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nichts Neues für Techniker (Praxisbeispiele)

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  1. nichts Neues für Techniker (Praxisbeispiele)

    Autor elkoman 03.05.12 - 10:50

    Hallo,
    der Artikel mag etwas schwammig sein, ist aber korrekt.
    Hier im Forum werden nach Praxisbeispielen gefragt, ok kann ich liefern, nicht direkt auf LCD-TVs aber durch die Bank. Viele fordern nach hochwertigen Produkten und würden gerne "mehr" Geld für wertige Geräte ausgeben, das nun folgende soll zu denken geben.

    Praxisbeispiel prof. Fernsehkameras analog:
    Ich hab einiges an wirklich teuren Fernsehkameras auf dem Tisch gehabt (80.000 DM Klasse) und die Ergebnisse sind ernüchternd.
    Die Kameras der Sony DXC Reihe (beispielsweise DXC-D30P, DXC-537P) sind wahre Elko Gräber, die Sony verbaute massenweise SMD Elkos mit 85°C rating und einer extrem schlechten Qualität, was zur Folge hatte: massenweises Kamera-Sterben. Die großen Vertragswerkstätten verdienten jede Menge Geld mit Elko Wechsel und Board Tausch.
    Geplant oder nicht, der Kunde war der leidtragende.

    Beispiel prof. Fernsehkameras digital;
    Auch bei den neuren digitalen Kameras hier am Beispiel von Panasonic DVCpro onepiece Modellen, ein ähnlich trauriges Spiel. Sich selbst zerstörende Laufwerke und wieder massenweise defekte Elkos. Aber defekte Elkos in einer neuen Art: sie laufen glücklicherweise nicht mehr aus, aber sie werden trocken. Das bedeutet 50 - 100 Caps pro Board tauschen und zwar alle. Soetwas kostet Stunden und ist nur mit großer Sorgfalt anzustellen.

    Beispiel professioneller Videorecorder (MAZ):
    "Verharzende" Laufwerke bei Sony durch Sony Oil und Fette, ein Schelm wer böses denkt. Fakt ist, ein großes Problem bei richtig teuren Bandmaschinen.
    Auch wieder ein altbekanntes Problem Elkos. Bei der Betacam SP Serie (Sony BVW Serie) finden sich zu hunderten Kondensatoren der jap. Firma ELNA. Ausfallquote 100% mit Auslaufgarantie und Boardbeschädigungen der Multilayer. Traurige Wahrheit.

    Beispiel Computer LCDs:
    Samsung , Fujitsu-Siemens, Wortmann LCDs diese hatte ich schon auf dem Tisch. Entweder fallen im Schaltnetzteil die Elkos wegen Trockenheit aus oder die Spule fürs Backlight. Defekte Röhren und LCD-Panels: keine!
    Problem meist: die Elkos sind schlecht ausgelegt, meist durch die Bank von der super-billig-no-name Art oder direkt neben dem Kühlblech der Leistungstransitoren montiert. Damit sie schön schwitzen. Zufall? Wohl kaum.

    Beispiel Computer:
    Eine gewisse Baureihe von Fujitsu-Siemens PCs platzen die 3.300uF 6V Caps. Wer pech hat, dem Verreckt das Board, wenn man Glück hat ist es mit einem Tausch der drei Caps erledigt. Auch hier wieder: teure Business Geräte.

    Ich könnte so weitermachen. In Wahrheit sind viele Geräte mit etwas Aufwand absolut reperabel. Das nötige Fachwissen und die Technik und Messmittel vorrausgesetzt. Die Ersatzteilpreise sind meist moderat.

    Letztes Beispiel:
    Ein neues Netzteil für einen 22 Zoll TFT inkl. Hochspannungs Spule kostet knappe 25 EUR. Lohnt sich die Reperatur? klaro.

    Die beschriebenen Vorfälle sind nicht geschönt sondern aus der Praxis. Ich könnte noch länger und noch ausführlicher schreiben.....

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  2. Re: nichts Neues für Techniker (Praxisbeispiele)

    Autor derelf 04.05.12 - 05:57

    Hallo!
    Ich kann das nur bestätigen. Mindestens einmal im Monat repariere ich ein Gerät,
    wo die Elkos kaputt sind. Das Traurigste ist, ich habe in meiner Schule (bin Lehrer) 100 Bildschirme von Samsung, da werden die HV Trafos kaputt. Die habe ich als Resposten in Ebay um 2¤ gefunden und habe mit 40 Stk. bestellt.
    lg derelf

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  3. Re: nichts Neues für Techniker (Praxisbeispiele)

    Autor Shackal 04.05.12 - 08:17

    Wire schon erwähnt habe ich mir asus Lap gekauft nicht gerade Bielig nach 2,5 Jahren versagte das KÜhlungssystem aber hatte eine 4 Jahres Garanti gemacht nach 3 Jahren amchtd er Lap Propleme mit abstürze und hänger sie treten aber auch nur Sporadisch auf und hoffe das es noch vor ende der garantie die noch 9 Monate leuft zum total ausfall kommt und dürch garantie wieder zur kostenlose Reperatur kommt und das lap dann noch cq 1-2 Jahre Funktioniert bis das Kühlungs system versagt das bei Asus Laps heufiger vorkommen soll.

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  4. Re: nichts Neues für Techniker (Praxisbeispiele)

    Autor Replay 04.05.12 - 10:59

    Es erstaunt mich durchaus, daß selbst bei Profigeräten so billige Bauteile drin sind. Man könnte bei professionell genutzten Geräten zumindest Mittelklasse erwarten, wenn es schon nicht die beste Güteklasse ist. Aber Billigschrott in solchen Geräten ist schon ein dicker Hund.

    Bei den von uns entwickelten und genutzten Geräten (nicht auf dem Markt zu haben, nur für den Eigengebrauch, sorgt für einen Vorsprung) werden immer die hochwertigsten verfügbaren Komponenten verwendet, teilweise sogar mit militärischen Spezifikationen, also extrem haltbar. Das betrifft auch die Kondensatoren.

    Die ältesten dieser Geräte (Meßinstrumente) sind seit 2002 (!) ununterbrochen in Betrieb, unter extremen klimatischen Umgebungsbedingungen (Regenwald, Polarregionen, Trockenzonen, etc.). Ausgefallen ist bisher keines der Dinger, nur Softwareupdates gab es und einige Sensoren wurden gewechselt. Aber nicht wegen Defekte, sondern wegen neueren Entwicklungen, die neuen Sensoren sind wesentlich genauer und brauchen ein gutes Stück weniger Energie.

    Und so viel teurer als Billigschrott sind gute Kondensatoren und andere elektronische Bauteile auch nicht.

    Die Stimmen außerhalb meines Kopfes irritieren mich am meisten...

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  5. Re: nichts Neues für Techniker (Praxisbeispiele)

    Autor RønnySchmatzler 04.05.12 - 13:02

    Das Gute an diesen Geräten ist ja, dass viele sich nicht die Mühe machen, dem Fehler weiter nachzugehen.

    Ich habe schon massenweise Schnäppchen bei Ebay gemacht, z.B. einen Beamer für 30¤, bei dem ein Trafo unter einer sich auflösenden Isolierschicht zu leiden hatte. Alte Sony-Kameras gehören wirklich zu den größten Elkofriedhöfen - habe hier eine CCD-V5000, bei der ich 73 Elkos(!) austauschen musste, bevor sie wieder richtig lief. Das hat nicht wirklich Spaß gemacht, war aber ziemlich günstig, da SMD-Elkos. Und das Resultat zählt ja ;)

    Weitere tolle Sachen, die sich die Hersteller ausgedacht haben, sind Drucker mit Waste Counter, die einfach nicht mehr drucken und nur einen Fehler anzeigen - wieder ein Schnäppchen für mich ;)

    Leider kann man nicht alles reparieren - wenn Bauteile unbenannt sind oder nur interne Nummerierungen haben und es kein Service-Manual gibt, könnte ich immer kotzen - sollen sie doch wenigstens den bastelfreudigen Leuten die Möglichkeit geben, ihren teuer bezahlten Elektroschrott selbst zu reparieren.

    Eine schöne Doku zu dieser schreienden Ungerechtigkeit hat arte mal gemacht:
    http://www.youtube.com/watch?v=zVFZ4Ocz4VA

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  6. Re: nichts Neues für Techniker (Praxisbeispiele)

    Autor Replay 04.05.12 - 14:47

    Na ja, die V5000 (Hi8) ist vom Anfang der 90er, also etwa 20 Jahre alt. Das ist mehr als genug für so ein Ding. Die V5000 galt aber als sehr zuverlässig und wurde viele Jahre problemlos eingesetzt.

    Ich nehme an, daß die heute als defekt verkauften uralten Kameras schon lange im Koffer vor sich hingammelten. Dann trocknen natürlich die Elkos aus und das Ding geht nicht mehr.

    Die Stimmen außerhalb meines Kopfes irritieren mich am meisten...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.05.12 14:48 durch Replay.

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  7. Re: nichts Neues für Techniker (Praxisbeispiele)

    Autor RønnySchmatzler 04.05.12 - 15:19

    Meine Panasonic MS-1 von 1989 läuft aber mit Originalelkos immer noch ohne Probleme :)

    Und die V5000er wurden auch damals schon anstandslos durch Sony repariert - allerdings leider nur mit Defektelkos neubefüllt. :(

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  8. Re: nichts Neues für Techniker (Praxisbeispiele)

    Autor Replay 04.05.12 - 16:03

    Ich habe auch noch so 'ne olle Gurke aus den 80ern, etwa von 1985 ^^ Von Blaupunkt, also Panasonic. Der Recorder war extern zum Umhängen, verwendet wurden VHS-Kassetten. Und betrieben wurde das Zeug mit einer Blei-Gel-Batterie, die im Recorderteil steckte o.O Das war eine ziemliche Wuchterei.

    Die Kamera hatte noch eine Bildaufnahmeröhre, CCDs oder CMOS waren damals noch nicht in solchen Geräten zu haben.

    Dieses System funktioniert auch noch. Die Batterie habe ich nicht mehr, die ist schon vor langer Zeit eingegangen. Aber es gibt sogar noch passende Energieriegel.

    Die Stimmen außerhalb meines Kopfes irritieren mich am meisten...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.05.12 16:05 durch Replay.

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  9. Re: nichts Neues für Techniker (Praxisbeispiele)

    Autor devarni 06.05.12 - 09:57

    Ja das ist leider die Realität. In vielen Gerätschaften wurde extrem minderwertige Kondensatoren verbaut. Hatte auch schon ein 10-Kanal Recordingsystem wo nach einem Jahr plötzlich nur noch Rauschen zu hören war. Der Support hat es aber noch umsonst repariert (anscheinend war man sich über das Problem ziemlich im klaren).

    Die Ausfallquote ist generell heute sehr hoch, egal bei welchen Geräten. Welcher Markenname drauf steht und was der Anschaffungspreis war spielt keine Rolle, die Teile werden ja oft sogar auf der gleichen Taktstrasse zusammengebaut aber halt nur unterschiedlich gelabelt.
    Man muss sich einfach darauf einrichten bei wichtigen Gerätschaften noch eine Alternative bei Ausfall zu haben und die Lebenserwartung eher bei 2-3 Jahren anzusetzen.

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  10. Re: nichts Neues für Techniker (Praxisbeispiele)

    Autor tilmank 09.05.12 - 11:18

    Replay schrieb:

    > Und so viel teurer als Billigschrott sind gute Kondensatoren und andere
    > elektronische Bauteile auch nicht.
    In der Masse machens die paar Prozent :D

    [Signatur]
    "Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

    Du fühlst dich durch einen meiner Beiträge provoziert oder persönlich angegriffen? -> ¯\_(ツ)_/¯

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