Die MPEG-Gruppe verwaltet einen Haufen Trivialpatente, die so allgemein formuliert sind, dass es technisch unmöglich ist, einen Video-Codec zu konstruieren, für den diese Gruppe nicht irgendwann Lizenzgebühren eintreiben kann.
Pure Verzweiflung, mehr bleibt einem nicht übrig.
google ist verdammt groß und hat sich direkt noch mit arm, logitech, ti, broadcom, qualcomm, freescale, marvell, nvidia, mips, skype, sorenson, adobe, usw. zusammen getan. sollen die mpeg leute doch kommen ich glaub google macht sich da nicht in die hose, schlimmsten falls werden sie verklagt, vergleichen sich und zahlens aus der portokasse
Verzweiflung schrieb:
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> Die MPEG-Gruppe verwaltet einen Haufen Trivialpatente, die so allgemein
> formuliert sind, dass es technisch unmöglich ist, einen Video-Codec zu
> konstruieren, für den diese Gruppe nicht irgendwann Lizenzgebühren
> eintreiben kann.
Basiert das auf einer unabhängigen Recherche? Ich bin vor kurzem über einen Artikel gestolpert, in dem gesagt wurde, daß diese Aussage darauf beruht, daß die Mitglieder der MPEG alle möglichst ihre eigenen Patente einbringen wollen, weil sie sonst Lizenzkosten zahlen müssen (anstatt mit den anderen Mitgliedern Cross-Licensing-Abkommen zu schliessen), und somit gar kein Interesse haben, Codecs zu entwickeln, die nicht vom MPEG-Patentpool abgedeckt sind. (Weiß die Quelle leider nicht mehr.)
Trivialpatente sind zwar [leider] nicht verboten, haben aber bei gerichtlichen Auseinandersetzungen keine Chance - eher geht man mit einer Klage die Gefahr ein, dass ein erkauftes Patent fuer ungueltig erklaert wird. Abgesehen davon haetten Google und die anderen beteiligten Firmen mehr als genug Geld fuer so nen Kinderkram...
Abgesehen davon, dass die MPEG-LA oder wie sie heißt bestimmt auch gegen das eine oder andere (Trivial-)Patent der WebM-Firmen verstoßen wird. Mir fällt jetzt pauschal keines ein, aber ich kenn auch kaum Patente ;-)
Verzweiflung schrieb:
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> Die MPEG-Gruppe verwaltet einen Haufen Trivialpatente, die so allgemein
> formuliert sind, dass es technisch unmöglich ist, einen Video-Codec zu
> konstruieren, für den diese Gruppe nicht irgendwann Lizenzgebühren
> eintreiben kann.
Das ist allerdings auch keine neutrale Sicht der Dinge, sondern Apples Meinung, und deren Rechtfertigung, warum zwar H.264, aber nicht Vorbis/Theora am iPad unterstützt werden.
Die MPEG LA hat sich mit ihrer Lizensierungspolitik sicher nicht nur Freunde gemacht, und schon aus dem Grund ist es gut, wenn sich hier ein wirtschaftliches Schwergewicht wie Google als Ausgleich in die Waagschale wirft.
Ich weiß nicht wieviele einschlägige Patente Google oder die von Google gekauften Unternehmen halten, aber eventuell reicht es gerade aus, um die MPEG LA zum Stillhalten zu bewegen.
Google hat mit Android eine Mobilplattform am Start, die Apples iProdukten zumindest ebenbürtig ist, und mit dem eigenen Browser, sowie den Verbündeten Mozilla und Opera auch eine nicht zu unterschätzende Marktmacht auf dem Browsermarkt. Nicht zu vergessen das eigene Videoportal YouTube.
Da könnte etwas dran sein. Nahezu jeder Videocodec nutzt DCT, iDCT, Motionvectors etc. Selbst eine abgeänderte Form von CABAC würde eventuell die Patente verletzten.
Vielleicht sollte man mal komplett von DCT oder Wavelet ab und den ganzen Bildkram anders komprimieren. Reduzierung der Farbbits und Farbauflösung, maskieren von Details im Helligkeitskanal usw. würden eventuell ähnliche Kompressionsergebnisse wie DCT geben.
mac in bush: chroma subsampling, color space reduction, luminance masking etc. pp. Das benutzt auch so gut wie jeder codec.
blubb__ schrieb:
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> mac in bush: chroma subsampling, color space reduction, luminance masking
> etc. pp. Das benutzt auch so gut wie jeder codec.
Wie wärs mit einem Codec der die Bilder in Gedichtform bringt? da ändert sich von Bild zu bild sehr wenig. Das Problem wäre der Decoder Gedicht zu Bild...hm muss ich nochmal drüber nachdenken.
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