Das ist kein Flame-Thread sondern mein Ernst.
Warum kauft man sich eine Bridgekamera?
Recht viel kleiner als Einstiegs-DSLRs sind sie nicht. Von m4/3 mal ganz abgesehen. Preislich sind sie auch nicht günstiger als eine Einstiegs DSLR. Aber irgendeinen Vorteil müssen die Dinger ja haben?
Dann liste doch mal die Unterschiede zwischen den beiden Kameratypen auf und frag, ob du immer genau auf diese Unterschiede angewiesen bist.
Zeig mir eine DSLR mit einem 24x-Zoom. Und welcher Media Markt Kamerakäufer interessiert sich schon für Sensorgröße usw? Da kommt es eher darauf an, dass "man nah genug ran" kommt.
DerBeobachter schrieb:
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> Das ist kein Flame-Thread sondern mein Ernst.
> Warum kauft man sich eine Bridgekamera?
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> Recht viel kleiner als Einstiegs-DSLRs sind sie nicht. Von m4/3 mal ganz
> abgesehen. Preislich sind sie auch nicht günstiger als eine Einstiegs DSLR.
> Aber irgendeinen Vorteil müssen die Dinger ja haben?
Ganz einfach: Der Brennweitenbereich. Da bist auch mit einer Einsteiger-DSLR leicht bei 1000€ und musst Objektive wechseln.
Dafür musst du bei der Bridge halt Abzüge bei der Bildquali machen. Alles eine Frage des Anspruchs, Geldbeutels und Einsatzzwecks.
DerBeobachter schrieb:
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> Das ist kein Flame-Thread sondern mein Ernst.
> Warum kauft man sich eine Bridgekamera?
Weil's reicht? Okay, manchen zumindest.
Habe mir es auch recht lange überlegt, da Scannen von Film doch recht zeitaufwendig ist, eine Bridge als Ersatz für meine Kompakte anzuschaffen.
Die Qualität war mir aber am Ende doch zu schlecht und nun eine MFT als doch recht guten Kompromiss genommen.
> Recht viel kleiner als Einstiegs-DSLRs sind sie nicht.
Die Leute bekommen halt einen dicken Zoom Bereich, diverse "You press the button, we do the rest" (George Eastman) Automatiken und am Ende irgendwas buntes mit dem sie Bekannte und Verwandte beim nächsten Besuch belästigen können.
Eine (D)SLR hat dann schon wieder den Geruch des "Ist doch viel zu kompliziert für mich" und bei MFT ist die Auswahl doch recht gering und natürlich spielt der Preis auch eine Rolle (Preis für Pana 7-14mm Zoom als Beispiel).
Für Leute also die einfach Erinnerungsbilder machen wollen, ihre Freude dran haben und, Zoom sei Dank, endlich die Gams auf'm Berg ohne Klettertour ablichten können ist so eine Bridge doch einfach optimal.
Mit x kg Ausrüstung den Berg rauf und runter liefert zwar, technisch, prima Ergebnisse, aber so der reine Spass ist es halt auch wiederum nicht.
DerBeobachter schrieb:
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> Das ist kein Flame-Thread sondern mein Ernst.
> Warum kauft man sich eine Bridgekamera?
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> Recht viel kleiner als Einstiegs-DSLRs sind sie nicht. Von m4/3 mal ganz
> abgesehen. Preislich sind sie auch nicht günstiger als eine Einstiegs DSLR.
> Aber irgendeinen Vorteil müssen die Dinger ja haben?
Ich hatte die Vorteile mal irgendwo zusammen geschrieben, ist schon etwas länger her: Bridgekameras haben mehrere Vorteile für den Anwender: Ihr Objektiv ist gegen Staub, Schmutz etc. abgedichtet, da es keinen Objektivwechsel gibt, kann auch kaum etwas auf den Sensor gelangen. Zum anderen sind die Objektive auf die Kamera abgestimmt, so dass Verzerrungen und andere Fehler schon in der Kamera heraus gerechnet werden können. Gegenüber Kompakten lassen sie sich mit beiden Händen ruhiger halten, ähnlich wie eine Spiegelreflexkamera. Außerdem kann man mit ihnen durchweg filmen, was (zumindest als ich meinen Vergleich schrieb) bei einfachen DSLRs nicht immer der Fall ist.
Und natürlich ist es auch der Preis: Viele Objektive der Bridgekameras sind mit Bildstabilisatoren ausgerüstet und für den gebotenen Brennweitenbereich sind sie meist günstiger als eine vergleichbare DSLR samt Objektiv.
Dazu kommen noch allerlei Motivprogramme/Automatiken/Effekte, bei denen viele DSLRs nicht mithalten können - von der Sinnhaftigkeit der Funktionen einmal abgesehen.
Zielpublikum von Bridgekameras sind, so erzählte es mir zumindest einmal ein Kollege aus der Fotobranche, eher ältere Kunden, die vorher mit einer Film-SLR fotografierten und einen großen Zoombereich wünschen. Haupteinsatzgebiet sollen Reisen sein, was den Wunsch nach einem "immerdrauf" Objektiv mit einem großen Brennweitenspielraum erklären könnte.
Was mich persönlich an Bridgekamera stört sind die lauten Zoom- und Autofokusmotorgeräusche beim Filmen. Warum hier niemand einen Ultraschallantrieb zumindest für den Autofokus einbaut, wundert mich schon sehr.
Schön wäre natürlich auch mal ein Versuch mit einem größerem Sensor. Sowas gabs im Analogbereich schon unter anderem bei Olympus mit der IS-1000:
http://www.optiksammlung.de/OM/IS1000.html
(schon 20 Jahre her), aber so groß ist die Kamera und vor allem das Objektiv trotz "Vollformat" gar nicht.
Mit freundlichen Grüßen
AD (golem.de)
1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.07.10 11:03 durch ad (Golem.de).
Naja - ein Foto macht immer noch primär der Fotograf. Ich kenne genügend Leute die eine tolle 1000€ Kamera haben und Fotos machen, dass sich mir die Zehennägel kräuseln...
Richtig ist wohl: 24fach ist etwas übertrieben, aber wenn's drin ist - warum nicht. Was die Bildqualität betrifft: ich hab' noch eine FZ 20 und die ist da wirklich nicht schlecht gewesen - vielleicht ist die FZ 100 ja ein "würdiger" Ur-Enkel... mal sehen was da so an Tests kommt.
Das Objektiv ist so "klein", weil es nur knapp ein 4fach Zoom ist (35-135mm). Hinzu kommt, dass der Blendenbereich (größte Blende) nur bis 4,5 bzw. 5,6 reicht.
Vergleicht man die Objektivgröße mal mit einer Fuji HS10, dann liegen da ganz andere Werte vor: Blende 2,8 und 30fach-Zoom.
und systemkameras werden sich durchsetzen. ich habe halbtags in einem mittelgroßen fotogeschäft gearbeitet. die bridge kameras war dabei die gattung die nie ein kunde ohne hinweis gekauft hätte. vor allem waren sie eben ladenhüter, da ließen sich meine kollegen schonmal so sachen wie "die sind grad das geilste wo gibt und fast ausverkauft". naja in wirklichkeit haben sie sich im lager gestapelt.
der grund dafür ist einfach, die dinger sind nutzlos.
der zoom ist zwar enorm aber ab dem 200mm bereich zu wackelig insbesondere für amateure. zum ausgleich kann man dank des winzigen sensors nichtmal die iso hochstellen und diese antishake teile sind ein witz und meiner beobachtung nach vor allem ein placebo.
so und was bleibt wenn man den riesen zoom nicht aussnutzen kann? richtig eine ausgewucherte kompaktkamera...
die systemkaras werden die bridge kameras ersetzen da bin ich mir sicher. dieses kameraformat bietet wirklich vorteile!
Wenn du 800 mm Brennweite brauchst, wirst du sie dir auch bei einer Systemkamera beschaffen und damit die gleichen Probleme haben.
Wenn eine Kamera 14 MP hat, dann ist das wichtigste daran der schnelle Prozessor. Ich hätte nichts gegen eine 24 MP Kamera, die müsste dann aber eine GPU haben und 10 Speicherkarten im Raid 0 betreiben. Das ist ein ganz wichtiger Kostenfaktor, der andere sind die Objektivpreise. Der Sensorpreis alleine ist nicht entscheidend.
bridgekameras werden aussterben schrieb:
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(...)
> vor allem waren sie eben ladenhüter,
Mit anderen Worten die Hersteller stellen seit Jahren diese Teile nur aus dem Grund her das sie in den Lagern der Läden gelagert werden können weil sowieso niemand sie kauft.
Ja, dass macht wirklich Sinn.
Ich fotografier eigentlich gerne mit der Bridgekamera (Panasonic FZ18)
+ grandioser Zoombereich
+ leicht
+ preisgünstig
+ eher robust und wenn sie kaputt/geklaut wäre würd ich mir halt den Nachfolger kaufen. Das könnte ich mir bei einer teuren Kamera/Objektiv nicht leisten.
Von den Bildern die ich so schieße sind ungefähr die Hälfte technischer Ausschuss, was daran liegt dass
- die Kamera bei schlechtem Licht verrauscht / verwackelt
- der Autofokus zu langsam ist oder danebengreift
- die Auslösung zu spät erfolgt (bei Schnappschüssen, Landschaften klappen prima)
Die andere Hälfte aber ist gut genug, dass mann sich um die Qualität des Motives Gedanken machen kann. Und damit kann ich bestens leben.
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