Elektronische Sucher zeigen im Gegensatz zum optischen Sucher immer nur eine Interpretation eines gefilmten Bildes an. Die Anzeige wird durch interne Belichtungsanpassungen, Weißabgleich, Verzögerungen etc verfremdet. Man kann elektronische Sucher sicherlich optimieren, und für einige Zwecke sind sie recht brauchbar, aber einen optischen Sucher wird man damit 1:1 nicht ersetzen können.
Knips schrieb:
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> Elektronische Sucher zeigen im Gegensatz zum optischen Sucher immer nur
> eine Interpretation eines gefilmten Bildes an. Die Anzeige wird durch
> interne Belichtungsanpassungen, Weißabgleich, Verzögerungen etc verfremdet.
> Man kann elektronische Sucher sicherlich optimieren, und für einige Zwecke
> sind sie recht brauchbar, aber einen optischen Sucher wird man damit 1:1
> nicht ersetzen können.
Genau das ist doch der Vorteil. Man sieht, wie sich Weißabgleich, Belichtung etc. direkt auf das Bild auswirken. Man sieht also vorher, wie das Bild hinterher aussehen wird. Ganz zu schweigen von Vorteilen wie einblendbaren Gitterlinien, künstlichem Horizont, Menüs und Bildwiedergabe im Sucher, ein klappbarer Sucher (ersetzt Winkelsucher) etc.
Ich denke aber, dass 800x600 nicht reicht. 1600x1200 sollten es schon sein. Oder besser 1920x1080 (16:9), dann ist das Bild auch fein genug, so dass man zum optischen Sucher nur noch den leichten Nachzieheffekt als Nachteil hat, der sich aber bei 100 Hz relativieren sollte. Bei Profikameras wird sich das sicher nicht durchsetzen, aber bei Konsumerkameras ist das der richtige Weg. dauert aber noch mind. 10 Jahre, bis solche Datenmengen in ausreichender Geschwindigkeit verarbeitet werden können.
Knips schrieb:
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> Elektronische Sucher zeigen im Gegensatz zum optischen Sucher immer nur
> eine Interpretation eines gefilmten Bildes an.
Also letztendlich genau das, was letztendlich auf der Speicherkarte landet. Wenn du dann komplett versaute Aufnahmen ablieferst, darfst du gerne herumheulen: Aber im optischen Sucher sah es total toll aus ...
> Die Anzeige wird durch
> interne Belichtungsanpassungen, Weißabgleich, Verzögerungen etc verfremdet.
"verfremdet"? Gehts dir noch gut? Vermutlich weißt du nicht, dass es der Kamera mehr als egal ist, wie toll dein Auge funktioniert, sie selbst kann das nämlich nicht so gut. Ein Sucherdisplay zeigt das Motiv so wie es die Kamera sieht und ablichtet.
> Man kann elektronische Sucher sicherlich optimieren, und für einige Zwecke
> sind sie recht brauchbar, aber einen optischen Sucher wird man damit 1:1
> nicht ersetzen können.
Jedenfalls bekommt man endlich einen Sucher, der das zeigt, was die Kamera sieht und nicht die komplett unrealistische Interpretation eines menschlichen Auges, das einfach nichts mit einem CCD gemein hat.
bkx schrieb:
> Genau das ist doch der Vorteil. Man sieht, wie sich
> Weißabgleich,
> Belichtung etc. direkt auf das Bild auswirken. Man sieht also > vorher, wie
> das Bild hinterher aussehen wird.
Das passiert maximal näherungsweise und erlaubt daher keinen besseren Rückschluß auf das entstehende Bild als ein optischer Sucher. Zumal der elektronische Sucher unter bestimmten Gegebenheiten aufgrund seines systembedingten Zwanges zur Bildinterpretation versagt.
Beispiel: Polfilter. Bei einem elektronischen Sucher hast Du Glück, wenn Du den Effekt überhaupt erkennen kannst. Die beste Einstellung des Filters läßt sich nur ungefähr raten. Bei einem optischen Sucher hingegegen ist der Effekt unverfälscht und eindeutig; die gewünschte Einstellung somit präzise bestimmbar.
> Ganz zu schweigen von Vorteilen wie
> einblendbaren Gitterlinien,
Einblendungen wie Gitterlinien u.ä. sind bei optischen DSLR-Suchern seit Jahren in Gebrauch.
FalschesErkenner schrieb:
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> Knips schrieb:
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> > Elektronische Sucher zeigen im Gegensatz zum optischen
> >Sucher immer nur
> > eine Interpretation eines gefilmten Bildes an.
>
> Also letztendlich genau das, was letztendlich auf der
> Speicherkarte landet.
Ich bezweifle, daß Dir das Ergebnis der quick&dirty-Echtzeitinterpretation einer Sucherelektronik als Endergebnis ausreichen würde. Da liegen nämlich Welten zwischen. Halte einfach mal eine beliebige Digiknipse ins knappe Gegenlicht (z. B. Sonne am oberen Bildrand). Gibt zumeist schöne Streifen auf dem LCD/elek. Sucher. Wenn die Kamera aber auch nur ansatzweise tauglich ist, sieht das auf dem Foto ganz anders aus.
> Ein Sucherdisplay zeigt das Motiv so wie es die
> Kamera sieht und ablichtet.
Irrtum. Siehe Beispiel oben. Gleiches Spiel kann man mit beliebigen extremen Hell-Dunkel-Kontrasten, starken Farben, Polfilter etc spielen. Regelmäßig große Unterschiede zwischen LCD und Foto.
> Jedenfalls bekommt man endlich einen Sucher, der das zeigt,
> was die Kamera
> sieht und nicht die komplett unrealistische Interpretation > eines
> menschlichen Auges, das einfach nichts mit einem CCD gemein
> hat.
Das menschliche Auge interpretiert gar nix. Das macht das Gehirn. Und das tut es zuverlässiger als jede Kameraelektronik. Und genau deshalb gibt es Kameras, die optische Sucher haben und RAW-Daten abspeichern können.
Halten wir doch einmal fest:
Welche Funktion hatte ein Sucher bei einer Analogkamera? Er sollte doch nur anzeigen, welchen Ausschnitt die Kamera aufnehmen wird. Wie die Wirklichkeit aussieht erfahre ich, wenn ich auf die Wirklichkeit schaue (ohne Sucher). Was nützt das schönste Bild im optischen Sucher, wenn die Kamera falsch eingestellt wurde?
Durch die elektronische Darstellung (ob Sucher oder rückseitiges Display) erhalte ich nun "etwas" mehr an Information über das, was die Kamera als Bild liefern wird. Wer es da ganz genau wissen will, wird das Bild direkt an einen Monitor anschließen (im Studio oder im Labor geht das).
Um meinen Senf zuur allgemeinen Diskussion beizutragen möchte ich allen die einen Elektronischen Sucher tatsächlich als Alternative in Erwägung ziehen doch mal unter realen bedingungen zu fotografieren.
Wie soll denn die Realtime view eines elektr. Suchers auch nur ansatzweise ein mit dem Endergebnis vergleichbares Bild liefern wenn ich die Belichtungszeit ein wenig verändere. kompensiert werden kann sowas nur durch noch höhere Empfindlichkeit und endet in rauschen.
Ergo das Bild wird niemals dem Endergebnis gerecht werden denn neben gewollten Bewegungsunschärfen bei längeren Belichtungszeiten die nicht dargestellt werden können, wird auch schon die Bildqualität immer weiter abnehmen. Und das auch wenn die nicht ausreichende Auflösung dieses Suchers durch eine hochauflösende ersetzt wird.
Diskussionen über Weißabgleich kann ich nicht verstehen entweder man schießt gleich im Raw Format dann kann einem eine geringe Abweichung eh egal sein oder man korrigiert nach dem ersten Bild halt nach.
Eins steht jedenfalls fest keines der möglichen Vorteile eines noch so tollen elektr. Suchers könnte jemals den Vorteil des schärfetechnisch nicht zu übertreffenden optischen Suchers ersetzen. Realität ist halt Realität.
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