Immer häufiger erlebe ich in Gesprächen, dass der Kunde sich wieder ein "Guckloch" zum Finden des Motivs neben dem mittlerweile pervers großen Bildschirm wünscht. König Kunde hat langsam begriffen, dass ein großes Kino an der Kamera nix hilft, wenn man darauf nix sieht - was trotz teils sehr guter Displays immer wieder passieren kann. Auch ist die Auseinandersetzung mit dem Motiv durch einen Sucher eine gänzlich andere Sache als via Display.
Es wäre schön, wenn bei einigen Kameras, die durchaus den Platz haben für einen optischen oder digitalen Sucher, wieder solch ein schickes Accessoire im Repertoire wäre :-)) ...
Stimme ich voll zu. Bei der tageslichtfähigkeit von Monitoren tut sich ja scheinbar eh nichts.
Und wenn Sucher, dann bitte nicht so ein völlig überteuertes Plastikaufsteckteil.
Wenn man nichts sieht, dann macht man den Bildschrirm einfach heller. Das geht fast bei jeder neueren Cam! Dann ist die auch Sonnenlichttauglich. Fast keiner kennt diese Funktion.
Ich erlebe es bei unseren Kunden eher das ein normalo Sucher zu abgeschnittenen Köpfen und Füßen führt. (gabs überigens zu Filmzeiten auch schon)
Der einzige brauchbare optische Sucher wäre der von einer SLR (Spiegelreflex) weil der direkt durch die Optik geht und genau das zeigt was auch abgelichtet wird. Sowas bekommt man aber nunmal in eine Kompaktkamera nicht rein.
Diese Gucklöcher halte ich für nicht brauchbar (selbst bei den Kameras die diese im Moment noch haben) noch weniger brauchbar als ein Display.
Es gibt heute digitale Sucher, die 100 Prozent Sichtfeld haben. Wer da noch Köpfe abschneidet, sollte die Kamera aus der Hand legen und es mit Malen nach Zahlen versuchen ...
Dreht man das Display zu hell, überzeichnet es und man sieht ggf. auch nichts mehr. Scheint die Sonne auf das Display, kann man das Ding so hell drehen, wie man will. Man sieht nichts.
Ein Sucher ist eine einfache Abhilfe, die schon vor Hundert Jahren funktioniert hat.
Helligkeit aufdrehen bringt bei direktem Sonneneinfall nix. Und elektronische Sucher sind leider viel zu grob von der Auflösung her. Gut um das motiv gerade so draufzubekommen reichts. Aber für Schärfebeurteilung kann man vergessen.
Jetzt komm auch noch dieser dämliche Trend touchscreens einzusetzen um auch noch die wenigen Hardwareknöpfe einzusparen...
Touchscreen auf einer Kamera ist ein No Go. Einzig gut gelöste Kameraserie: Panasonic G. Alles andere ist Augenwischerei. Canon hatte mit der Ixus 200 eine gute Touch-Lösung mit Hardware-Knöpfen, nur um dieses Konzept mit der 210 dann wieder ad Absurdum zu führen. Leider. Der Rest der Kamera konnte (für Knipser) überzeugen. Bei der FX 700 von Panasonic sieht es ähnlich aus und man kann davon ausgehen, dass der Nachfolger keine Hardware-Tasten mehr hat.
Die digitalen Sucher werden ja auch immer ausgefeilter. Und um die Schärfe genau zu finden, kann man ja auch einen Probeschuss abgeben :-) ...
leide hat man für nen Probeschuss nicht immer Zeit. Wenn sich die Auflösung der elektronischen Sucher gründlich verbessern würde gäbe es zumindest Hoffnung.
gildozweihorn schrieb:
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> Sowas bekommt man aber nunmal in eine
> Kompaktkamera nicht rein.
>
> Diese Gucklöcher halte ich für nicht brauchbar (selbst bei den Kameras die
> diese im Moment noch haben) noch weniger brauchbar als ein Display.
Doch, würde man. Wenn man in diesen "Gucklöchern" auch ein Display unterbringen würde. Das würde den Nachteil des nicht korrekten Bildausschnittes beheben und natürlich die Unfähigkeit vieler das Display heller zu stellen. ;)
An die Hersteller: Falls ihr das patentieren wollt, bitte eine kleine Spende an mich! :)
dieses kuckloch hat noch einen vorteil den hier den meisten vergessen. dadurch das man das teil fest an das gesicht drückt, wird die cam mehr stabilisiert als würde man freihand damit arbeiten.
vorallem bei kleinen cam´s die garkein gewicht haben kommt es immer zu verwischten bildern da sie zu viel bewegt wird

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Es gibt heute digitale Sucher, die 100 Prozent Sichtfeld haben. Wer da noch Köpfe abschneidet, sollte die Kamera aus der Hand legen und es mit Malen nach Zahlen versuchen ...
Dreht man das Display zu hell, überzeichnet es und man sieht ggf. auch nichts mehr. Scheint die Sonne auf das Display, kann man das Ding so hell drehen, wie man will. Man sieht nichts.
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Digitale Sucher sind genauso Displays wie die anderen auch und wenn du Brillenträger bist kommt da mindestes genauso Licht rein und man sieht nach deiner Auffassung fast nichts mehr. Genau auf die Pupille drücken wird wohl nicht gehen.
Und nen elektronischen Sucher in die Kompaktknipsen einzubauen macht die Cams wieder dicker. Ihr baucht nunmal einen bestimmten Abstand vom Auge zum Kompaktmonitor.
Bei den bridgecams funzt das. Bei ner Kompakten wirds schon arg schwierig. Wenn so einfach wäre hatte es schon jemand so gemacht.
Das mit dem Display funktionier bei mir sehr gut. Ich hatte damit bis jetzt noch keine Probleme, auch nicht was überzeichnungen angeht. Oder überzeichnet euer LCD TV wenn ihr die Hintergrundbeleuchtung heller dreht????? Ich glaube nicht.
Das einzig Ware ist und bleibt (meiner Meinung nach) ein optischer Sucher durch das Objektiv.
Wenn überhaupt.
iKnips2 schrieb:
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> Immer häufiger erlebe ich in Gesprächen, dass der Kunde sich wieder ein
> "Guckloch" zum Finden des Motivs neben dem mittlerweile pervers großen
> Bildschirm wünscht. ...
Blödsinn!
Es gibt hunderte von Kompakten mit "Guckloch" und das "Guckloch" ist völlig unbrauchbar!
Woher nimmt man diesem Mist zu sagen "immer mehr kunden wünschen sich".
Stimmt schlicht und einfach NICHT!
iKnips2 schrieb:
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> Immer häufiger erlebe ich in Gesprächen, dass der Kunde sich wieder ein
> "Guckloch" zum Finden des Motivs neben dem mittlerweile pervers großen
> Bildschirm wünscht.
Die Forderung gibt es schon lange und sie wird ja auch hin und wieder erfüllt, z.B. von Canon. Doch so gut sind diese Sucher eigentlich nicht - sie zeigen nicht genau an, was später auf dem Bild ist und sind sehr klein. Aber in bestimmten Situationen sind sie dennoch gut zu gebrauchen - zum Beispiel jetzt beim Fotografieren im Schnee mit Sonne. Das blendet je nach Situation extrem und auf dem Display ist kaum noch etwas zu sehen.
In manchen Hybridkameras (EVIL) ist die Auflösung der elektronischen Sucher gar nicht so schlecht - zum Scharfstellen reicht das durchaus, zumal temporäre Ausschnittsvergrößerungen helfen, die Fokussierung genau anzupassen. Allerdings ist der Blick in einen elektronischen Sucher auf Dauer recht ermüdend.
Nicht zu vernachlässigen: Die körpernahe Haltung der Kamera beugt Verwacklern vor - die ausgestreckten Arme, die bei der Displaykontrolle häufig zu sehen sind, wirken sich hingegen sehr kontraproduktiv aus.
Mit freundlichen Grüßen
ad (Golem.de)
iKnips2 schrieb:
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> Immer häufiger erlebe ich in Gesprächen, dass der Kunde sich wieder ein
> "Guckloch" zum Finden des Motivs neben dem mittlerweile pervers großen
> Bildschirm wünscht. König Kunde hat langsam begriffen, dass ein großes Kino
> an der Kamera nix hilft, wenn man darauf nix sieht - was trotz teils sehr
> guter Displays immer wieder passieren kann. Auch ist die Auseinandersetzung
> mit dem Motiv durch einen Sucher eine gänzlich andere Sache als via
> Display.
>
> Es wäre schön, wenn bei einigen Kameras, die durchaus den Platz haben für
> einen optischen oder digitalen Sucher, wieder solch ein schickes Accessoire
> im Repertoire wäre :-)) ...
dann sollen sich die kunden eine kamera ihrer wahl aussuchen und eine displaylupe anbauen.
http://www.digifinder.de/DigiFinderpro/DigiFinderpro-bis-30-43/DigiFinderpro-bis-30-43::2.html
das ist 10x sinnvoller als ein extra digitalsucher mit miserabler aufloesung oder ein analoges guckloch mit dem man den ausschnitt nur schaetzen kann.
Schöne Zusammenfassung. Es gibt nun mal verschiedene Lösungen, und jede hat ihre Vor- und Nachteile. Manchmal ist das Problem die technische Umsetzung, was wohl meist den Kosten geschuldet ist. Ansonsten - und das sehe ich in vielen Kommentaren auch zu anderen Golem-Artikeln - ist das Problem, dass manche Benutzer sich die eierlegende Wollmichsau zum kleinen Preis wünschen, was aber nicht funktioniert. Wer sich mit der Materie beschäftigt hat und die Funktionsweise verstanden hat, der für sich die optimale Lösung finden und eventuelle Nachteile ausgleichen.
Schau Dir mal die digitalen Sucher der Panasonic G-Serie genauer an ... :-))
Also diese hunderte von kompakten mit optischem Sucher müssen wohl nur bei Dir zu finden sein. Vielleicht hats bei Dir in der Umgebung ja einen Händler, der Altware sammelt und verkauft, wer weiß. Schau dir einfach mal das aktuelle Sortiment der jeweiligen Hersteller an. Wo sind da bitte (und das seit über 2 Jahren) Hersteller und Kameras mit optischem Sucher? Und dann auch noch hunderte? Die letzten zwei Firmen waren Canon und Sony. Alle anderen haben schon zuvor auf den Sucher verzichtet.
Optische Sucher gibt es nur noch bei Nikon und Canon. Und auch dort nur noch bei Modellen um/über 500 Euro. Eine Preisfrage ist dies sicher nicht, da zwei bis drei Jahre zuvor ein Großteil der Sortimente noch über optische Sucher verfügten - zulasten der Größe der Displays natürlich. Der Kunde ist schuld. Er wollte die großen Displays und sah den Sucher als Überflüssig an. Nun haben wir den Salat. Die Industrie hat auf den Kunden gehört. Auf der Rückseite der Kameras herrscht ganz großes Kino - nicht selten wird die Displayqualität mit der Kameraqualität gleichgesetzt. So langsam merken Kunden aber, was sie am Sucher hatten. Sie wollen ihn zurück. Der digitale Sucher ist ein guter Kompromiss, wenn er denn auch gut realisiert ist. Natürlich kostet so ein Zubehör Geld. Allerdings findet man solche digitalen Sucher ja auch nicht im Einsteigersektor sondern nur bei Systemkameras.
Sony wird da nun auch pervers und bietet bei einer DSLR einen digitalen Sucher an. Da hört für mich alles auf!
Ich frage mich, wie man "damals" fotografiert hat. Also vor der digitalen Verwurstung, als die Kameras noch mit Können und Wissen bedient werden mussten. So vor 10-15 Jahren. Da hatte man "nur" den optischen Sucher. Manchmal nicht mal den. Und trotzdem ist es erstaunlich vielen Menschen auch ohne Fachkenntnisse gelungen, Fotos zu schießen.
Heute erwartet man aber von der Kamera, dass sie zu jeder Gelegenheit ein perfektes Foto macht. Es fehlt nur noch die Motivklingel, damit der "Fotograf" ja keine Gelegenheit versäumt *grins* ...
Ach ja. Und kosten darf so ein Stück High-Tech dann ja auch nix. 50-100 Euro sind da Obergrenze. Ist ja nur für den "Hausgebrauch" und man ist ja kein "Profi" ... *Augenroll*.
die Anforderungen haben sich eben geaendert. Akzeptier es oder lebe weiter in deiner vergangenen Welt.
Ich selber habe noch eine Instamatic 104 aus den 60ern mit diesem Kassettenfilm und Blitzwuerfel und die Bilder damals wurden nicht unbedingt gut; ueberhaupt kein Vergleich zu meiner Pentax K-x von heute.
Und das hat auch nicht viel mit Bedienung zu tun. Die Bilder mit Kameras wie der Instamatic waren schlichtweg Glueckssache :).
Ich habe noch unentwickelte Bilder davon :(. Ich bezweifel, dass das jemand heute noch entwickeln kann.
Versuchs mal. Es gibt Speziallabore. Kostet aber sicher.
Ich finde den Charme des analogen Materials gerade heute in der digitalen Zeit, wo alles schöner gemacht wird auf Knopfdruck, wieder erfrischend. Unperfekte Bilder haben ihren Reiz. Siehe eben Polaroid. Oder Super 8 Material. Nicht umsonst sind Bilder auf Retro getrimmt besonders faszinierend in der heutigen Bilderflut. Oder Schwarzweiß-Fotos.
Gerade jetzt schaue ich mir die Lomo-Kameras auf Amazon an und stöbere über Google zu dem Thema. Ich fotografiere gern mit meinem iPhone 3G und seiner 2 MP-Kamera - und freue mich über die Fotos trotz oder gerade wegen ihrer offensichtlichen Mängel.
Und eines darf man nie vergessen: Der Fotograf macht das Foto. Nicht die Kamera ... :-))
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