Um das vorweg zu nehmen ich bin seid 18 Jahren "Gamer". Habe einen PC eine Konsole und eine Spielesammlung in der alles vertreten ist was es an Genres gibt.
Der Deutsche Computerspielepreis ist kein Award einer Spielezeitschrift oder einer Website. Er ist ein von Branchenverbänden und dem Kultusminister getragen.
Die Kritik seitens des Trägers ist also gerechtfertigt. Wer die Band bezahlt bestimmt nunmal die Musik.
Das der Preis immer weg vom "Mainstream" bewertet hat zeugt meiner Meinung nach von Verständniss. Davon das tatsächlich jemand auf den Inhalt des Spieles geachtet hat. Crysis ist der Falsche Kanidat dafür. Spiele wie der Vorjahresgewinner "A New Beginning" sind das Notwendige Vorzeigespiel. Etwas das bei ALLEN das Verständniss für Spiele weckt.
Das hier wiedereinmal mit kindlicher Agressivität gewettert wird hilft dem Ziel Computerspiele zu etablieren oder gar zu Kunst zu erklären überhaupt nicht.
Ich verstehe das einige ihr Lieblingsgenre oder gar Lieblingsspiel angegriffen sehen. Aber bitte denkt darüber anch das Diskkusionen, wenn sie auf diese Art geführt werden dem Genre und dem Ziel nur abträglich sind.
Sachliche Argumentation tut keinem weh und führt zum Ziel. Agression führt nie zum Ziel.
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In diesem Fall hilft tatsächlich keinerlei Agression und meine Argumentation folgt im Gegensatz zu der unserer CDU-Parlamentarier der Realität: Das was tatsächlich gekauft wird hat meist Qualität. Das was getestet wird und für untauglich befunden wird geht kommerziell unter. Jetzt kann eine unabhängige Komission natürlich (mit entsprechender finanzieller Unterstützung, denn eine Community mit freier, d.h. nicht gesponserter Meinung würde nicht auf derartige Ideen kommen....) irgendwelche anderen, nicht kommerziell erfolgreichen Spiele prämieren - es interessiert vermutlich nur niemanden. Die Spieler denen Actionspiele (ich vermeide hier das Wort Killerspiel ganz bewusst, denn ich bin kein Populist) eher liegen interessiert das nicht die Bohne.
Liberal gesehen: Es gibt auch Filmfestivals die Kunstfilme prämieren, und das ist auch richtig und gut so. Nur interessiert es niemanden mehr ob darunter eventuell auch Filme sind die Gewalt zum Thema haben (heute - das war auch mal anders!). Kurzum: Eigentlich sind nicht die einzelnen Medien das Problem, sondern der Umgang mit Ihnen. Das Problem ist der Mensch der das Medium nicht versteht - und darunter fallen auch Amokläufer. Und Politiker die Ihre moralischen Ideen als Ideal stilisieren.
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DennisKemna schrieb:
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>... Crysis ist der Falsche Kanidat dafür...
da fehlt nur noch "meiner Meinung nach..."
P.S.
nur die wenigen verstehen was CDU wirklich will... schade...
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DennisKemna schrieb:
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> Der Deutsche Computerspielepreis ist kein Award einer Spielezeitschrift
> oder einer Website. Er ist ein von Branchenverbänden und dem Kultusminister
> getragen.
> Die Kritik seitens des Trägers ist also gerechtfertigt. Wer die Band
> bezahlt bestimmt nunmal die Musik.
Mal dran gedacht wer die Träger unserer Regierung sind? Wir sind es welche die Musik der CDU zu bestimmen haben. Genau aus dem Grund ist es das einzig richtige laut Aufzuschreien wenn solche engstirnigen CDU Politiker wieder mit ihren lächerlichen "Ballerspiele" Verteufelungen kommen. Wahrscheinlich die selben Politier welche sich jeden Abend gemütlich Tatort reinziehen.
Wenn das Spiel den Kriterien nach nicht genug Inhalt/Mehrwert bietet sollte es halt nicht gewinnen, ganz einfach. Aber wegen so etwas die Nominierung für unvertretbar zu erklären ist absurd.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.04.12 18:01 durch weezor.
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DennisKemna schrieb:
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> Um das vorweg zu nehmen ich bin seid 18 Jahren "Gamer". Habe einen PC eine
> Konsole und eine Spielesammlung in der alles vertreten ist was es an Genres
> gibt.
>
> Der Deutsche Computerspielepreis ist kein Award einer Spielezeitschrift
> oder einer Website. Er ist ein von Branchenverbänden und dem Kultusminister
> getragen.
> Die Kritik seitens des Trägers ist also gerechtfertigt. Wer die Band
> bezahlt bestimmt nunmal die Musik.
>
> Das der Preis immer weg vom "Mainstream" bewertet hat zeugt meiner Meinung
> nach von Verständniss. Davon das tatsächlich jemand auf den Inhalt des
> Spieles geachtet hat. Crysis ist der Falsche Kanidat dafür. Spiele wie der
> Vorjahresgewinner "A New Beginning" sind das Notwendige Vorzeigespiel.
> Etwas das bei ALLEN das Verständniss für Spiele weckt.
>
> Das hier wiedereinmal mit kindlicher Agressivität gewettert wird hilft dem
> Ziel Computerspiele zu etablieren oder gar zu Kunst zu erklären überhaupt
> nicht.
> Ich verstehe das einige ihr Lieblingsgenre oder gar Lieblingsspiel
> angegriffen sehen. Aber bitte denkt darüber anch das Diskkusionen, wenn sie
> auf diese Art geführt werden dem Genre und dem Ziel nur abträglich sind.
>
> Sachliche Argumentation tut keinem weh und führt zum Ziel. Agression führt
> nie zum Ziel.
naja, wenn man mal den filmpreis von cannes nimmt, der für sich auch in anspruch nimmt, auf qualität statt auf namen zu achten, stellt man fest, dass auch dort eher selten die blockbuster auf den vorderen plätzen landen. aber die jury dort würde niemals einen guten film nicht prämieren, nur weil er einem bestimmten genre angehört oder weil es ein blockbuster ist. es geht lediglich um die qualität. mein problem an dem einwand der cdu beruht daher einzig und allein auf der tatsache, dass sie dieses spiel aus prinzip nicht prämieren wollen, weil es ein "sogenanntes killerspiel" ist. und das ist auch schon der nächste punkt. "sogennanntes killerspiel". wer nennt diese spiele so? richtig, niemand, außer denen.
ob crysis 2 dem gerecht würde, kann ich nicht beurteilen. wollt ich aber auch nicht. ich wollte die argumentation der cdu csu beurteilen.
edit: ich bin übrigens auch seit etwa 20 jahren gamer und knappe 30. wobei der erste rechner mit 12 kam, davor waren es meine konsolen oder der c64 bzw. später amiga500 meines bruders.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.04.12 18:59 durch kevla.
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Ich spiele Computerspiele auch seit ich 10 bin. Früher eher Flippersimulationen und "Offroad", heute eher RPGs und Action-Racer.
Mich interessieren Computerspielpreise eigentlich gar nicht mehr, da dort nur das prämiert wird, was den Politikern in den Sinn kommt. Mit Qualität und kommerziellem Erfolg hat das nichts zu tun.
Es ist lustig zu sehen wie blöd sich die CDU/CSU mal wieder anstellt. Crysis 2 war sowohl qualitativ als auch kommerziell erfolgreich und eigentlich sollte man stolz darauf sein, dass in Deutschland überhaupt noch erfolgreiche Spiele hergestellt werden, denn die Regierung tut fast alles, was möglich ist, um Spiele zur Zensur zu zwingen. Außerdem ist Deutschlands Bewertung für Spiele die mit härteste weltweit - oder zumindest Europa-weit, denn man sieht es gerade sehr schön am Beispiel TERA: das Blut im Spiel z.B. sollte beschnitten werden (und der Umstand wurde sogar unter den Tisch fallen gelassen), damit man eine breitere Audienz anspricht.
Hier nimmt das USK den Eltern das Denken ab - in anderen Ländern gibt PEGI lediglich eine Empfehlung.
Da passen natürlich Aussagen der Konservativen perfekt ins Szenario. Zu blöd, dass die mich samt ihrer Preise schon lange nicht mehr interessieren. Wäre ich Crytek, würde ich mir den Preis nicht abholen fahren nach so einer Äußerung seitens der Preisverleiher - Crytek ist auch ohne den Preis erfolgreich.
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Also meiner Meinung nach sollte Crysis 2 auch nicht den Titel bekommen. Nicht, weil dort Waffen benutzt werden und manche Ewiggestrigen das als Ursache für Amokläufer sehen. (Und nicht etwa den schlechten Umgang der Gesellschaft mit "andersartigen" Menschen - sprich die Gesellschaft hat sie zum Amok laufen getrieben und kein "Killerspiel").
Sondern Crysis 2 hätte es in meinen Augen nicht verdient, weil außer der technischen Leistung nichts innovatives geboten wurde. Ein guter Shooter mit manch cooler Idee und superber Engine aber mehr auch nicht. Anno 2070 ist ebensowenig innovativ gewesen um mal ein anderes Beispiel zu nennen - aber macht natürlich auch tierisch Spaß.
Innovative Spiele mit neuen, interessanten Ansätzen kommen nunmal meist aus der Indy-Branche und sind dementsprechend unbekannt und längst nicht so verkaufsstark. Das macht sie aber sicher nicht schlechter als AAA-Titel. Andersherum sind manche AAA-Titel natürlich auch innovativ: Dungeon Keeper war so ein Hammer aber nicht aus DE. :)
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Mir missfällt, dass bei diesem Preis vor allem "pädagogisch wertvolle" Spiele ausgezeichnet werden sollen. Das ist aber leider ein Kriterium, welches der Kunst im Zweifelsfall entgegengestellt sein kann (und etliche erhältliche Spiele beweisen das).
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dit schrieb:
> P.S.
> nur die wenigen verstehen was CDU wirklich will... schade...
Aufmerksamkeit durch Populismus auf unterstem Niveau !
Was hab ich gewonnen ?
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Du sagst richtige Reaktion, aber deine Begründung ist eine ganz andere als die der CDU.
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DennisKemna schrieb:
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> Das hier wiedereinmal mit kindlicher Agressivität gewettert
> wird hilft dem Ziel Computerspiele zu etablieren oder gar zu
> Kunst zu erklären überhaupt nicht.
Ich muss Dir vorwerfen, die Kommentare hier entweder nur flüchtig oder höchst selektiv gelesen zu haben. Sicher gibt es ein paar Leute, die wie ein Kind reagieren, dem man das Spielzeug wegnimmt, aber das ist (wenn überhaupt) nur die halbe Bandbreite der hier geäußerten Meinungen.
Nein, die Reaktion der CDU/CSU ist definitiv nicht richtig. Sie mag vielleicht ungefähr auf einen richtigen Aspekt zusteuern, aber das ist weder beabsichtigt noch passt die Argumentationsstruktur dazu.
Im Grunde gebe ich Dir recht: Man braucht Preisträger, welche möglichst viel allgemeine Akzeptanz finden, damit Computerspiele in der Mitte des Kulturlebens ankommen. Aber möchtest Du die Deutungshoheit darüber, was die kulturelle Mitte unserer Gesellschaft ist und was dort hinein passt allen Ernstes solchen Menschen überlassen?
Was wäre denn wenn auch sog. "Killerspiele" allgemeine Akzeptanz finden würden? Sicher kann man sich auch - ich überspitze jetzt einmal gnadenlos - über Ponyhof-Simulatoren einer Akzeptanz nähern. Die ist dann aber gering und umfasst nur das, was den Leuten initial nahe gebracht wurde. Genau deshalb muss man das Maximum ansetzen, um wenigstens einen Teil der Akzeptanz zu bekommen, die man gerne hätte. Wenn ein sog. "Killerspiel" prämiert wird, wissen Manfred Mustermann und Lieschen Müller, dass das so schlimm dann doch nicht sein kann, schließlich wurde es von einer anerkannten Jury gekürt.
Glaubst Du ernsthaft, die CDU/CSU würde den Ansatz verfolgen, solche Spiele häppchenweise über weniger umstrittene Vertreter irgendwann doch zu Akzeptanz zu verhelfen? - Nichts da, sie wollen das nicht und sind entrüstet, weil selbst eine von ihnen eingesetzte Jury nicht wunschgemäß entscheiden hat.
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Vor gar nicht allzulanger Zeit: Schüler läuft Amok, Politiker suchen schuldigen und finden "Killerspiele"!
2012: "Killerspiele" werden mit einem Preis für pädagogisch und kulturell wertvolle Spiele geehrt..
... wird nicht passieren, weil:
Dann müssten die Politiker zugeben, dass sie sich geirrt haben und "Killerspiele" doch nicht schuld waren und sie es waren, die mit lauter Stimme "HEXE" (Analogie zu Hexenverbrennungen) gerufen hatten - was dann wiederum Rückschlüsse auf ihre Kompetenz zulassen würde.. oder eher auf deren Mangel.
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