250 Euro für einen Pol-Filter finde ich nicht billig. Auch nicht relativ günstig. Selbst bei über 7k Euro fürs Objektiv.
Trolltech schrieb:
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> 250 Euro für einen Pol-Filter finde ich nicht billig. Auch nicht relativ
> günstig. Selbst bei über 7k Euro fürs Objektiv.
Ist der vergoldet? Nen Marumi DHG bekommt man für 60 Euro und viel besser geht es gar nicht. Guck mal nach, was Dein Filter in 77mm kostet - die Größe hat das Canon 100-400. Und bei einem 400 in f/4 würde das gar nicht ausreichen, da müsste man mindestens auf 84mm gehen (reicht wahrscheinlich immer noch nicht).
Blos - wozu braucht man bei einem solchen Teleobjektiv überhaupt Filter? Die einzigen Filter, die im Digitalzeitalter noch was bringen sind Pol- und Grau(verlaufs)filter. Verlaufsfilter geht nicht in Schublade und die anderen kann man wohl eher selten einsetzen.
Das Ding soll einen 52mm Filterdurchmesser haben? Ich glaub es nicht...
@trolltech: Kannst ja einen Stepup adapter von 52mm auf 58mm behmen, dann klappts auch mit den günstigeren Filtern. Bei der Brennweite glaube ich nicht, daß da Vignetierungen sichtbar werden sollten.
Mit einem Marumi Schraubfilter kommt man hier allerdings nicht weit. Man braucht leider den Orginal Nikon Einsteckfilter, welcher nicht viel billiger zu haben ist. Einsteckfilter von anderen Firmen sind entweder zu dick oder behindern den Aufofokus. Und Schraubfilter passen gar nicht auf das Objektiv.
kaeptnkriechstrom schrieb:
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> Das Ding soll einen 52mm Filterdurchmesser haben? Ich glaub es nicht...
Bei einer Öffnung von 4.0 und Brennweite von 400mm am oberen Ende ... also das auszurechnen sollte schon im Kindergarten kein Problem mehr sein.
HINT: Nein, 52mm sind es vorne nicht, aber darum nimmt man auch Einsteckfilter.
Da geht es um ein 7000 Euro Objektiv und ihr diskutiert über den Filterdurchmesser? Da scheint wohl keiner von euch jemals dieses Objektiv ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Niemals.
Zum Objektiv an sich: Gute Brennweite, nötiges Uprade zur alten Linse, hoffentlich zieht Canon nach (ich bin kein Nikon Typ).
> Blos - wozu braucht man bei einem solchen Teleobjektiv überhaupt Filter?
> Die einzigen Filter, die im Digitalzeitalter noch was bringen sind Pol- und
> Grau(verlaufs)filter. Verlaufsfilter geht nicht in Schublade und die
> anderen kann man wohl eher selten einsetzen.
Auch die Farbfilter sind nach wie vor äußerst sinnvoll.
Nur weil man einen Weißabgleich machen kann, heißt das noch lange nicht daß das danach auch noch ein top ergebnis ist.
Versuche doch z.B. mal bei Lagerfeuer (oder von mir aus bei dunklem Glühbirnenlicht -- also sehr gelbem) zu fotografieren. Natürlich kann die Software (sei es die Kamerainterne oder der RAW-Wandler danach) die Farbe anpassen, so daß die wieder stimmen. Leider verliert man dabei unglaublich viel Dynamik.
Woher kommt das? Nun, ganz einfach: Rot ist viel zu stark (nahe der oberen Sättigung des Verstärkers) und Blau viel zu gering (nahe der unteren Sättigung). Und was an Informationen weg ist, ist nun mal weg. Also zumindest einen leichten Blaufilter sollte man bei gegebenen Situationen immer noch verwenden, auch wenn es im Gegensatz zu früher nicht mehr kritisch ist, den genau passenden Filter zu verwenden. Die Feinanpassung erledigt dann die Software.
Genauso ist es bei UV-Sperrfiltern (aka skyhaze). (benutze ich aber z.B. nie, da das nicht mein Fotografiegebiet ist)
irrtum schrieb:
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> Versuche doch z.B. mal bei Lagerfeuer (oder von mir aus bei dunklem
> Glühbirnenlicht -- also sehr gelbem) zu fotografieren. Natürlich kann die
> Software (sei es die Kamerainterne oder der RAW-Wandler danach) die Farbe
> anpassen, so daß die wieder stimmen. Leider verliert man dabei unglaublich
> viel Dynamik.
> Woher kommt das? Nun, ganz einfach: Rot ist viel zu stark (nahe der oberen
> Sättigung des Verstärkers) und Blau viel zu gering (nahe der unteren
> Sättigung). Und was an Informationen weg ist, ist nun mal weg. Also
Du meinst also, wenn man die Rotanteile des Lichts rausfiltert, kann man länger belichten und erhält mehr Farbnuancen im Blauanteil? Klingt mir reichlich esoterisch, genauso wie Lagerfeuerszenen mit einem 200-400mm f/4 Objektiv abzulichten. Aber man lernt ja gerne dazu...
Was er wohl meint ist wenn der "falsche" Farbbereich 90% zur Belichtung beiträgt kann man aus den verbleibenden 10% einfach nicht mehr holen als diese 10% beitrugen.
Wie bei ausgefransten Lichtern und abgesoffenen Schatten halt auch.
unnu schrieb:
> HINT: Nein, 52mm sind es vorne nicht, aber darum nimmt man auch
> Einsteckfilter.
Das mit dem Einsteckfilter kannte ich noch nicht, aber man lernt ja nie aus.
kaeptnkriechstrom schrieb:
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> unnu schrieb:
>
> > HINT: Nein, 52mm sind es vorne nicht, aber darum nimmt man auch
> > Einsteckfilter.
>
> Das mit dem Einsteckfilter kannte ich noch nicht, aber man lernt ja nie
> aus.
Na ja, üblich bei sehr langen Tüten (Filtergewinde hier wäre so ja min. 100mm) oder sehr kurzen Brennweiten (mangels schüsselförmiger Filter) o. Spiegeltele.
Nach unten das 6mm von Nikon (220° Bildwinkel 8) und nach oben das 2000er Spiegel.
Beide waren Serie, keine Einzelanfertigungen.
Das hat wenig mit Esoterik, und viel mit Elektrotechnik/Informationsverarbeitung zu tun.
Daß solch ein Einsatzzweck (extrem warmes Licht) wohl kaum bei einem 200-400 vorkommt, ist mir klar, was aber nichts an der allgemeinen Aussage bzgl. der Nützlichkeit der Filter ändert.
Schon mal einen Blaufilter ausprobiert? Oder einfach immer der Graukarte und Pipette vertraut? (Oder besser noch: die Auto-WB-Funktion). Schon mal gewundert wieso bei extrem warmen Licht die Hauttöne so daneben gehen? Oder die Kontraste in den Gesichtern irgendwie "schief" wirken?
Prinzipiell genau das.
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