Ab Siedler 5 ist es meines Erachtens - mit teilweiser Ausnahme des Remakes Siedler 2 DNG - kein "echtes" Siedler mehr. Ich kann das jetzt nicht wirklich begründen, aber irgendwie wurde es dann YARTS (Yet Another Real Time Strategy). Das ursprüngliche Flair der Serie ist verlorengegangen. Siedler 3 ist meiner Meinung nach immer noch einer der besten Teile der Serie, und Siedler 2 Gold ist DAS klassische Siedler überhaupt. Gerade das Mikromanagement - Häuser für Träger bauen, Werkzeuge für Planierer und Zimmermänner herstellen - hat Teil 3 und 4 gerade noch einen Vertreter der Siedlerserie gemacht. Auch die Grenzverläufe waren noch ein wenig siedlerartig, obwohl hier der entscheidende Bruch mit dem ursprünglichen Spiel zu sehen war. Die Militärstrategien waren nur noch auf "Wer hat die meisten" ausgelegt, was einen erheblichen Bruch mit dem ursprünglichen Spielprinzip aufwies.
Versteht mich nicht falsch: Ich bin ein großer Siedler-Fan. Aber ich finde, die Serie sollte zu ihren Stärken zurückkehren und wieder mehr wie ein Siedler statt einem modernen Knights & Merchants werden. Teil 6 war schon erheblich besser als Teil 5, aber ihm fehlte das Siedler-Feeling, obwohl das Spiel an sich ganz gut war. Ich will wieder unerforschte Karten langsam aufdecken, auf gleichwertige Gegner treffen, meine Armeen richtig versorgen, mit knappen Rohstoffen kämpfen, ideale Strategien austüfteln, jedoch ohne den teilweise zu hohen Schwierigkeitsgrad von Siedler 2. Letztlich sollte es wieder so sein, dass sich Reiche mit ähnlichen Chancen gegenüberstehen und ich nicht wieder nur von einer Mission in die nächste geschickt werde, ohne einen echten Bezug zu den Karten zu entwickeln. Ich kann den Aufbau vieler Karten bei Siedler 2 und 3 noch halbwegs rekonstruieren, bei 5 und 6 kann ich es nicht, und Siedler 4 habe ich nicht wirklich weit gespielt, weil es mir zu doof war, etwa 15 Stunden pro Karte nur darauf zu warten, dass endlich das schwarze Gebiet eingedämmt wird; inklusive Save-Load-Orgien bei den dunklen Tempeln.
Fazit: Die Siedler 7 kann man sich unvoreingenommen ansehen. Es verspricht, ein gutes Spiel zu werden, das jedoch bis auf den Namen nicht viel mit den ursprünglichen Siedlern gemein hat.
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Dem kann ich nicht ganz zustimmen. Für mich ist und bleibt der erste Teil immernoch der beste. Zwar etwas Pixelig, aber vom Spielspaß und der Bedienung den Folgeteilen weit überlegen. Ich hab danach noch Siedler 2 und 3 ausprobiert. Meiner Ansicht nach haben die Entwickler in den Versionen alles verkompliziert. Die Versionen wurden einfach zu komplex, um sich als Gelegenheitsspieler eineghend damit zu beschäftigen.
Auch Sympathisch: die Größe. Wenn ich mich recht entsinne passte 'Die Siedler' auf 2 Disketten.
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Also ich muss sagen, mir haben Die Siedler 1+2 am besten gefallen. Vor allem bei der Amiga-Version vom ersten Teil fand ich die Musik so geil, so wie hier [1]. Die späteren Teile waren zwar nett anzuschauen, kamen aber irgendwie nicht mehr an die ersten beiden Teile heran.
[1] http://www.youtube.com/watch?v=xOqtY1Z-OTU
Mann, jetzt hab ich Bock, die Siedler auszukramen und zu zocken, aber ich muss nebenbei bisschen arbeiten :/
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Von der Siedler 1 Version auf dem Amiga vermisse ich ein Detail in den Nachfolgern, auch die Atari-Version von Siedler 1 hatte dieses Detail nicht. Soweit ich weis, muss dies ein Fehler in der Amiga-Version gewesen sein... Und zwar gab es bei Siedler 1 noch die Möglichkeit, ich glaube, wenn man beide Maustasten gleichzeitig drückte, dass nebeneinander liegende Wege miteinander verbunden wurden. Auf dem Amiga funktionierte das auch über Ländergrenzen hinweg. Man musste nur schauen, dass der Gegner einen Weg entlang der Grenze baute, dann baute man selbst auch einen Weg entlang der Grenze, und dann konnte man die Ressourcen des Gegners anzapfen. Man musste im eigenen Land nur genügend Bauaktivitäten starten, um den Gegner ausbluten zu lassen...
Was ich auch witzig fand, das waren die Steinschleudern aus Siedler 3. Siedler 4 war mir dann zu militärlastig und alles danach hatte nichts mehr mit Siedler 1-3 zu tun.
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