"wie es etwa erdähnliche Planeten in anderen Galaxien aussenden"
Keinen Bock die Quelle zu lesen, ist ja auch nicht mein Job. Aber in anderen Galaxien??? Gemeint ist doch sicher in anderen Sonnensystemen, oder?
Ganz ganz sicher sind "nur" andere Sonnensysteme gemeint. Das reflektierte Licht von Planeten, gleichgültig wie groß, von Planeten aus anderen Galaxien zu "sehen" ist völlig unmöglich.
"völlig unmöglich"? Wuerde ich bezweifeln: Unsere Milchstrasse hat einen Durchmesser von ca 100,000 lichtjahren, die naechste Galaxy ist "nur" 165'000 Lichtjahre entfernt. Der weitest entfernte Expoplanet, den man bisher gefunden hat ist, ca 21,500 Lichtjahre von uns entfernt. Und wenn man bedenkt das die Exoplanetenforschung recht jung ist und neuartige Instrumente noch auf ihren Weg sind, zum Beispiel das James Webb Space Telescope, dann denke ich schon, dass es moeglich sein koennte Exoplaneten in Nachbar-Galaxien ausmachen.
Das Problem ist, dass Expoplaneten nicht direkt sichbar sind sondern bislang nur indirekt über ihre Auswirkung auf die Sonne, die sie umkreisen, nachweisbar waren. Die Astronomen sind ja schon überglücklich wenn so ein Planet mal "zufällig" genau zwischen ihr Teleskop und seiner Sonne wandert, so dass sie für einen kurzen Moment eine Spektralanalyse seiner Atmosphäre (falls überhaupt vorhanden) erhalten. Licht hingegen, das der Planet von seiner Sonne reflektiert, hat bislang noch kein Astronom zu sehen bekommen.
Und das ist vermutlich das, was die Astronomen sich von diesem Chip erhoffen.
Wenn dieses Teleskop einen Exoplaneten, der 1000 Lichtjahre entfernt ist, auch nur mit einem Pixel abbilden könnte, dann könnte man mit diesem Gerät auf dem Mond die Sterne und Streifen der US-Flagge abzählen.
Unter aller idealsten Voraussetzungen kann man tatsächlich Exoplaneten direkt sehen (ist vor kurzem bereits gelungen)
ABER
- der Planet muß sehr groß sein - also nicht erdähnlich
- der Planet muß sehr nah sein - also wenige Lichtjahre entfernt
- es darf nichts dazwischen liegen - kein Staub, wenig Gas
- er muß möglichst weit von seiner Sonne entfernt sein
- um die Sonne darf nur sehr wenig Gas und Staub sein
und und und
nach langem Beobachten und viel interpretieren kann man dann mit ziemlicher Sicherheit auf einen Planeten schließen.
Aber nicht wenn er erdähnlich, also klein ist.
Und auch nicht wenn er weit weg ist. (Die nächste Galaxie ist gut zwei bis knapp drei Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Ich empfehle dazu mach bei http://de.wikipedia.org/wiki/Galaxie vorbei zu sehen)
Natürlich kommt auch hier auf der Erdoberfläche Licht erdähnlicher Planeten aus der Andromeda Galaxie an. Aber ich wage zu bezweifeln das es jemals möglich wird Instrumente zu bauen, die so ungeheuer wenige Photonen in einem Menschenleben auffangen und daraus Rückschlüsse auf einen erdähnlichen Planeten in dieser Entfernung zulassen können.
Und jetzt sagt bitte nicht - vor 100 Jahren hat auch keiner geglaubt das...
Das hier beschriebene Teleskop soll diese Leistung bereits heute bringen und nicht in 100 Jahren. Dieser Artikel ist einfach schlecht recherchiert.
Es ging ja um die Ansicht, man könne nun Berge und Täler auf Planeten hochauflösend in 3D betrachten. Genau das geht eben nicht.
Man sieht den Stern und wenn der Planet vorbeikommt, wird es an der Stelle etwas dunkler. Dazu genügt es schon, wenn der Planet nur ein Pixel beeinflusst. Aus vielen Aufnahmen kann man dann feststellen, wie seine Bahn verläuft und wie schnell er seine Sonne umkreist. Der Rest ist Mathematik.
Mathematik schrieb:
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> Es ging ja um die Ansicht, man könne nun Berge und Täler auf Planeten
> hochauflösend in 3D betrachten. Genau das geht eben nicht.
>
> Man sieht den Stern und wenn der Planet vorbeikommt, wird es an der Stelle
> etwas dunkler. Dazu genügt es schon, wenn der Planet nur ein Pixel
> beeinflusst. Aus vielen Aufnahmen kann man dann feststellen, wie seine Bahn
> verläuft und wie schnell er seine Sonne umkreist. Der Rest ist Mathematik.
Es gibt mehrere Wege auf Planeten zu schließen.
Der Artikel schreibt nur:
"...das extrem schwaches Licht auffängt, wie es etwa erdähnliche Planeten in anderen Galaxien aussenden."
Aussenden und nicht verdecken.
Der Artikel ist halt voller Fehler.
Ebenso hat der zweite Spiegel nichts mit Stereoskopie zu tun. Aber um einmal dieses Thema aufzugreifen: Würde man ein Gerät auf dem Mond installieren und als zweites Hubble benutzen, dann ließen sich beide Bilder stereoskopisch betrachten. Die Tiefe des Raumes und die räumliche Anordnung der Sterne wären sichtbar.
In dem hier beschriebenen Fall wird durch den zweiten Spiegel nur die Spiegelfläche vergrößert, da große Spiegel in einem Stück nicht herstellbar sind. Ein weiterer Trick: Der Abstand der beiden Spiegel täuscht ebenfalls einen größeren Spiegel vor.
Ich stelle mir gerade einen 100 Meter Ring im All vor, so ein Speichenrad... Auf dem Ring sind 6 Spiegelteleskope montiert (jedes durchaus kleiner als Hubble). Wenn die Geräte nicht so teuer wären könnte ich mir auch 20 davon um die Erde kreisend vorstellen. :-)
Die einen sagen so, die anderen so. Ich frage mich einfach nur, wenn sie etwas finden, wie es da wohl aussieht?
Das ist ja eine "andere Welt".
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