... sind die doch eher konservativen und nüchternen Anforderungen der IT-Entscheider in Unternehmen.
Die OEMs werden sicherlich wieder - wie bei jeder Windows-Version - mit Rahmenverträgen und Dumpingpreisen dazu bewegt werden können, Windows auf allen PCs vorzuinstallieren. Damit hat sich Microsoft auch bei Vista über Wasser gehalten und konnte in den ersten Wochen "Rekorde" verbuchen/PR-technisch aufbereiten. Doch wie wir gesehen haben, reicht das nicht, um einen Flop zu verhindern.
Wie wird es also in den Unternehmen aussehen? Die werden IMHO nicht umsteigen. Gründe:
1) Wenig bis gar keine Touch-Geräte: METRO unsinnig
2) Keine Touch-optimierten Anwendungen im Einsatz (Neu-/Eigenentwicklung zu teuer)
3) Zu MS-Cloud-lastig. Integration von Private-Cloud zu umständlich/teuer.
4) Desktop-Verbesserungen zu gering VS. zu hohe Schulungskosten
5) METRO ist unstreitig ein "Comsumer-UI" -> Produktivitätsschäden beim Personal (Studien werden dies jedoch noch beweisen müssen)
6) Nach Vista-Auslassung ist man auf Windows 7 umgestiegen -> man liegt noch um aktuellen Umstiegsintervall
7) Bindung der Apps an den "Marketplace" -> Unsicherheit bzgl. Offenheit für Unternehmenssoftware und Integration dieser in das "Windows 8-Ökosystem".
Die Unternehmen werden jedoch - falls das Monopol nicht vorher doch noch gebrochen wird - aufgrund der Lockin-Falle spätestens 2020 (wenn der Windows-7-Support ausläuft) den Umstieg vollziehen (müssen). Oder tatsächlich teuer vorher zu einer OS-Alternative migrieren.
Wenn es bei der Kompatibilität häufig genutzter Anwendungen solche Einbrüche gibt, wie oft befürchtet wird, steht ohnehin die Frage, ob man alles zu Windows 8 migriert oder mit vergleichbarem Aufwand gleich zu Linux umzieht.
Wer befürchtet Kompatibilitätsprobleme? Ich nutze die Developer Preview und alle auf Windows7 genutzte Software läuft auch einwandfrei auf Windows 8, die Verbesserungen des Explorers sind weitreichender und besser als der Sprung von WindowsXP auf Windows7
Zum Vorredner:
Die Umstellung in Unternehmen dauert immer länger als auf dem privaten Markt, und ich teile deine Meinung was die Metro-Oberfläche anbelangt aber ich bin immernoch der Meinung das Microsoft Unternehmen nicht dazu zwingen wird die Metro-Oberfläche zu nutzen, sicherlich wird es zumindest eine AD-Richtlinie geben die ermöglichen wird den Desktop gleich beim Start von Windows anzuzeigen.
Auf x86/x64 Prozessoren kann man immernoch wie gewohnt Windows-Software von CD/DVD/USB-Stick und so weiter installieren, wie gewohnt.
Davon abgesehen gab es bereits Anzeichen, oder sogar Ankündignugen (ich bin mir dabei gerade nicht so sicher) das Microsoft den Unternehmen anbieten wird den Marketplace durch ein eigenes System, einen eigenen Unternehmens-Marketplace zu ersetzen (da bin ich gespannt was die Wettbewerbshüter sagen, schliesslich ist das bis dato kein geringerwertiger Markt, Software Distribution Systeme).
Alles in Allem sehe ich der Zukunft mit Windows 8 positiv entgegen, und wenn es wirklich so einfach sein wird Metro-Apps zu entwickeln wie Microsoft oft betont wird es nicht lange dauern das Unternehmen eigene Apps heraus bringen.
Selbst wenn Metro auch für Unternehmenskunden ein MUSS ist, was nutzt denn der 0815-Arbeitnehmer am Rechner?
Bei uns im Unternehmen:
- SAP (kommt sicher bald eine entspr. Metro-App)
- Outlook
- InternetExplorer
In Zukunft vielleicht noch ein Messenger, aber wenn Microsoft Lync auch gleich aktualisiert und auf Metro trimmt ist das ja kein Problem.
CodeMagnus schrieb:
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> Die Unternehmen werden jedoch - falls das Monopol nicht vorher doch noch
> gebrochen wird - aufgrund der Lockin-Falle spätestens 2020 (wenn der
> Windows-7-Support ausläuft) den Umstieg vollziehen (müssen). Oder
> tatsächlich teuer vorher zu einer OS-Alternative migrieren.
Hardwarehersteller würden sich genötigt sehen, bessere Treiber für Linux zu schreiben und Spiele-Anbieter würden neue Titel (auch) für Linux herausbringen. Es gäbe keinen Grund mehr, auf Windows zu setzen, wenn der Vendor-Lockin wegfällt. Dies wäre der SuperGAU für MS... die werden keine Kosten scheuen, genau das zu verhindern.
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