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Ich war süchtig ... aber ich kam los. Geständnis eines ehemaligen WoW-Abhängigen.

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  1. Ich war süchtig ... aber ich kam los. Geständnis eines ehemaligen WoW-Abhängigen.

    Autor aroddo 28.10.09 - 13:27

    World of Warcraft ist ein geniales Spiel.

    Ich selber bin seit den 64er Zeiten begeisterter Spieler, wobei Rollenspiele (von Ultima bis D&D, Fallout und viele andere) mich schon immer angezogen haben. Ansonsten auch gerne Strategiespiele.

    Natürlich konnte ich mir nicht alles leisten und habe dementsprechend viel raubkopiert - aber nicht ausschließlich. Gerade die C64er-Generation hat kaum einen Bedarf gesehen, tatsächlich Geld für Software zu bezahlen die bereitwillig auf den analogen P2P-Börsen namens Schulhof zu beziehen waren. Aber das nur nebenbei.

    Während des Studiums wurde nun World of Warcraft (WoW) angekündigt und Blizzard hatte dank Diablo 2 (das hat schlaflose Nächte bereitet), Starcraft und Warcraft 3 einen makelosen Ruf. Andere Online Rollenspiele (WoW war bei weitem nicht das erste) wie z.B. Dark Ages of Camelot oder Everquest 1 konnten trotz meiner Rollenspielaffinität nicht begeistern - teils schlechte Grafik, teils hohe Kosten - doch vor allem sehr sehr schlechte Bedienung. Ich war also gespannt wie Blizzard es besser macht.

    Und schließlich kam das Spiel endlich raus ... und es fesselte von der ersten Minute an.
    Die Charaktermodelle waren Comic-haft, aber idealisiert und wunderbar anzuschauen. Die Animationen waren flüssig und detailliert und versprühten trotz des Comic-Stils eine Lebendigkeit, die bislang unerreicht war. Kurz: Man konnte - wollte - sich mit seinem Helden identifizieren. Hinzu kam dass hunderte, tausende Gleichgesinnte durch die Gegend liefen die ebensoviel Spaß mit ihrem Avatar hatten.
    Fernab von Quests und Monster metzeln traf man sich in Tavernen, trank Alkohol (mit lustigem Besoffen-Effekt - taumeln, beinträchtigung der Sehkraft, etc), tanzte auf den Tischen (die Tanz Animationen suchen immer noch ihresgleichen) und genoss das (virtuelle) Leben.

    Und dann war da noch das eigentliche Spiel ...

    Kurz gesagt, WoW war perfekt.
    Und es kostete etwa 12€ im Monat.
    Unabhängig davon wie lange man spielt.

    Und für mich wurde dieser Zeit/Kosten-Faktor zur Motivationsfalle. Denn - so meine Überlegung - jede Minute die ich an Freizeit nicht in WoW steckte ... die war verlorenes Geld!
    Also nix mehr mit Hochschulsport - World of Warcraft war angesagt! WoW machte richtig Spaß! Kino? Hah, ich erlebe in WoW was andere nur auf der Leinwand sehen. Andere Computerspiele? Würd ja gerne, aber das kostet Zeit und Zeit ist Geld ist WoW.
    Studium? Schnell die Hausarbeiten, dann weiter zocken. Und die Vorlesungen morgen sind eigentlich nicht sooo wichtig, also Nacht durchmachen.

    Man merkt, es geht dabei nur noch begrenzt rational zu. :)

    Aber ich kam von WoW los bevor mir das Spiel noch das ganze Studium versauen konnte.
    Ulkigerweise war mein Weg zur Einsicht auch ein ganz seltsamer: Ich war mir bewusst das ich zugunsten von WoW keine anderen coolen Spiele zocken konnte (ich glaube zu der Zeit ist "Elder Scrolls IV: Oblivion" rausgekommen) - obwohl die Spiele "umsonst" waren. Aber ich probiere neue Sachen nicht einmal aus, weil ich dadurch Zeit(=Geld) verschwende.

    Und als mir endlich klar wurde was das für eine schwachsinnige Begründung meines Verhaltens das war kündigte ich kurzerhand mein Abo und ging ins Kino.

    ---

    Das ist mein wahrer Suchtbericht.
    Und ich glaube, ich war selbst zur Höchstphase noch ein ganz harmloser Süchtiger, da ich mir keine Illusionen gemacht habe, dass die Typen am anderen Ende des Internets wirklich meine Freunde sind und ich im Netz ein "second life" führe.
    Nein, es war einfach nur ein Riesenspaß.

    Und aufgrund meiner eigenen Erfahrung kann ich sehr wohl bestätigen, dass WoW süchtig macht, dass also Suchtgefahr besteht und dass man gerade Kinder und Jugendliche davor schützen muss.
    Das soll nicht heißen, dass es gleich ein pauschales Verbot geben muss, aber Eltern müssen darauf genau so hingewiesen werden wie auf andere jugendgefährdende Inhalte - und Heranwachsende sollten genause über die Gefahren der Online-Sucht aufgeklärt werden, wie vor den Suchtgefahren durch Drogen jeglicher Art.

    Natürlich sind Drogen und World of Warcraft in ihrer Bedrohung nicht vergleichbar. Aber die Sucht treibt den Menschen bei beiden "Suchtmitteln" zu potentiell selbstschädigendem Verhalten.
    Und davor zu warnen ist richtig.


    PS: Ich spiele kein WoW mehr, obwohl ich weiß das - sollte ich wieder anfangen - jederzeit wieder aufhören könnte.
    Kommt jemanden dieser Satz bekannt vor? ^_^

  2. Re: Ich war süchtig ... aber ich kam los. Geständnis eines ehemaligen WoW-Abhängigen.

    Autor sghf 28.10.09 - 13:34

    Wayne?

    Du konntest doch einfach aufhören, also was willst du? Dein "Geständnis" ist ein schlag ins gesicht für alle die wirklich mit einer Sucht zu kämpfen haben und nicht einfach aufhören können.

  3. Re: Ich war süchtig ... aber ich kam los. Geständnis eines ehemaligen WoW-Abhängigen.

    Autor nicht süchtig 28.10.09 - 13:38

    Hast du auch einen "Affen" bekommen wie Alkies und Junkies?
    Musstest du für deine Sucht deinen Körper an alte Männer verkaufen?
    Und wie sieht es mit weissen Mäusen aus?
    Fragen über Fragen

  4. Re: Ich war süchtig ... aber ich kam los. Geständnis eines ehemaligen WoW-Abhängigen.

    Autor Trollolol 28.10.09 - 13:44

    Sry dummes geschwafel von einem der keine Ahnung hat.

    In 20 Jahren wenn diese veralterten Regierungs- lobbyisten Säcke die Radieschen von unten sehen und die Gamer die Regierung bilden, wird kein Hahn mehr danach krähen.

    Also abwarten.

  5. Re: Ich war süchtig ... aber ich kam los. Geständnis eines ehemaligen WoW-Abhängigen.

    Autor fdds 28.10.09 - 13:53

    tjaja so ist das... ich habe einen Bekannten, der während seiner FOS-Zeit WoW-Süchtig war. Das lustige daran, er hatte durch seine Freundin (sogar ein richtig scharfes Teil) erst mit WoW begonnen, und just als deren Beziehung aus war hörte er auch mit WoW auf. So kanns gehen.

  6. Re: Ich war süchtig ... aber ich kam los. Geständnis eines ehemaligen WoW-Abhängigen.

    Autor ingnore 28.10.09 - 14:16

    aroddo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > World of Warcraft ist ein geniales Spiel.
    >
    > Ich selber bin seit den 64er Zeiten begeisterter Spieler, wobei
    > Rollenspiele (von Ultima bis D&D, Fallout und viele andere) mich schon

    Du kommst aus der C64 Zeit und hingst zu Beginn WOW immer noch auf der Uni rum?

  7. Re: Ich war süchtig ... aber ich kam los. Geständnis eines ehemaligen WoW-Abhängigen.

    Autor aroddo 28.10.09 - 14:17

    sghf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wayne?
    >
    > Du konntest doch einfach aufhören, also was willst du? Dein "Geständnis"
    > ist ein schlag ins gesicht für alle die wirklich mit einer Sucht zu kämpfen
    > haben und nicht einfach aufhören können.


    Das Problem liegt eher auf der Seite derjenigen, die Onlinespielesucht bagatellisieren.

    Ich kam davon los, na und? Ist das etwas schlimmes? Darf man sich nur als ehemals Süchtiger bezeichnen wenn man auf Zwangsentzug gesetzt wurde?

  8. Re: Ich war süchtig ... aber ich kam los. Geständnis eines ehemaligen WoW-Abhängigen.

    Autor caesar 28.10.09 - 14:19

    fdds schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tjaja so ist das... ich habe einen Bekannten, der während seiner FOS-Zeit
    > WoW-Süchtig war. Das lustige daran, er hatte durch seine Freundin (sogar
    > ein richtig scharfes Teil) erst mit WoW begonnen, und just als deren
    > Beziehung aus war hörte er auch mit WoW auf. So kanns gehen.

    Ja, dann hätte er mal besser weitergespielt, dann klappts auch mit der Freundin.

  9. Re: Ich war süchtig ... aber ich kam los. Geständnis eines ehemaligen WoW-Abhängigen.

    Autor sghf 28.10.09 - 14:21

    aroddo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sghf schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wayne?
    > >
    > > Du konntest doch einfach aufhören, also was willst du? Dein "Geständnis"
    > > ist ein schlag ins gesicht für alle die wirklich mit einer Sucht zu
    > kämpfen
    > > haben und nicht einfach aufhören können.
    >
    > Das Problem liegt eher auf der Seite derjenigen, die Onlinespielesucht
    > bagatellisieren.
    >
    > Ich kam davon los, na und? Ist das etwas schlimmes? Darf man sich nur als
    > ehemals Süchtiger bezeichnen wenn man auf Zwangsentzug gesetzt wurde?

    Es gibt keine "ehemals Süchtigen". Einmal Süchtig immer Süchtig und ein lebenslanger(!) Kampf es zu unterdrücken.

  10. Re: Ich war süchtig ... aber ich kam los. Geständnis eines ehemaligen WoW-Abhängigen.

    Autor aroddo 28.10.09 - 14:21

    nicht süchtig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hast du auch einen "Affen" bekommen wie Alkies und Junkies?
    > Musstest du für deine Sucht deinen Körper an alte Männer verkaufen?
    > Und wie sieht es mit weissen Mäusen aus?
    > Fragen über Fragen

    Nein, WoW ist im Vergleich zu Zigaretten, Alkohol, Kokain und so weiter sehr günstig.
    Laut Youtube gibt es zwar Kiddies, die einen "Affen" zum besten geben wenn Mami das Sohnemännchen ins Bett zwingt (such mal, sehr amüsant), aber das ist kaum vergleichbar.

  11. Re: Ich war süchtig ... aber ich kam los. Geständnis eines ehemaligen WoW-Abhängigen.

    Autor aroddo 28.10.09 - 14:25

    sghf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > aroddo schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------

    > Es gibt keine "ehemals Süchtigen". Einmal Süchtig immer Süchtig und ein
    > lebenslanger(!) Kampf es zu unterdrücken.

    Ganz richtig!

    Deshalb auch mein ironisches Postscriptum

    > PS: Ich spiele kein WoW mehr, obwohl ich weiß das - sollte ich wieder anfangen -
    > jederzeit wieder aufhören könnte.

    > Kommt jemanden dieser Satz bekannt vor? ^_^

  12. Re: Ich war süchtig ... aber ich kam los. Geständnis eines ehemaligen WoW-Abhängigen.

    Autor HD user 28.10.09 - 14:36

    Wenn er früh mit dem c64 angefangen hat und wow eher mitte/ende seines studiums kam, dann passt das zeitlich ganz gut...

    3-4. Klasse ging es bei mir mit nem 286er los und im 4. oder 5. Semester glaube ich kam dann WoW raus... Abi mit 19 gemacht...

  13. Ich war süchtig ... aber ich kam los. Geständnis eines ehemaligen WoW-Abhängigen.

    Autor aroddo 28.10.09 - 14:50

    -- moved topic --

  14. Re: Ich war süchtig ... aber ich kam los. Geständnis eines ehemaligen WoW-Abhängigen.

    Autor gagabubu 28.10.09 - 15:01

    aroddo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und für mich wurde dieser Zeit/Kosten-Faktor zur Motivationsfalle. Denn -
    > so meine Überlegung - jede Minute die ich an Freizeit nicht in WoW steckte
    > ... die war verlorenes Geld!

    Das bischen Geld war für mich nie ein Thema. Mein Auto säuft ja das 10-fache im Monat... und ohne Auto keine Freundin, was für mich undenkbar ist.

    > Andere Computerspiele? Würd ja gerne, aber das kostet Zeit
    > und Zeit ist Geld ist WoW.

    Das triffts. Ein anderes Computerspiel geht nicht, weil die Zeit zum Zocken einfach zu kostbar ist, um nicht in WoW irgendetwas zu erreichen.

    > ...
    > bewusst das ich zugunsten von WoW keine anderen coolen Spiele zocken konnte
    > (ich glaube zu der Zeit ist "Elder Scrolls IV: Oblivion" rausgekommen) -
    > obwohl die Spiele "umsonst" waren. Aber ich probiere neue Sachen nicht
    > einmal aus, weil ich dadurch Zeit(=Geld) verschwende.

    Das ist für WoW einfach nicht das richtige Argument für eine Spielsucht. Man möchte etwas erreichen und besser werden. Möglichst schneller mehr erreichen als andere. Die 12 Euro sind keinen Gedanken wert.

    > Und aufgrund meiner eigenen Erfahrung kann ich sehr wohl bestätigen, dass
    > WoW süchtig macht, dass also Suchtgefahr besteht und dass man gerade Kinder
    > und Jugendliche davor schützen muss.

    Ich finde die Krux ist, dass Menschen unterschiedlich stark suchtgefährdet sind. Das gilt für Labello, WoW und Heroin gleichermaßen. Einige WoW-Freunde haben tatsächlich mit WoW aufgehört, weils Dope knapp wurde. Im Umkehrschluss kann man aber eben nicht alles verbieten, weil einzelne eine Charakterschwäche haben.

  15. Re: Ich war süchtig ... aber ich kam los. Geständnis eines ehemaligen WoW-Abhängigen.

    Autor Trollschweiss 28.10.09 - 15:10

    So oft, wie ich solche Geständnisse fast wortgleich gelesen habe, kann ich auch nicht beurteilen, ob der Threadstarter nur mal ein wenig Stimmung in die Bude bringen wollte, aber das

    >>Hast du auch einen "Affen" bekommen wie Alkies und Junkies?
    Musstest du für deine Sucht deinen Körper an alte Männer verkaufen?
    Und wie sieht es mit weissen Mäusen aus?
    Fragen über Fragen <<

    ist wohl die Sicht eines Kindes?
    Sucht- oder Entzugserscheinungen sehen bei jeder Sucht anders aus. Ich bin nicht der Meinung der bayrischen Lehrer, aber ich habe Menschen gesehen, die extrem aggro geworden sind, weil sie nicht mehr aufgehört haben zu zocken, die ihr komplettes Leben verpeilt haben, die ihre Partner aus dem Haus getrieben haben.
    Und das sicherlich nicht nur bei WoW. Ein Freund von mir hat vor Jahren sämtliche Systeme, auf denen Games laufen rausgeschmissen, weil er seine Wohnung mehrfach fast abgefackelt hat - Herdplatte mit Essen haben einmal die Küche komplett in Flammen aufgehen lassen. Er hat nichts und zwar gar nichts mehr um sich herum wahrgenommen. Ein erwachsener Mann - damals - Mitte 30 übrigens. Für mich überhaupt nicht nachvollziehbar, bis ich ihn selbst vor der Kiste erlebt habe. Ganz krasse Nummer.
    Die Sucht ist nicht durch irgendwelche Stundenzahlen oder weisse Mäuse messbar, sondern ob ich ohne genauso gut klar komme wie mit.

    Nicht immer gleich bei schlechten Vorstössen der "Gegenseite" alles negieren - dadurch wirds nicht wahr. Nur weil du anders tickst - sei froh - heisst das nicht, dass es bei anderen keine Probleme bringt.

  16. Trollwiese?

    Autor aroddo 28.10.09 - 15:13

    Dürfte ich bitte erfahren warum mein Beitrag auf der Trollwiese gelandet ist?

    Ich habe in keinster weise getrollt, beleidigt noch sonst irgendetwas abseits vom Thema diskutiert!

    Das Verschieben meines Beitrages kann ich nur als infantile Reaktion eines übereifrigen Moderators verstehen, der einfach nicht wahr haben möchte was geschrieben wurde.

    Ich bestehe auf einer Erklärung!

  17. Re: Ich war süchtig ... aber ich kam los. Geständnis eines ehemaligen WoW-Abhängigen.

    Autor Heise 28.10.09 - 15:17

    Trollschweiss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - heisst das nicht, dass es bei anderen keine Probleme bringt.

    das heißt heißt, mit scharfem s!
    Die 'das/dass-Regel' beherrschst du seltsamerweise.

  18. Re: Trollwiese?

    Autor Melonenhund 28.10.09 - 15:24

    aroddo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dürfte ich bitte erfahren warum mein Beitrag auf der Trollwiese gelandet
    > ist?
    >

    Wuerde mich auch interessieren!

  19. Legte mehr Wert auf Gedankenwelt als Horrorstories...

    Autor aroddo 28.10.09 - 15:39

    Trollschweiss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So oft, wie ich solche Geständnisse fast wortgleich gelesen habe, kann ich
    > auch nicht beurteilen, ob der Threadstarter nur mal ein wenig Stimmung in
    > die Bude bringen wollte, aber das

    Oh, ich dachte ich sei originell, denn es ist original. Ich habe absichtlich auf eine genaue Schilderung der schädlichen Auswirkungen auf mein Leben verzichtet ... zum einen wars bei mir recht unspektakulär (schlechte Noten, etwas mehr Bauch) und zum anderen wäre sowas nur reißerisch.
    Ich habe mehr Wert darauf gelegt zu schildern, wie es in meinem Kopf abging.

    > Sucht- oder Entzugserscheinungen sehen bei jeder Sucht anders aus. Ich bin
    > nicht der Meinung der bayrischen Lehrer, aber ich habe Menschen gesehen,
    > die extrem aggro geworden sind, weil sie nicht mehr aufgehört haben zu
    > zocken, die ihr komplettes Leben verpeilt haben, die ihre Partner aus dem
    > Haus getrieben haben.

    Die bayrischen Lehrer legen etwas übertriebene Maßstäbe an, aber die Grundidee ist richtig. Ähnlich wie bei der Killerspieldebatte. Auch dort glaube ich, dass Gewaltverherrlichung einen jugendschädigenden Einfluss haben KANN, dass aber ein Radikalverbot Unfug ist und Eltern durchaus mal etwas intensiver erziehen könnten als Kind-vor-PC-setzen,-Essen-kochen,-RTL-gucken.

    > Nicht immer gleich bei schlechten Vorstössen der "Gegenseite" alles
    > negieren - dadurch wirds nicht wahr. Nur weil du anders tickst - sei froh
    > - heisst das nicht, dass es bei anderen keine Probleme bringt.

    Da stellt sich eine interessante Frage: Viele Süchtige leugnen ihre Sucht vor sich selbst. Ob Herr "nicht süchtig" vieleicht etwas verdrängt?

  20. Re: Ich war süchtig ... aber ich kam los. Geständnis eines ehemaligen WoW-Abhängigen.

    Autor aroddo 28.10.09 - 16:21

    HD user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn er früh mit dem c64 angefangen hat und wow eher mitte/ende seines
    > studiums kam, dann passt das zeitlich ganz gut...
    >
    > 3-4. Klasse ging es bei mir mit nem 286er los und im 4. oder 5. Semester
    > glaube ich kam dann WoW raus... Abi mit 19 gemacht...


    Ich hatte einen 386er im Gymnasium. Keinen Amiga ... von C64 auf 386.
    4 Megabyte RAM, 14 Zoll Farbmonitor, Trident Grafikkarte mit 1024x768 Auflösung und 256 Farben!!!, 40 Megabyte Festplatte. Ich war der King unter den Computer-Nerds. :D
    Und das beste Spiel war ... Nethack. :P

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