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Geplante Obsoleszenz ein Thema für Politik?

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  1. Geplante Obsoleszenz ein Thema für Politik?

    Autor redmord 02.05.12 - 16:26

    Angesichts des Elektroschrotts, den wir täglich produzieren, sollte sich die Politik so langsam einschalten.

    "Geplante Obsoleszenz" wird bei uns ja bereits an Universitäten unterrichtet. Nennt sich dann nur z.B. "design by business plan". Keine Ahnung weshalb die Gesellschaft dies auch noch fördert.

    Ich beführworte Konzepte wie den Cradle-To-Cradle-Kreislauf. Meiner Ansicht nach sollten wir dies für Unternehmen gesetzlich vorschreiben.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.05.12 16:30 durch redmord.

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  2. Re: Geplante Obsoleszenz ein Thema für Politik?

    Autor ggggggggggg 02.05.12 - 16:34

    redmord schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Angesichts des Elektroschrotts, den wir täglich produzieren, sollte sich
    > die Politik so langsam einschalten.

    den Wirtschaftswachstum bremsen und international das Weite sehen?
    warum sollte die Politik (bzw. die Politiker, welche du hiermit sicherlich meinst) das machen?

    > "Geplante Obsoleszenz" wird bei uns ja bereits an Universitäten
    > unterrichtet. Nennt sich dann nur z.B. "design by business plan". Keine
    > Ahnung weshalb die Gesellschaft dies auch noch fördert.

    Weil sie durch Werbung, Medien und unseren Politikern von klein auf darauf erzogen werden.
    Das "Konsumklima" muss steigen, die Wirtschaft muss wachsen, die Arbeitslosenzahlen müssen sinken

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  3. Re: Geplante Obsoleszenz ein Thema für Politik?

    Autor thecrew 02.05.12 - 16:36

    "Das "Konsumklima" muss steigen, die Wirtschaft muss wachsen, die Arbeitslosenzahlen müssen sinken"

    Yop, biss der ganz große Knall kommt.

    Das es nicht ewiges Wachstum geben kann sollte jedem klar sein.

    Nur "nach Buch" muss eine Firma jedes Jahr Wachstum haben.

    Bis in die Unendlichkeit und noch viel weiter..... ^^

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  4. Re: Geplante Obsoleszenz ein Thema für Politik?

    Autor demon driver 02.05.12 - 16:40

    Einerseits ist es schon mal ein Lichtblick, dass trotz immer offensichtlicherer Dreistigkeit der Durchsetzung planmäßiger Obsoleszenz - es wird ja kaum mehr auch nur der Schein aufrechtzuerhalten versucht, dass irgendetwas lang halten dürfe - sich ein Bewusstsein dafür entwickelt, was schon allein daran sichtbar wird, dass der Begriff schon international gebräuchlich ist.

    Cradle-to-Cradle ist auf jeden Fall ein interessantes Konzept, das hier genau entgegengesetzt steuern will.

    Ich bin allerdings pessimistisch; ich glaube nicht, dass sich das Ganze unter den weltweiten ökonomischen Zwangsbedingungen des Profits und des Markts - anstatt nach Bedarf und freier Entscheidung der Menschen auch darüber, was sie überhaupt produzieren wollen und unter welchen Bedingungen - nochmal nennenswert ändern lassen wird.

    Cheers,
    d. d.

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  5. Re: Geplante Obsoleszenz ein Thema für Politik?

    Autor Shackal 02.05.12 - 16:41

    nur wie oft kann ein Kunde sich ein produkt kaufen bzw leisten wenn der nach der Garantie wieder kaputt geht und erst recht würde man ja nicht von der Firma ein 2tes gerät kaufen.

    Die Menschen haben immerw eniger geld zum ausgeben zur verfügung.

    Mein Asus lap war auch nach 2 Jahren kaputt aber zu meinen Glück hatte ich ein 4 Jahres Garantie aber würde mir doch kein 2tes Lap von Asus kaufen und erst recht nicht in meiner derzeitigen Finanzlage.

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  6. Re: Geplante Obsoleszenz ein Thema für Politik?

    Autor SoniX 02.05.12 - 16:44

    ggggggggggg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > redmord schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Angesichts des Elektroschrotts, den wir täglich produzieren, sollte sich
    > > die Politik so langsam einschalten.
    >
    > den Wirtschaftswachstum bremsen und international das Weite sehen?
    > warum sollte die Politik (bzw. die Politiker, welche du hiermit sicherlich
    > meinst) das machen?

    Weil sie die einzigen sind, die das könnten und weil man dadurch unserer Erde was gutes Tun würde. Scheiss auf immerwärendes Wachstum und Kommerz! Die Leute müssen sich endlich mal wieder besinnen.

    > > "Geplante Obsoleszenz" wird bei uns ja bereits an Universitäten
    > > unterrichtet. Nennt sich dann nur z.B. "design by business plan". Keine
    > > Ahnung weshalb die Gesellschaft dies auch noch fördert.
    >
    > Weil sie durch Werbung, Medien und unseren Politikern von klein auf darauf
    > erzogen werden.
    > Das "Konsumklima" muss steigen, die Wirtschaft muss wachsen, die
    > Arbeitslosenzahlen müssen sinken

    Ja, Scheisse ist das.
    Vielleicht bräuchten auch garnicht alle einen Job wenn wir uns nicht alle 3 Jahre n neuen Fernseher kaufen müssten ^^

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  7. Re: Geplante Obsoleszenz ein Thema für Politik?

    Autor prodi1985 02.05.12 - 16:45

    https://lqfb.piratenpartei.de/pp/initiative/show/2445.html

    schon mal ein guter anfang!

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  8. Re: Geplante Obsoleszenz ein Thema für Politik?

    Autor renegade334 02.05.12 - 16:48

    ggggggggggg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil sie durch Werbung, Medien und unseren Politikern von klein auf darauf
    > erzogen werden.
    > Das "Konsumklima" muss steigen, die Wirtschaft muss wachsen, die
    > Arbeitslosenzahlen müssen sinken
    Also was dich angeht, würde ich dich als nicht ganz dicht bezeichnen, fass das nicht Euer Ernst ist. Also wenn ich das sinnensgemäß übertrage, dann baust du dein haus extra scheiße, damit du mehr Arbeit hast, um zu zeigen, wie sehr du Arbeit liebst und dich durch deine sinnlosen Aufgaben wichtig machst. Wenn es nach mir geht, würde ich 5 Stunden für meinen Tag arbeiten, um dann Ruhe zu haben und meinem Leben einen Besseren Sinn zu geben.

    Ach was solls. Wegen der geplanten Obsoleszenz entsteht halt mehr Arbeit. Und das Einholen der Ressourcen fördert noch mehr Arbeit, was schlimmer als ein linearer Aufwand sein kann. Ich finde, dass irgendwie seltsam ist, dass man die Gesellschaft so aufbaut, dass sie nur dann erlaubt ist, wenn sie arbeitet.

    Ich würde die Firmen gerne bitten, wenigstens mehr Arbeit zu schaffen, die nicht ressourcenfressend ist, wenn es nicht ohne Arbeit geht in einer arbeitskranken Gesellschaft.

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  9. Re: Geplante Obsoleszenz ein Thema für Politik?

    Autor petergriffin 02.05.12 - 16:58

    eigentlich müsste man den Elektronikkonzernen wegen wettbewerbsabsprachen was anhaben können. Aber ich glaube ein solches Verfahren ist zuletzt gegen das Lampenkartell gestartet worden und geholfen hats ja offensichtlich nicht viel.

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  10. Re: Geplante Obsoleszenz ein Thema für Politik?

    Autor tingelchen 02.05.12 - 17:04

    Der Cradle-To-Cradle Kreislauf würde zwar das Problem des Mülls lösen, aber nicht das Problem das in diesem Beitrag beschrieben wird. Zumal immer mehr Material wiederverwertet wird. Die Natur hatte für ihr System über 4 Mrd. Jahre Zeit gehabt. Der Mensch beschäftigt sich damit erst seit wenigen Jahrzehnten ;)


    Dennoch würde das Panel in wenigen Jahren noch immer kaputt gehen. Denn wenn es 30 Jahre und mehr hält, dann kauft sich ja keiner mehr ein neues und der Hersteller geht notgedrungen Pleite. Da im aktuellen Wirtschaftssystem eine rechtliche Person nur dann existieren kann, wenn sie auch Geld verdient.

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  11. Re: Geplante Obsoleszenz ein Thema für Politik?

    Autor KleinerWolf 02.05.12 - 17:07

    Das Problem ist das zuviele Firmen einen Teil vom Kuchen haben wollen. Das ist in vielen Branchen so, nicht nur Bildschirme. Da der Bedarf allerdings gedeckt ist, muss künstlich neuer geschaffen werden, damit die ganzen Firmen nicht den Bach runter gehen.
    Würden die Firmen den Bach runter gehen, würde die Arbeitslosenzahlen steigen und das ist schlecht fürs Geschäft der Politik. Also ändert sich daran rein gar nichts, weil die Politik keinn Bock auf mehr Arbeitslose hat ( egal in welchem Land ).

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  12. Re: Geplante Obsoleszenz ein Thema für Politik?

    Autor redmord 02.05.12 - 17:08

    In den USA wurde doch auch erfolgreich eine Massenklage gegen Apple wegen der ersten iPod-Generation angestrebt. Als klar wurde, dass gegenüber Apple die geplante Obsoleszenz nachweisbar war, schlug Apple einen Vergleich vor. Alle Kläger erhielten einen Einkaufsgutschein im Wert von rund 250 ¤ und Apple schuf den Akku-Austauschservice für all ihre Produkte.

    Damals waren die Akkus der iPods mit einem Bauteil bestückt, welches einen planmäßigen Defekt nach 18 Monaten initiierte, wodurch das komplette Gerät als irreparabel galt.

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  13. Re: Geplante Obsoleszenz ein Thema für Politik?

    Autor Flasher 02.05.12 - 17:09

    Pff....geplante Obsolenz. Das ist grober Unfug. Es ist genau diese Einstellung einiger schwachsinniger Mitmenschen, die unnötige Diskussionen zum Polit-Thema werden lassen. Die Sache ist ganz einfach: der deutsche Michel will sein Produkt möglichst billig haben - alles andere ist egal. Da müssen die Hersteller zwangsläufig irgendwo sparen - Arbeitskräfte in Fernost werden ohnehin schon ausgebeutet, da ist also nicht mehr viel Spielraum. Bleibt nur noch die Fertigung und das Material.

    Für 400 ¤ ein 55 Zoll Full-HD-3D ultra geilen Flatscreen kaufen, sich dann wundern, dass das Teil nach 3 Jahren die Grätsche macht und ein Einschreiten der Politik fordern. Da kann man sich nur an den Kopf fassen! Kein Wunder, dass es die Bild bis Heute noch gibt.

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  14. Re: Geplante Obsoleszenz ein Thema für Politik?

    Autor Keridalspidialose 02.05.12 - 17:11

    Die FDP kommt gerade mit "Wachstum" um die Ecke...

    ___________________________________________________________

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  15. Re: Geplante Obsoleszenz ein Thema für Politik?

    Autor Flying Circus 02.05.12 - 17:13

    Flasher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pff....geplante Obsolenz. Das ist grober Unfug.

    Ist es nicht. Kenne jemanden, der genau dieses Thema in der Autoindustrie im Rahmen einer Examensarbeit untersucht hat.

    Ist doch auch sinnvoll. Man will, daß die Leute das Produkt nicht nur einmal kaufen und dann 20 Jahre damit glücklich sind, man will, daß sie immer wieder kaufen, vorzugsweise natürlich Produkte aus eigener Fertigung. Daher dürfen die Produkte natürlich nicht zu offensichtlich daneben sein.

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  16. Re: Geplante Obsoleszenz ein Thema für Politik?

    Autor Flying Circus 02.05.12 - 17:13

    Die solln sich mal schön gesundschrumpfen. ;-)

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  17. Re: Geplante Obsoleszenz ein Thema für Politik?

    Autor petergriffin 02.05.12 - 17:15

    Seh ich anders, ich kenne in meinem Umfeld viele leute die sich selten aber dafür hochwertige Fernseher holen (sind ja onehin nicht mehr so teuer wie die Röhrenfernseher). Da werden dann mal locker 1000-2000 ausgegeben. Da kann man schon für erwarten dass das teil dann länger als drei Jahre hält. Lediglich in meiner Generation (20-30 Jahre) kenne ich viele die zu Billigstprodukten greifen, allerdings oft kein zweites mal.

    Das der Verbraucher daran Schuld ist, ist allerdings eine echt freche Unterstellung. Der Käufer kanns ja nicht mal nachprüfen, welche handhabe soll er denn dann haben? Außerdem reicht es nicht einfach billige teile einzubauen, denn sonst raucht das zeug vor Ablauf der Gewährleistung ab.

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  18. Re: Geplante Obsoleszenz ein Thema für Politik?

    Autor Flasher 02.05.12 - 17:18

    Flying Circus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Flasher schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Pff....geplante Obsolenz. Das ist grober Unfug.
    >
    > Ist es nicht. Kenne jemanden, der genau dieses Thema in der Autoindustrie
    > im Rahmen einer Examensarbeit untersucht hat.
    >
    > Ist doch auch sinnvoll. Man will, daß die Leute das Produkt nicht nur
    > einmal kaufen und dann 20 Jahre damit glücklich sind, man will, daß sie
    > immer wieder kaufen, vorzugsweise natürlich Produkte aus eigener Fertigung.
    > Daher dürfen die Produkte natürlich nicht zu offensichtlich daneben sein.

    Und meine Oma hat gesagt, dass es den Weihnachtsmann sehr wohl gibt.

    Bei Fahrzeugherstellern ist die Lage komplett anders - dort werden die großen Gewinne nicht mehr mit den Fahrzeugen selber sondern mit den Reparaturen und dem Service eingefahren (im wahrsten Sinne des Wortes). Die Autos werden einfach so konstruiert das selbst Hobbymechaniker chancenlos sind und in die Werkstatt müssen - nicht damit die Dinger möglichst häufig kaputt gehen.

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  19. Re: Geplante Obsoleszenz ein Thema für Politik?

    Autor redmord 02.05.12 - 17:19

    So wie ich das Cradle-to-Cradle-Prinzip verstehe zielt es vor allem auf Nachhaltigkeit ab. Das bedeutet Langlebigkeit und hohe Qualität durch die Verwendung hochwertiger Werkstoffe und Modularität einzelner Komponenten. Beides ist für sinnvolle Anwendung von Cradle-to-Cradle sehr wichtig, da hier die Wirtschaftlichkeit und der Sinn des Kreislaufs entsteht.

    Zum Rest: Wir können kein kränkelndes System anhand seiner Symptome argumentieren. Wenn wir merken, dass was nicht mehr so funktioniert wie bisher, müssen wir etwas verändern. Nachhaltigkeit sollte immer als Prämisse mit höchster Priorität unseres Handelns gelten. Wenn dies zur Folge haben sollte, dass wir Begriffe wie "Arbeit" oder "Kapital" neu definieren müssen, so kann dies nichts schlechtes sein.

    Wir benötigen mehr Utopien und den Willen zu Veränderungen.

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  20. Re: Geplante Obsoleszenz ein Thema für Politik?

    Autor astra1b 02.05.12 - 17:21

    Als die Röhren-TVs noch aktuell waren, da hat man sich vielleicht alle 8-10 Jahre einen neuen zugelegt. Davor wurde repariert. Nun, wo Flachbildschirme en vogue sind, kaufen sich die Leute auch mal locker ein Zweit- oder gar Drittgerät für die Küche, Bad etc. Schön flach an die Wand.
    Trodzdem ist Sony, zumindest was die TV-Sparte angeht eingentlich Pleite und muss 10.000 Leute an die Luft setzen.
    Ich denke der Druck für die Hersteller ist immens, ihnen aber vorwerfen, Obsoleszenz als ein Features gleich mit einzubauen, halte ich für wage.
    Wie immer gilt: Abstimmen mit den Füßen und wer billig kauft, der kauft meist teurer.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.05.12 17:22 durch astra1b.

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