Während früher selbst Kinofilme wie z.B. Dancer in the Dark von Lars von Trier damit zu schneiden waren, hat sich Apple nun anscheinend entschieden, lieber viele Amateure mit einem günstigen Preis anzusprechen, als Qualität für Profis zu liefern. Dies wurde mir soeben vom Telefonsupport auch mehr oder weniger bestätigt.
Nun mag man als Profi denken, dass Simplizität auch viele Vorteile hat. Das stimmt sicher, aber beim neuen Final Cut gibt es nicht einmal die Möglichkeit das Trimmen von Material per Tastatur oder über zwei Trimfenster vorzunehmen. Das Trimmen muss direkt in der Timeline erfolgen, die Maus in der Hand. Ein framegenauer-Schnitt ist so in vertretbarer Zeit schlichtweg nicht möglich.
D.h. hier war sogar das längst überholte "Media 100" aus dem Jahre 1999 fortschrittlicher und besser bedienbar. Das neue Final Cut Pro erinnert an das Rentnerschnittsystem Casablanca. Man wird schlicht wahnsinnig, wenn man einen halbwegs funktionierenden Dialogschnitt mit versetzten Bidl- und Audiospuren vornehmen will. Aufgrund meiner Erfahrungen mit dem Programm in den letzten 7 Tagen kann ich nur ernsthaft raten: Finger weg. Es ist eine Zeit des Leidens.
Um Urlaubsvideos aneinanderzupappen und mit Effekten und Musik zu versehen, eignet es sich aber sicher hervorragend.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.11.11 18:49 durch Justin75.
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