Wenn ich so die Foto-News verfolge, fällt mir auf, dass Systemkameras diverser Hersteller immer teurer werden. Teilweise übersteigen die Preise schon die einiger DSLR-Angebote.
Täuscht das oder ist das wirklich so?
#sb
Die Mainstream DSLR sollen wohl auslaufen und durch die Systemkameras erstetzt werden.
Jain. Die DSLR sind in den letzten Jahren immer günstiger geworden. Noch nie war es so preiswert technisch, hochwertige Fotos zu machen.
Immer, wenn sich ein Produkt konsolidiert hat, fallen die Preise und eine neue Sau muss durchs Dorf getrieben werden. Beispiel Laptops: Nachdem sauteure Subnotebooks als Notbooks zu billiger Massenware geworden sind, müssen wir jetzt alles auf dem Bildschirm wischen und darum teure Pads kaufen.
Nach meinem Eindruck sind und waren die Spiegellosen seit ihrem Erscheinen im Vergleich zu ihren DSLR-Pendants deutlich teurer, ohne dass der konstruktiv-technische Aufwand das in irgendeiner Weise rechtfertigt hätte. Das erstreckt sich übrigens auch auf die Objektive - die sind, soweit es sich nicht um kurzbrennweitige Optiken handelt, die nennenswert vom kürzeren Auflagemaß profitieren, tendenziell teurer, abbildungsqualitativ schlechter, und manchmal noch dazu lichtschwächer als vergleichbare DSLR-Objektive (man vergleiche beispielsweise einmal das Panasonic 100-300 oder das M.Zuiko 75-300 mit dem bewährten Zuiko 70-300 für Olympus-DSLRs).
Relativiert hat sich das erst mit dem Billigwerden bereits abgelöster Einsteigermodelle ein bisschen - wenn ich ein E-PL1- oder ein NEX-3-Gehäuse für 150 Euro kriegen kann, ist das ein reeller Preis. Andererseits sind diese Modelle dann doch auch sehr eingeschränkt - und generell fehlt im Vergleich zur DSLR einfach ein adäquates Objektivsortiment, sofern man diese Kameras nicht ohnehin vorzugsweise zur Wiederverwertung alter Manualfokus-Optiken einsetzt (was ich persönlich ausgesprochen spannend finde).
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