Mobilfunk und Rundfunk sollen verschmelzen? Bitte was? Die Mobilfunknetze sind doch jetzt schon mit den paar Smartphones überlastet. LTE braucht auch noch eine Weile, bis es auch kann, was auf dem Papier steht. Streaming über Mobilfunk ist aus Sicht der Netze gar nicht in der Qualtät wie für TV benötigt machbar. Was 2020 ist, weiß sowieso niemand. Deutschland war eines der ersten DVB-T Länder, die Folge ist eben, dass andere mit DVB-T2 besser da stehen. Nun sind eben Investitionen für die nächste Stufe notwendig. Mit "modernen" Mobilfunknetzen wird es aber sicher nicht besser werden. Die Halbwertszeit von denen ist auch nicht besonders gut (C, GSM, HDSPA, HDSPA+. GPRS, LTE, ... ). Teils neue Technik fuer alte Netze, Teils neue Netze, jede einzelne Stufe bedeutet Investitionskosten auf Betreiberseite. Aber die privaten werden sich auch nicht einfach kostenlos in diese Netze setzen koennen. Die Netzbetreiber wollen dann sicher auch Geld für die Durchleitung und die Investitionskosten sehen. Und das gibt es dann 4x.
DVB-T war als Ersatz von der analogen Grundversorgung mit besserer Qualität und ein paar Sendern mehr bei ähnlich niedrigen Aufwand für die Nutzer gedacht. Genau das wird erfüllt. Die privaten wollten seit Beginn nicht mitspielen. Eine grundverschluesselung war gefordert, die ÖR spielten nicht mit. Also hat man das Angebot auf "lukrative" Ballungsgebiete beschränkt. Wohl auch um einzelne Frequenzen den Mitbewerbern zu blockieren.
Mit fehlen der Privaten (besonders Springer und Bertelsmann) wird DVB-T weder überflüssig, noch droht es wegzubrechen. Es vielen Regionen waren nicht mal präsent.
Beim digitalen Radio sieht man den selben Mist. DAB ist gescheitert, weil die privaten nicht mitgespielt haben. Nun soll UKW durch DAB+ ersetzt werden. Und was passiert nichts? Wieder halten sich die privaten zurück und schalten erste Testkanäle bereits wieder ab.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.01.13 23:42 durch nicoledos.
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