Bildröhren wurden auch nur _sehr_ selten augetauscht.
5 Stunden täglichen Gebrauch haben die Teile wohl auch nur bei Hardcore-Gamern.
Was mir auffiel ist, dass die Elektrogeschäfte Angst vor SMD haben. Selbst Netzteile, die man eigentlich fast immer reparieren kann, werden da nicht repariert wenn sie SMD-Teile haben.
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Ich hatte mal einen BMW, da ging irgendwann mal ein Teil der Beleuchtung der Geschwindigkeitsanzeige nicht mehr.
Ich dachte: kein Problem, das sollte die Werkstatt doch einfach beheben können.
Typischer Fall von denkste:
Das Problem war eine defekte LED (vielleicht sogar als SMD).
Die BMW-Werkstatt hätte nur das komplette Elektronik-Board des Cockpits austauschen können/wollen. Kosten: viele hundert Euro.
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Naja.... vor 20 und mehr Jahren war es üblich Fernsehgeräte zu reparieren. Da hätte keiner dran gedacht die Teile wegzuschmeissen.
Das mit dem SMD ist ja auch verständlich. Wie soll der Techniker der zuvor noch mit dem Lötkolben repariert hat heute die SMD Teile löten? Klar.. ich habe auch schon SMD gelötet, aber man kann garnichtmehr alles löten.
Edit: Aber selbst schlechte Röhren hielten länger als heutige Flachbildschirme....
Ein 10 Jahre alter Fernseher war echt nicht unüblich.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.05.12 16:41 durch SoniX.
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SMD geht super bequem zu löten, wenn man das richtige Werkzeug hat. Da hat man dann eine Art "beheizte Pinzette" mit der man das Bauteil quasi aufnimmt. Klar, so eine Station mit sowas + normalen Lötkolben kostet fast 1000 Euro, das ist aber für einen Elektroladen erschwinglich.
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SoniX schrieb:
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> Ein 10 Jahre alter Fernseher war echt nicht unüblich.
10 Jahre ist gar nichts. Mein Vater hofft immer, daß einer seiner Enkel ihm den Fernseher einschmeißt, damit er einen Flachbildfernseher hinstellen kann. Die alte Gurke verrichtet seit mindestens 25 Jahren ihren Dienst. Fehlerfrei.
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ich erinnere mich an einen Staubsauger von Otto. Marke Eigenlabel hanseatic.
Dort ist nur ein Plastikteilchen defekt gewesen and der Bürste und ich habe einen komplett neuen Arm+Bürste+Schlauch bekommen.
Habe ich die Dame gefragt, was denn ist, wenn das nach der Garantie noch mal passiert, muss ich dann das auch alles kaufen? Meinte sie zu mir "Nein, dann müssen sie einen komplett neuen Staubsauger kaufen". Mein nächster Staubsauger war/ist dann von Miele gewesen. Zwar 4x so teuer, aber läuft wie ein Uhrwerk. Sauber verarbeitet und falls was defekt ist, kann ich mich auf Miele verlassen.
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Fred_EM schrieb:
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> Ich hatte mal einen BMW, da ging irgendwann mal ein Teil der Beleuchtung
> der Geschwindigkeitsanzeige nicht mehr.
Ach BMW. Nachbarn haben den gleichen karren wie wir, etwa gleiches Datum (5er Touring von ~2000). Nach 5 Jahren konnte man das Pixeldisplay das Temperatur, Verbauch und Warnungen anzeigt gerade noch erkennen. Inzwischen sind so viele Pixel ausgefallen, dass man nurnoch erraten kann, was da steht. Reperatur kostet einige hundert ¤us, weil bei der Herstellung centbeträge gespart werden...
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Miele ist und war eben immer schon ganz speziell:
egal wenn mal was kaputt ging - bei mir der Geschirrspüler; Dreharm verbogen doch "eigene" Schuld" + oberer Korb hatte gebrochenes Rad - Austausch der Teile in weniger als 5 min! Kosten: reine Fahrtkosten + 5Euro!
Das war's.
Nie wieder eine andere Firma im Haushalt (Waschmaschine läuft&läuft&läuft seit 10 Jahren)
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Brotschneidemaschine würde ich nurnoch von Ritter empfehlen.
Und alles andere was die so haben sicher auch.
http://www.ritterwerk.de/
Ist halt meine subjektive Wahrnehmung.
Aber die Maschine läuft seit ~20 Jahren, war nach ~15 Jahren mal etwas defekt.
Wurde von denen sehr günstig und schnell wieder top in schuss gebracht, sogar das Gehäuse haben sie kostenfrei gewechselt, damit es wieder gut aussieht.
Das ist halt "Made in Germany" wie es im Buche steht!
Staubsauger u.ä.:
Kärcher oder sogar Nilfisk-Alto (http://www.nilfisk-alto.de/), wenn man das Geld hat.
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Meine Eltern haben 2 Miele-Waschmaschienen im Keller:
- "die neue" (20 Jahre alt)
- die alte (35 Jahre alt)
Beide Geräte haben noch nie einen Techniker gesehen. Dabei haben die Geräte stets für einen 4/5 Personen-Haushalt gewaschen.
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NIKB, in dem Fall muss man jedoch sagen:
Man hätte viel mehr Energie sparen können als ein Neugerät kosten würde (bzw. kann es immernoch).
Ist eben alles ein zweischneidiges Schwert.
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Also bei dem Fernsehgerätehersteller bei dem ich gearbeitet habe (als Elektroniker) wäre es unmöglich gewesen die spezialisierten Prüfgeräte und Diagnosegeräte die für die Fehlersuche der einzelnen Module benötigt werden an normale "Techniker" herauszugeben. Viel einfacher war es den Techniker einfach nur die Module tauschen zu lassen und dann die Module vor Ort in der Fertigung zu reparieren und im Kundendienst (nicht in Neugeräten) weiter zu verwenden.
Es funktioniert eben "leider" nicht mehr jedes Gerät im Grunde gleich wie es bei den Röhren war. Heute ist da ne Menge Software und Prozessoren (CPLDs FPGAs etc.) involviert in die ein einfacher Fehlersucher mit Oszi und Multimeter nicht reinsehen kann. Darum kann praktisch nur der der Herstellt auch reparieren. Das lohnt sich hier gerade bei den zwei verbleibenden Herstellern die auch in Deutschland produzieren (Loewe und Metz). Bei der Wahre aus Fernost ist es für einen Techniker (oder Händler) meistens Günstiger das Modul oder gleich das ganze Gerät wegzuwerfen und dem Hersteller in Rechnung zu stellen. Oder nach abgelaufener Garantie dem Kunden ein neues anzudrehen.
Fazit: SMD wäre schon lötbar (sogar für viele Hobby Bastler wie mich), aber die Fehler sind meist einfach nicht findbar wenn man keine Schaltpläne und Diagnosehardware hat. Und oft lohnt sich eine Reparatur auch wirtschaftlich nicht, selbst wenn der Hersteller dazu in der Lage wäre.
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Dorsai! schrieb:
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> Fazit: SMD wäre schon lötbar (sogar für viele Hobby Bastler wie mich), aber
> die Fehler sind meist einfach nicht findbar wenn man keine Schaltpläne und
> Diagnosehardware hat. Und oft lohnt sich eine Reparatur auch wirtschaftlich
> nicht, selbst wenn der Hersteller dazu in der Lage wäre.
Schaltpläne kriegt man trivial. Und wenn man bedenkt, dass seit jeher die meisten Probleme in den Netzteilen sind, sollte das alles kein Problem sein, die sind eher einfacher geworden.
Natürlich ist es schön die Spezialgeräte zu haben, aber das meiste müsste auch in der Werkstadt zu finden sein. Fehler in komplexen Schaltkreisen treten in der Regel nur bei der Herstellung auf. Beim Kunden gehen höchstens mal ICs an Ein- und Ausgängen durch Überspannung kaputt.
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Hoho, Sie könnten nicht fälscher liegen. Abgesehen bei den Netzteilen, diese sind in der Tat für jemanden der sich gut mit Schaltwandlern auskennt gut reparierbar.
Aber was die restlichen Teile angeht ist für einen Privatmann ÜBERHAUPT NICHTS zu machen. Schaltpläne bekommt man eben nicht (es sei denn man arbeitet in der Firma, aber dann... naja). Das ist nicht mehr so wie früher als ein Schaltplan noch auf der Gehäuseinnenseite angeheftet war damit sich der Techniker zurecht findet. Heute hat man Angst vor Plagiaten und diese Dinge werden gut gehütet (und sind schneller outdatet als man drucken kann). Wenn man Glück hat bekommt man einen Bestückungsplan ohne Bauteilwerte und Typenbezeichnungen, aber das ist dann schon das höchste der Gefühle.
Spezielle IC Typen die in Verwendung sind mussten man zum Teil in der Entwicklungsabteilung aus uralten Sampleblistern kratzen, weil die ICs nur noch in fester Stückzahl für die Fertigung kommen und im freien Einzelhandel nicht erhältlich sind. Und selbst wenn man ein einzelnes defektes IC der schwierigeren Sorte nachbestellt ist es vielleicht nicht selten ein uC oder CPLD der erstmal programmiert werden muss.
Und ja, ICs gehen kaputt, durch Hitze. Da braucht die Kiste nur mal passgenau mit einem Millimeter links, rechts oben und unten Luft in der Schrankwand stehen, Omi Freut sich und bald riecht's nach verbranntem Silizium. Da hilft das beste Kühlkonzept nichts.
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Wegwerfgesellschaft halt. Die Afrikaner freuen sich doch über mehr Elektroschrott, also alles paletti!
Heute ist da eine ganz andere Einstellung dahinter als früher. Früher wurden die Dinge gebaut um lange zu halten, dafür waren sie auch Schweineteuer, z.b. Hifi Anlagen. Heute sind die Dinge eher billiger dafür von der Qualität schlechter und schneller kaputt, wobei sie auch oft viel komplexer sind also schwieriger zu reparieren.
Trotzdem es ist wirtschaftlicher sehr viele billige Produkte immer wieder zu verkaufen, als alle Jahre mal was teures. Bin zwar kein Wirtschaftsfutzi aber macht ja irgendwie Sinn.
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Kampfmelone schrieb:
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> Ach BMW. ...
> ...Reperatur kostet einige hundert ¤us, weil bei der Herstellung
> centbeträge gespart werden...
Es gibt Leute, die sowas kostengünstig reparieren - einfach mal in den einschlägigen Foren suchen, z.B. bei Motor-Talk.de.
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