Vor einiger Zeit ging ein Aufschrei durch die Medien, als bekannt wurde, dass div. Drucker ein kaum sichtbares Muster hinterlassen, über das Ausdrucke bestimmten Geräten zugeordnet werden können.
Jetzt muss ich lesen, dass man per Suchmaschine die Familienfotos desjenigen finden kann, der auf der Demo letztens das verfängliche Foto geschossen und vermeintlich anonym ins Netz gestellt hat, nur weil derjenige keine Ahnung hat, was EXIF ist.
Und alles was ich lese ist "Prima Idee!" und "Schade dass es nicht mit jedem Foto geht."
Ääääääääääääh. Wotdefak? Lolwut?
Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
Perl-Monk, Java-Trinker, Objective-C Wizard, PHP-Kiddie, unfreiwilliger FreeBSD-/Linux-Teilzeitadmin
da kann ich jedem nur den exif tag remover ans herz legen http://www.chip.de/downloads/Exif-Tag-Remover_33197967.html
Der ist vor allem was für Diebe.
Müllsinnsgebrabbel!
Wir reden hier nicht bloß von 59.- EUR Digicams vom real, es gibt Kameras jenseits der 10.000.- EUR, oder, ohne es zu extrem darzustellen, auch Kameras jenseits der 2.000.- EUR von ambitionierten Hobby- und Halb-gewerblichen Fotografen - wie ärgerlich so ein Diebstahl wäre, ist denke ich einem Jeden klar.
Außerdem heißt es nicht zwangsläufig, dass dem Bild der vermeintlich neue "Kamerabesitzer" auch zugeordnet werden kann. Und genau so wenig heißt es, dass der neue Besitzer diese auch selbst geklaut oder sich auf kriminellem Wege beschafft hat. Also: Grillender Familienvater != Gewalttätiger Autonom oder sonstiger Kommunistennazi.
Ich halte es dennoch für eine geniale Idee. Diebe sind scheiße und sollten bestraft werden, sich am Eigentum anderer Leute zu bedienen ist aus menschlicher Sicht verachtenswert.
Somian schrieb:
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> Der ist vor allem was für Diebe.
Das ist vor allem ein dämlicher Kommentar eines Kurzsichtigen. Wenn ich irgendwo Fotos ins Netz stelle, dann will ich nicht, dass die GPS-Positionsdaten oder meine Kommentare dabei sind. Ausserdem war für mich schon immer weniger ist mehr. Diese neue Suchmaschiene ist der beste Beweis, wieso man sich immer Gedanken machen sollte, was man alles ins Netz stellt. Der StolenCameraFinder wird wohl kaum genutzt werden um seine Kamera zu finden, sondern man wird primär nach Fotos von Freunden und Bekannten oder Arbeitskollegen suchen. Das war mein erster Gedanke, als ich den Artikel las. Leider ist die Site down und ich konnte es noch nicht ausprobieren.
Yeeeeeeeeha schrieb:
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> Jetzt muss ich lesen, dass man per Suchmaschine die Familienfotos
> desjenigen finden kann, der auf der Demo letztens das verfängliche Foto
> geschossen und vermeintlich anonym ins Netz gestellt hat, nur weil
> derjenige keine Ahnung hat, was EXIF ist.
Erzähl das mal bitte den Linken Demonstranten die zur Einschüchterung von Faschisten auf Demonstrationen unrechtmäßig fotografiert werden.
Jeder Mensch entscheidet selbst was er im Internet von sich preisgibt. Vielleicht sollte dein doppellebender anonymer Familienfotograf erstmal darüber nachdenken bevor er seine Fotos ins Netz stellt. Wer es nicht einmal schafft seine Spuren im Internet zu verwischen um seine Familie zu sichern, sollte nicht auf Demonstrationen fotografieren.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.04.11 12:14 durch denoe.
> Jeder Mensch entscheidet selbst was er im Internet von sich preisgibt.
> Vielleicht sollte dein doppellebender anonymer Familienfotograf erstmal
> darüber nachdenken bevor er seine Fotos ins Netz stellt. Wer es nicht
> einmal schafft seine Spuren im Internet zu verwischen um seine Familie zu
> sichern, sollte nicht auf Demonstrationen fotografieren.
fullack. ansonsten müsste man dem grossteil der bevölkerung den internetzugang komplett sperren.
das prinzip des exif ist altbekannt, wenns ich jemand einen moment mit der materie beschäftigt kann er von alleine auf solche ideen kommen. da hab ich lieber einen seriösen anbieter der das bewusstsein für die thematik schärft, und mir eventuell irgendwann mal hilft (bin einer der weiter oben im thread erwähnten hobbyfotografen mit 2000+€ ausrüstung).
Free Mind schrieb:
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> Somian schrieb:
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> > Der ist vor allem was für Diebe.
>
> Das ist vor allem ein dämlicher Kommentar eines Kurzsichtigen. Wenn ich
> irgendwo Fotos ins Netz stelle, dann will ich nicht, dass die
> GPS-Positionsdaten oder meine Kommentare dabei sind. Ausserdem war für mich
> schon immer weniger ist mehr. Diese neue Suchmaschiene ist der beste
> Beweis, wieso man sich immer Gedanken machen sollte, was man alles ins Netz
> stellt. Der StolenCameraFinder wird wohl kaum genutzt werden um seine
> Kamera zu finden, sondern man wird primär nach Fotos von Freunden und
> Bekannten oder Arbeitskollegen suchen. Das war mein erster Gedanke, als ich
> den Artikel las. Leider ist die Site down und ich konnte es noch nicht
> ausprobieren.
Ja nee, ist klar :) Wenn ich keine Bilder mit GPS-Daten o.ä. ins Netz stellen möchte, dann stelle ich das Feature entsprechend vorher aus, dann werden die Daten nicht beim Knipsen gespeichert, ganz einfach. Wer eh alles mögliche ins Netz schmeißt, ohne sich VORHER darüber Gedanken zu machen, ist selbst Schuld.
Und um Bilder von Arbeitskollegen oder Freunden gezielt zu durchsuchen, muß ich ja erstmal die Seriennummer dessen Kamera haben. Das setzt wiederum voraus, daß diese entsprechend abgespeichert wird in den Bildern, daß das Tool dies auch auslesen kann und das ist scheinbar nur bei relativ wenigen Kameras der Fall, schon weil kein Standard und jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kocht. Dann modeln diverse Bildprogramme die EXIF-Felder auch noch um etc.
Davon mal abgesehen, WENN ein Arbeitskollege oder Freund seine Bilder ins Netz stellt, dann doch wohl deshalb, weil er sie auch anderen zeigen möchte oder ? Ich stell mich ja auch nicht nackt auf den Marktplatz, wenn ich mich schäme, mich vor fremden Menschen auszuziehen oder ? :) D.h. meine Kollegen/Freunde haben nix zu verheimlichen wenn sie den Kram eh uppen.
Ich finde solche Tools jedenfalls Klasse, damit hat man ein gutes Werkzeug an der Hand, Diebe aufspüren zu können, nur müßten dafür ALLE Hersteller ein genormtes Format benutzen, was nicht soo einfach geändert werden kann. Finde es immer ziemlich albern, wenn jemand das Totschlagsargument Datenschutz anführt oder mutmaßt, jeder Pimpf könne nun Nacktbilder der Freundin im Netz finden, die der Arbeitskollege X ins Netz gestellt hat.
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