... braucht es zum Crowdfunding eine Crowd, sprich: Masse.
Das Thema wird ja, nicht zuletzt von Golem, mit viel Wohlwollen behandelt, die Crowd wurde mobilsiert und sie tut wie ihr geheissen.
"Lockstoff" für die Crowd ist die Aussicht Produkte zu bekomen die einen irgendwie fazinieren, an denen man Spaß hat - und das alles ohne die übliche Verdächtgen aus der Branche, Produkte nach Maß die einfach nur Spaß macht, wenn man so will.
Wenn aber nun Projekte reihenweise abgesagt werden/scheitern ist die Entäuschung groß, je mehr "Herzschmerz" man reingesteckt hat, desto grösser die anschliessende Enttäuschung.
Anspruch und Wirklichkeit gehen hier weit auseinander und ich könnte mir vorstellen dass nicht wenige von jenen, die gespendet haben auf ein erneutes Durchlaufen des "Schweinezyklus" (Begeisterung -> Spenden -> Frustration) gerne verzichten.
Mit anderen Worten besteht die Gefahr dass die "Power der Crowd" verpufft, es braucht Erfolge mit Leuchtturmfunktion.
Wenn 250.000 - eine nicht gerade geringe Summe - nicht reichen, stellt sich die Frage ob Crowdfunding wirklich die richtige Platform für solche eher grossen Projekte ist, 1.000.000 finde ich zuviel, da sollte man sich lieber auf konventionellen Wegen um Investoren bemühen statt es sich im Zweifel mit eine Vielzahl von Kleinspendern zu verscherzen. Man beschädigt damit nämlich nicht nur das eigene Projekt (und ggf. Reputation), sondern auch die Platform und das Prinzip des Crowdfundings ansich.
Vielleicht bedarf es eine Art "Managed Crowdfunding", wobei die Platform einen Teil der Managements übernimmt um Projekte auf die richtige Spur zu bringen bzw. zu halten - das würde dann aber irgendwann in Konflikt mit der Freiheit bzw. Kreativität treten.
Irgendwie ist es weder Fisch noch Fleisch. Die gut organsierten Pros bekommen das nötige Geld nicht zusammen (wie in diesem Fall), kleine Bastler mit guten Ideen übernehmen und verzetteln sich ggf.
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
Managed Crowdfunding? Also soll die Plattform auch noch Manager bereitstellen? Und wer bezahlt die? Aus welchen Bereichen? Auf Kickstarter müssten dann ja Manager aus dem Bereich Musik, Film, produzierendes Gewerbe, Software ... vorhanden sein.
Und was genau sollen die machen? Und wieso sollte das jemand wollen?
Man will doch die Vision der Projektstarter und nicht irgendwelcher Manager, die dann die harten Entscheidungen fällen.
Da kann man sich dann auch einen normalen Publisher suchen, der einem schön rein redet.
Vielleicht waren die Pros eben nicht so gut organisiert und haben das Projekt nicht gut vorgestellt, denn es gibt ja etliche Projekte die Finanziert wurden und teils mehr als 1 Million $ eingesammelt haben.
Pebble: E-Paper Watch for iPhone and Android -> $10,266,845
Elevation Dock: The Best Dock For iPhone -> $1,464,706
OUYA: A New Kind of Video Game Console -> $8,596,474
Project Eternity -> $3,986,929
Reaper Miniatures Bones: An Evolution Of Gaming Miniatures -> $3,429,235
Amanda Palmer: The new RECORD, ART BOOK, and TOUR -> $1,192,793
Oculus Rift: Step Into the Game -> $2,437,429
Printrbot: Your First 3D Printer -> $830,827
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
wmayer schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Managed Crowdfunding? Also soll die Plattform auch noch Manager
> bereitstellen? Und wer bezahlt die? Aus welchen Bereichen? Auf Kickstarter
> müssten dann ja Manager aus dem Bereich Musik, Film, produzierendes
> Gewerbe, Software ... vorhanden sein.
> Und was genau sollen die machen? Und wieso sollte das jemand wollen?
> Man will doch die Vision der Projektstarter und nicht irgendwelcher
> Manager, die dann die harten Entscheidungen fällen.
> Da kann man sich dann auch einen normalen Publisher suchen, der einem schön
> rein redet.
Um es kurz zu machen: Das wäre dan eine Crowd-Bank, bei der man einen Manger mit seinem Businessplan überzeugen muss, um an Investitionskapital zu kommen.
> Vielleicht waren die Pros eben nicht so gut organisiert und haben das
> Projekt nicht gut vorgestellt, denn es gibt ja etliche Projekte die
> Finanziert wurden und teils mehr als 1 Million $ eingesammelt haben.
Das ist genau der Punkt. Ich hab das Amanda Palmer Album mit unterstützt, einfach da ich die Musik der dame schon zu Dresden Dolls Zeiten großartig fand.
Die hat den ganzen Fundingprozess begleitet, informative oder zumindest unterhaltsame Updates geschrieben, ist ein wenig auf die Kosten einer Musikproduktion eingegangen und auch was die Backer Rewards Produktion betrifft war sie sehr mitteilsam. Und für 5 USD gab es dafür schon ein Downloadalbum, was mehr bietet als die normale im Handel befindliche CD oder auch was es bei Amazon oder iTunes als Download gibt. ABER: Da wurde über das Crowdfunding nicht alles finanziert, es gab die Möglichkeit, investitionssummen im tausender Bereich zur verfügung zu stellen, allerdings nicht über Kickstarter. Dann gibts da immer noch ein Label, was auch Geld zugeschossen hat.
Für richtig ambitionierte bzw. professionelle Projekte kann die reguläre Finanzierung durch Crowdfunding nicht ersetzt werden, aber es ist beispielsweise eine sehr gute Marketingmethode, bei der ich auch noch Geld erhalte (!). Welche Werbung kann das schon für sich behaupten? Das sieht man an vielen gescheiterten Projekten. Alleine die Information, dass eine gewisse Zahl an Personen bereit war, für ein Produkt zu zahlen, kann da den Ausschlag geben, an Investitionskapital zu kommen. Das dürte ein Aspekt sein, der bislang weder bei Crowdfunding noch bei Sozialen Netzwerken breite Beachtung gefunden hat. oder anders gesagt: 100.000 Facebook likes haben da schon eine gewisse Wirkung. Ob sowas jedoch sinnvoll ist? Ich bin mir da nicht wirklich sicher.
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
Es geht um Projektmanagement als universelles Werkzeug, um welches konkrete Projekt es sich handelt ist sekundär. Und besser "irgendwelcher Manager", die "harten Entscheidungen fällen" statt unorgansiertes und (selbst) schädigendes Verhalten.
Was die Erfolg-/Reinfall-Ratio angeht habe ich keinen Überblick. Sicherlich gibt es auch erfolgreiche Projekte, die Frage ist ob diese ausreichen um die "kritische Masse" an Crowd bei der Stange zu halten.
Vielleicht hast Du mich falsch verstanden, ich bin nicht gegen Crowdfunding, aber ich meine strukturelle Schwächen zu erkennen die letztlich das ganze Konzept gefährden könnten.
Auf der persönlichen Schiene habe da nur das Eisen im Feuer dass es mich ärgert auf Golem ständig Kickstart hier und Kickstart dort zu lesen, letzlich aber nichts bei rum kommt, dass sind dann nämlich lediglich Bloat-News.
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
Die Mär vom teuren Traffic oder wie viel kostet ein GByte?
Festplatte mit DDR3-RAM kratzt an SSD-Leistung
Das neue Google Maps ist beeindruckend schnell
"EU-Vorschlag würde freies Kopieren erlauben"
"Google, Facebook, Twitter verletzen mein Patent"
Kommentare: 829 | letzter Beitrag 17:38 Uhr
Kommentare: 578 | letzter Beitrag 12:51 Uhr
Kommentare: 247 | letzter Beitrag 18:54 Uhr
Kommentare: 227 | letzter Beitrag 17:56 Uhr
Kommentare: 153 | letzter Beitrag 17:20 Uhr
E-Mail an news@golem.de

Ein guter Hacker verdient in China 100.000 US-Dollar im Jahr. Die Fertigkeit, in fremde Systeme einzudringen, wird auf IT-Sicherheitsmessen ganz offen beworben und an Universitäten gelehrt.

Die Xbox One beobachtet den Spieler zwingend per Kinect - und könnte die Daten zumindest zum Teil an Microsoft weiterreichen. Sie hat eine 500-GByte-Festplatte und muss zum Spielen nicht immer mit dem Internet verbunden sein.

Ein Smartphone, das in einer halben Minute geladen ist, soll ein neuer Energiespeicher ermöglichen. Die Entwicklerin kam auf die Idee, weil sie sich über den dauernd leeren Akku ihres Mobiltelefons geärgert hat.

Wer ein gebrauchtes Spiel für die Xbox One verkaufen will, muss damit zum Händler marschieren: Dies berichtet zumindest ein britisches Fachmagazin. Unterdessen verkauft sich die neue Konsole schon sehr gut - und Microsoft verkündet hohe Ziele für seine "alte" Xbox 360.

Lenovos Finanzchef protzt, dass sich der PC-Hersteller jedes Unternehmen, das zum Verkauf steht, auch leisten könnte.

Peter Schaar wendet sich dagegen, dass Jobcenter-Mitarbeiter bei Facebook die soziale Lage der Menschen ausforschen und verdeckt Freundschaftsanfragen senden. Die Bundesagentur für Arbeit sagt, dass das gar nicht möglich sei.