Ernsthaft: Wie soll denn Wasser einer Speicherkarte schaden?
- Die Speicherchips an sich sind monolithisch und wasserunemfindlich (lediglich reflow-löten oder anderweitig stark erhitzen sollte man sie jetzt nicht mehr)
- Die Leiterbahnen sind durch Lötstopplack o.ä. geschützt und auch so wasserunempfindlich
- Die Kontakte sind entweder mit Gold gegen Korrosion geschützt oder die "Rostschicht" löst sich beim Einstecken in den Kartenleser sowieso gleich wieder.
Warum sollte eine Speicherkarte nicht jahrelang unter Wasser überleben? vor allem, da sie ja in der Kamera vor mechanischer Zerstörung geschützt war.
Ich hätte nichts anderes erwartet.
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Dreck und schmutz im wasser der so fein ist das er durch alles durch kommt und am ende im laufe der zeit teile verletzt.
Würde mehr als 3 jahre dauern, aber möglich, durch die reibung an den steinen und die strömung, hätte die kamera sich auch irgendwan zersetzt.
Dauert nur...
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Hasler schrieb:
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> Dreck und schmutz im wasser der so fein ist das er durch alles durch kommt
> und am ende im laufe der zeit teile verletzt.
> Würde mehr als 3 jahre dauern, aber möglich, durch die reibung an den
> steinen und die strömung, hätte die kamera sich auch irgendwan zersetzt.
> Dauert nur...
Mechanisch ist Elektronisch ziemlich stabil - und in diesem Fall durch Kamera- und Speicherkartengehäuse gut geschützt. Das hätte sicher 300 Jahre gedauert, bis da was "kaputtgeschliffen" wurde.
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Eventuell durch den ph-Wert des Wassers - in diesem Fall ist eine chemische Reaktion mit dem Material denkbar - dieses könnte ja beispielsweise durch die Kamera selbst (also als Fremdbestandteil im Wasser) hervorgerufen werden - Materialien, welche wahrscheinlich wasserempfindlicher sind.
Ich würde behaupten, dass nach ein paar Jahrzehnten spätestens Schluss wäre - 300 Jahre kann ich mir nicht vorstellen. Wobei ja schon geringe Fehler zur Funktionsuntüchtigkeit führen können (ohne vollständigen Datenverlust)
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NERO schrieb:
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> Eventuell durch den ph-Wert des Wassers - in diesem Fall ist eine chemische
> Reaktion mit dem Material denkbar - dieses könnte ja beispielsweise durch
> die Kamera selbst (also als Fremdbestandteil im Wasser) hervorgerufen
> werden - Materialien, welche wahrscheinlich wasserempfindlicher sind.
In den Adirondacks wird es lausig kalt - ich hätte gedacht, dass gefrorenes Wasser wg. seiner Ausdehnung zum Zerstörungsprozess beiträgt.
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Ich finde schon die Fragestellung an Arroganz kaum noch zu überprüfen.
Ich nehme an, vor dem Artikel hätte bei Befragung von fachnahen Wissenschaftlern kaum jemand die Hand dafür ins Feuer legen wollen, eine Karte könnte sowas überstehen. Ich schätze, 97% hätten zu starke Zweifel gehabt.
Man muss sich ja nur die feinen Steckkontakte anschauen, schon mechanisch ist das ganze erstaunlich.
Die Fragestellung von dir übertrifft die Arroganz sämtlicher Entscheider oder Projektleiter, die ich bisher in Reallife Projekte habe an die Wand fahren sehen,
wor wir uns von Anfang an gefragt haben, wie der die Risiken bewertet.
Vielleicht gehörst du ja dazu.
Es ist manchmal mühsam, etwas Erfahrung zu haben. Die Welt ist halt wie sie ist.
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NERO schrieb:
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> Eventuell durch den ph-Wert des Wassers - in diesem Fall ist eine chemische
> Reaktion mit dem Material denkbar - dieses könnte ja beispielsweise durch
> die Kamera selbst (also als Fremdbestandteil im Wasser) hervorgerufen
> werden - Materialien, welche wahrscheinlich wasserempfindlicher sind.
Die Strukturen auf dem Chip werden üblicherweise durch eine Polyimid-Schicht geschützt, und die ist ziemlich robust, da muss man schon mit heftiger Säure ran um die loszuwerden.
Ähnliches dürfte für den Schutzlack auf den Leiterbahnen der Platine gelten.
Und die Goldschicht auf den Kontakten bekommt man eh nur mit Königswasser oder mechanisch runter.
Jedenfalls nicht durch kaltes Flusswasser.
> Ich würde behaupten, dass nach ein paar Jahrzehnten spätestens Schluss wäre
> - 300 Jahre kann ich mir nicht vorstellen. Wobei ja schon geringe Fehler
> zur Funktionsuntüchtigkeit führen können (ohne vollständigen Datenverlust)
Nach ein paar Jahrzehnten ist so ein Flash-Chip wahrscheinlich auch ohne Wasser hinüber, sodass die Frage eh theoretisch bleibt ;-)
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IC sind sind sehr empfindlich, Thema Haarrisse. In denen bilden sich kleinste Wassermengen, die dann im normalen Betrieb durch Ausdehnung Teile des IC regelrecht zerplatzen lassen.
Da gibt es so viel warum ICs nicht gerade lange überleben müssen.
Elektronik ist unter günstige Lagerung z.B: in der Wohnung ziemlich robust. Aber Outdoor oder im Keller können viele Teile sehr schnell Schaden nehmen.
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RFC1918 schrieb:
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> Die Fragestellung von dir übertrifft die Arroganz sämtlicher Entscheider
> oder Projektleiter, die ich bisher in Reallife Projekte habe an die Wand
> fahren sehen,
> wor wir uns von Anfang an gefragt haben, wie der die Risiken bewertet.
> Vielleicht gehörst du ja dazu.
Ich arbeite seit > 10 Jahren in der Halbleiterindustrie und habe auch schon viele ICs zur Fehleranalyse geöffnet (aufgebohrt, geätzt, usw.) und bin dadurch nicht ganz ahnungslos, was die Robustheit dieser Dinger angeht.
Und im Gegensatz zu allen Laien, die sich bisher dazu geäußert haben, wundert es mich eben nicht, dass die Speicherkarte das ausgehalten hat.
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H.Brecht schrieb:
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> IC sind sind sehr empfindlich, Thema Haarrisse. In denen bilden sich
> kleinste Wassermengen, die dann im normalen Betrieb durch Ausdehnung Teile
> des IC regelrecht zerplatzen lassen.
Dazu braucht es keine Haarrisse. Die meisten Mold-Compunds die für Packages verwendet werden, sind hygroskopisch und ziehen mit der Zeit Wasser.
Daher schrub ich ja auch, dass man diese ICs nicht mehr löten oder anderweitig stark erhitzen sollte, weil sie dabei kaputt gehen könnten.
Der normale Betrieb dürfte jedoch auch bei stark wasserhaltigem Mold kein Problem sein.
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Hier herscht ein höherer Informationsgehalt als in dem Artikel selbst.
Respekt!
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Strömung im Inneren einer Speicherkarte im Inneren einer Kamera. Ne ganau ;)
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Ich hätte bis zur Lektüre Eurer Beiträge wahrscheinlich eher vermutet, dass beim Hineinfallen ins Wasser im eingeschalteten Zustand die Speicherkarte ggf. durch Kurzschlüsse hätte beschädigt werden können.
Eine mechanische Störung hätte ich zunächst nicht vermutet, da die Speicherkarten in den Canon EOS-Teilen ja ziemlich geschützt sein dürften.
Beste Grüße
Michael
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Es gab vor ein paar Jahren mal einen Härtetest, wo sie CF-Karten mit einem Lastzug überrollt, im Vollwaschgang mitgewaschen und ihnen noch ähnliches mehr zugemutet haben – keine Ausfälle, soweit ich mich erinnere.
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Die Kamera lag am Boden des Flusses und da gefriert es nur, wenn der ganze Fluss zugefroren ist. Da der Fotograf nicht in der Lage war, seine Kamera aus dem Fluss zu retten, handelte es sich wohl nicht nur um ein kleines Bächchen. Große Flüsse frieren nur selten gänzlich zu.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.08.12 16:53 durch __destruct().
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> Die Kamera lag am Boden des Flusses und da gefriert es nur, wenn der ganze
> Fluss zugefroren ist. Da der Fotograf nicht in der Lage war, seine Kamera
> aus dem Fluss zu retten, handelte es sich wohl nicht nur um ein kleines
> Bächchen. Große Flüsse frieren nur selten gänzlich zu.
Das gilt für die meisten Flüsse, aber unter bestimmten Voraussetzungen kommt es zu sogenanntem Grundeis - Eis, das vom Boden her nach oben wächst. Sehr gefährlich für die Schifffahrt, die Oder ist ein solcher Fluss... und daher kommt auch das geflügelte Wort "ihm geht der A**** auf Grundeis".
S. a.: http://de.wikipedia.org/wiki/Grundeis
fr.osch
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mightymike1978 schrieb:
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> Ich hätte bis zur Lektüre Eurer Beiträge wahrscheinlich eher vermutet, dass
> beim Hineinfallen ins Wasser im eingeschalteten Zustand die Speicherkarte
> ggf. durch Kurzschlüsse hätte beschädigt werden können.
Die Kamera ist aber in einen Fluss gefallen und nicht ins Meer (Salzwasser). Natuerlich ist auch Flusswasser kein Isolator, aber da flieszen doch keine Stroeme, die zu irgendwelchen Schaeden fuehren koennten.
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Ein weiteres Mysterium ist geklärt. Danke. :)
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