Dafür braucht man kein 8000p oder whatever für bewegte Bilder. Und wo wir grad beim Auge sind...
> Die Orientierung an der vertikalen Auflösung [...] ist dabei ein Relikt aus der
> analogen Fernsehwelt, das sich bis heute gehalten hat.
Ja, aber es wird weiterhin verwendet, weil das menschliche Auge viel sensibler für Unterschiede in der vertikalen als der horizontalen Auflösung ist.
4K (also 2000 Zeilen bei 16:9) für das Anschauen von Fotos sehe ich ja noch ein. Da geht man auch mal näher ran. Aber für Filme und TV? Der Unterschied zwischen 1080p und 4K ist kaum noch wahrzunehmen, wenn man so weit weg sitzt, dass man den Kopf nicht bewegen muss, um das ganze Bild zu erfassen.
Das wird bestimmt wie bei MP3 laufen. In neutralen Versuchen zeigt sich, dass max 1% der Menschen zuverlässig gewisse Qualitätsunterschiede wahrnehmen kann. Aber 80% bilden sich dies ein. Das ist wie an der Uni, wo sich 60% der Studenten zu den besten 10% hält. Eine einfache psychologische Überlebensstrategie, die wohl in Zukunft auch dazu dienen wird 16K Fernseher zu verkaufen.
Fazit: Was bringt der ganze technische Schnick-Schnack, wenn nur noch Müll produziert wird. An dieser Stelle ich ich viel mehr Raum für Verbesserungen.
p.s.
Viel wichtiger wäre dass die TV Sender endlich mal aufhören so viel Interlaced-Material zu produzieren. DAS ist nämlich ein Relikt aus der anlogen Zeit, das niemand mehr braucht.
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>Viel wichtiger wäre dass die TV Sender endlich mal aufhören so viel Interlaced-Material >zu produzieren. DAS ist nämlich ein Relikt aus der anlogen Zeit, das niemand mehr >braucht.
Naja, spart halt Bandbreite.... Was auch mit stärkere Kompression geht, was dann ebenso albern ist. Ähnlich wie bei Fotokameras wird vielfache nur noch die Auflösung als Maßstab gesehen. DVB-T ist da teilweise schon arg am untereren Limit,je nach material sind teils massive Artefakte zu sehen. Was bringt eine hohe AUflöunge, wenn man ständig Artefakte sieht?
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Spart Bandbreite, aber auf Kosten der Darstellungsqualität und zwar in einem Maße, das ich für schlimmer halte als ein paar Artefakte mehr. Hier wird nämlich die zeitliche Auflösung (der einzelnen Zeile) reduziert auf 25 oder 30 fps. Als zweiten Nachteil kann man kein komplettes Bild (mit 720 oder 1080 Zeilen) mehr zusammensetzen, ohne bei Bewegungen eine extrem verzerrte Darstellung, nämlich die Kammeffekte zu sehen. Und DAS fällt doch viel mehr auf als wenn ein paar Konturen etwas kantiger werden durch Kompression.
Interlaced ist wirklich aus der analogen Welt, und wenn die dummen Amerikaner nicht so geil auf 1080 gewesen wären, hätten sie ebenfalls 720p als Standard eingeführt. Jetzt aber haben wir in Europa schön scharfe Dokumentationen in 720p mit 50fps und echt tollen Bewegtbildern; dafür sind sämtliche internationalen Sportereignisse (also … alle) in 1080i zwangszweise zu filmen. Und damit bleibt nur noch grob 720i übrig. Etwas besser ist es schon, weil die Öff.-Rechtlichen auch bessere Technik haben – aber hochauflösend (zeitlich und örtlich) ist was anderes.
Naja, irgendwann kommt 1080p. Hoffentlich.
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