Können die ihre Produkte nicht *ein mal* klar gestalten? Da macht man einfach zwei Produkte draus: Windows 8 für den Desktop und Windows Touch für Tablets. Das Windows 8 wird dann damit beworben, dass es Touch so als Dreingabe behält (Wobei das doch eh keine Sau aufm Desktop haben will)
Stattdessen muss man jetzt den Leuten erklären warum es auf ARM Geräten zwar auch die gewohnte Windows UI gibt, aber unerwartet keine normalen Windows Programme drauf laufen. (Die Hersteller werden im Laden jedenfalls kaum damit werben, dass irgendetwas mit ihrem tollen Produkt ausdrücklich *nicht funktioniert*)
Gerade Windows User wollen keine großen Veränderungen (schon garnicht bei der GUI), die wollen nur, dass die Scheiße funktioniert.
gorsch schrieb:
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> Können die ihre Produkte nicht *ein mal* klar gestalten? Da macht man
> einfach zwei Produkte draus: Windows 8 für den Desktop und Windows Touch
> für Tablets. Das Windows 8 wird dann damit beworben, dass es Touch so als
> Dreingabe behält (Wobei das doch eh keine Sau aufm Desktop haben will)
Ich gehe ebenfalls wie MS davon aus, dass zukünftig Touchbedienung die Geräteklassen primär beeinflussen wird. Dass Hans Müller am Desktop-PC von Metro fast gar nicht profiert spielt dabei gar keine Rolle. Es geht ja schließlich um Slates, Convertibles und den unzähligen weiteren Einsatzmöglichkeiten wo Touchbedienung und damit auch Metro den Kern der Bedienung ausmachen kann.
Aus Sicht der IT ist die Strategie von MS doch extrem interessant. Wartungsaufwand kann klein gehalten und Software, sofern sie Metro unterstützt, für eine sehr große Bandbreite an Geräten entwickelt und ausgeliefert werden.
Das ist durchaus eine absolut klare Produktgestaltung.
> Stattdessen muss man jetzt den Leuten erklären warum es auf ARM Geräten
> zwar auch die gewohnte Windows UI gibt, aber unerwartet keine normalen
> Windows Programme drauf laufen. (Die Hersteller werden im Laden jedenfalls
> kaum damit werben, dass irgendetwas mit ihrem tollen Produkt ausdrücklich
> *nicht funktioniert*)
Sollen die Leute zu Convertibles oder Slates mit X86-Architektur greifen. Kein Grund zum jammern.
> Gerade Windows User wollen keine großen Veränderungen (schon garnicht bei
> der GUI), die wollen nur, dass die Scheiße funktioniert.
Ich bin Windows User und ich will Veränderungen. Vorallem will ich, dass das Leben einfacher wird und da scheint Win8 ein positiver Schritt zu werden.
Außerdem wird für Desktop-User Metro primär nur das Startmenu ersetzen und da benutzt man als Poweruser eh nur die Liste der Pins bzw. erste Seite und die Suche (W-Taste und lostippen). Alles mit Metro wunderbar weiterhin nutzbar.
> Ich gehe ebenfalls wie MS davon aus, dass zukünftig Touchbedienung die
> Geräteklassen primär beeinflussen wird.
Dito
> Dass Hans Müller am Desktop-PC von
> Metro fast gar nicht profiert spielt dabei gar keine Rolle.
Sagt wer? Du? Gibt es dazu Untersuchungen?
Selbstverständlich spielt es eine Rolle. UI = "User Interface" = "Benutzerschnittstelle".
Das UI, in diesem Fall Touch auf dem Desktop, soll die Verbindung zwischen Mensch (= Benutzer) und Maschine (Windows-Rechner) herstellen. Als "schlecht" muss man sie definitionsgemäß bezeichnen, wenn der Benutzer von der primären Erscheinungsform eben gerade NICHT profitiert.
Ich würde schon sagen, dass es eine Rolle spielt, wenn das Primär-UI "schlecht" ist.
> Es geht ja
> schließlich um Slates, Convertibles und den unzähligen weiteren
> Einsatzmöglichkeiten wo Touchbedienung und damit auch Metro den Kern der
> Bedienung ausmachen kann.
Ähh.. Ja, SO denkt Microsoft im Moment, weil sie von den Erfolgen "iPhone" und "iPad" überrascht wurden, man könnte auch sagen: "gedisst" wurden.
Das ändert aber nichts daran, dass es vollkommener Unsinn ist, auf einem Desktop-Gerät ein Touch-UI zu installieren. Genauso hirnverbrannt ist es, den Explorer oder gar "Word" auf einem Touch-Gerät anzubieten. Microsoft wirkt hier so wie ein Kind, das auf einer Hochzeit zur Mama sagt: "Schau mal, ich kann schon einen Friedhof malen, das Bild schenke ich der Braut!"
=> Nicht alles was MÖGLICH ist, ist auch SINNVOLL.
Microsoft muss erkennen, dass der Erfolg von Apple darin liegt, zu erkennen, was Ergonomie für Anwender bedeutet.
> Das ist durchaus eine absolut klare Produktgestaltung.
Und nein: Das ist KEINE klare Produktgestaltung. Das Produkt Windows 8 läuft auf allen Geräten, doch nur die Profis wissen und verstehen, warum auf jedem Windows 8-Gerät nicht jedes Programm für Windows 8 läuft. Das ist weder für die Third-Party-Entwickler toll, noch für den Anwender und letztlich erst Recht nicht für Microsoft.
Von den verschiedenen (voraussichtlich) unzähligen Produktversionen INNERHALB der Geräteklassen-Produkte man ganz zu schweigen ("Starter", "Home", "Home Premium", "Professional", "Ultimate", "Server"???).
> Sollen die Leute zu Convertibles oder Slates mit X86-Architektur greifen.
Der obligatorische Autovergleich: Das wäre so, als würde ein Autohändler sagen: "Für Paris brauchen Sie einen 12-Zylinder, der 8-Zylinder funktioniert nur in Berlin, Hamburg und an der Donau." Überflüssig zu erwähnen, dass die Wenigsten Autofahrer die Zylinderzahl ihres Autos kennen.
> Kein Grund zum jammern.
Oh doch. Denn ich darf mich dann mit den ganzen Leuten herumärgern, die (zu Recht) nicht verstehen, warum dieses oder jenes Programm nicht funktioniert oder im Marketplace nicht auf Ihrem Gerät zu finden ist. "Hää? Aber isch hab' doch Windohs Acht."
> Vorallem will ich, dass das Leben einfacher wird und da scheint Win8 ein positiver
> Schritt zu werden.
Das Leben wird durch ein OS sicher nicht leichter, zumindest nicht direkt. Ob das Arbeiten damit leichter wird, muss sich herausstellen. Aber um Dich noch einmal zu zitieren: "Dass Hans Müller am Desktop-PC von Metro fast gar nicht profiert spielt dabei gar keine Rolle." ... denn das Leben spielt sich (hoffentlich) bei Herrn Müller nicht in HTML5-Apps ab, sondern im... Real Life ;-)
CodeMagnus schrieb:
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> > Dass Hans Müller am Desktop-PC von
> > Metro fast gar nicht profiert spielt dabei gar keine Rolle.
> Sagt wer? Du? Gibt es dazu Untersuchungen?
Wurde mein Beitrag noch von jemand anderen verfasst? Natürlich sind das meine Worte.
> Das UI, in diesem Fall Touch auf dem Desktop, soll die Verbindung zwischen
> Mensch (= Benutzer) und Maschine (Windows-Rechner) herstellen. Als
> "schlecht" muss man sie definitionsgemäß bezeichnen, wenn der Benutzer von
> der primären Erscheinungsform eben gerade NICHT profitiert.
> Ich würde schon sagen, dass es eine Rolle spielt, wenn das Primär-UI
> "schlecht" ist.
Für Personen, die hauptsächlich mit klassischen Dektopanwendungen arbeiten, stellt Metro nicht die "Primär-UI" dar. Die UX verschiebt sich also kaum in Richtung Metro.
> > Es geht ja
> > schließlich um Slates, Convertibles und den unzähligen weiteren
> > Einsatzmöglichkeiten wo Touchbedienung und damit auch Metro den Kern der
> > Bedienung ausmachen kann.
> Ähh.. Ja, SO denkt Microsoft im Moment, weil sie von den Erfolgen "iPhone"
> und "iPad" überrascht wurden, man könnte auch sagen: "gedisst" wurden.
> Das ändert aber nichts daran, dass es vollkommener Unsinn ist, auf einem
> Desktop-Gerät ein Touch-UI zu installieren. Genauso hirnverbrannt ist es,
> den Explorer oder gar "Word" auf einem Touch-Gerät anzubieten.
Ein Enlargement eines Smartphone-OS ist noch lange nicht der Weisheit letzter Schluss. MS arbeitet seit XP daran einen Shrink vom Desktop aus hinzubekommen. Metro scheint endlich einen Durchbruch darzustellen und stellt aus meiner Sicht wesentlich mehr Zukunftssicherheit als iOS oder Android dar. Eben genau weil die Frage ob Desktop oder Metro nur eine der Eingabegeräte und Displays ist. Zu ARM und damit zum "Metro Lock" wird niemand gezwungen.
> > Das ist durchaus eine absolut klare Produktgestaltung.
> Und nein: Das ist KEINE klare Produktgestaltung. Das Produkt Windows 8
> läuft auf allen Geräten, doch nur die Profis wissen und verstehen, warum
> auf jedem Windows 8-Gerät nicht jedes Programm für Windows 8 läuft. Das ist
> weder für die Third-Party-Entwickler toll, noch für den Anwender und
> letztlich erst Recht nicht für Microsoft.
Wer auch ARM bedienen will nutzt halt WinRT. Wer keinen Bock auf WinRT hat bleibt eben auf x86 begrenzt. Bei iOS und Android muss dagegen eine eigene Entwicklung durchlaufen werden. Da sieht Win8 ja wohl äußerst komfortabel aus.
Wenn ich an meine Eltern denke, beide Rentner ... die erhalten ein Win8-Gerät genauso wie das derzeitige Notebook mit Ubuntu mit zwei Kommentaren: Hast du hier. Wenn du brauchst, siehe da.
> Von den verschiedenen (voraussichtlich) unzähligen Produktversionen
> INNERHALB der Geräteklassen-Produkte man ganz zu schweigen ("Starter",
> "Home", "Home Premium", "Professional", "Ultimate", "Server"???).
Oh mann ...
> > Sollen die Leute zu Convertibles oder Slates mit X86-Architektur
> greifen.
> Der obligatorische Autovergleich: Das wäre so, als würde ein Autohändler
> sagen: "Für Paris brauchen Sie einen 12-Zylinder, der 8-Zylinder
> funktioniert nur in Berlin, Hamburg und an der Donau." Überflüssig zu
> erwähnen, dass die Wenigsten Autofahrer die Zylinderzahl ihres Autos
> kennen.
Was ist das eigentlich für eine dämliche Analogie!?
Komischerweise checkt es bei Elektroautos jeder, dass sein Aktionsraum im Vergleich zum alten Standard, dem Verbrennungsmotor, eingeschrenkt ist.
> > Kein Grund zum jammern.
> Oh doch. Denn ich darf mich dann mit den ganzen Leuten herumärgern, die (zu
> Recht) nicht verstehen, warum dieses oder jenes Programm nicht funktioniert
> oder im Marketplace nicht auf Ihrem Gerät zu finden ist. "Hää? Aber isch
> hab' doch Windohs Acht."
Vielleicht musste man diesen Personen ebenso den Unterschied zwischen iPhone und iPad erzählen. "Hä!? Aber isch hab' doch I-O-S -- Äp-pel!"
> Das Leben wird durch ein OS sicher nicht leichter, zumindest nicht direkt.
Aber durch Apple, oder wie? >.<
> Ob das Arbeiten damit leichter wird, muss sich herausstellen. Aber um Dich
> noch einmal zu zitieren: "Dass Hans Müller am Desktop-PC von Metro fast gar
> nicht profiert spielt dabei gar keine Rolle." ... denn das Leben spielt
> sich (hoffentlich) bei Herrn Müller nicht in HTML5-Apps ab, sondern im...
> Real Life ;-)
Wir arbeiten und leben nunmal mit IT.
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