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Furchtbarer iOS-Port

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  1. Furchtbarer iOS-Port

    Autor noneofthem 16.01.13 - 18:27

    Man hätte zumindest die Android-Designrichtlinien befolgen können. So schaut das Ganze fürchterlich aus und wirkt alles andere als professionell, egal ob und wie gut die App nun auch funktionieren mag.

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  2. Re: Furchtbarer iOS-Port

    Autor NeverDefeated 16.01.13 - 22:56

    Du glaubst also die grafische Oberfläche von Android oder iOS würde "professionell" aussehen? Sorry, aber schon an grafischen Oberflächen ist zunächst mal garnichts "professionell". Grafische Oberflächen wurden nämlich nur wegen der Dummnutzer entwickelt, die nicht in der Lage waren sich syntaktische Strukturen und Befehle zu merken und daher eine möglichst selbsterklärende Oberfläche benötigten, weil sie auf einer Befehlszeile selbst nach einem Jahr Schulung noch nichts auf die Reihe bekamen und es für Firmen zu zeitraubend und teuer war solche Leute zu schulen oder ihnen immer jemanden aus der IT-Abteilung zu schicken.

    Wenn ich jemanden sehe, der Linux und Windows komplett aus der Kommandozeile administrieren kann und daher die Explorer-Oberfläche unter Windows oder einen Fenstermanager unter Linux garnicht erst startet, dann weiss ich sofort, dass ich einen Profi vor mir habe.

    Wenn ich stattdessen jemand mit quietschbuntem, gadgetverseuchten Windows-Aero-Desktop mit nutzlosen Transparenzeffekten in platzverschwendenden, breiten Fensterrahmen und "stylischem" Hintergrundbild und Bildschirmschoner auf einem TFT-Display (da brennt ja auch so viel vom Bild in das Panel ein, dass man dort einen Bildschirmschoner bräuchte) sehe, dann weiss ich, dass ich es mit einem Anfänger zu tun habe.

    Handy bzw. SmartPhone-Betriebssysteme sind erst recht für die Masse der Bevölkerung gemacht und somit für Leute, die von Technik- und Bedienkonzepten keinen blassen Schimmer haben und auch garnicht haben wollen, weil sie lieber auf Funktionen verzichten als selber etwas dazuzulernen um erweiterte Funktionen nutzbringend einsetzen zu können.
    SmartPhones sind für DAUs designt. Das erkennt man schon daran, dass bei ihnen nicht auf ein effizientes Bedienkonzept und ein funktionelles Gerätedesign wert gelegt wird, sondern das Hauptaugenmerk auf "Schönheit", Handschmeichlerfähigkeiten, Statussymbolcharakter und ein auch für DAUs irgendwie begreifbares Bedienkonzept liegt. Das sind nämlich die "Qualitätskriterien" nach denen die Leute technische Geräte kaufen, die es intellektuell nicht mal schaffen Geräte anhand ihrer funktionellen Vor- und Nachteile zu vergleichen.

    Selbst wenn ich Handys/SmartPhones nicht grundsätzlich ablehnen würde, weil sie das perfekte Instrument zur automatisierten Massenüberwachung sind (und genau dafür auch benutzt werden, wie z.B. jüngst der Carrier-IQ-Skandal zeigte), könnte mir niemand ein reines Fingertouch-SmartPhone oder -Tablet verkaufen, weil dieses Bedienungskonzept ineffizient und uralt (von 1974) ist, weshalb die IBM Corporation es schon 1992 in deren SmartPhone-Studie "Simon" abgelehnt und es Apple überlassen haben damit den ersten PDA herauszubringen.

    Vermutlich mussten sich erstmal weitere 20 Jahre nur die Leute massenhaft fortpflanzen, die schon zu dumm sind Verhütungsmittel gezielt und korrekt einzusetzen, bis die Menschheit dumm genug war sich so ein rückständiges Bedienkonzept per Werbegehirnwäsche verkaufen zu lassen.

    Einem halbwegs intelligenten Menschen kann man nämlich wohl kaum erklären, wieso ein Bedienkonzept "State-of-the-art" sein soll, das einen auf ohnehin zu kleinen Displays zwingt mit riesigen Kacheln Platz zu verschwenden, bei dem man sich mit den eigenen Fingern den Bildschirm bei der Bedienung verdeckt und ihn zusätzlich noch verdreckt und bei dem man zur Texteingabe eine Display-Tastatur nutzen muss, die nicht nur grosse Teile des zu kleinen Displays verdeckt sondern auf der man auch nicht "blind" schreiben kann, weil man sie nicht "erfühlen" kann.
    Dazu kann man auf Touchscreens nicht mal eben unterwegs eine halbwegs präzise Skizze zeichnen oder per Schriftarterkennung ohne lästige Bildschirmtastatur Kommentare in ein PDF-Dokument schreiben, was ich schon auf meinem ersten Tablet-Convertible-Notebook im Jahre 2005 mit einem induktiven Pendisplay mit Erkennung von über tausend Druckstufen problemlos konnte.

    Fingertouch ist komplett ineffizient und damit für einen ernsthaften Einsatz unbrauchbar. Deshalb wird sowas auch nur in teurem Lifestylemüll und nicht in wirklichen Arbeitgeräten eingesetzt.

    Fazit:
    Optik zählt garnichts. Gerade wenn eine Applikation den ganzen Designschwachsinn links liegen lässt und sich die Programmierer somit auf die zentralen Funktionen statt auf die Oberfläche konzentrieren, wirkt sie professionell. Alle professionellen Applikationen die ich kenne funktionieren in der Kommandozeile noch einmal besser als mit ihrer grafischen Oberfläche (wenn sie eine haben) und werden von Profis deshalb auch von der Kommandozeile aus genutzt.

    SmartPhone-Betriebssysteme wirken insgesamt nie professionell, weil sie eben auch für lernresistente Ahnungslose bedienbar sein müssen und deshalb simplifizierte Kachelquatsch-Oberflächen verwendet werden. Wenn eine App da nicht hineinpasst, dann ist das eher ein Zeichen für Qualität.

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