Der einzige Unterschied des Opera Turbo Proxies zu einem handelsüblichen ist, dass er komprimiert.
Wer Angst hat, dass seine hoch sensiblen Daten von Opera missbraucht werden, kann ja gerne den Turbo Modus ausschalten und Unite (was in der offiziellen Version noch nicht enthalten ist) erst gar nicht einrichten.
Für Unite gelten die selben Regeln, wie für jeden normalen Webserver oder jedes Peer to Peer Netzwerk auch:
Wenn ich nicht will, dass mir jemand für illegal angebotene Inhalte an den Karren fährt, darf ich eben keine anbieten, so einfach ist das.
Immer daran denken:
Bei eurem Internetprovider kommt *alles* an einem Punkt zusammen, bevor es über die letzten 3km Draht (oder Glasfaser oder was auch immer) zu euch geschickt wird, an der Stelle können Wolfi und Urseli auch viel einfacher drauf zugreifen lassen.
PS: Hand hoch: Wer hat bei seinem Lieblingsbrowser eine Google Toolbar installiert?
@ QuHno
Danke, schön auf den Punkt gebracht. Fakten ziehen eben doch. Es sei vielleicht noch hinzugefügt, dass FF-Plugins und offen zugänglicher Sourcecode ja 'ne feine Sache sin bzw. sein mögen, doch a) wie hoch ist der Anteil jener Verfechter dieser Statements welche in der Tat mit dem Code etwas anfangen könn(t)en, b) wieviele dieser Verfechter bedenken gar nicht, dass eben erwähnte Plugins auch ein Einfalltor sein können so wie es denn konzipiert ist.
Es muss ja noch nicht einmal die Google Toolbar sein, es reichen ja schon die Daten welche von so manch OpenSource Browser _permanent_ an Google per default weiter geleitet werden, sofern man es nicht manuell deaktiviert. Auch die Auto-Vervollständigen Funktion so mancher Browser-Suchbox rechts oben, um die Suche zu erleichtern, basiert ja gerade auf dem Datenaustausch. ts ts ts
Wo Licht ist, ist auch Schatten. Vieles hat seinen Zweck und seine Berechtigung. Man sollte nur wissen was man wann und wofür einsetzt.
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