Hier kommt man auch bei Golem durcheinander.
Auch bei 1080i50 werden 50 Bilder/s übertragen. Es sind eben Halbbilder mit einer Auflösung von 1920x540 und das sind immer noch insgesamt mehr Pixel als 1280x720.
Eine ordentliche Umsetzung auf Vollbild erzeugt daraus immer 50 Vollbilder/s. So macht das auch ein normales Full-HD-Gerät.
So müßte es auch das ZDF machen.
Was hierbei im Vergleich zu Produktion in 720p50 leidet, ist die reale Auflösung der 50 Bilder/s (durch Verwendung von Halbbildern als Quelle) jedoch nicht die Darstellung von Bewegungen.
Eine Umsetzung von 1080i50 in 1080p25 kann nur dann sinnvoll erfolgen, wenn das Quellmaterial ursprünglich in p25 produziert wurde. So ist das z.B. bei Kinofilmen (p24) der Fall.
Das kann ein guter Fernseher erkennen und dann entsprechend 1080p25 intern erzeugen und ohne Auflösungverslust darstellen.
Daher finde ich es auch nur sinnvoll, dass die ganze Welt in 1080i arbeitet. Beste Qualität für Filme.
Sendet man die in 720p50 werden immer 2 identische Bilder hintereinander übertragen und man könnte sich die halbe Bandbreite sparen.
Aber schön, dass sich die ÖR nicht beirren lassen.
Beim interlacing sieht man aber oft bei verschiebunges des Bildes auf der x-Achse die einzelnen pixelstreifen. Das hat mein bei 720p nicht. Ansonsten hast du aber recht.
Es geht um die Frequenz, mit der die Bilder aufgenommen und weiterverarbeitet werden. Das aktuelle Beispiel des ZDF zeigt ja, dass das nichts mit dem gesendeten Format zu tun haben muss.
25 Mal in der Sekunde ein halbes Bild in der Kamera zu haben gibt tatsächlich eine weniger flüssige Bewegung als 50 mal pro Sekunde ein ganzes Bild aufzunehmen.
Dass ein HD-Fernseher aus allem, was ihm vorgesetzt wird, Vollbilder macht, liegt in der Natur des "Hold-Type-Displays", das immer nur Vollbilder nacheinander anzeigt. Und, ja, bei Röhren war das alles anders und einfacher ;)
Nico Ernst
Redaktion Golem.de
Der Kollege HD hat schon recht. Es werden 50 Halbbilder pro Sekunde aufgenommen, nicht 25.
HD schrieb:
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> Was hierbei im Vergleich zu Produktion in 720p50 leidet, ist die reale
> Auflösung der 50 Bilder/s (durch Verwendung von Halbbildern als Quelle)
> jedoch nicht die Darstellung von Bewegungen.
Doch, die Bewegungsdarstellung leidet. Es tritt der Berühmte Kamm-Effekt an vertikalen Rändern in horizontaler Bewegung auf. Das ist besonders gut sichtbar an den Laufschriften in Nachrichtensendungen. Wenn diese keinen Kamm-Effekt haben, liegt das daran, dass der Fernseher einen sehr guten De-Interlacer hat. Das De-Interlacing kann aber auch unerwünschte Nebeneffekte haben.
Grüße
Sascha
> 25 Mal in der Sekunde ein halbes Bild in der Kamera zu haben gibt
> tatsächlich eine weniger flüssige Bewegung als 50 mal pro Sekunde ein
> ganzes Bild aufzunehmen.
Man bekommt aber 50 Halbbilder/s.
Es sind tatsächlich in beiden Fällen 50 Bilder/s.
Mal Halb mal Voll.
Die Anmerkungen über Kammartefakte und ähnliches sind schon richtig. Da muss eine Konvertierung stattfinden.
Das wirkt sich auf die "Schärfe" der Bilder aus, aber man bekommt dennoch immer die Bewegung mit 50 Zuständen/s zeitlich aufgelöst.
Ganz genau, die Bewegungsauflösung ist bei 1080i50 und 720p50 identisch. Aus diesem Grund senden die Amerikaner ja in Halbbildern. (Auch wenn bei denen 1080i60 Standard ist) 1080p50/60 ist momentan einfach Overkill. Zum einen an die Hardware zum anderen ans Budged und die Kapazitäten auf dem Uplink (Satellit)
Ein guter Deinterlacer kann aus 1080i50 wunderbares p50 machen, vorallem wenn er "motion-adaptive" ist. Richtig gut ist hier dann aber auch richtig teuer.
Das Argument vom ZDF ist somit nicht die ganze Medaille. (Sie bringen nur eine "höhere Qualität" zum Kunden, da sie sich nicht auf den Deinterlacer des Consumer-Tvs verlassen. Mit dem Nachteil des Auflösungsverlustes)
Motion-Adaptive für "zu Hause" gibt es zum Beispiel mit dem mvtools für Avisynth. Hier lassen sich auch prima Slow-Mos mit Zwischenbildberechnung machen. Ich nutze das z.B. um aus 50i 200p zu machen, welche dann mit 25p abgespielt werden.
Infos dazu auch unter www.100fps.com
So halt.. :)
Liebe Grüße Christian
das meinte ich auch mit den Pixelstreifen vorhin :)
1080i50 sind am Ende erst 25 Voll bilder bevor dieser verdoppelt werden. Daher die "Ruckelige" darstellung beim Sport. Man hatt zwar dann 50Hz. Das Ändert aber nichts, dass nur 25 Unterschiedliche Bilder in der Sekunde sind. Das ist bei 720p50 nicht. Da sind es "echte" 50 Unterschiedliche Bilder.
Vor nem halben Jahr gabs schonmal so ne diskussion in einem diversen Forum ... die ist eskaliert und es ging zu beschimpfungen über.
Eine andere Frage die ich mir stelle: Wenn ARD/ZDF 1080i für die Welt produzieren ... und die Welt ebenfalls 1080i für die Welt bei Sporte Ereignissen produzieren und ZDF darauf zurückgreift. Dann haben wir ja immer die Kombination beider Nachteile -.-, nur beim ARD/ZDF eigen Schund sieht man die "bessere" Qualität.
mwr87 schrieb:
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> 1080i50 sind am Ende erst 25 Voll bilder bevor dieser verdoppelt werden.
Das Annahme ist eben falsch.
Ganz genau. 50i sind 50 "Halbbilder", rechnerisch 50 Bilder mit halber vertikaler Auflösung und voller Bewegungsauflösung.
Der Artikel wurde anscheinend inzwischen angepaßt.
Hi,
richtiger ist er aber immernoch nicht.
--------- Zitat -----------
Göß erklärte weiter, die gesamte Produktion verlaufe in 1080i50, auch die Kameras nehmen dieses Format auf. Die 50 Vollbilder, die beim Zuschauer ankommen, stammen also aus 50 Halbbildern - die erhoffte flüssigere Bewegungsdarstellung ist nicht mehr zu sehen.
---------------------------
Flüssiger als 50p/i wird es nicht werden, aber wenn es so geschrieben wird hieße das, aus 50i werden 25p gemacht und dann jedes Bild 2x übertragen.
Äußerst dubios.
Gruß Christian
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