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@Golem:

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  1. @Golem:

    Autor Pollux 15.01.10 - 09:14

    "Dauert eine Aufgabe beispielsweise 2 Stunden, wären das vier Pomodoros"

    Naja, schonmal nahe dran. Leider sind es 5 Einheiten, da:

    2 * 60 = 120
    120 / 25 = 4,8 -> 5 Einheiten

    Hätte eine Stunde allerdings nur 50 Minuten. wäre die Vermutung mit 4 Einheiten richtig ;)

  2. Re: @Golem:

    Autor qwertz123456789 15.01.10 - 09:18

    "... Zwischen jeder Zeiteinheit werden fünf Minuten Pause gemacht ..."

  3. @Pollux

    Autor Xullop 15.01.10 - 09:18

    Und den Pausen schenkst du auch Beachtung ?

    Bei jeweils 5 Minuten Pause (kurz) würde ein Zyklus 30 Minuten dauern, in 2 Stunden 4 mal.

    Naja, du arst schon mal nahe dran =D

  4. Re: @Pollux

    Autor HaveABreak 15.01.10 - 09:54

    Wenn Pausenzeiten mitzählen mach ich lieber gleich 2h Pause um die Aufgabe zu erfüllen.

  5. Re: @Pollux

    Autor Supreme 15.01.10 - 10:06

    Xullop schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und den Pausen schenkst du auch Beachtung ?

    Erledigt sich die Arbeit bei diesem System in den Pausen von selbst?

  6. Re: @Pollux

    Autor HD user 15.01.10 - 10:09

    Die Frage ist halt in welchem System die Aufgabe 2 Stunden benötigt...

    Wenn sie im Pomodoro system 2h benötigt dann passt es mit den 4 Pomodoro einheiten.

    Sind es 2 Stunden reine Arbeitszeit die benötigt werden, braucht man eben etwas länger...

  7. Re: @Pollux

    Autor dxmaniac 15.01.10 - 10:11

    Direkt erledigen tut sich die Arbeit nicht, aber in den 5-Minuten-Pausen bewegt man sich auch nicht großartig vom Schreibtisch weg.

    Das ist eher so wie n Gewichtheber zwischen den Durchgängen nen Schritt von der Hantel weggeht, nochmal Arme und Beine ausschüttelt und sich locker macht, damit er beim nächsten Versuch mehr Leistung bringt.

    Genauso schaltet man zwischen den Pomodoros kurz ab, guckt eventuell nochmal in die Mails(was man zwischendurch vermeiden sollte, weils die Konzentration stört) und macht dann mit nem klareren Kopf weiter.

    Wirkliche "Pausen" sind eher die längeren Unterbrechungen alle 4-5 Pomodoros. DA darf man sich dann auch mal nen Kaffee holen und mit den Kollegen tratschen :-)

  8. Re: @Pollux

    Autor Supreme 15.01.10 - 10:19

    dxmaniac schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Direkt erledigen tut sich die Arbeit nicht, aber in den 5-Minuten-Pausen
    > bewegt man sich auch nicht großartig vom Schreibtisch weg.

    Also bleibt die Arbeit in den Pausen liegen und es sind eben keine 2 Stunden reiner Arbeitszeit.

    > Genauso schaltet man zwischen den Pomodoros kurz ab, guckt eventuell
    > nochmal in die Mails(was man zwischendurch vermeiden sollte, weils die
    > Konzentration stört) und macht dann mit nem klareren Kopf weiter.

    Auch nicht sehr Intelligent. Ob man alle 15 oder 25 Minuten nach den E-Mails schaut, die Auswirkungen sind die selben. Genauso wie am Schreibtisch rumhocken und nichts machen nicht wirklich hilft. Bewegung ist da förderlicher.

    > Wirkliche "Pausen" sind eher die längeren Unterbrechungen alle 4-5
    > Pomodoros. DA darf man sich dann auch mal nen Kaffee holen und mit den
    > Kollegen tratschen :-)

    Nur alle 2 Stunden ein Kaffee? Furchtbares System :->

  9. Re: @Pollux

    Autor dxmaniac 15.01.10 - 10:34

    Supreme schrieb:
    > > Direkt erledigen tut sich die Arbeit nicht, aber in den 5-Minuten-Pausen
    > > bewegt man sich auch nicht großartig vom Schreibtisch weg.
    >
    > Also bleibt die Arbeit in den Pausen liegen und es sind eben keine 2
    > Stunden reiner Arbeitszeit.

    Darüber kann man sicher streiten, ob es sinnvoll ist, 2h krampfhaft zu arbeiten oder grob 1,5h effektiv zu arbeiten und insgesamt 20-30 Minuten Pause mit draufzurechnen. Von der Verrechnung z.B. gegenüber Kunden ganz abgesehen, finde ich, dass die Qualität der Arbeit steigt, weil man hin und wieder einfach mal loslassen muss, um weiterzukommen. Mit dem Kopf durch die Wand dauert oft länger. Und nicht alle Aufgaben erstrecken sich über viele Pomodoros. Mein Alltag hat eher Tätigkeiten mit einer Zeiteinheit. Und da ist es erst recht sinnvoll, zwischendurch mal den Kopf leerzukriegen und dann erst an die neue Aufgabe zu gehen.


    > > Genauso schaltet man zwischen den Pomodoros kurz ab, guckt eventuell
    > > nochmal in die Mails(was man zwischendurch vermeiden sollte, weils die
    > > Konzentration stört) und macht dann mit nem klareren Kopf weiter.
    >
    > Auch nicht sehr Intelligent. Ob man alle 15 oder 25 Minuten nach den
    > E-Mails schaut, die Auswirkungen sind die selben. Genauso wie am
    > Schreibtisch rumhocken und nichts machen nicht wirklich hilft. Bewegung ist
    > da förderlicher.

    Es hält dich auch niemand ab, in deinen 5 Minuten einen kleinen Spaziergang zu machen :-) Du sollst halt nur nicht zu verkrampft an deiner Arbeit bleiben und versuchen ein Ergebnis übers Knie zu brechen. Autofahrer werden es vielleicht kennen.. Wenn man mit 200 über die Autobahn rast, ist man eventuell 5-10 Minuten früher am Ziel, aber ziemlich fertig. Mit entspannten 120 dauerts minimal länger, aber man kommt entspannter an und kann sich am Ziel gleich ins Getümmel stürzen.


    > > Wirkliche "Pausen" sind eher die längeren Unterbrechungen alle 4-5
    > > Pomodoros. DA darf man sich dann auch mal nen Kaffee holen und mit den
    > > Kollegen tratschen :-)
    >
    > Nur alle 2 Stunden ein Kaffee? Furchtbares System :->

    Wenn der Weg zur Kaffeemaschine nicht soooo weit ist, kannste auch deine kurzen Pausen dafür verwenden, denk ich :-) Solche Zeitmanagementsysteme sind ja meist nur Vorschläge, zu 100% kann man die im Alltag nur schwer umsetzen. Man sollten allerdings versuchen, sich so gut es geht daran zu halten, n bischen Schmerz gehört am Anfang oft dazu..

  10. Re: @Pollux

    Autor Supreme 15.01.10 - 10:48

    dxmaniac schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Darüber kann man sicher streiten, ob es sinnvoll ist, 2h krampfhaft zu
    > arbeiten oder grob 1,5h effektiv zu arbeiten und insgesamt 20-30 Minuten
    > Pause mit draufzurechnen.

    Nichts für ungut, aber soviel effektiver kann man damit ganz sicher nicht arbeiten, das man in dreiviertel der Zeit die selbe Leistung bringen kann. Insbesondere bei Leistungs-Orientierter Arbeit wo es wirklich nur auf das arbeiten ankommt ;)

    Aber darum geht es eigentlich nicht. Die Aussage im Artikel ist einfach nur missverständlich. Man kann die zwei Stunden als reine Arbeitszeit verstehen, oder als Arbeitszeit+Pausen aka Pomodoro-(Arbeits)zeit.

    >Von der Verrechnung z.B. gegenüber Kunden ganz
    > abgesehen, finde ich, dass die Qualität der Arbeit steigt, weil man hin und
    > wieder einfach mal loslassen muss, um weiterzukommen.

    Das ist durchaus richtig, aber da hilft andere Arbeit erledigen nur marginal.

  11. Re: @Pollux

    Autor dxmaniac 15.01.10 - 11:30

    Supreme schrieb:
    > > Darüber kann man sicher streiten, ob es sinnvoll ist, 2h krampfhaft zu
    > > arbeiten oder grob 1,5h effektiv zu arbeiten und insgesamt 20-30 Minuten
    > > Pause mit draufzurechnen.
    >
    > Nichts für ungut, aber soviel effektiver kann man damit ganz sicher nicht
    > arbeiten, das man in dreiviertel der Zeit die selbe Leistung bringen kann.
    > Insbesondere bei Leistungs-Orientierter Arbeit wo es wirklich nur auf das
    > arbeiten ankommt ;)


    Es gibt ja auch "Arbeit" und "Arbeit" :-) Dem Menschen am Fließband wirds wenig bringen, aber der hat auch mehr mit körperlicher Anstrengung zu tun. Dem "kreativen Schreibtischtäter" wie z.B. Softwareentwicklern wird sowas dafür umso mehr helfen.. Das Hirn verhält sich oft auch nur wie ein großer Muskel :-) Verlangt man ihm viel ab, wird er kräftiger, verlangt man ihm zuviel ab, gibts nen Krampf.
    Oder weniger blumig formuliert: Wie definierst du die Leistung eines Entwicklers? In Codezeilen oder doch lieber in lauffähigen(in allen Belangen wie Funktion, Leistung und Effizienz) Funktionen?
    Wenn du wirklich nur nen Kodierer haben willst, der seitenweise Code runterrasselt, der auch so leidlich funktioniert, bist du wieder beim Fließbandarbeiter, der zwar sicher auch seine Pausen braucht, aber theoretisch mit etwas Schweiss auch mal drauf verzichten kann.
    Wenn du aber jemanden brauchst, der selbst etwas leistet und nicht nur wiederholt, bringt ein gewisses Maß an Freiheit sehr viel. Beim Troubleshooting hilft es nicht immer, den Fehler finden zu wollen. Manchmal brauchts auch etwas kreativen Input. Das können 10 Minuten mehr Pause sein, um sich zu sammeln.. Oder der vollausgestattete Spielraum im Büro bei Google. Das hängt wahrscheinlich auch davon ab, wieviel ich meinen Mitarbeitern wirklich abverlange und wie groß dann der Gegenpol sein muss, den ich dazu schaffen sollte.


    > >Von der Verrechnung z.B. gegenüber Kunden ganz
    > > abgesehen, finde ich, dass die Qualität der Arbeit steigt, weil man hin
    > und
    > > wieder einfach mal loslassen muss, um weiterzukommen.
    >
    > Das ist durchaus richtig, aber da hilft andere Arbeit erledigen nur
    > marginal.

    Da find ich ein Beispiel aus dem Radsport sehr passend, das für Nicht-Radler wahrscheinlich nur schwer nachzuvollziehen ist. Man kann sich auch beim Radfahren "ausruhen". Wenn man nach nem Sprint völlig schlaff auf dem Drahtesel hängt, kann man sich auch beim langsamen weiterkurbeln regenerieren und muss nicht ganz anhalten und sich auf die nächste Parkbank legen. Einfach die Intensität verringern hat oft den gleichen Effekt.
    Und so kann ich dann z.B. die nervige Fehlersuche unterbrechen, um z.B. ein paar Mails zu beantworten. Und ich meine nicht das nächste Problem-Ticket, das reingekommen ist, sondern eher sowas wie "Wann gehen wir heut mittag in die Kantine?" oder "Hast du nächste Woche Zeit dich um XYZ zu kümmern?". Sowas kann man relativ schnell in diesen 5-Minuten-Pausen abarbeiten, ohne sich dabei völlig zu verausgaben. Das sind eher Aufgaben, die einfach nur getan werden müssen, nichts, wofür ich mich großartig anstrengen muss und bei vielen Leuten ohne nennenswerte Zeiteinteilung passiert sowas mitten IN der produktiven Arbeit und lenkt davon ab. Ich persönlich brauch nach einem Telefonanruf ca. 5-10 Minuten, bis ich wieder voll in meiner "normalen" Arbeit drinstecke. Mich anzurufen ist also kontraproduktiv, erst recht wenn es nicht dringend ist. Da ist es einfacher, auf meinen nächsten Maildurchlauf zu warten und zu akzeptieren, dass EMail kein Echtzeitmedium ist. Dafür kümmer ich mich dann gewissenhafter darum und kann die Mail in der nächsten 5-Minuten-Pause z.B. in meinen Pomodoro-Zeitplan einarbeiten und dem Anfrager gleich die Rückmeldung geben, wann ich mich drum kümmern kann. Keine hochgeistige Angelegenheit, aber der Anfrager ist zufrieden, weil er eine Rückmeldung bekommt und ich hab mir die Aufgabe auch passend zurechtgelegt, um sie in einem Pomodoro abzuarbeiten.

  12. Re: @HD user

    Autor moroon 15.01.10 - 11:33

    Du siehst das falsch!
    Wenn die Aufgabe im Standard 2h benötigt, kannst du mit Pomodoro deine Effizienz soweit steigern, dass du 10 min/h "Pause" herausarbeiten kannst.

    Das wird im nächsten $Vorgabezyklus dann vorher schon angezogen...

    (und du rennst deiner Zeit wieder hinterher)

  13. Re: @Pollux

    Autor Supreme 15.01.10 - 12:02

    dxmaniac schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dem "kreativen Schreibtischtäter" wie z.B. Softwareentwicklern wird sowas
    > dafür umso mehr helfen.. Das Hirn verhält sich oft auch nur wie ein großer Muskel :-)

    Nicht wirklich.

    > Wenn du wirklich nur nen Kodierer haben willst, der seitenweise Code
    > runterrasselt, der auch so leidlich funktioniert, bist du wieder beim
    > Fließbandarbeiter, der zwar sicher auch seine Pausen braucht, aber
    > theoretisch mit etwas Schweiss auch mal drauf verzichten kann.

    Entwickler sind aber nicht mehr als Fliessbandarbeiter, nur mit mehr Abwechslung. Dieses Bild vom Kreativen Arbeiter ist eine selbstgeschaffene Präsentierung um sich vor der Arbeit zu drücken. Das trifft im übrigen auf die meisten solcher tätigkeiten zu. Man muss zwar anders Organisieren, aber Fliessbandarbeit ist es am ende immer, wenn man einigermassen real und gut arbeitet.

    > Da find ich ein Beispiel aus dem Radsport sehr passend, das für
    > Nicht-Radler wahrscheinlich nur schwer nachzuvollziehen ist. Man kann sich
    > auch beim Radfahren "ausruhen". Wenn man nach nem Sprint völlig schlaff auf
    > dem Drahtesel hängt, kann man sich auch beim langsamen weiterkurbeln
    > regenerieren und muss nicht ganz anhalten und sich auf die nächste Parkbank

    Das beispiel ist hier aber komplett unpassend. Denn man geht ja weiter sein Arbeit (Rad Fahren) nach, nur in geringerem Tempo.

    > Und so kann ich dann z.B. die nervige Fehlersuche unterbrechen, um z.B. ein
    > paar Mails zu beantworten. Und ich meine nicht das nächste Problem-Ticket,
    > das reingekommen ist, sondern eher sowas wie "Wann gehen wir heut mittag in
    > die Kantine?" oder "Hast du nächste Woche Zeit dich um XYZ zu kümmern?".

    Und das ist der große Fehler, denn hier wird auf eine komplett andere Arbeit geswitcht. Kopf frei bekommen, Gedanken ordnen, das ist eine sache, aber ihn leeren und mit anderem Kram füllen ist etwas komplett anderes.

    Das ist genauso Falsch wie vor dem Schlafen gehen ein Buch lesen oder sich vom Fernseher berieseln zu lassen.

    Pause muss wirklich Pause heißen und das heißt sich von der Arbeit komplett zu distanzieren, sich nicht mit dem Schnellen Schuß zwischendurch ablenken zu lassen um dann mit einem noch Chaotischeren Kopf wieder an die noch komplexe Arbeit zu machen.

    Ich kenn das von Kollegen und aus eigener Erfahrung zur genüge. Da wird mal zwischendruch im Web gesurft weil der Compiler wieder ein paar inuten länger braucht und schon ist man völlig aus dem Konzept wenn es weiter geht.

    Für jede Minute ablenkung kannst du 10 Minuten zusätzliche Arbeit aufschlagen die für das wieder einarbeiten drauf geht. Überspitzt formuliert ;)


    > Sowas kann man relativ schnell in diesen 5-Minuten-Pausen abarbeiten, ohne
    > sich dabei völlig zu verausgaben. Das sind eher Aufgaben, die einfach nur
    > getan werden müssen, nichts, wofür ich mich großartig anstrengen muss und
    > bei vielen Leuten ohne nennenswerte Zeiteinteilung passiert sowas mitten IN
    > der produktiven Arbeit und lenkt davon ab.

    Es macht doch rein gar keinen unterschied ob man das durch die Stopuhr oder durch den Arbeitsfluss gesteuert erledigt. Und es geht ja auch nicht darum das man alle paar Minuten etwas anders macht oder 5 Stunden an einem Problem rumzwackt. Das man so etwas auch vermeiden sollte ist klar.

    Ich persönlich brauch nach
    > einem Telefonanruf ca. 5-10 Minuten, bis ich wieder voll in meiner
    > "normalen" Arbeit drinstecke. Mich anzurufen ist also kontraproduktiv,
    > erst recht wenn es nicht dringend ist.

    Eben. Und als Entwickler hat man keine Arbeit die man einfach so in 25-Minuten-Häppchen erledigen kann. Pausen machen sollte man, keine Frage, aber man sollte sie dann nicht mit anderer Arbeit füllen. Das einzig sinnvolle ist wirklich Bewegung, vor allem als Büroarbeiter bei dem sich schnell das Blut überall staut im Sitzen.

    Die großen E-Mail-Pausen sollte man dann lieber alle 2-3 Stunden nehmen. Länger sollte man sich sowieso nicht um komplexere Probleme am stück bemühen. Und dann kannst du auch meinetwegen deine 25-Minuten-Pomodoro nehmen um bis zur nächsten Pause alle E-Mails zu beantworten udn was da sonst noch an kleinkram anfällt ;)

  14. Re: @Pollux

    Autor dxmaniac 15.01.10 - 13:09

    > > Wenn du wirklich nur nen Kodierer haben willst, der seitenweise Code
    > > runterrasselt, der auch so leidlich funktioniert, bist du wieder beim
    > > Fließbandarbeiter, der zwar sicher auch seine Pausen braucht, aber
    > > theoretisch mit etwas Schweiss auch mal drauf verzichten kann.
    >
    > Entwickler sind aber nicht mehr als Fliessbandarbeiter, nur mit mehr
    > Abwechslung. Dieses Bild vom Kreativen Arbeiter ist eine selbstgeschaffene
    > Präsentierung um sich vor der Arbeit zu drücken. Das trifft im übrigen auf
    > die meisten solcher tätigkeiten zu. Man muss zwar anders Organisieren, aber
    > Fliessbandarbeit ist es am ende immer, wenn man einigermassen real und gut
    > arbeitet.

    Deshalb ja auch die Unterscheidung zwischen "Kodierer" und "Entwickler". Der Kodierer rasselt wirklich nur Code runter, der "Entwickler" sitzt auch recht häufig fernab vom Rechner mit Papier und Bleistift beim Kunden oder im stillen Kämmerlein und erstellt den Input für den Kodierer. Für Standardprobleme brauch ich sogesehen nur jemanden mit wenig mehr Hirnschmalz als die Putzfrau, denn seine Aufgabe ist sehr eng gefasst und lässt wenig Spielraum. Der läuft wie auf Schienen. Sowas find ich relativ "sparsam", was meine Kapazität kopfmäßig angeht.

    Ne Lösung für etwas Neues suchen(und sei es nur für mich selbst neu) ist da "anstrengender" und da muss man eben auch mal raus aus dem Thema, um auch mal die Scheuklappen etwas loszuwerden, ja, den Kopf freizukriegen.. Aber nicht im Zen-Sinne frei von allem zu sein, sondern nur mal den starren Blick von einem isolierten Problem wegzukriegen. Die Zeit abseits vom aktuellen Problem kann und sollte man dann sinnvoll mit anderen, "niederen" Tätigkeiten füllen.


    > > Da find ich ein Beispiel aus dem Radsport sehr passend, das für
    > > Nicht-Radler wahrscheinlich nur schwer nachzuvollziehen ist. Man kann
    > sich
    > > auch beim Radfahren "ausruhen". Wenn man nach nem Sprint völlig schlaff
    > auf
    > > dem Drahtesel hängt, kann man sich auch beim langsamen weiterkurbeln
    > > regenerieren und muss nicht ganz anhalten und sich auf die nächste
    > Parkbank
    >
    > Das beispiel ist hier aber komplett unpassend. Denn man geht ja weiter sein
    > Arbeit (Rad Fahren) nach, nur in geringerem Tempo.

    Ja, ich schaffe nach wie vor etwas.. Trotzdem ist die Intensität so niedrig, dass ich mich dabei erhole. Nicht im gleichen Tempo wie z.B. zuhause auf dem Sofa, aber dafür hab ich nach der kürzeren Pause auf dem Sofa ganze andere Probleme, nämlich Schwierigkeiten, relativ schnell wieder auf Touren zu kommen.


    > > Und so kann ich dann z.B. die nervige Fehlersuche unterbrechen, um z.B.
    > ein
    > > paar Mails zu beantworten. Und ich meine nicht das nächste
    > Problem-Ticket,
    > > das reingekommen ist, sondern eher sowas wie "Wann gehen wir heut mittag
    > in
    > > die Kantine?" oder "Hast du nächste Woche Zeit dich um XYZ zu kümmern?".
    >
    > Und das ist der große Fehler, denn hier wird auf eine komplett andere
    > Arbeit geswitcht. Kopf frei bekommen, Gedanken ordnen, das ist eine sache,
    > aber ihn leeren und mit anderem Kram füllen ist etwas komplett anderes.
    >
    > Das ist genauso Falsch wie vor dem Schlafen gehen ein Buch lesen oder sich
    > vom Fernseher berieseln zu lassen.
    >
    > Pause muss wirklich Pause heißen und das heißt sich von der Arbeit komplett
    > zu distanzieren, sich nicht mit dem Schnellen Schuß zwischendurch ablenken
    > zu lassen um dann mit einem noch Chaotischeren Kopf wieder an die noch
    > komplexe Arbeit zu machen.


    (Das ist jetzt kein Vorwurf) Du brauchst deine ganze Kapazität um eine Mail zu beantworten, die fragt wann es zum Mittag geht oder ob du noch ein Dokument aufhast und deshalb gegen Bearbeitung durch andere sperrst? Das ist bei mir die geringintensive Art Tätigkeit, bei der ich regenerieren und trotzdem produktiv sein kann. Das langsame Radeln eben :-)


    > Ich kenn das von Kollegen und aus eigener Erfahrung zur genüge. Da wird mal
    > zwischendruch im Web gesurft weil der Compiler wieder ein paar inuten
    > länger braucht und schon ist man völlig aus dem Konzept wenn es weiter
    > geht.
    >
    > Für jede Minute ablenkung kannst du 10 Minuten zusätzliche Arbeit
    > aufschlagen die für das wieder einarbeiten drauf geht. Überspitzt
    > formuliert ;)

    Aber während des Compilerlaufs stumpf auf den Bildschirm starren bringts ja auch nicht.. Oder wenn ich komplett aus dem Thema rausgehe, muss ich mich ja auch wieder einarbeiten.
    Nee nee.. die kleinen Pausen sind für den Abstand gut, nicht zum kompletten rauslösen(außer man füllt die nächste Pomodoro-Einheit mit einer anderen Aufgabe), sondern zum runterfahren.

    Auf etwas greifbarerer(also eher physischer und nicht physikalischer) Sicht ist es ja auch empfohlen, bei Bildschirmarbeit 10 Minuten pro Stunde NICHT auf die Schirm zu starren, damit sich die Augen etwas erholen. Das heisst in dem Fall aber auch nicht, dass man aus dem Fenster guckt oder die Augen zumacht.. Das heisst nur, dass man nicht am Bildschirm arbeiten soll und dafür z.B. Akten sortieren kann oder ähnliches.


    > Eben. Und als Entwickler hat man keine Arbeit die man einfach so in
    > 25-Minuten-Häppchen erledigen kann. Pausen machen sollte man, keine Frage,
    > aber man sollte sie dann nicht mit anderer Arbeit füllen. Das einzig
    > sinnvolle ist wirklich Bewegung, vor allem als Büroarbeiter bei dem sich
    > schnell das Blut überall staut im Sitzen.
    >
    > Die großen E-Mail-Pausen sollte man dann lieber alle 2-3 Stunden nehmen.
    > Länger sollte man sich sowieso nicht um komplexere Probleme am stück
    > bemühen. Und dann kannst du auch meinetwegen deine 25-Minuten-Pomodoro
    > nehmen um bis zur nächsten Pause alle E-Mails zu beantworten udn was da
    > sonst noch an kleinkram anfällt ;)


    Es sagt ja auch niemand, dass sich alle Probleme in 25 Minuten lösen lassen :-) Deshalb setzt man am Anfang des Tages auch fest, wie viele Pomodoros man einer Aufgabe zuweisen mag. Ursprung des Threads war ja auch eine 2h-Aufgabe, die man dann eben in 4 Pomodoros unterteilt. Natürlich gibts auch Leute, die das von sich aus ohne Stoppuhr hinbekommen, je nach Veranlagung oder Stressfaktor schaffen das viele aber auch nicht. Und genau da setzt dann so ein Formalismus an.. Je strenger man sich dann auch noch daran hält, desto mehr geht einem das irgendwann in Fleisch und Blut über und man kann vielleicht irgendwann ohne Stoppuhr auskommen, aber um das Gefühl dafür zu bekommen brauchts erst einmal solche Hilfsmittel.
    Auch wenn es einen Anfangs vielleicht manchmal ausbremst, weil man z.B. gerade einen guten Tag hat und relativ gut vorankommt, dann bremst einen so eine Zwangspause erst einmal. Aber das ist es was ich meinte als ich von "Schmerzen" sprach, die man bei der Einführung hat.. Man muss sich erst einmal an den fremden Arbeitsablauf gewöhnen, später läuft das dann automatisch und (gefühlt) natürlich.

  15. Re: @Pollux

    Autor Supreme 15.01.10 - 13:34

    dxmaniac schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deshalb ja auch die Unterscheidung zwischen "Kodierer" und "Entwickler".

    Die so aber einfach Falsch ist.

    > Der Kodierer rasselt wirklich nur Code runter, der

    Was in den wenigsten Fällen stimmt.

    Die Leistung ist bei beiden gleich, nur die Form unterscheidet sich. Genauso wie ein Radfahrer auch nicht mehr Leistung als ein Bauarbeiter bringt, nur weil er seinen Körper anders anwendet.

    > Für Standardprobleme brauch ich sogesehen nur jemanden mit wenig mehr
    > Hirnschmalz als die Putzfrau, denn seine Aufgabe ist sehr eng gefasst und

    Das mag sein, aber die wenigsten Programme bestehen aus Standardaufgaben bzw. sind vom Entwickler so perfekt designt das sie das darauf herunter brechen können.

    > Ne Lösung für etwas Neues suchen(und sei es nur für mich selbst neu) ist da
    > "anstrengender" und da muss man eben auch mal raus aus dem Thema, um auch

    Kreativität ist nichts anders als das zusammenwürfeln altbekannter Muster. Auch eine primäre Fleißarbeit.

    > (Das ist jetzt kein Vorwurf) Du brauchst deine ganze Kapazität um eine Mail
    > zu beantworten, die fragt wann es zum Mittag geht oder ob du noch ein
    > Dokument aufhast und deshalb gegen Bearbeitung durch andere sperrst?

    Nein, aber so Funktioniert unser Gehirn nun mal. Es ist ein primär Serielle und langsame Maschine und wenn man etwas komplett anderes macht wird das vorherige verdränkt.

    Genauso als würde ein Computer etwas auf die Festplatte auslagern weil der Arbeitsspeicher einfach voll ist. Das wieder neu laden und einbinden dauert ungleich länger, als wenn man schlichtweg gar nichts macht und auf die Fremde tätigkeit verzichtet.

    Und in der regel kann man solche Probleme eben deutlich besser durch richtige Organisation lösen und halt ein paar Minuten Arbeitszeit sparen in denen man sich wieder orientieren muss.

    > Aber während des Compilerlaufs stumpf auf den Bildschirm starren bringts ja auch nicht..

    Das kommt darauf an wie dein Arbeitsfluss gerade ist. Weiter über das Projekt nachdenken und die nächsten Schritte vorplanen ist deutlich ergiebiger als irgendwas komplett anderes zu machen, egal wie anspruchslos das sein mag. Aber man muss dabei ja nicht vor dem Bildschirm sitzen, man kann auch sein Vegetatives Nervensystem beschäftigen und den Körper bewegen ;) Nur das Zerebrale Nervensystem sollte man halt nicht allzu sehr ablenken.

    Wobei das auch viel eher der Beschreibung von Pomodoro im Artikel entspricht. Abstand von der konkreten Arbeit nehmen und eine Übersicht erreichen. Vom Teilnehmer zum Beobachter werden.

    Auf der anderen Seite ist einfach gar nichts tun, und dösen, ein Nickerchen halten (Powernapping wie es auf Neudeutsch heißt) oder 'Meditieren' auch nicht verkehrt, so lange man nicht zu lange ruht und in eine Schlafphase rutscht.

    > Oder wenn ich komplett aus dem Thema rausgehe, muss ich mich
    > ja auch wieder einarbeiten.

    Ja, eben. Aber schon die kleinste Ablenkung kann dazu führen. Kleine Fragen sind der Tot der Konzentration.

    > Ursprung des Threads war ja auch eine
    > 2h-Aufgabe, die man dann eben in 4 Pomodoros unterteilt.

    Genau genommen war es die Frage ob es nun Zwei Arbeitsstunden oder Zwei Pomodorostunden sind ;)

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  2. Omnivision: Handykamera nimmt Videos in 4K auf
    Omnivision
    Handykamera nimmt Videos in 4K auf

    Omnivision hat zwei Kamerasensoren vorgestellt, die Fotos mit 16 Megapixeln aufnehmen können. Alternativ ist damit auch das Aufzeichnen von Videos mit bis zu 4K möglich.

  3. Suchmaschine: Google Search 2.0 für das iPhone mit neuer Oberfläche
    Suchmaschine
    Google Search 2.0 für das iPhone mit neuer Oberfläche

    Googles Such-App für das iPhone ist in Version 2.0 erschienen und bietet neben einem neuen Benutzerinferface auch eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit und eine Vollbildfotosuche.


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