Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Audio/Video
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Oscar 2013: Ein künstlicher Tiger…

Hintergrund der Insolvenz

Anzeige
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Hintergrund der Insolvenz

    Autor: giveIgetO 25.02.13 - 13:45

    So eine Insolvenz bricht ja nicht aus heiterem Himmel über einen herein. Dem gehen in der Regel schlechte Auftragslage, Kosten die aus dem Ruder laufen, eine allgemein schwierige Marktsituation, Management-Versagen o.ä. voraus.

    Und Redezeit ist nunmal Redezeit. Die sollte vorher bekannt sein. Wenn Westerhofer also erst am Ende zu einem Punkt kommt, der ihm ach so wichtig ist, kann man das doch nicht der Acadamy vorwerfen.

    "Vor Life of Pi war Rhythm and Hues auch an der Produktion von Snow White and the Huntsman, der Herr-der-Ringe-Filmtrilogie, The Hunger Games und Der goldene Kompass beteiligt." - die Auftragslage scheint ja zumindest ganz OK gewesen sein...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.02.13 13:49 durch giveIgetO.

  2. Re: Hintergrund der Insolvenz

    Autor: Lichtwolf 25.02.13 - 13:48

    Da kommen viele Faktoren zusammen:
    http://online.wsj.com/article/SB10001424127887323864304578316414057909902.html

  3. Re: Hintergrund der Insolvenz

    Autor: Gungosh 25.02.13 - 16:13

    Lichtwolf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da kommen viele Faktoren zusammen:
    > online.wsj.com

    Danke für den Link. Die Insolvenz ist also "lediglich" (Entschuldigung) durch branchenübliche Probleme (*) entstanden und der Skandal vor allem das fehlende Feingefühl der Oscars-Zeremonienmeister.

    Ein gar nicht mal so sehr an den Haaren herbeigezogener Vergleich wäre: Auf der CeBit erwähnt ein deutscher IT-Chef bei einer Preisverleihung die Insolvenz seiner IT-Firma aufgrund von Billig-Konkurrenz (z.B. Niedriglöhne) und die CeBit-Regie dreht ihm den Ton ab, weil seine Redezeit vorbei ist.

    Den Mann seinen Satz zu Ende sprechen lassen wäre schon ok gewesen, aber der Shitstorm ist IMHO oversized.

    (*) [...] They blame a combination of factors, including generous tax credits in Canada, New Zealand and the U.K.; competition from low cost labor in developing markets; and ever-cheaper technology that is letting more competitors set up shop. [...]

    _____________________________
    <loriot>Ach was?</loriot>

  4. Re: Hintergrund der Insolvenz

    Autor: Endwickler 25.02.13 - 16:25

    giveIgetO schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So eine Insolvenz bricht ja nicht aus heiterem Himmel über einen herein.
    > Dem gehen in der Regel schlechte Auftragslage, Kosten die aus dem Ruder
    > laufen, eine allgemein schwierige Marktsituation, Management-Versagen o.ä.
    > voraus.
    >
    > Und Redezeit ist nunmal Redezeit. Die sollte vorher bekannt sein. Wenn
    > Westerhofer also erst am Ende zu einem Punkt kommt, der ihm ach so wichtig
    > ist, kann man das doch nicht der Acadamy vorwerfen.
    >
    > "Vor Life of Pi war Rhythm and Hues auch an der Produktion von Snow White
    > and the Huntsman, der Herr-der-Ringe-Filmtrilogie, The Hunger Games und Der
    > goldene Kompass beteiligt." - die Auftragslage scheint ja zumindest ganz OK
    > gewesen sein...

    Ja, die Aufträge schienen dagewesen zu sein, aber der Preis, zu dem die Arbeiten verkauft wurden, war anscheinend viel zu billig angesetzt. Nun schreien manche danach, dass die Ausländer ihnen den Job wegnehmen, weil sie weniger kosten. Daher vermutlich auch die Forderung, dass ausländische Filmförderungen beendet werden sollen. Mit der langjährigen Erfahrung hätte man erwarten dürfen, dass so eine VFX-Firma einschätzen kann, was die geforderten Effekte kosten könnten. Das ganze nun anscheinend viel zu billig abzugeben, hat im nachhinein niemandem, außer dem Filmstudio, das billig zu seinen Effekten kam, etwas gebracht.

  5. Re: Hintergrund der Insolvenz

    Autor: Trockenobst 25.02.13 - 17:25

    Endwickler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, die Aufträge schienen dagewesen zu sein, aber der Preis, zu dem die
    > Arbeiten verkauft wurden, war anscheinend viel zu billig angesetzt. Nun
    > schreien manche danach, dass die Ausländer ihnen den Job wegnehmen, weil
    > sie weniger kosten.

    Der Punkt ist wohl simpel, dass die Jobs die sie Anbieten in einem Hochpreisland nicht funktionieren. Und deswegen verlieren sie Aufträge ins Ausland und beim Versuch bei diesem Dumping-Spiel mitzumachen sind sie (neben anderen Businessfehlern) in schwieriges Gewässer gekommen.

    Das die Mitarbeiter nicht bezahlt wurden, ist nicht das Problem des Auftraggebers, sondern des negativen Cashflows der Firma, die an einer Stelle keine Gehälter mehr zahlen konnten weil ihre anderen Verpflichtungen das Geld absaugten.

    Wenn es in den USA nicht mehr funktioniert bzw. die Chefs keine schöne Mischung zwischen West- und Ost-Teams hinkriegen ist es eben so. Dann gibt es eben keine VFX-Studios mehr in den USA.

    Der Ruf nach mehr Geld ist verständlich. Aber da können sie sich bei 100 Branchen hinten anstellen.

  6. Re: Hintergrund der Insolvenz

    Autor: Lichtwolf 25.02.13 - 20:03

    Ein gerne verwendetes Beispiel sind die Subventionen in Kanada (-> Vancouver). Hier werden neue Arbeitsplätze und Firmenansiedelungen direkt mit Cash gefördert. Sher agressiv sogar.

    Selbst wir als kleine Entwicklungsklitsche im VFX Bereich wurden schon angesprochen...

    Das geht schon über die übliche Filmförderung weit hinaus.

  7. Re: Hintergrund der Insolvenz

    Autor: Anonymer Nutzer 25.02.13 - 23:03

    Was bitte kann Ang Lee dafür, wenn die Firmenbosse nicht wirtschaften können? Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese jammernde VFX-Branche gerne von den billigen Löhnen in China profitiert, wenn es darum geht das nötig Equipment möglichst günstig einzukaufen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 25.02.13 23:05 durch fluppsi.

  8. Re: Hintergrund der Insolvenz

    Autor: Kuroiban 26.02.13 - 02:05

    Im künstlerischen Betrieb ist das nichts neues, wenn kalte Kalkulation der Auftraggeber auf persönlichen Verzicht der Künstler trifft dann endet es so gut wie nie das der Auftraggeber am Ende den Kürzernen zieht. Künstler haben einen gewissen Berufsethos der sie sehr offt daran hindert klare Signale zu setzen. Das wäre im Falle dieser Produktionen wohl gewesen das man dem Kunden klar machen muss das er unter den gegeben finanziellen Rahmen bedingungen nicht mehr Qualität erwarten kann als er bereit ist zu zahlen.
    Stattdessen setzen sich Künstler hin und machen Überstunden - unentgeldlich - damit Termine und Qualität gehalten werden kann. Etwaige Konventionalstrafen für Termin überschreitungen will man garnicht noch mit einrechnen die einer Firma droht die nicht das Top-Ergebniss zur gesezten Deadline liefern kann. Das Ergebniss ist "Raubbau" an Kultur und Kreativiät, Dinge die man eigendlich nicht einfach so "outsourcen", nur fällt das den Auftraggebern immer erst zuspät auf.

  9. Re: Hintergrund der Insolvenz

    Autor: Johnny Cache 26.02.13 - 09:59

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das die Mitarbeiter nicht bezahlt wurden, ist nicht das Problem des
    > Auftraggebers, sondern des negativen Cashflows der Firma, die an einer
    > Stelle keine Gehälter mehr zahlen konnten weil ihre anderen Verpflichtungen
    > das Geld absaugten.

    Selbstverständlich kann das auch am Auftraggeber hängen, wenn sich dieser nicht an seine Zahlungsverpflichtungen hält. Blöd ist bei solchen Situationen halt immer daß sie Mitarbeiter die dummen sind und letztendlich für Lau arbeiten müssen.
    Ich werde in Zukunft jedenfalls nicht mehr so gutmütig sein und in einem solchen Fall umgehend die Arbeit niederlegen. Wer nicht bezahlt soll auch nichts dafür bekommen.

    http://img293.imageshack.us/img293/7323/signaturebn2.png

  10. Re: Hintergrund der Insolvenz

    Autor: helgebruhn 26.02.13 - 11:12

    Also die Problematik überhaupt nicht. Ein FX-Unternehmen hat sich offenbar verspekuliert bzw. geleistete Arbeit zu bilig angeboten, um davon leben zu können. Was um alles in der Welt hat das jetzt mit der Oscarverleihung zu tun ? Genauso gut könnte sich ein Nobelpreisträger der Chemis honstellen und bei der Preisverleihung die Arbeitsbedingungen der Pharmazeutischen Industrie anprangern ?

    In der Schule würde man vom Lehrer eine 6 dafür bekommen, Thema verfehlt.

    Und herzugehen und der Filmakademie nen Strick draus drehen, daß nach 1 Minute der zarte Hinweis kommt, man soll zum Ende kommen, ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Jeder weiß es, und wenn es der ausgezeichneten Person so wichtig ist, die eigenen Bedingungen anzuprangern, warum sagt er dann nix ?

    Ich halte die ganze Geschichte für reines Geschwätz, um den schwarzen Peter abzugeben. Offenbar wurden die Leute von den Kollegen zur Sau gemacht, warum sie denn nix gesagt haben und rechtfertigen sich damit,. daß sie es vorhatten, aber vorher abgewürgt wurden, Ja nee ist klar, albener versuch.

  11. Re: Hintergrund der Insolvenz

    Autor: Endwickler 26.02.13 - 11:19

    helgebruhn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...
    > nach 1 Minute der zarte Hinweis kommt, man soll zum Ende kommen
    > ...

    Nach 45 Sekunden.

  12. Re: Hintergrund der Insolvenz

    Autor: helgebruhn 26.02.13 - 12:05

    Bissl Zeit hat man dann ja noch, bis das Mikro abgeklemmt wird :D Wie auch immer, was man sagen möchte, konnte man reichlich loswerden, weilweise haben sich sogar 3 Leute ausreichend bedankt, nacheinander. ^^

  13. Re: Hintergrund der Insolvenz

    Autor: Endwickler 26.02.13 - 12:06

    helgebruhn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bissl Zeit hat man dann ja noch, bis das Mikro abgeklemmt wird :D Wie auch
    > immer, was man sagen möchte, konnte man reichlich loswerden, weilweise
    > haben sich sogar 3 Leute ausreichend bedankt, nacheinander. ^^

    "weilweise"? Das w liegt nicht mal direkt neben dem t, jedenfalls nicht auf meiner Tastatur.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.02.13 12:07 durch Endwickler.

  14. Re: Hintergrund der Insolvenz

    Autor: Gungosh 26.02.13 - 21:38

    Endwickler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > helgebruhn schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bissl Zeit hat man dann ja noch, bis das Mikro abgeklemmt wird :D Wie
    > auch
    > > immer, was man sagen möchte, konnte man reichlich loswerden, weilweise
    > > haben sich sogar 3 Leute ausreichend bedankt, nacheinander. ^^
    >
    > "weilweise"? Das w liegt nicht mal direkt neben dem t, jedenfalls nicht auf
    > meiner Tastatur.

    Hör mal auf, dass sind gerade mal 3 Zentimeter oder so, das ist direkt dabenen. Daneben mein ich.

    _____________________________
    <loriot>Ach was?</loriot>

  15. Re: Hintergrund der Insolvenz

    Autor: Anonymer Nutzer 27.02.13 - 11:45

    Kuroiban schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im künstlerischen Betrieb ist das nichts neues, wenn kalte Kalkulation der
    > Auftraggeber auf persönlichen Verzicht der Künstler trifft dann endet es so
    > gut wie nie das der Auftraggeber am Ende den Kürzernen zieht. Künstler
    > haben einen gewissen Berufsethos der sie sehr offt daran hindert klare
    > Signale zu setzen.

    Der ist gut. Kenne kaum eine Berufsgruppe, die so hemmungslos zulangt, wenn es möglich ist. Künsterischer Betrieb ist ohnehin ein Widerspruch in sich.

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Anzeige
Stellenmarkt
  1. K+S Aktiengesellschaft, Kassel
  2. über MEDICI & SPRECHER AG, Hamburg
  3. sonnen GmbH, Wildpoldsried
  4. admeritia GmbH, Langenfeld

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. (täglich neue Deals)
  3. 114,90€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Mi Notebook Air im Test: Xiaomis geglückte Notebook-Premiere
Mi Notebook Air im Test
Xiaomis geglückte Notebook-Premiere
  1. Mi Notebook Air Xiaomi steigt mit Kampfpreisen ins Notebook-Geschäft ein
  2. Xiaomi Mi Band 2 im Hands on Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
  3. Xiaomi Hugo Barra verkündet Premium-Smartphone

Rocketlab: Neuseeland genehmigt Start für erste elektrische Rakete
Rocketlab
Neuseeland genehmigt Start für erste elektrische Rakete
  1. Osiris Rex Asteroid Bennu, wir kommen!
  2. Raumfahrt Erster Apollo-Bordcomputer aus dem Schrott gerettet
  3. Startups Wie Billig-Raketen die Raumfahrt revolutionieren

Recruiting: Uni-Abschluss ist nicht mehr das Wichtigste
Recruiting
Uni-Abschluss ist nicht mehr das Wichtigste
  1. Friends Conrad vermittelt Studenten für Serviceleistungen
  2. IT-Jobs Bayerische Firmen finden nicht genügend Programmierer
  3. Fest angestellt Wie viele Informatiker es in Deutschland gibt

  1. SpaceX: Warum Elon Musks Marsplan keine Science-Fiction ist
    SpaceX
    Warum Elon Musks Marsplan keine Science-Fiction ist

    Hat Elon Musk den Mund zu voll genommen? Der SpaceX-Chef hat mit seinen Marsplänen wieder einmal die Wissenschaftswelt gespalten. Dabei basiert jeder Teil des Plans auf real vorhandener und umsetzbarer Technik. Musk sieht allerdings selbst gute Chancen, damit zu scheitern.

  2. Blau: Prepaid-Kunden bekommen deutlich mehr Datenvolumen
    Blau
    Prepaid-Kunden bekommen deutlich mehr Datenvolumen

    Telefónica verpasst den Blau-Prepaid-Tarifen deutlich mehr ungedrosseltes Datenvolumen. Damit werden die bisherigen Aktionsangebote dauerhaft angeboten. Teilweise erhalten Kunden bis zur Drosselung ein verdreifachtes Datenvolumen.

  3. Mobilfunk: Blackberry entwickelt keine Smartphones mehr
    Mobilfunk
    Blackberry entwickelt keine Smartphones mehr

    Blackberry wird keine neuen Smartphones mehr entwickeln. Damit gibt der Smartphone-Pionier sein einstiges Kerngeschäft auf. Der erhoffte Umschwung mit Smartphones auf Basis von Android blieb aus.


  1. 15:04

  2. 14:38

  3. 14:31

  4. 14:14

  5. 13:38

  6. 13:00

  7. 12:20

  8. 12:02