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Danke M$

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  1. Danke M$

    Autor addydaddy 02.08.09 - 10:25

    Eure Opferrolle habt ihr diesmal echt perfekt drauf...

    Die pöse EU will dem unschuldigen M$, dass NUR durch die Qualität seiner Produkte zu Weltruhm gekommen ist *grins* und nicht etwa durch Verdrängung der Konkurrent, wie diese pösen Verschwörungstheoretiker ständig behaupten, nur an die teure Wäsche...

    Wer Ironie findet...

  2. Re: Danke M$

    Autor geteert und gefedert 02.08.09 - 12:44

    Verdrängen der Konkurrenz? Wo?

    Was gibts und gabs denn für Konkurrenz? Apple? Die sind noch da, erfreuen sich bester Gesundheit und sind Microsoft für immer dankbar wegen diverser Finanzsprinzen ende der 90er. Die haben nichts gegen MS. Ohne Office für Macs wäre die Verbreitung von Apple vermutlich wesentlich geringer. Apple profitiert also eher von MS.

    Was gibts noch? Richtig, Linux. Microsoft möchte Software verkaufen, Linux gibts umsonst. Microsoft hat ein paar unfreundliche Texte bezüglich Linux auf den Servern liegen. Ähnliche Texte finden sich aber auch gerne auf Distri-Homepages. Da nimmt sich niemand was.
    Microsoft mag Linux nicht. Andererseits: Apple mag Linux auch nicht besonders. Könnte vermutlich am "kostenlos"-Konzept liegen, dass jeder kommerziellen Firma zu denken gibt.

    OS/2 war mal als Windowspendant konzipiert worden (teilweise noch mit MS, bevor die sich voll auf Windows konzentrierten...), wurde von IBM immer stiefmütterlich behandelt und versank daraufhin leider im Orkus der IT-Welt. War nicht Microsofts gemeiner Politik zu verdanken sondern IBMs Arroganz und Dummheit. Besserer Support und es gäbe OS/2 (als OS/3 oder 4...) noch. Wenn man aber die Entwicklung selber torpediert und jeden Marketingfehler begeht, der irgendwie begangen werden kann, dann stirbt das Produkt. Gilt für Autos genauso wie für Zahnbürsten oder Baggerschaufeln.

    Tja, was gibts sonst noch? Richtig, Browser. Der Internet-Explorer hat Netscape getötet, heißt es immer. Sehe ich nicht so. Netscape war mit dem Communicator sehr erfolgreich und ZU lange untätig. Als der IE 4 auf den Markt geworfen wurde, war er wesentlich besser als der Communicator. Netscape konnte man damals vorwerfen, was Microsoft heute immer vorgeworfen wird, nämlich die Entwicklung des Internet durch Nichteinhalten von Standards zu sabotieren. Der IE4 war nicht toll, aber besser als der Communicator. Ende Gelände. Außerdem: Netscape war nie in der Lage, sein Knowhow finanziell auszubeuten. Den Browser gabs umsonst, Einahmen waren rar. Vergleicht man zb Google mit Netscape, dann wird klar, warum Netscape unterging. Google beherrscht den Werbemarkt und hat Einnahmen. Netscape beherrschte den Browsermarkt und hatte keine Einnahmen. Weder durch Werbung noch durch Softwareverkäufe (Privatkunden...). Die Dienstleistungen für Unternehmen waren OK, aber ein Unternehmen muss Gewinn machen und dafür war das allein zu wenig.

    Anwendungssoftware ist auch noch ein Feld. Da gibts außer MS Office und OOffice kaum noch irgendwas. Andererseits: Wordstar wurde auch von Wordperfect abgelöst. Deswegen wurde nie der Anwurf gebracht, man habe absichtlich einen anderen Hersteller zerstört.

    Insgesamt kann man sagen: Microsoft handelt wie eine große Firma. Nix weiter. Schlägt jemand auf deutsche Autofirmen ein, die gerne mal kleine Firmen mit innovativen Produkten aufkaufen und liquidieren, damit die technischen Neuerungen NICHT auf den Markt kommen bzw. für Fragen bei den Kunden sorgen? Schimpft jemand auf Siemens, weil sie Abhöranlagen in undemokratischen Ländern errichten und dafür auch gerne bestechen (Ausschreibung)?

    Irgendwie hat so ziemlich jede größere Firma jede Menge Leichen im Keller, aber ich kann nicht feststellen, dass die Anzahl bei Microsoft höher wäre als anderswo.

    Dieser "Browserstreit" ist wieder einmal eine unwichtige Sau, die man durchs Dorf treiben kann, um die Bevölkerung von wichtigerem abzulenken. "Seht her, wir kümmern uns", soll die Botschaft wohl lauten. Wie zu erwarten fallen die dummen Bürger auch darauf rein.

    Bankenregulierung wäre tausendmal wichtiger, als die Frage, mit welchem Browser Hans Mustermann seine Pornoseiten ansurft. Bankenregulierung wäre aber gleichzeitig sehr schwer durchzusetzen. Ein einziges Unternehmen öffentlich zu geißeln ist vermutlich wesentlich einfacher. Zumal der gemeine EU-Mitarbeiter dazu neigt, nach seiner politischen Karriere eine Karriere als Berater bei eben diesen Banken anzustreben. Den zukünftigen Arbeitgeber will man ja nicht durch unangenehme Gesetze vergraulen. Bei Microsoft will kaum ein EU-Kommisar (oder Parlamentarier, Ministerialer usw...) anheuern, schon aufgrund der völlig anderen Thematik. Welcher EU-Kommisar kennt sich bei Softwareentwicklug aus? Richtig, keiner. Microsoft ist also ein toller Kandidat für öffentliches Bestrafen.

    Adobe hat ein Quasi-Monopol auf Bildbearbeitung. Bekommen die deswegen Ärger? Cisco hat ein Quasi-Monopol auf Router. Ärger gabs keinen. Oracle dominiert den kommerziellen Datenbankmarkt (zusammen mit IBMs DB2), bekommt aber nie Ärger. Aufkaufen und "kaputtrabattieren" ist für alle diese Firmen normal. Man denke nur an Macromedia vs. Adobe.

  3. Re: Danke M$

    Autor tutnichtszursache 03.08.09 - 18:35

    Lesenswerter Beitrag.
    Auch wenn ich, was die Ursache für die Browsermonopolstellung angeht, anderer Meinung bin.

  4. Re: Danke M$

    Autor TiSch 06.08.09 - 11:44

    Microsoft hat ein Monopol auf Betriebssysteme, das lässt sich kaum vergleichen mit einem Quasi-Monopol auf Router oder Bildbearbeitung. Sie nutzen überdies diese Marktstellung aus um Konkurrenten auszuschalten. Sie beschränken sich nicht nur auf ihr Kerngeschäft sondern expandieren immer weiter wie die Heuschrecken auf alles was Geld bringen könnte.
    > http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,169098,00.html

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