Ich kann nur jedem diese Doku empfehlen:
Sie sagt alles aus was es genau über dieses Thema zu erzählen gibt...
Klick:
http://www.youtube.com/watch?v=zVFZ4Ocz4VA
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Ich will auch mal ganz toll schocken.
Ich stelle fest, dass wir gerade in einem Dilemma stecken. Ich sehe, dass man hätte die Wirtschaft xfach umweltfreundlicher machen können. Aber soll ich denn nicht konsumieren nur weil die nicht anders herstellen können? Soll ich mir deswegen ein schlechtes Gewissen machen? Umweltfreundlich ginge es ziemlich einfach. Darum will ich mir um kein Haar ein schlechtes Gewissen machen. Soll ich bei jedem Gebrauch mir ein schlechtes Gewissen machen? Also bei mir ist es so, dass ohne die Sachen das Leben schwerer ist. Daher mache ich das lieber so, dass ich mir nicht die Gedanken mache, dass ich mir ein schlechtes Gewissen mache, damit wenigstens eine Seite ein einfacheres Leben haben kann. Ich bin auch nur ein Mensch, der in die Welt reingeboren und gezwungen, nach deren Regeln zu leben.
p. s. Ich entschuldige mich bei denen, für die es hart klingt. Ich bin auch eurer Meinung. Ich wollte nur etwas provozieren. Kann man in der Wirtschaft lieber solche Sachen, wie Gefangenendilemma schulen?
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renegade334 schrieb:
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> Ich stelle fest, dass wir gerade in einem Dilemma stecken. Ich sehe, dass
> man hätte die Wirtschaft xfach umweltfreundlicher machen können. Aber soll
> ich denn nicht konsumieren nur weil die nicht anders herstellen können?
> Soll ich mir deswegen ein schlechtes Gewissen machen? Umweltfreundlich
> ginge es ziemlich einfach. Darum will ich mir um kein Haar ein schlechtes
> Gewissen machen. Soll ich bei jedem Gebrauch mir ein schlechtes Gewissen
> machen? Also bei mir ist es so, dass ohne die Sachen das Leben schwerer
> ist. Daher mache ich das lieber so, dass ich mir nicht die Gedanken mache,
> dass ich mir ein schlechtes Gewissen mache, damit wenigstens eine Seite ein
> einfacheres Leben haben kann.
Die Gesellschaft und die Welt können einige -sogar recht viele- so denkende Menschen aushalten. So denkende Menschen halten sich meist sogar für besonders schlau und sind beleidig, wenn man ihnen sagt, was sie wirklich sind. Glücklicherweise sind die meisten Menschen in einem gewissen, notwendigem Maße verständig und denken in gewissem Maße weiter als bis zu ihrem unmittelbarem Vorteil. Allerdings braucht es da eine regelmäßige Bestätigung, damit die moralischen Werte auch aufrecht erhalten werden. Wenn tatsächlich die Schmarotzer als Vorbilder dargestellt werden, haben wir auf Dauer ein Problem.
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Moment, ist das die arte-Doku die ich mal gesehen habe, in der ein Apple Jünger Apple verklagt hat, dass die Akkus nicht auswechselbar waren, und er dann sich außergerichtlich geeinigt hat und einen Einkaufsgutschein von Apple bekommen hat? Und der sich dann nicht sicher war, ob er nicht betrogen wurde???
Was arte da gemacht hat ist das Übliche: "Wir suchen einen Doofen". Wenn die Leute nur einmal ein bisschen denken würden, bevor sie Geld ausgeben, und solche Geräte mit offensichtlichen Konstruktionsfehlern entweder nicht kaufen, oder nach dem Erhalt als "Fehlkonstruktion" zurückschicken würden, dann gäbe es das Problem nicht in diesem Maße.
Und ja, es gibt auch Qualität, nein die hängt nicht vom Hersteller oder von der Marke ab. Eher noch von dem Geschäft in dem man das Teil kauft, oder den Sprüchen des Marketings.
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Eigentlich ist der Grundgedanke zur geplanten Obszoleszenz ja nicht unbedingt falsch. Es geht ja nicht unbedingt um konstantes Wachstum, allein um überhaupt im Geschaft zu bleiben ist es notwendig, dass Produkte irgendwann mal ausgetauscht werden. Ansonsten könnte man ja den Laden dichtmachen, wenn der Markt erstmal gesättigt ist.
Das eigentliche Problem ist die Recyclingsituation sowie die Unehrlichkeit gegenüber dem Kunden. Wobei der Film ja emsig darin ist, der gesamten Industrie geplante Obsoleszenz zu unterstellen. Das passt zumindest mit meiner Erfahrung nicht zusammen, ich habe einige Elektrogeräte, welche auch nach Jahrzehnten noch ihren Dienst verrichten.
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Casandro schrieb:
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> Moment, ist das die arte-Doku die ich mal gesehen habe, in der ein Apple
> Jünger Apple verklagt hat, dass die Akkus nicht auswechselbar waren, und er
> dann sich außergerichtlich geeinigt hat und einen Einkaufsgutschein von
> Apple bekommen hat? Und der sich dann nicht sicher war, ob er nicht
> betrogen wurde???
Ja genau, das ist die Doku. Allerdings ist dieser Dummbatz nur für ca. 1 Minute zu sehen. Bei Typen wie ihm kann man echt den Glauben an die Menschheit verlieren ...
Hallo Notebook-Hersteller : Wir wollen eure Schminkspiegel nicht!
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Ja das ist die Doku. Doch ihr habt beide den Typen nicht verstanden.
Er hat einen 50 ¤ Gutschein von Apple bekommen und sich daraufhin ein Notebook von Apple gekauft. Dann überträgt er sein Verhalten auf die anderen tausenden Kläger und fragt sich, ob Apple aus der Situation nicht auch noch als Gewinner gegangen sei.
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Der Grundgedanke mag vielleicht aus Sicht des Turbokapitalismus nicht falsch sein. Doch er ist eine Einbahnstraße. Ganz davon ab, dass sich damit das System augenblicklich ad absurdum führt.
Da sollte es doch irgendwann dem letzten zu dumm werden. Wenn wir einen Kreislauf künstlich am Leben halten bzw. beschleunigen, damit Arbeitsplätze erhalten bleiben, warum benötigen wir Arbeit überhaupt?
Wir sollten uns dann doch lieber Gedanken über die Grundfesten unserer Gesellschaft machen als an irgendwelchen Symptomen rumzudoktorn
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>Der Grundgedanke mag vielleicht aus Sicht des Turbokapitalismus nicht falsch sein. Doch er ist eine Einbahnstraße. Ganz davon ab, dass sich damit das System augenblicklich ad absurdum führt.
Das hat mit Turbokapitalismus nichts zu tun. Und warum führt es das System ad absurdum?
>Da sollte es doch irgendwann dem letzten zu dumm werden. Wenn wir einen Kreislauf künstlich am Leben halten bzw. beschleunigen, damit Arbeitsplätze erhalten bleiben, warum benötigen wir Arbeit überhaupt?
Es geht garnicht um Arbeitsplätze konkret sondern um den Wohlstand aller.
>Wir sollten uns dann doch lieber Gedanken über die Grundfesten unserer Gesellschaft machen als an irgendwelchen Symptomen rumzudoktorn
Die geplante Obsoleszenz wie ursprünglich gedacht (Produkte müssen nach einer gewissen Zeit zurückgebracht und recycled werden) ist an sich ein revolutionäres Ideal, nur leider gesellschaftlich nicht durchsetzbar. Da muss es die Industrie halt hintenrum versuchen. Wir können uns gerne über sämtliche anderen semi-utopischen Ideen austauschen, aber inwiefern die auf Dauer funktionieren können ist ebensowenig erwiesen wie es das bei unserem System der Fall ist.
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Solange Resourcen nicht begrenzt sind, wird es Obsoleszenz geben. Das Glühlampenbeispiel aus der Doku bringt es doch auf den Punkt. 10.000 Stunden wären kein Problem... Sogar 100.000 Stunden. In der Doku gibt es eine Glühlampe, die die 3. Webcam überlebt hat. ;) Nein! 1.000 Stunden solle sie halten wurde hinter verschlossenen Türen beschlossen.
Da kamen die Glühlampenhersteller der DDR und freuten sich über die Narva Dauerglühlampe und hatten noch nicht geschnallt, dass es gar nicht darum geht, lange zu brennen. Stichwort Arbeitsplätze.
In der DDR war die Situation halt anders. Arbeitsplätze waren unwichtig, weil per Definintion ja vorhanden. DDR war Mangelwirstschaft. Wegen Rohstoffknappheit waren die Geräte (Kühlschränke, Waschmaschinen etc.) auf 25 Jahre Betrieb ausgelegt und konnten preiswert repariert werden. Effizient waren sie nicht, aber gehalten haben sie.
Will man heute etwas kaufen, an dem keine Obsoleszenz eingebaut ist, muss man tief in die Tasche greifen. Mir fällt da Miele ein. Allerdings kosten ein Gerät auch das Doppelte einer BSHG Maschine, die das gleiche kann. Man schaue sich mal die Manufaktum-Seite an.
In unserer Gesellschaft kommt noch ein weiterer Faktor dazu. Moralischer Verschleiß. Alles wird zum Lifestyleprodukt. Emotionen bestimmen die Kaufentscheidungen. iPhone (ohne Wechselakku), Audi Avant (Kombi, der keiner ist, weil zu klein), Anti-Baby-Pille für 14jährige, die schöne Haut und Haare und dicke Brüste macht (Verhütung?? hää??). Ist ein Produkt nicht mehr "hip" wird es durch das nächste, vermeintlich bessere und teurere Ersetzt. Geld und Resourcen scheinen keine Rolle zu spielen. Daher sind zur Zeit kurze Lebenszyklen sehr praktisch. Durch den Lifestyle werden uns Produkte suggeriert. Sie dienen mittlerweile der Selbstdefninition und -darstellung.
Wie sonderlich mutet da jemand an, der mit einem ZTE Blade und einem Dacia Logan den gleichen Mehrwert eines iPhones und eines A4 Avant erziehlt und dafür nur 1/4 des Geldes berappt hat (ca 10.000 statt 40.000 fürs Auto oder 120¤ statt 500¤ fürs Telefon). Über Haltbarkeit brauchen wir hier ja nicht reden. Die Obsoleszens ist überall eingebaut und sei es der "moralische" Verschleiß. Somit sind die Lebensdauern der Geräte auch vergleichbar... nur für den Fall, dass hier jemand mit Lebensdauer und Qualität argumentieren möchte. Das spielt keine Rolle mehr. Fakt ist, dass ein Dacia das kostet, was der Audi im 1. Jahr an Wert verliert. Trotzdem will ihn kaum einer fahren. Obwohl es "vernünftiger" wäre. Ich nehme mich da nicht aus.
Das ganze pervertiert, dass sogar fehlende Obsoleszenz als "Lifestyle" angesehen wird. Anders würden die Produkte von "Manufaktum" z.B. keinen Absatz finden.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.05.12 08:12 durch aasgard77.
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aasgard77 schrieb:
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> Solange Resourcen nicht begrenzt sind, wird es Obsoleszenz geben. Das
> Glühlampenbeispiel aus der Doku bringt es doch auf den Punkt. 10.000
> Stunden wären kein Problem... Sogar 100.000 Stunden. In der Doku gibt es
> eine Glühlampe, die die 3. Webcam überlebt hat. ;) Nein! 1.000 Stunden
> solle sie halten wurde hinter verschlossenen Türen beschlossen.
>
> Da kamen die Glühlampenhersteller der DDR und freuten sich über die Narva
> Dauerglühlampe und hatten noch nicht geschnallt, dass es gar nicht darum
> geht, lange zu brennen. Stichwort Arbeitsplätze.
>
> In der DDR war die Situation halt anders. Arbeitsplätze waren unwichtig,
> weil per Definintion ja vorhanden. DDR war Mangelwirstschaft. Wegen
> Rohstoffknappheit waren die Geräte (Kühlschränke, Waschmaschinen etc.) auf
> 25 Jahre Betrieb ausgelegt und konnten preiswert repariert werden.
> Effizient waren sie nicht, aber gehalten haben sie.
>
> Will man heute etwas kaufen, an dem keine Obsoleszenz eingebaut ist, muss
> man tief in die Tasche greifen. Mir fällt da Miele ein. Allerdings kosten
> ein Gerät auch das Doppelte einer BSHG Maschine, die das gleiche kann. Man
> schaue sich mal die Manufaktum-Seite an.
>
> In unserer Gesellschaft kommt noch ein weiterer Faktor dazu. Moralischer
> Verschleiß. Alles wird zum Lifestyleprodukt. Emotionen bestimmen die
> Kaufentscheidungen. iPhone (ohne Wechselakku), Audi Avant (Kombi, der
> keiner ist, weil zu klein), Anti-Baby-Pille für 14jährige, die schöne Haut
> und Haare und dicke Brüste macht (Verhütung?? hää??). Ist ein Produkt nicht
> mehr "hip" wird es durch das nächste, vermeintlich bessere und teurere
> Ersetzt. Geld und Resourcen scheinen keine Rolle zu spielen. Daher sind zur
> Zeit kurze Lebenszyklen sehr praktisch. Durch den Lifestyle werden uns
> Produkte suggeriert. Sie dienen mittlerweile der Selbstdefninition und
> -darstellung.
>
Vieles ist im Grund richtig.... und auch schön geschrieben, aber:
> Wie sonderlich mutet da jemand an, der mit einem ZTE Blade und einem Dacia
> Logan den gleichen Mehrwert eines iPhones und eines A4 Avant erziehlt und
> dafür nur 1/4 des Geldes berappt hat (ca 10.000 statt 40.000 fürs Auto oder
> 120¤ statt 500¤ fürs Telefon).
Das ist so, als ob ich eine 150m^2 Wohnung mit einer 80m^2 Wohnung vergleiche und sage, dass doch beide gleich sind, weil man in beiden Wohnen kann und man mit der 80m^2 Wohnung doch das gleiche für den halben Preis bekommt.
Die technischen Details eines Lutea und iPhone spare ich mir mal. Ich denke selbst du weiß im Grunde, dass beide Geräte eben nicht gleichwertig sind. Das Lutea ist langsam, die Kamera ist schlecht und sehr lange Zeit gab es keine Updates, so dass die Käufer eine alte Android Version nutzen mussten, die nicht nur langsam war, sondern eklatante Sicherheitsmängel hatte - die weithin bekannt waren (inkl. dem Wissen wie man diese ausnutzen kann).
Du redest von moralischem Verfall? Schon mal einen Dacia Logan nach einem Unfall gesehen? Für mich wäre es moralischer Verfall, meine Kinder in so einem Auto zu befördern und deren Sicherheit reduzieren, nur um etwas Geld zu sparen.
Ich finde es toll, dass ich mich auch bei 120 auf der Autobahn im Flüsterton unterhalten kann. Ich finde es toll, dass es auch nach über 7 Jahren (ohne besondere Pflege) außen, im Motorraum und unter dem Auto keinen einzigen Krümel Rost gibt. Schon mal einen 4 Jahre alten Dacia Logan von unten gesehen? Bremsleitungen, Auspuff, und andere Teile sehen garantiert keinen 2-stelligen Geburtstag. Selbst die teuren Autos der franz. Konzernmutter - welches sich mit dem Logan die hinteren Plätze von Pannenstatistiken und TÜV Reports teilen - ziehen sich nach 5 Jahren rostige Schuhe an.
...und damit schließt sich der Kreis. Es gibt Audi 80 die über 20 Jahre und 200 oder 300Tkm auf dem Buckel haben und immer noch ohne substantielle Mängel sind. Karosserie, Auspuff, Motor... alles sehr haltbar und das sind keine Ausnahmen, sondern eher die Regel. Ich wette die meisten Dacia Logan werden nicht einmal halb so alt. Bei solchen Autos ist nach 10 Jahren meist eine komplette Restaurierung nötig, um das Auto auch nur durch den TÜV zu bekommen. "Milchmädchen-Rechnung" ist noch eine milde Umschreibung dafür dass man einfach nur die Kaufpreise und das Kofferaumvolumen gegenüberstellt.
> Über Haltbarkeit brauchen wir hier ja nicht
> reden. Die Obsoleszens ist überall eingebaut und sei es der "moralische"
> Verschleiß. Somit sind die Lebensdauern der Geräte auch vergleichbar... nur
> für den Fall, dass hier jemand mit Lebensdauer und Qualität argumentieren
> möchte. Das spielt keine Rolle mehr.
Dafür hätte ich jetzt gerne mal Quellen. Denn wenn ich mir die Autos in den Werkstätten mal genauer anschaue, sieht das ganz anders aus. Und warum landen die meisten billig Autos und die Franzosen schon nach 10 bis 15 Jahren auf dem Schrottplatz?
Und was noch viel wichtiger ist: "Über Haltbarkeit brauchen wir nicht zu Reden"?
Haltbarkeit ist beim Thema Obsoleszens essentiell. Du schreibst von dem moralischen Verfall und der geplanten Obsoleszenz, schreibst dann aber, dass Qualitätsunterschiede, die Auswirkungen auf die Lebensdauer haben, keine Rollen spielen. Das ist befremdlich! Du machst es dir an dieser Stelle etwas zu einfach.
Natürlich sind Audis nicht perfekt. Fahr mal mit einem 6 oder 8 Jahre alten A3 zu Audi (diese Modelle sind leider etwas anfällig für Rost) und wenn alles glatt läuft bekommst du den Rost entfernt und das Auto neu lackiert ohne das du etwas bezahlen musst. Versuch das mal mit einem 6 Jahre alten rostigen Logan. Alles was du da bekommst wird ein müdes Lächeln sein.
Wenn mal etwas defekt ist, kann es teuer werden, weil meist die ganze Baugruppe ausgetauscht statt repariert wird. Aber das machen alle Hersteller genau so wie Audi - nur dass es sich bei Modellen wie einen Logan eben schnell nicht mehr lohnt. Bei einem 5 Jahre alten Logan ist ein defekter Klimakompressor ein wirtschaftlicher Totalschaden. Nun, man kann ihn reparieren. Aber was ist, wenn man am Tag danach einen Unfall hat. In dem was die Versicherung auszahlen wird, wird der neue Klimakompressor sicher nicht berücksichtigt. Gleiches gilt auch für verrostete Bremsleitungen, Aufhängungen und Auspuffanlagen...
> Fakt ist, dass ein Dacia das kostet, was der Audi im 1. Jahr an Wert verliert.
Theoretisch schon. Praktisch sieht es eher so aus.
1.) 80% aller Audis, BMW & Co beginnen ihr Leben als Firmenwagen. Wenn sie in private Hände gelangen, ist der größte Werteverfall bereits vorbei. Ach ja, ein Audi ist mit 10 Jahren auch noch Geld wert. Wieviel Geld wird man wohl für einen 10 Jahre alten Dacia Logan bekommen?
2.) Dieser Vergleich wäre ja eben nur dann interessant, wenn man auch das gleiche Bekommen würde. Kofferaumvolumen ist aber eben nicht das einzige kauf-entscheidende Merkmal.
> Trotzdem will ihn kaum einer fahren. Obwohl es "vernünftiger" wäre.
Er wäre vernünftiger, wenn nur das Geld betrachtet, welches man "spart". Also wieder dreht sich alles nur ums Geld. Der moralische Verfall scheint ein zweischneidiges Schwert zu sein... oder vielleicht ja doch nicht, denn mit dem Audi-Dacia-Vergleich hast du ein interessantes Beispiel für Obsoleszenz gebracht, leider hast du die Rollen vertauscht. Der Audi ist in diesem Beispiel das alte teuere Gerät, was länger hält. Der Dacia das neue, billige, das für maximal 5 Jahre Lebenszeit ausgelegt ist - alles darüber hinaus ist Glück für den Kunden. Wie gesagt, den Logan gibt es jetzt seit knapp 8 Jahren und er hat schon den letzten Platz im TÜV Report sicher. So viele Mängel hat kein anderes Auto. DAS ist "geplante Obsoleszenz" und moralischer Geiz-ist-geil-Verfall.
p.s.
Mag sein, dass ich rede wie ein "Audi-Fanboy". Ich gebe zu ich bin geläutert. Vor einigen Jahren hatte ich keine gute Meinung von den Autos. Ich hielt sie überbewertet. Bis ich dann recht spontan meinen ersten Audi kaufte, weil ich grad dringend ein Auto brauchte und es ein gutes Angebot war. Ich war positiv überrascht und habe mich mehr damit befasst und wurde geläutert.
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Schöne konstruktive Kritik. Danke!
Zum ZTE Blade, Base Lutea oder Orange San Francisco. Wie auch immer das Gerät heißt. Ich habe es kurz nach Erwerb Ende 2010 gerootet und eine neues ROM aufgespielt. Somit waren einige Schwächen des Gerätes beseitigt. Die Kamera ist Mist, korrekt. Dafür habe ich eine separate Knipse. Damit kann ich prima leben. Das ZTE habe ich heute noch. Funktioniert für meine Zwecke hervorragend.
Das Beispiel mit dem Dacia und dem Audi war schon extrem gewählt. Zugegeben. Was ich aber sagen wollte, ist, dass die Erstfahrer dieser Autos im Preis vierfach auseinander liegen. Du hast natürlich Recht damit, dass A4, C-Klasse und 3er hauptsächlich in Firmenwagenflotten zu finden sind. Aber ich befürchte meinerseits, dass ein A4 eben nicht mehr die gleiche Haltbarkeit aufweist, wie ein Audi 80, ein sehr schönes Auto übrigens. Und das mit voller Absicht der Hersteller. Es gab übrigens Ende der 80er, Anfang der 90er sehr gute deutsche Autos, die "overengineered" waren. Die hielten einfach. Beispiele sind der benannte Audi 80, ein Golf 2, ein 5er BMW aus der Zeit. Alles klasse Autos. Das war aus meiner Sicht der richtige Weg! Die Autos waren auch noch erschwinglich.
Die Frage, die sich nun mir stellen würde, wenn ich einen Neuwagen kaufen müsste. Nehme ich wirklich 40.000 Euro für einen A4 mittlerer Ausstattung in die Hand?
Ich stelle aber nicht nur Nutzwert und Kaufpreis gegenüber. Ich wette, dass von den A4, die heute gebaut werden in 20 Jahren auch nur die noch fahren, um die sich intensiv gekümmert wird. Mir geht es nicht darum den Audi schlecht zu machen. Es ist ein wunderschönes Auto. Nur leider zu teuer, wenn man die Sache rational und nicht emotional betrachtet. Die Preise sind nur noch "emotional" begründbar. Wo ich keine Antwort drauf weiß ist, dass Firmen oder Privatkäufer ohne zu murren diese Preise zahlen und den krassen Wertverlust hinnehmen. Einen 4 Jahre alten Gebrauchten zu kaufen sehe ich da wieder als rational an.
Fakt ist, ich würde weder Dacia fahren noch Audi. Dacia ist ein Wegwerfauto. Preislich durchaus attraktiv, aber nach 5 Jahren hinüber. Du hast selbstverständlich recht mit der Obsoleszenz. Mit Nachhaltigkeit hat das überhaupt nichts zu tun.
Klar hält der Audi länger. Aber hält er auch 4 mal so lange wie ein Dacia? Das ist zu bezweifeln. Denn selbst wenn er halten würde, gäbe es hier in Deutschland gar keine Kunden mehr dafür. Weil veraltet und eben wie schon gesagt, moralisch verschlissen. Und das ist der Punkt, den ich meine. Neben der technischen Obsoleszenz wird für Produkte, die als langlebig gelten eben der emotionale Verschleiß suggeriert in dem durch immer kürzere Lebenszyklen und Trend-Segmente (wer zum Geier braucht ein Kompakt-SUV??) die alten Fahrzeuge entwertert werden. Insofern muss der A4 auch keine 20 Jahre mehr halten, wie der Audi 80. Es gibt kein Bedarf dafür. Aber der Preis suggeriert trotzdem Nachhaltigkeit.
Ich würde mir ein KFZ wünschen, was auf 20 Jahre haltbarkeit ausgelegt ist und zu einem vernünftigen Preis verkauft wird. Gibt es aber nicht.
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Nochmal kurz zum Apple-Fanboy. Wer wegen der Akkugeschichte klagt, obwohl das jedem vorm Kauf klar sein mußte (steht ja dick und breit beim Gerät dabei auf der offiziellen HP usw., obwohl man das in 5 Minuten auch selbst machen kann), der versucht nur Kohle zu machen, nach dem Motto, wer McDonalds auf paar Mio Schadensersatz verklagen kann weil man sich am Kaffee verbrühte, der schafft das bei Apple auch, haben ja genug Geld.
Weil spätestens nachdem der nen Apple-Notebook kaufte anschließend, ist der Fall für mich sonnenklar.
Und was Argumente wie moralischen Verfall usw. angeht. Wir leben nunmal im "reichen Westen" und dann noch in einem der wohlhabendsten westlichen Länder mit einem hohen Lebensstandard. Selbst Menschen, die hierzulande als arm gelten, früher mal als "Unterschicht" betitelt, könnten selbst in den meisten westlichen Ländern wie die Könige leben beim aktuellen Geld, was sie monatlich zur Verfügung haben, von den Sozialleistungen mal abgesehen.
Da ist es völlig normal, daß man sich nicht unbedingt moralisch einwandfrei verhält was andere Teile der Erde angeht oder auch nur umweltfreundlich. Wer in der Wüste lebt, dürfte einen anderen Bezug zum Wasser haben, als bei uns, wo man in bestem Trinkwasser täglich baden kann. Es ist quatsch, immer wieder mit der moralischen Keule zu kommen, weil es anderen Menschen schlechter geht.
IN dem Punkt ist immer noch die Politik gefragt, weil NUR diese kann Mittel beschließen, um sowas wie Obsoleszenz verbietet, aber auch das nur global und genau da liegt das Problem. Es dürfte kaum eine asiatische Regierung geben, die sowas unterschreiben würde, die USA ebensowenig, weil die ein eigenes Interesse daran haben, sowas zu verhindern. Und wenn Deutschland hier Vorreiter spielen würde, wäre unsere Wirtschaft den Bach runter, so einfach ist das.
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Maxiklin schrieb:
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> IN dem Punkt ist immer noch die Politik gefragt, weil NUR diese kann Mittel
> beschließen, um sowas wie Obsoleszenz verbietet, aber auch das nur global
> und genau da liegt das Problem. Es dürfte kaum eine asiatische Regierung
> geben, die sowas unterschreiben würde, die USA ebensowenig, weil die ein
> eigenes Interesse daran haben, sowas zu verhindern. Und wenn Deutschland
> hier Vorreiter spielen würde, wäre unsere Wirtschaft den Bach runter, so
> einfach ist das.
Genauso sehe ich das auch. Unsere Probleme sind alle global geworden. Ich sage nur Finanztransaktionssteuer. Das System ist aber zur Zeit noch stabil. Keiner macht den ersten Schritt. Erst wenn wir uns durch Rohstoffknappheit die Obsoleszenz nicht mehr leisten können, wird angefangen nachhaltig zu wirtschaften. Das werden wir aber nicht mehr erleben.
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