Hat hier jemand bereits Erfahrung mit Perforce? In Zeiten in denen Git perfekt auf jedem System läuft und ungeschlagen ist was Funktionalität angeht frage ich mich warum man noch für kommerzielle Systeme zahlen soll, die meist nicht einmal den Quelltext anbieten, so dass man nur hoffen kann, dass jedes Entwicklertool damit umgehen kann. (Das UDK ist ja ein Beispiel dafür)
Was ich bisher gesehen habe scheint es ja rein um eine einfachere Bedienbarkeit zu gehen. Entwicklern kann man aber ruhig zutreuen, dass sie auch komplexere Systeme bedienen können.

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Wir benutzen es (leider) in der Firma und sehe einzig die Bedienbarkeit als Grund für das System. Ansonsten bietet es nichts besonderes aber macht genug Probleme. Und wenn man nicht den jährlichen Support käuft bekommt man ja auch keine Updates.
Und all das kostet 700$ pro User in der Anschaffung aber ist es imho nicht ansatzweise wert. Hätte ich die Wahl würde ich klar git bevorzugen.
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Perforce hat seine Stärken vor allem darin, dass es auch gut Mediendaten, die so in Gameproduktionen anfallen, gut verarbeiten kann und wie im Text geschrieben die ist auch die Integration in Produkte wie Photoshop oder Maya nicht ohne.
GIT ist Ideal für Code, aber für binary files ist es nicht gedacht (und Bilder, Models, Videos etc sind nichts anderes). Zudem ist gerade für solche Assets ein dezentrales System nicht unbedingt Optimal.
GIT und Perforce haben beide ihre Daseinsberechtigung, einfach in einem anderen Bereich.
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> Perforce hat seine Stärken vor allem darin, dass es auch gut Mediendaten,
> die so in Gameproduktionen anfallen, gut verarbeiten kann
Mit "gut verarbeiten" meinst Du was genau? Also ich glaube kaum, dass ein findiger Perforce-Benutzer anfängt, solche "Mediendaten" zu mergen. Alles andere ist aus meiner Sicht: Speichern mit Versionsnummer, und das kann nahezu jedes Versionskontrollsystem gleich schlecht...
> Bilder, Models, Videos etc sind nichts anderes). Zudem ist gerade für
> solche Assets ein dezentrales System nicht unbedingt Optimal.
Denzentral oder nicht spielt hierbei genau gar keine Rolle, wenn jeder im Team das Konzept verstanden hat. Optimal wäre, wenn Entwicklung nicht auf mehere Köpfe verteilt werden müsste, aber dann wird nie was fertig. "nicht unbedingt Optimal" ist alles andere, so auch Perforce oder GIT, sie helfen nur das Chaos zu managen.
> GIT und Perforce haben beide ihre Daseinsberechtigung, einfach in einem
> anderen Bereich.
Perforce hat vor allem für perforce.com seine Daseinsberechtigung. Und für Firmen, die GIT nicht verstehen und überhaupt dieses ganze Opensource-Zeugs nicht leiden können...
Ups, Freitagsgrant, sorry!
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Naja gerade für Artists ist Versionskontrolle oft so eine Sache. Jeder Entwickler hat kein Problem damit auf einer Kommandozeile seine scm Befehle abzusetzen, für Artists ist das schlimmste was man ihnen antun kann, und ich kann es nachvollziehen.
Sicherlich kommen hier wieder einige die sagen, dass auch Artists einen gewissen technischen Sachverstand haben sollten, aber die Kommandozeile ist dann doch zuviel des Guten. "Wie war das nochmal? Pull, Push dann commit? Oh nein hier ist ein Konflikt - Roter Alarm!" *nach Entwickler ruf* Und jedes Mal wenn ein Entwickler aus seinem Schaffensprozess rausgerissen wird kostet das nicht nur Nerven und Konzentration sondern auch Geld.
Wichtig für eine gute Tool-Chain ist, dass es die Arbeit von allen beteiligten so einfach wie möglich macht. Wenn die Integration von Perforce wirklich so gut ist, dann hat Perforce eine Daseinsberechtigung und auch das Geld verdient.
Ich schätze git persönlich, aber git möchte ich einfach keinem Artist antun.
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git gibts auch als GUI ...
Die kann man nem Artist sehr wohl "antun"
http://pillowfactory.org/wp-content/uploads/2008/09/gitgui.png
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HyDr0x schrieb:
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> git gibts auch als GUI ...
> Die kann man nem Artist sehr wohl "antun"
> pillowfactory.org
Natürlich gibt es auch ne Git GUI, aber selbst die Git GUI kommt nicht an tortoisesvn ran, und selbst tortoisesvn würde ich einem Artist nicht antun wollen. Ihr könnt gerne jetzt Artists als dämlich abstempeln, ich finde nur, dass Artists sich auf ihren Bereich konzentrieren sollen. Versionsverwaltung sollte Artists wirklich selten kümmern. Und "GUI" bedeutet nicht automatisch, dass eine Software eingängig ist...
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Woher kommt eigentlich dieses seltsame Gerücht, dasss GIT nicht mit Binärdateien umgehen kann? Ich habe schon genug Repos gehabt in denen unzählige Binärdateien effizient und sicher verwaltet wurden, auch bei meinen Software-Projekten habe ich fast immer GIMP- und/oder Photoshop-Dateien liegen. Unsere Webentwickler verwalten ihre Websites sammt Grafiken auch damit.
JP schrieb:
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> Natürlich gibt es auch ne Git GUI, aber selbst die Git GUI kommt nicht an
> tortoisesvn ran, und selbst tortoisesvn würde ich einem Artist nicht antun
> wollen.
Es gibt auch TortoiseGit, nur mal so als kleiner Tipp. ;-)
Um genau zu sein gibt es viele GUI-Tools für Git und es ist auch kein Problem für das eigene Unternehmen eigene grafische Oberflächen zu bauen.
Fast jede Software für Designer und Grafiker hat außerdem Plugin-Schnittstellen oder unterstüzt Makros. Damit lässt sich auch alles direkt in die Oberfläche integrieren und fertig.
>Ihr könnt gerne jetzt Artists als dämlich abstempeln, ich finde
> nur, dass Artists sich auf ihren Bereich konzentrieren sollen.
> Versionsverwaltung sollte Artists wirklich selten kümmern. Und "GUI"
> bedeutet nicht automatisch, dass eine Software eingängig ist...
Es ist kein Problem den Leuten die ganze Komplexität zu verstecken. Gerade bei Grafiken ist auch ein Konflikt nicht besonders kompliziert. Es geht nur um die Frage "meins" oder "deins"...oder maximal "meins unter neuen namen". Zieht man da eine eigene Oberfläche drüber, hat er auch keinen Stress.
Konflikte dürften auch kaum passieren. Immerhin wird in einem Projekt nicht jeder wild drauflosproduzieren, sondern jeder hat seine eigene Aufgabe und soll sie als Datei x ablegen.
Ein bisschen Koordination und du hast keinen einzigen Konflikt. Wenn ein Grafiker die Dateien eines anderen abändert sind wohl auch eher menschliche Konflikte kritischer. ;-)
Also gut, ich sehe bei Perforce nicht besonders viel Vorteile. Ich hatte gehofft, dass irgend etwas anders ist, deshalb meine Frage. Aber offenbar halten sich die Vorteile verdammt eng in Grenzen.

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