Dieser Satz macht, unabhängig von der Einordnung "Porträtbrennweite" et cetera, soviel Sinn wie "Die Leistung des Motors bezieht sich auf vier Räder".
Wenn die Rede von einer Brennweite ist, die sich auf das KB-Format bezieht, dann ist die tatsächliche (optische) Brennweite des Objektivs meist kleiner, da die meisten DSLRs APS-C-Sensoren haben. Die sind gegenüber einem KB-Negativ um den Faktor 1,5 kleiner. So entspricht von der Abbildungscharakteristik her ein 18mm-Objektiv einem 24mm-Objektiv an einer KB-Kamera. Somit ist ein "24mm Objektiv bezogen auf Kleinbild" in Wirklichkeit ein 18mm-Objektiv.
Dass bei DSLRs i.d.R. diese KB-Äquivalente angegeben werden, ist dem geschuldet, dass viele Fotografen, die heute mit DSLR fotografieren, früher mit KB-SLR fotografiert haben. Die haben bestimmte Abbildungscharakteristika wie Blickwinkel "im Blut". Wenn die hören "50mm-Objektiv", wissen sie ungefähr, was sie aufs Bild kriegen in welchen Abständen vom Objekt. Um sich bei DSLR nicht umgewöhnen zu müssen - schließlich entspricht einem KB-50er ein APS-C-33er - rechnet man die Brennweiten im Digitalbereich auf Kleinbild um.
oni schrieb:
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> Wenn die Rede von einer Brennweite ist, die sich auf das KB-Format bezieht,
> dann ist die tatsächliche (optische) Brennweite des Objektivs meist
> kleiner, da die meisten DSLRs APS-C-Sensoren haben. Die sind gegenüber
> einem KB-Negativ um den Faktor 1,5 kleiner. So entspricht von der
> Abbildungscharakteristik her ein 18mm-Objektiv einem 24mm-Objektiv an einer
> KB-Kamera. Somit ist ein "24mm Objektiv bezogen auf Kleinbild" in
> Wirklichkeit ein 18mm-Objektiv.
Absoluter Quark, entschuldige, dass ich so offen bin :)
Die Brennweite einer Linse ist die Entfernung zum Brennpunkt. Der ist absolut unabhängig von irgendeinem Filmformat.
oni schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
(...)
Nein.
> Dass bei DSLRs i.d.R. diese KB-Äquivalente angegeben werden, ist dem
> geschuldet, dass viele Fotografen, die heute mit DSLR fotografieren,
> früher mit KB-SLR fotografiert haben. Die haben bestimmte
> Abbildungscharakteristika wie Blickwinkel "im Blut".
Ja, ich weiss, nur angesichts dessen das es inzwischen 3 Formate gibt die in "Kleinbild DSLRs" verkauft werden (die Anführungszeichen sind bewusst gesetzt) sollte man IMHO auch das langsam lassen.
Zumindest traue ich jemandem der sich eine DSLR kauft *und* mehr als ein Objektiv verwendet durchaus zu nach einigen Wochen ein Gefühl dafür zu haben was eine xyz mm Linse für eine Bildwirkung hat, auch wenn nicht gleich ein Sucherrahmen vor dem geistigem Auge aufleuchtet.
Oh und da es durchaus auch 24x36mm KB Sensoren gibt musst Du sogar das "früher" streichen.
OldFart schrieb:
> Ja, ich weiss, nur angesichts dessen das es inzwischen 3 Formate gibt die
> in "Kleinbild DSLRs" verkauft werden (die Anführungszeichen sind bewusst
> gesetzt) sollte man IMHO auch das langsam lassen.
Die Hersteller machen das doch so, ein Canon EF-S 18-55 funktioniert ausschliesslich an APS-C Kameras und Canon schreibt eben nicht 24-105 KB equiv. drauf. Trotzdem wissen offensichtlich alle, dass ein 18-55 an einer 500D nicht denselben Weitwinkel wie ein ein 17-40 an einer 5D ergibt.
Als ich damaals das 24/2.8 für meine D30 gekauft habe hat sich da die Beschriftung auch nicht magisch auf 36mm verändert.
OldFart schrieb:
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> Ja, ich weiss, nur angesichts dessen das es inzwischen 3 Formate gibt die
> in "Kleinbild DSLRs" verkauft werden (die Anführungszeichen sind bewusst
Wie soll das denn gehen? Kleinbild bedeutet eine Film- bzw. Sensorgröße von 24x36mm, das ist die Definition seit vielen Jahrzehnten. Da gibt es doch keinen Interpretationsspielraum. Die kleineren Formate nennt man "Crop", zumindest umgangssprachlich.
Und der Satz "Alle Brennweitenangaben beziehen sich auf das Kleinbildformat." ist totaler Schwachsinn. Eine Brennweite bezieht sich auf gar nichts, das ist eine feste physikalische Größe. Das ist genauso wie wenn man sagen würde "Die Taktfrequenz bezieht sich auf Intel-Prozessoren", wenn AMD wieder mit einem "Quantispeed-Rating" kommt wie damals bei den Athlon XPs.
Haarespalter schrieb:
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> OldFart schrieb:
>
> > Ja, ich weiss, nur angesichts dessen das es inzwischen 3 Formate gibt
> die
> > in "Kleinbild DSLRs" verkauft werden (die Anführungszeichen sind bewusst
> > gesetzt) sollte man IMHO auch das langsam lassen.
>
> Die Hersteller machen das doch so,
Sorry für die Unklarheit. Ich bezog mich dabei nur auf Artikel im Netz/in Druckwerken, daher.
Canon User schrieb:
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> OldFart schrieb:
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>
> > Ja, ich weiss, nur angesichts dessen das es inzwischen 3 Formate gibt
> die
> > in "Kleinbild DSLRs" verkauft werden (die Anführungszeichen sind bewusst
>
> Wie soll das denn gehen? Kleinbild bedeutet eine Film- bzw. Sensorgröße von
> 24x36mm, das ist die Definition seit vielen Jahrzehnten. Da gibt es doch
> keinen Interpretationsspielraum. Die kleineren Formate nennt man "Crop",
> zumindest umgangssprachlich.
Also wenn Du irgendwo unter KB DSLRs im Katalog, (...) guckst taucht dort nun wirklich alles von 4/3 bist FX auf. Das KB, per Definition, 24x36mm ist ist mir aber schon seit einigen Jahrzehnten durchaus bewusst 8-P
OldFart schrieb:
> Also wenn Du irgendwo unter KB DSLRs im Katalog, (...) guckst taucht dort
> nun wirklich alles von 4/3 bist FX auf. Das KB, per
In was für einem Katalog steht denn sowas?
Drei Sensoren und drei Objektive:
1. Sensor 12x18, Objektiv 25 mm, 2,8
2. Sensor 24x36, Objektiv 50 mm, 2.8
3. Sensor 48x72, Objektiv 100 mm, 2,8
Bei allen dreien sagt man: 50 mm bezogen auf KB. Dies heißt, dass die Kombination aus Sensor und Optik die gleiche Wirkung hat: Alle drei Kombinationen liefern den gleichen Bildausschnitt und haben das gleiche physikalisch/ phototechnische Verhalten.
Das wäre mir neu, aber ich bin da auch etwas unerfahren, ich fotografiere erst seit 1974 selbst.
Ich hab bisher immer von Weitwinkel, Standard und Tele gesprochen und damit meinte ich 35/50/135 auf Kleinbild und 50/80/200 auf Mittelformat. Für die Fachkamera habe ich nur Standard.
Ich habe eine Nikon D40 und dazu
ein 18-55mm f/3,5-f/5,6 , ein 70-300mm f/4 f/5,6 und ein 50mm f/1,8.
Alle diese Brennweiten sind die physikalischen Brennweiten, nicht "umgerechnet auf KB", obwohl die beiden Zoom Objektive gar nicht für das Vollformat geeignet sind. Ein (d)SLR Objektiv mit Angabe einer "entsprechend KB" Brennweite habe ich noch nie gesehen.
"KB-äquivalente" Brennweiten findet man meist bei Kompaktkameras. Dort wird die physikalische Brennweite oft noch nicht einmal angegeben.
Gruss
Christian
> Dass bei DSLRs i.d.R. diese KB-Äquivalente angegeben werden, ist dem
> geschuldet, dass viele Fotografen, die heute mit DSLR fotografieren, früher
> mit KB-SLR fotografiert haben. Die haben bestimmte
> Abbildungscharakteristika wie Blickwinkel "im Blut". Wenn die hören
> "50mm-Objektiv", wissen sie ungefähr, was sie aufs Bild kriegen in welchen
> Abständen vom Objekt. Um sich bei DSLR nicht umgewöhnen zu müssen -
> schließlich entspricht einem KB-50er ein APS-C-33er -
Hasselblad 6x6 cm
Normalobjektiv: Hasselblad CFE 80 - Objektiv - 80.5 mm - f/2.8
Portraitobjektiv: Hasselblad HC 150 mm - f/3.2
Teleobjektiv: Tele-Superachromat T* 2,8/300 und Apo- Mutar
1,7x E T* (Baulänge 168 mm, Ø 134,4 mm, Gewicht 3800g)
oder:
Mamiya C - Weitwinkelobjektiv - 55 mm - f/2.8 N
MPN: 302125 | Länge: 5.9 cm | Durchmesser: 7 cm | Gewicht: 305 g | Typ: Weitwinkelobjektiv | Besondere Funktionen: Weitwinkel | Für: Mittelformat | Kompatibilität: Mamiya 645-Serie | Brennweite: 55 mm | Blendenöffnung: F/2.8 | Mindestöffnung: F/22 | Äquivalente Brennweite bei Kleinbild: 34mm | Vergrößerung: 0.18 | Min. Scharfeinstellbereich: 45 cm | Fokuseinstellung: Manuell...
Meine Kamera mit 1/2,33" hat eine Brennweite von 600mm KB, Baulänge 10cm, Gewicht Objektiv + Kamera 300g
Kompatibilität schrieb:
>
> Meine Kamera mit 1/2,33" hat eine Brennweite von 600mm KB, Baulänge 10cm,
> Gewicht Objektiv + Kamera 300g
#
Nee, die Mamiya und die Hassy sind ja kein KB.
Also musst du deine Kamera mit 960mm MB angeben. Klingt doch noch viel besser, oder?
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