Ich habe von so hochwertiger Fotografie keine Ahnung, daher frag ich mich:
Hätte sich nicht gelohnt für das ausgegebene Geld einfach ein Objektiv für Canon-Kameras zu kaufen?
Wenn man dann das Leica Noctilux 50 mm f/1 noch verkauft hätte, wäre da vermutlich auch einiges an Geld für das neue Objektiv rüber gekommen.
Oder ist das Objektiv wirklich so gut, dass sich all das rechnet? Immerhin scheint mir die Art der Fokussierung nun auch echt als Notlösung, eine Lupe mit Haube ist nicht so der Luxus ;)
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Von Canon gibt es "nur" ein 50mm f1.2
Hört sich nach einem kleinen Unterschied an, ist aber ca. 2/3 Blenden lichtschwächer und die minimale Schärfentiefe ist dadurch auch einiges größer (Wobei bei den Blendenwerten es sich je nach Entfernung nicht wirklich um eine "große" Schärfentiefe handelt).
Sofern er die Blende 1.0 - aus welchen Gründen auch immer - unbedingt braucht für seine Fotos ist somit ein Canon Objektiv keine Alternative (für ihn).
Ob jetzt das Leica Objektiv zusätzlich noch irgend was spezielles hat (Bokeh, Randschärfe ohne Ende selbst bei Offenblende) - Keine Ahnung.
Das da auch der Nerd-Faktor und das "Ich mache es, weil ich wissen will ob es geht" mitspielt nehme ich jedenfalls an.
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Na sagen wir mal so:
wenn man es sich gaaaaanz fest einredet, bzw. wenn man eventuell das fertige Foto nach ganz speziellen, eigenen Kriterien bemisst und bewertet, findet man bestimmt ein Argument, mit welchem man diese Konstruktion und den erhöhten Aufwand beim Fotografieren rechtfertigen kann.
Aber 99,9% aller Fotografen mit einer 5D MK-II kaufen sich wohl besser ein hochwertiges 50mm-f/1.2-Objektiv von Canon und werden damit ebenfalls glücklich.
Reizvoll ist natürlich die Offenblende von 1.0... sowas gibt es meines Wissens halt aktuell von Canon nicht mehr. Es gab mal das legendäre EF-50mm f1.0, und das etwas exotischer 50mm f/0.95, aber das aktuelle 50mm-Top-Model hat f/1.2
Wie gesagt, ich halte das auch für einen Spleen und sehe das eher als interessante Demonstration des technisch Machbaren, als für ein einen wirklich sinnvollen Umbau.
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Der Spatz schrieb:
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> Von Canon gibt es "nur" ein 50mm f1.2
http://en.wikipedia.org/wiki/Canon_EF_50mm_lens#EF_50mm_f.2F1.0L_USM
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Schattenwerk schrieb:
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> Hätte sich nicht gelohnt für das ausgegebene Geld einfach ein Objektiv für
> Canon-Kameras zu kaufen?
Der Beschreibung zur Schärfefocussierung nach, geht es wohl primär um nicht bewegte Motive. Schmuckfotografie könnte ich mir da z.b. vorstellen, bei der eine sehr geringe Tiefenschärfe durchaus wichtig ist.
Die 5D mkII ist eh eines der günstigsten Bodys mit KB-Format, dahingehend kann man das schon mal machen. Allerdings steht für mich der Preis in keiner Relation zu anderen Kameraalternativen mit frei wählbaren Objektivanschlüssen.
Ein bischen Spinnerei ist das sicher!
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Ok es GAB mal ein F1.0 von Canon, momentan gibt es (neu) aber nur ein 1.2er.
Und das F1.0er gebraucht zu bekommen dürfte nicht so einfach sein.
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Ausserdem war das Canon ziemlich matschig..eher eine Machbarkeitstudie als eine gute Linse..und das Ding von Leica hat top Qualität.
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Der Spatz schrieb:
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> Von Canon gibt es "nur" ein 50mm f1.2
Das stimmt nicht!
Ich habe vor ca. einem halben Jahr in einem japanischen Fotofachgeschäft ein 50mm F1.0 gekauft. Neu produziert (ca. 2010), nicht von 1989.
Mir fällt jetzt nicht mehr die genaue Bezeichnung ein, aber an alle Fotoliebhaber in Deutschland möchte ich etwas loswerden:
Canon ist ne Japanische Firma, und die verkaufen "dort" viel mehr und andere Produkte als hier in Deutschland. Woran das liegt, weiß ich nicht, aber besagtes Objektiv ist in der "westlichen Welt" absolut nicht zu besorgen.
Man denkt immer an die globalisierte Welt, aber das stimmt so nicht. Im Jahr 2002 sind dort alle mit Netbooks rumgerannt. Zu der Zeit haben in Deutschland alle noch ihre "Kisten" umhergeschleppt. Die Dinger kamen hier (zu halbwegs erschwinglichen Preisen) erst 5 oder 6 Jahre später in die MediaMärkte.
Als hier in Deutschland alle mit ihren uralt-Nokia-Handies rumgeprahlt haben, hatten die Japaner bereits Klapp-Handys mit Farbmonitor, Kameras, Internet und Navi. Das war so Ende der 90er / Anfang 2000.
Nicht zu vergessen, die Roboterbahnen, die dort seit Anfang der 90er ohne menschlichen Fahrer fahren.
Was ich sagen will ist: Der Markt dort ist GANZ anders als in Deutschland. Lohnt sich echt, sein Fotoequipment dort zu kaufen. :)
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Anmerkung: Ich habe dort übrigens eine Canon 1D Mark III für umgerechnet 1500 Euro gebraucht gekauft. Absolut neuwertig, nicht der kleinste Kratzer UND mit 5 Jahren Garantie.
Ich erinner mich nicht mehr an die Bezeichnung, aber die hatten dort ein riesen Objektiv, das neu wohl so um die 200000 Euro kostet. Ebenfalls gebraucht aber neuwertig ohne Fehler für etwas über 10000 Euro. :)
Aber ich glaube, die kann man auch in Deutschland kaufen. Gibts zwar nicht im normalen Fotoladen um die Ecke, aber hab mal gesehen, dass Paparazi und Naturfotografen die Dinger benutzen. Die sind verdammt schwer und groß. Am Ende hat man keine Kamera mit Objektiv, sondern eher ein Objektiv mit Kamera. :)
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