Ich zumindest finde es sehr unangenehm, wenn sich die Schärfe verlagert und man gezwungen wird, auf einen Punkt zu starren. Das entspricht nicht dem natürlichen Sehen.
Meine Augen versuchen ständig, die 90 % des in der Unschärfe absaufenden Bildes scharfzustellen, was natürlich nicht geht.
Das Filmen mit der geringen Schärfentiefe ist ein Modetrend, der hoffentlich bald wieder verschwindet. Die sog. entfesselte Kamera (das Bild wackelt, kein Stativ, kein Bildstabilisator, keine Schulterkamera) ist zum Glück auch wieder auf dem Müllhaufen der bekloppten Filme-Modetrends gelandet.
Ich filme zu 99 % mit der größtmöglichen Schärfentiefe. Wenn man was von Bildkomposition versteht, wird der Zuschauer von alleine auf den Teil des Bildes gucken, den ich vorgesehen habe. Und wenn der Zuschauer seinen Blick über das Bild schweifen lassen möchte, kann und soll er das tun.
Wer indes keinen Plan davon hat, wie man Bildgestaltung macht, behilft sich einfach mit der geringen Schärfentiefe. Es reicht, den „unwichtigen“ Teil des Bildes in der Unschärfe zu versenken, schon hat man sich des „Problems“ der Gestaltung entledigt.
Und da auch Camcorder mit immer mehr Gimmicks vollgestopft werden und man wegen des aktuellen Modetrends sogar mit Fotoapparaten filmt, ist es klar, daß solche bekloppten Patente um die Kurve kommen.
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Lesen gefährdet die Dummheit シ
Ähm, Tiefenschärfe gilt auch als Gestaltungselement und hat Einfluss auf die Bildkomposition.
> Ich zumindest finde es sehr unangenehm, wenn sich die Schärfe verlagert und
> man gezwungen wird, auf einen Punkt zu starren. Das entspricht nicht dem
> natürlichen Sehen.
inwiefern videos dem natürlichen sehen entsprechen bleibt mal dahingestellt, aber ich kann dir versichern dass deine augen keine endlose schärfentiefe haben. sollte es dir so vorkommen zeigt das nur wie stark die filter in unserem gehirn sind.
und wenn du schon die komposition anführst, genau darum gehts hier...
> Ich zumindest finde es sehr unangenehm, wenn sich die Schärfe verlagert und
> man gezwungen wird, auf einen Punkt zu starren. Das entspricht nicht dem
> natürlichen Sehen.
inwiefern videos dem natürlichen sehen entsprechen bleibt mal dahingestellt, aber ich kann dir versichern dass deine augen keine endlose schärfentiefe haben. sollte es dir so vorkommen zeigt das nur wie stark die filter in unserem gehirn sind.
und wenn du schon die komposition anführst, genau darum gehts hier...
Die geringe Schärfentiefe entsteht tatsächlich im Kopf, das ist klar. Warum also das Bild zu 90 % in der Unschärfe absaufen lassen?
Ich drehe, wie gesagt, fast nur in der größtmöglichen Schärfentiefe. Die Unschärfe entsteht beim Betrachter und nicht beim Dreh. Und weil ich dem Betrachter seine eigene Unschärfe lasse, kann er eben auf den Bildteil gucken, den er interessant findet und nicht dahin, wo es ihm vorgeschrieben wird.
Natürliches Sehen heißt, daß man da hingucken kann, wo man möchte. Und man wird die anvisierte Stelle scharf sehen (ich gehe mal von einem gesunden Sehsinn aus). Du kannst also auf Deine Tastatur schauen, auf den Bildschirm oder zum Fenster raus. In allen Fällen ist scharf, was direkt (!) angeguckt wird und unscharf, was außerhalb des Fokusfeldes ist. Der Fokus (und damit die Aufmerksamkeit) kann aber jederzeit auf ein zuvor unscharfes Objekt gerichtet werden. Das ist natürliches Sehen.
Unnatürlich ist, wenn ich in einem Film meinen Blick von der Person weg in den Hintergrund richten möchte und nur unscharfen Matsch sehe und so gezwungen werde, auf die Person im Vordergrund zu blicken.
Ich empfinde das als nervtötend und vor allem sehr unangenehm. Ich blicke durchaus gerne mal in den Hintergrun, was bei der derzeitigen „Filmmode“ oft nicht geht.
Aber egal, dieser Trend wird auch wieder verschwinden. Die Wackelkameras haben mich auch genervt und das ist weitgehend wieder verschwunden.
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> Die geringe Schärfentiefe entsteht tatsächlich im Kopf, das ist klar. Warum
> also das Bild zu 90 % in der Unschärfe absaufen lassen?
wie ich bereits sagte, deine augen haben keine undendliche schärfentiefe. die geringe schärfentiefe entsteht NICHT im kopf. das menschliche auge hat eine brennweite und ein blendenverhältnis ähnlich einem fotografischen objektiv, und wenn du auf einen weiter entfernten gegenstand guckst fokussiert dein auge neu, genau wie eine kamera es tun würde, nur halt ziemlich schnell. das kombiniert mit den filtern in deinem gehirn sorgt dafür dass du glaubst du würdest alles scharf sehen.
aber mir scheint du bist da auf deine meinung eingeschossen und weitgehend lernbefreit, insofern spar ich mir weitere diskussionen...
Liest du eigentlich, was ich schreibe? Wohl nicht. Oder du verstehst es nicht. Egal.
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ich habe dich sogar zitiert...
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