Ich denke eher nicht, da bekäme doch dann jeder Empfänger seinen eigenen Stream.
Auch wenn Mobilfunkmasten nicht so weit senden wie dies bei DVB-T der Fall ist, dürfte in Ballungsgebieten der Frequenzbedarf gegenüber dem aktuellen Stand doch zunehmen, wenn z.B. abends viele Menschen gleichzeitig fernsehen.
Es müsste DVB-T nur weiterentwickelt werden, momentan wird ja noch in MPEG2 gesendet, die Kompression ließe durch Nutzung moderner Codecs deutlich erhöhen und entsprechend könnte man mehr Sender oder mindestens die gleiche Anzahl in HD verbreiten.
Ob das nun DVB-T2 oder sonstwas wäre ist ja egal, 50¤ für einen neuen Receiver sollte das dem geneigten Glotzer doch wert sein :-)
Bei einer Verbreitung per Mobilfunk wäre auch unschön, dass permanent ausgewertet werden würde, wer was wann guckt: Gut für die Werbekunden und Sender, schlecht für den Datenschutz..
|-o-| <-o-> |-o-| Imperiale Signatur
In Anbetracht dieser kranken Spinner aus dem Golem-Forum habe ich meinen Browser mit einer aktiven Panzerung versehen. ಠ_ಠ
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Ich denke ebenfalls dass das Zusammenwachsen von "Mobilfunk und Rundfunk" irgendwann kommen wird. Momentan ist die Technik und die Infrastruktur dafür aber noch längst nicht vorhanden. Ein Netzwerk, das auf addressierten Datenpaketen beruht, hat bei so einer Gießkannenartigen Verbreitung wie Fernsehen und Rundfunk einen extrem hohen technischen Overhead mit den entsprechenden Betriebskosten, so dass sich sowas im großen Stil noch längst nicht lohnt. Man muss sich nur mal die QoS von z.B. so etwas wie Zattoo (sogar im Festnetz) anschauen, dann wird einem schnell klar, dass das IP-Netz noch lange nicht für Dauerstreaming an Millionen gleichzeitiger Clients geeeignet ist. DVB-T ist hier einfach und effektiv und es ist definitiv ein Scheinargument, wenn RTL behauptet, die Investitionskosten von DVB-T2 zu scheuen, da ja sowieso die Netze irgendwann zusammenwachsen. Die Kosten, die von RTL dann am St. Nimmerleinstag tatsächlich aufgebracht werden müssen, wenn das Fernsehprogramm über das Mobilfunknetz verbreitet werden soll, sind sicher um einiges höher, als das zu nutzen, was quasi schon da ist und funktioniert.
RTL geht es hier letztendlich doch nur darum, das gesamte Angebot auf "Pay-TV durch die Hintertür" umzustellen, was dem Unternehmen satte Gewinne sichert, anstatt eines umverschlüsselten, von jedem Frei empfangbaren Programmes. Mir solls recht sein, ich schaue sowieso kein RTL...
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Terrestrische Übertragung hat absolut ihre Daseinsberechtigung. Das Gießkannenprinzip wird immer effizienter und damit kostengünstiger sein, als ein Prinzip, bei dem ich jeden Client einzeln bediene.
Ein Problem von DVB-T ist in meinen Augen auch die hohe Zwangsversorgung von Mietwohnungen mit Kabel. Wenn bereits Kabel da ist und ich es über die Nebenkosten bezahlen muss, dann nutze ich es auch und nicht DVB-T. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, ob nicht jedem Mieter einer Wohnung gesetzlich ein Wahlrecht zugesprochen werden sollte.
Neuro-Chef schrieb:
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> Es müsste DVB-T nur weiterentwickelt werden, momentan wird ja noch in MPEG2
> gesendet, die Kompression ließe durch Nutzung moderner Codecs deutlich
> erhöhen und entsprechend könnte man mehr Sender oder mindestens die gleiche
> Anzahl in HD verbreiten.
> Ob das nun DVB-T2 oder sonstwas wäre ist ja egal, 50¤ für einen neuen
> Receiver sollte das dem geneigten Glotzer doch wert sein :-)
MPEG2 war zum Zeitpunkt der Einführung bereits völlig veraltet. Es war mir auch schon damals ein Rätsel, wie man noch auf diese Steinzeittechnik setzen konnte. Wenn ich mir angucke, was bei DVB-T bei 4,5,6 MBit für eine Qualität herauskommt, kann ich nur den Kopf schütteln. MPEG4-AVC ist sicher rund 4-mal so effizient.
Ich hoffe, bei DVB-T2 macht man nicht wieder den gleichen Fehler, sondern setzt direkt auf state-of-the-art Technologie. Außerdem sollte man immer auch die Originaltonspur und Untertitel mit ausliefern, weil die paar KBit mehr keine große Rolle spielen, aber diese Features schon sehr interessant sind. Vor allem muss DVB-T2 aber flächendeckender mit großem Bouqet ausgestrahlt werden.
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Wenn man die Mobilfunkbetreiber fragen würde: Ja! - Weil sie Frequenzspektrum brauchen, wie der Alkoholiker den Fusel ;-)
Und gerade die relativ niedrigen Frequenzen im TV-Bereich sind wegen der Möglichkeit größerer Funkzellen interessant in der Fläche. (Aber weniger im dicht besiedelten Ballungszentren - da ist jede Funkzelle größer als ein Fußballfeld in manchen Gebieten schon zu groß)
Technisch ist es erstmal einerlei, ob man die Fernsehprogramme per DVB-T verbreitet, oder als Point-to-Multipoint (derzeit aber nur auf dem Papier) im Mobilfunknetz. Bessere Effizienz durch modernere Kodierverfahren kann man in beiden Systemen erreichen.
Die Bandbreite für die Übertragung ist permanent belegt. außer *nicht ein einziger* innerhalb eines Funkmasten schaut einen bestimmten Sender - dann könnte man dessen Bandbreite evtl dynamisch für etwas anderes nutzen (Telefonie oder drahtloses Internet).
Andersherum hat es ein Mobilfunkprovider ggfs. einfacher, die Kündigung eines Senders achselzuckend hinzunehmen - die Bandbreite wird bestimmt nicht brach liegen, bei der rasanten Steigerung der Smartphone-Internet-Nutzung ....
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matok schrieb:
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> Terrestrische Übertragung hat absolut ihre Daseinsberechtigung. Das
> Gießkannenprinzip wird immer effizienter und damit kostengünstiger sein,
> als ein Prinzip, bei dem ich jeden Client einzeln bediene.
Ach, Broadcast gibts doch schon lange: https://en.wikipedia.org/wiki/IP_multicast
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PG schrieb:
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> matok schrieb:
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> > Terrestrische Übertragung hat absolut ihre Daseinsberechtigung. Das
> > Gießkannenprinzip wird immer effizienter und damit kostengünstiger sein,
> > als ein Prinzip, bei dem ich jeden Client einzeln bediene.
> Ach, Broadcast gibts doch schon lange: en.wikipedia.org
Aber nicht im Internet. Die Inet-Router lassen i.d.R. keine Broadcasts durch.
Was vielleicht auch irgendwo besser ist - könnte ja _jeder_ fröhlich an das inet broadcasten.... ;) Und letzten Endes müssen auch die Broadcast-Pakete durch die Backbones und Leitungen...Hat bei Hubs schon nicht sonderlich gut gefunzt, alles an alle zu schicken.
Da Funk per se ein Broadcast-Medium ist, für das es nun auch nicht gerade wenig Infrastruktur gibt, sollte man dieses vielleicht weiter nutzen?
Gut, einen Grund gäbe es, das nicht zu tun:
> RTL geht es hier letztendlich doch nur darum, das gesamte Angebot auf "Pay-TV durch
> die Hintertür" umzustellen, was dem Unternehmen satte Gewinne sichert, anstatt
> eines umverschlüsselten, von jedem Frei empfangbaren Programmes. Mir solls recht
> sein, ich schaue sowieso kein RTL...
;)
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