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Weiterer Schritt zu Technologischen Singularität

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  1. Weiterer Schritt zu Technologischen Singularität

    Autor marcofeiten 24.01.13 - 12:03

    Wenn erst mal Roboter Roboter bauen können, dann nähern wir uns markant der "Technologischen Singularität", die Ray Kurzweil u.a. so stark proklamieren. Generell hat man im Moment den Eindruck, die Transhumanismus-Bewegung scheint mehr als Spinnerei zu sein:

    Harvard creates cyborg flesh that’s half man, half machine
    http://www.beyondsingularity.com/post/40523807063/harvard-creates-cyborg-flesh-thats-half-man-half

    Wenn man das mit den Möglichkeiten des 3D-Drucks verknüpft, können wir uns womöglich irgendwann in der Zukunft Prothesen einfach selbst ausdrucken...

    Oder anders formuliert: wir werden alle Cyborgs. :-)

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  2. Re: Weiterer Schritt zu Technologischen Singularität

    Autor redwolf 24.01.13 - 12:38

    Ohne richtige Seed AI wird das nichts und ist immer nur simulierte Intelligenz. https://de.wikipedia.org/wiki/Seed_AI

    Und KI-Entwicklung ist eins der schwierigsten Gebiete überhaupt.

    Auch solchen Hardwarekram zu entwickeln ist dann spielerei und unnötig, weil man einfach der Seed AI anweisen kann die eigene Hardware selbst herzustellen, die man braucht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.01.13 12:41 durch redwolf.

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  3. Re: Weiterer Schritt zu Technologischen Singularität

    Autor marcofeiten 24.01.13 - 12:53

    Danke für den Hinweis - schaue mir das an! Ich bin indes nicht vom Fach, sondern "nur" sehr interessiert.

    Beim Lesen des wikipedia-Beitrags kam mir die Idee, einer KI einen Zufallsprozess einzubauen, also einer Art "Random Walk". Was funktioniert, wird gespeichert, was nicht, wird verworfen. I.w.S. also das Prinzip des "Trial and Error". Meines Erachtens findet sich dieses auch in unserer Evolution wieder. Warum also nicht auch in der KI-Forschung probieren? Oder denke ich da zu simpel?

    Die Hardware ist übrigens auch nicht unwichtig, wenn es ums Lernen geht. Wir erfahren ja auch die Welt über unseren Körper, d.h. der Körper ist das Medium für die rekursive Information. Dazu mal anschauen und nachlesen:

    http://www.beyondsingularity.com/post/38373452583/robot-following-tight-working-with-the-marine

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  4. Re: Weiterer Schritt zu Technologischen Singularität

    Autor __max__ 24.01.13 - 13:22

    marcofeiten schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Beim Lesen des wikipedia-Beitrags kam mir die Idee, einer KI einen
    > Zufallsprozess einzubauen, also einer Art "Random Walk". Was funktioniert,
    > wird gespeichert, was nicht, wird verworfen. I.w.S. also das Prinzip des
    > "Trial and Error". Meines Erachtens findet sich dieses auch in unserer
    > Evolution wieder. Warum also nicht auch in der KI-Forschung probieren? Oder
    > denke ich da zu simpel?

    einfache Ideen sind nicht die schlechtesten, nur die umsetzung wird meist nicht mehr so simpel ;)

    Viele Machine Learning Algorithmen definieren sich Zielfunktionen und dann wird eben versucht die Differenz zwischen Zielfunktion und der gemessenen oder realen Funktion zu minimieren. Zum Beispiel der Backpropagation Algorithmus bei Künstlichen Neuronalen Netzwerken http://de.wikipedia.org/wiki/Backpropagation . Häufig spielt da eine Zufallskomponente eine Rolle, nur die meisten vergessen eben, dass ein Computer nicht immer zufällige Zahlen generieren kann. Es gab mal ein Paper da hat sich jemand Anomalien bei Molekühl Simmulationen angeguckt und der hat dann festgestellt, dass die alle auf der selben CPU liefen und der Zufallsgenerator eben eine großen Einfluß auf das Endergebnis hatte.

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  5. Re: Weiterer Schritt zu Technologischen Singularität

    Autor 7hyrael 24.01.13 - 13:24

    und woher erkennt deine AI dann, ob etwas funktioniert hat?
    das problem bei AI ist doch mitunter, dass hier nicht mehr nur mit wahr oder falsch geantwortet werden darf. Ich bin auch nicht vom fach, aber was du beschreibst würde nur bei sehr simplen problemstellungen zu einem ergebnis führen. hinzu kommt, dass der ansatz ab einer gewissen komplexität eigenständige kreativität zur problemlösung erfordert, wo die grenzen unserer derzeitigen AIs ja schon gesteckt wären.

    Ich lasse mich gern korrigieren, aber solange eine AI nicht etwas wie "kreativität" mitbringen kann, halte ich die Seed-AI auch für nicht realisierbar.
    Alles natürlich unter dem vorbehalt >DERZEIT<

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  6. Re: Weiterer Schritt zu Technologischen Singularität

    Autor pu_king81 24.01.13 - 14:00

    Definiere bitte genau den Begriff Kreativitaet. Ansonsten ist jede Diskussion Zeitverschwendung.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.01.13 14:01 durch pu_king81.

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  7. Re: Weiterer Schritt zu Technologischen Singularität

    Autor pucojazu 24.01.13 - 14:11

    marcofeiten schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Beim Lesen des wikipedia-Beitrags kam mir die Idee, einer KI einen
    > Zufallsprozess einzubauen, also einer Art "Random Walk". Was funktioniert,
    > wird gespeichert, was nicht, wird verworfen. I.w.S. also das Prinzip des
    > "Trial and Error". Meines Erachtens findet sich dieses auch in unserer
    > Evolution wieder. Warum also nicht auch in der KI-Forschung probieren? Oder
    > denke ich da zu simpel?

    Siehe dazu: [de.wikipedia.org]

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  8. Re: Weiterer Schritt zu Technologischen Singularität

    Autor ichbinsmalwieder 24.01.13 - 15:05

    marcofeiten schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn erst mal Roboter Roboter bauen können, dann nähern wir uns markant der
    > "Technologischen Singularität", die Ray Kurzweil u.a. so stark
    > proklamieren. Generell hat man im Moment den Eindruck, die
    > Transhumanismus-Bewegung scheint mehr als Spinnerei zu sein:

    Naja, ein selbstgebasteltes Ding, dass gerade halbwegs simple gesprochene Befehle versteht und einfache Aktionen ausführt, hat nichts mit AI zu tun.
    Da versteht ja ein modernes Auto bereits komplexere gesprochene Befehle.

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  9. Re: Weiterer Schritt zu Technologischen Singularität

    Autor marcofeiten 24.01.13 - 15:24

    Danke! Ich sehe: ich habe einiges an Kenntnislücken....

    Womöglich kommt die KI auch ganz anders zu einem Durchbruch. Wir wissen ja, dass das menschliche Gehirn gar nicht alle Informationen bewältigen kann und für viele Situation mit "Kurzprogrammen" arbeitet, also Heuristiken. Dann denke ich, dass das wesentliche Prinzip der Intelligenz ist, Erfahrungen aus dem einen Bereich in einen anderen zu übertragen, was also Mustererkennung bedeutet. Einen Schritt zuvor ist jedoch genau dieses Erkennen wesentlich. Je nach Auge sehe ich andere Formen und komme zu anderen Erfolgen. Ergo: KI könnte sich zunächst auf sehr spezielle Anwendungsfelder beschränken, die dann jedoch immer mehr zusammenfinden.

    Ist sicher etwas allgemein formuliert (was auch an mangelnder Sachkenntnis liegt), aber wie oben beschrieben ("oft nicht eindeutig was richtig oder falsch ist") ist die Definition von KI letztlich auch subjektiv. Die Frage muss daher eher lauten, wie ein Programm oder Roboter eine bestimmte Aufgabenstellung meistert, wenn dazu ein bestimmtes Set an Erkennungs, Speicher- und Auswertungs- sowie Feedback- und Kommunikationsmöglichkeiten vorliegt. Es ist im weitesten Sinne eine Design-Frage.

    Müsste ich eine KI entwickeln, würde ich das über ein Spiel tun, das so gestaltet ist, dass die einzelnen Spieler die KI entwickeln, ohne dass sie es als Gesamt begreifen müssen. Die einzelnen Zellen in meinem Körper wissen wohl auch nichts vom dem gesamten, das sie bilden. Das würde erheblich mehr Trial And Error Vorgänge erlauben und Kosten würden sich verteilen. KI wird m.E. NICHT in irgendeinem Büro oder Labor entstehen. Wahrscheinlicher erscheint mir, dass diese "einfach entsteht", sobald das oben beschriebene Set gegeben ist und "zufällig" zu einer bestimmten Anforderung passt. Die Frage ist dann eher, ob WIR diese KI als solche überhaupt erkennen würden...

    So, ich schweife ins "Spekulative/Philosophische" ab. Zeit die Überlegung zu beenden.

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  10. Re: Weiterer Schritt zu Technologischen Singularität

    Autor ianmcmill 24.01.13 - 18:01

    Meine Idee war mal, dass Quantencomputer stark zur KI beitragen. Ich bin kein Programmierer. Hab erst ein bischen mit Python angefangen also bear with me.

    Meine Idee ist also folgende. Statt Code zu schreiben, der sich rekursive verhält, einen Code schreiben (hier kommt der Quantenrechner ins Spiel) der solange random code schreibt (in wie weit random steht zur Debatte) bis ein programm heraus kommt, das sich rekursiv verhält. Quasi brute-force bis irgendwas heraus kommt. Also das kann was in dem Wiki Artikel über Seed AI steht.
    Dieses erste Programm hätte natürlich keine eigene Intelligenz sondern hätte eben vorgegebene Programmiermöglichkeiten.

    Wo wäre bei der Idee der Haken ?
    Speicherplatz ?
    Zeit ?
    Oder würde es an den vorgegebenen Prog-Möglichkeiten scheitern. Dürfte es dann gar keine Möglichkeiten vorgegeben bekommen ?

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  11. Re: Weiterer Schritt zu Technologischen Singularität

    Autor attitudinized 26.01.13 - 00:04

    Damit bist du auf dem Stand der KI Forschung der 60er (naja nicht ganz) das mit dem Zufall hat man in der Zeit anders gelöst. War zu dieser Zeit ein Meilenstein von dem Gedanken her, von der Leistung selbst konnte es mit Prolog basierten Ansetzen später nicht mithalten.

    Aus dieser Denkrichtung hat sich dann das entwickelt:

    http://fuzzy.cs.uni-magdeburg.de/nnfuz_d.html

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