Da offensichtlich einige Unklarheiten vorherschen, hier mal ein paar Erklärungen.
Zitat:
"Das CinemaScope-Verfahren basiert auf dem Anamorphoskop von Professor Henri Chrétien welches bereits 1927 entwickelt wurde. 1952 wurde das Verfahren von der 20th Century Fox Film Corporation erworben."
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Anamorphotisches_Verfahren
Also zunächst mal hatte das Cinemascope-Verfahren nichts aber auch gar nichts mit TV-Geräten zu tun, 1927 gab es noch keine Fernseher, und 1952 hatte vielleicht jeder 3. oder 4. Haushalt einen Fernseher, da es aber kein VHS-Video oder ähnliches geschweige den Videotheken gab, konnte niemand einen Kinofilm auf seimen TV Zuhause sehen, deswegen wurden beide Techniken unabhängig von einander entwickelt.
Die ersten TV-Geräte wurden im 4:3 Format entwickelt, da es natürlich sehr schwierig ist, eine Breitbild-Röhre mit möglichst geringer Bautiefe zu konstruieren, auch heute noch ist das problematisch, sonst hätte man sicherlich schon damals Breitbildfernseher entwickelt.
Das 16:9 TV-Format wurde dann aus dem gleichen Grunde zum Standard, eine 21:9 Röhre ist technisch nur mit einer immensen Bautiefe realisierbar, wenn überhaupt, im Zeitalter der LCD und Plasma-TVs ist das natürlich kein Problem mehr, da es aber den 16:9 Standard für TV-Übertragungen gab und gibt, hat man diese zunächst auch im 16:9 Format produziert.
Zitat:
"CinemaScope ist eines der bekanntesten Verfahren Breitbilder Anamorph aufzuzeichnen. Basierend auf einem Anamorphoskop wird mit einer speziellen Linsenkonstruktion das Bild bei der Aufnahme in der Breite gestaucht, jedoch ohne die Höhe zu verändern.
Bei der späteren Projektion wird mit einer zylindrisch geschliffenen Linse das Bild im Filmprojektor wieder auseinander gezogen und somit entzerrt. Mit diesem Verfahren ist es möglich, auf einem klassischen 35mm-Film Bilder mit einem Seitenverhältnis von 2,35 : 1 aufzuzeichnen.
Der größte Vorteil dieser Technologie besteht darin, dass mit relativ kostengünstigen Materialien, dass für das menschliche Auge sehr angenehme Breitbildformat erzeugt werden kann."
Quelle: http://www.bluray-disc.de/lexikon/cinemascope
Cinemascobe = 2,35:1 = (ca.)21:9
Wer den Dreisatz beherscht kanns nachrechnen ;-)
Um nun einen 2,35:1 Kinofilm auf einem 16:9 TV darzustellen, OHNE das Bild zu verzerren und OHNE seitlich etwas abzuschneiden, sind die schwarzen Balken erforderlich, der Filmemacher dreht seinen Film in Cinemascobe also 2,35:1 ihm ist völlig schnuppe ob nacher bei der Wiedergabe im Heimkino schwarze Balken auf dem TV sichbar sind oder nicht, soviel also zum Thema: "Stilmittel der Regisseure".
Wer sich einen Cinemascobe-Film auf seinem 16:9 TV in Vollbild, also ohne schwarze Balken ansieht, muß halt mit "Coneheads" leben.
DVD und BD:
Auf diesen Datenträgern wird grundsätzlich 16:9 Material abgelegt, die schwarzen Balken sind bei Cinemascobe-Quellmaterial also in der Bildfläche enthalten.
BD-Auflösung = 1920x1080
Bei Cinemascobe-Quellmaterial hat also die reine Bildfläche ohne schwarze Balken eine Auflösung von 1920x(ca.)816 bei 21:9 TVs, die eine Auflösung von 2520x1080 haben, wird das Bild also sowohl horizontal als auch vertikal um ca. 31% gestreckt (scaliert) nun könnte man sich natürlich die Frage stellen, warum 21:9 TVs dann nicht einfach eine Auflösung von 1920x816 haben, aber eine Auflösung mit 1080 horizontalen Zeilen macht durchaus Sinn, da es auch Filme gibt, die fürs Kino schon im 16:9 Format gedreht werden,
(wie z.B. Hellboy 1 und 2, hier könnte man dann von einem Stilmittel des Regisseurs sprechen, vielleich wollte er aber auch wirklich nur verhinder, das bei der Wiedergabe im Heimkino schwarze Balken entstehen)
diese Filme kann ein TV mit 1080 horizontalen Bildzeilen dann native darstellen, bei einem 21:9 TV hat man dann seitlich schwarze Balken, damit eine unverzerrtes Bild entsteht.
Ich hoffe es sind nun alle Karheiten beseitigt ;-)
Gruß Cinemascobe
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