Ein guter Film hat eine gute Geschichte, wird gut in Szene gesetzt und enthält fähige und gute Schauspieler. Ein guter Film entspringt einer guten Vision. Diese Vision wird schon zu genüge durch die Realität eingeschränkt. Sei es durch die Physik oder die Kosten. Und nun wird die Vision noch mehr durch einen sinnlosen Effekt eingeschränkt.
Anstelle zu versuchen eine Geschichte zu erzählen die fesselnd ist wird versucht die Geschichte an eine Technik anzupassen. Es scheint als wäre die Geschichte nur noch Beiwerk und die Technik würde sie letztlich diktieren.
3D mag eine interessante Technik sein! Es gilt aber nicht eine Geschichte der Technik anzupassen sondern die Technik der Geschichte anzupassen. Es gibt Grenzen, die gibt es immer. Hier ist aber doch die Frage, ist es das Wert?
Ist 3D es Wert dass man die Geschichten und Szenen anpasst? Ist 3D es Wert dass man bestimmte Dinge oder Techniken nicht einsetzt weil diese nicht mit 3D funktionieren? Ist es das alles wirklich Wert?
Gut, ich bin kein Freunde von 3D, vielleicht ist es mir deswegen nicht Wert. Aber ich bin ein Freund von guten Filmen. Und gute Filme benötigen kein 3D und über-super-hyper-CGI oder andere Dinge. Gute Filme leben von ihrer Geschichte, von den Schauspielern, von den Szenen, Einstellungen. Nicht Technik macht einen guten Film, Regisseure, Autoren und Schauspieler machen einen guten Film.
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Woher weißt du denn, dass sich um die Geschichte niemand kümmert?
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gouranga schrieb:
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> Woher weißt du denn, dass sich um die Geschichte niemand kümmert?
Das wollte ich damit nicht sagen. Aber jemand der eine Geschichte erzählt hat so schon genug Einschränkungen. Er braucht nicht noch Einschränkungen vom Marketing das ihm bestimmte Charaktere vorschreibt zu benutzen. Er braucht nicht noch Einschränkungen über die Szenen und Aktionen weil die mit 3D nicht nur sehr schwer zu realisieren sind.
Bestimmte Einstellungen oder Bewegungen wird man etwa nicht machen können weil diese im 3D-Kino unangenehme Effekte hervorheben. Der Eindruck muss zum Teil begrenzt werden um das Auge nicht zu überfordern. Gleichzeitig müssen die Farben angepasst werden. Einmal wegen der Aufnahme-Technik und ein weiteres mal wegen der Polarisationsbrillen.
Es gibt vieles was in einem 3D-Film beachtet werden muss, was aber eben auch einschränkt. Und ich für meinen Teil sehe diese Einschränkungen in keinem Verhältnis. Bei HD waren die Einschränkungen eher Finanzieller-Natur. Was auch kritisch sein kann. 3D Schränkt aber den Regisseur und den Autoren ein.
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Dadie schrieb:
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> Anstelle zu versuchen eine Geschichte zu erzählen die fesselnd ist wird
> versucht die Geschichte an eine Technik anzupassen.
Und woher weisst du das?
Vermutungen, weils hier ein Making of Video gibt, in dem über die Technik geredet wird?
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Rapmaster 3000 schrieb:
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> Und woher weisst du das?
Aus Berichten in z.B. Foren auf Portalen oder Nachrichten-Verwertern. Es gab doch sogar mal die ein oder andere News mit James Cameron in der er erklärt dass man bei vielen Dingen bei 3D-Filmen acht geben muss die bei 2D-Filmen egal sind.
War glaube ich sogar auf Golem der Artikel zu letzterem. Es gibt Probleme mit bestimmten Tiefeinwechslungen oder Bewegungen. Man muss darauf achten das Auge nicht zu überfordern. Im Grunde muss man sehr viel bei 3D-Filmen beachten.
Nicht alle Einschränkungen sind technischer Natur. Manche entstehen auch einfach durch die Zuschauer.
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Dadie schrieb:
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>Es gab doch sogar mal die ein oder andere News mit James Cameron in der er erklärt >dass man bei vielen Dingen bei 3D-Filmen acht geben muss die bei 2D-Filmen egal >sind.
Natürlich muss man auf ein paar extra Dinge achten. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass man nur Einschränkungen hat. Eventuell kann man ja seine Visionen dem Zuschauer noch viel näher bringen als ohne 3D.
Mal ein ganz krasses Beispiel: Als es zum Umbruch von Stummfilmen zu Aufnahmen mit Ton kam, hatte man sogar mit stilistischen Qualitätsverlusten zu tun. Trotzdem wünscht sich niemand Filme ohne Ton.
Oder ein anderes Beispiel sind HD-Filme. Schauspieler müssen besser geschminkt werden, die Ausleuchtung muss besser sein und das Bühnenbild muss auch besser aussehen. Das sind alles Dinge die man bei HD-Filmen beachten muss, dennoch ist HD-Fernsehen doch Fortschritt zu betrachten und nicht als Einschränkung.
Also sei bitte nicht so pessimistisch.
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Dadie schrieb:
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> Ein guter Film hat eine gute Geschichte, wird gut in Szene gesetzt und
> enthält fähige und gute Schauspieler. Ein guter Film entspringt einer guten
> Vision.
Wenn Sie die oben genannten Aspekte wirklich haben wollen sind Sie im falschen Genre. Serien haben längst die Filme als Plattform für tolle Geschichten, packende Charaktere und überzeugende Schauspieler abgelöst.
Schauen Sie sich mal Serien wie Breaking Bad, Dexter, Die Sopranos oder The Shield an, dann werden Sie sich auch nicht mehr darüber ärgern, dass im Kino nur Unsinn läuft.
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Dadie schrieb:
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> Ein guter Film hat eine gute Geschichte, wird gut in Szene gesetzt und
> enthält fähige und gute Schauspieler. Ein guter Film entspringt einer guten
> Vision. Diese Vision wird schon zu genüge durch die Realität eingeschränkt.
> Sei es durch die Physik oder die Kosten. Und nun wird die Vision noch mehr
> durch einen sinnlosen Effekt eingeschränkt.
Filme waren schon immer eingeschränkt, z.B. durch das technisch Machbare. Aber noch nie war soviel möglich wie heute. Es ist also eher eine Herausforderung der sich Jackson hier stellt. Weil er schon immer Visionär und Vorreiter war.
> Anstelle zu versuchen eine Geschichte zu erzählen die fesselnd ist wird
> versucht die Geschichte an eine Technik anzupassen. Es scheint als wäre die
> Geschichte nur noch Beiwerk und die Technik würde sie letztlich diktieren.
Das glaube ich nicht. Dazu ist das Team viel zu erfahren und ausgebufft. Wenn ein Transformers3 scheiße ist, dann nicht weil er sich der Technik unterwerfen mußte, sondern weil der Regisseur nicht mehr raus geholt hat.
> Ist 3D es Wert dass man die Geschichten und Szenen anpasst? Ist 3D es Wert
> dass man bestimmte Dinge oder Techniken nicht einsetzt weil diese nicht mit
> 3D funktionieren? Ist es das alles wirklich Wert?
Ich denke schon. Das war es schon immer. Bei der alten Bluescreen-Technik z.B. durften die Darsteller keine blaue Kleidung tragen. Das ist zwar im prinzip eine künstlerische Einschränkung verursacht durch die Technik - aber wohl nie jemandem Bewußt aufgefallen. (Ausser vielleicht denjenigen die sich ganz intensiv mit der Technik auseinandergesetzt haben)
> Gut, ich bin kein Freunde von 3D, vielleicht ist es mir deswegen nicht
> Wert. Aber ich bin ein Freund von guten Filmen. Und gute Filme benötigen
> kein 3D und über-super-hyper-CGI oder andere Dinge. Gute Filme leben von
> ihrer Geschichte, von den Schauspielern, von den Szenen, Einstellungen.
> Nicht Technik macht einen guten Film, Regisseure, Autoren und Schauspieler
> machen einen guten Film.
Meine absolute Zustimmung. Ich würde aber noch Ergänzen:
Technik kann einen Film also bestenfalls optisch oder akustisch Aufwerten. Das der Aufwand dafür immer höher wird, stimmt allerdings.
gruß
Thad
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gouranga schrieb:
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> Woher weißt du denn, dass sich um die Geschichte niemand kümmert?
Die Geschichte ist ja schon fertig - hat J.R.R. schon erledigt.
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Eben, sonst könnte man ja jede Art Spezialeffekt oder Aufnahmetechnik als Einschränkung betrachten.
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Und der kümmert sich jetzt also um den Film?
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