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Bzgl Casual Games

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  1. Bzgl Casual Games

    Autor Lord Gamma 25.04.13 - 15:08

    Eine Sache gibt es da schon zu bedenken. Und zwar sind Casual Games meist in der Produktion viel günstiger, so dass die Gewinnspanne trotz geringerem Umsatz deutlich größer sein kann als bei einem Spiel wie z. B. Bioshock Infinite, dessen Entwicklung 200 Millionen Dollar kostet.

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  2. Re: Bzgl Casual Games

    Autor Aerouge 25.04.13 - 15:23

    Lord Gamma schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine Sache gibt es da schon zu bedenken. Und zwar sind Casual Games meist
    > in der Produktion viel günstiger, so dass die Gewinnspanne trotz geringerem
    > Umsatz deutlich größer sein kann als bei einem Spiel wie z. B. Bioshock
    > Infinite, dessen Entwicklung 200 Millionen Dollar kostet.

    Hmm warum wurde dann letztlich Sim City Online eingestampft? Genug Kohle abgegriffen?

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  3. Re: Bzgl Casual Games

    Autor Hotohori 25.04.13 - 16:06

    EA traue ich inzwischen alles zu. ;)

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  4. Re: Bzgl Casual Games

    Autor SIDESTRE4M 25.04.13 - 16:38

    Casual Gamer sind auch bei weitem nicht dazu bereit, soviel Geld zu investieren, wie es die Hardcore-Gamer tun.

    Es gibt aber auch viele, die gerne in beiden Gebieten wildern.

    Generell kann man mit Casualgames mehr Leute erreichen. Da machts halt irgendwann die Masse, aber die Masse ist auch schnell gesättigt.

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  5. Re: Bzgl Casual Games

    Autor F.A.M.C. 25.04.13 - 16:49

    Das sieht man auch gut an Astragons Simulator-Spielen. Die scheinen sich äußerst gut zu lohnen, denn sonst würde man nicht für alles einen Simulator basteln. Da kauft die gute Oma ihrem sechsjährigem Enkel halt mal den Kehrmaschinensimulator 2013, dann ist der Happy. Und die Jungs von Astragon natürlich auch. =D

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  6. Re: Bzgl Casual Games

    Autor Nolan ra Sinjaria 25.04.13 - 16:55

    SIDESTRE4M schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Generell kann man mit Casualgames mehr Leute erreichen. Da machts halt
    > irgendwann die Masse, aber die Masse ist auch schnell gesättigt.

    Wobei mir die "Masse" gerade bei FTP-MMOGs wie ein Heuschreckenschwarm, der marodierend von einem Release zum nächsten wandert...

    Ich habe nix gegen Christen. Ich habe nix gegen Moslems. Ich habe nix gegen Vegetarier. Ich habe nix gegen Apple-Fans. Aber ich habe etwas gegen Missionare...

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  7. Re: Bzgl Casual Games

    Autor Rulf 25.04.13 - 20:22

    ganz einfach und logisch...das neue sim city soll ja in richtung onlinegame gehen und kann desw weder konkurrenz noch gegenargumente gegen diese entscheidung gebrauchen...weitere vorteile wie zb kundenbindung verspricht man sich wohl über die zwangskopplung mit origin...
    aus diesen und weiteren gründen kommt dieses spiel bei mir nicht in die tüte, obwohl das genre genau meinem geschmack entspricht...

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  8. Re: Bzgl Casual Games

    Autor M.Kessel 25.04.13 - 23:53

    Farmville. Zynga. Absturz.

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  9. Re: Bzgl Casual Games

    Autor divStar 26.04.13 - 11:09

    Casual games erinnern mich an MMORPGs, die Free to Play sind. Ich bin nicht bereit Geld in so etwas zu stecken, weil das letztlich nichts mit dem Können oder dem Verdienst im Spiel zu tun hat, sondern mit dem Geld was ich auf der Arbeit bekomme. Diese Zwei- bzw. Mehrklassengesellschaft brauche ich nicht auch noch in irgendeinem Fantasy-Spiel.

    Früher konnte man einigermaßen sicher vom Equip und Level auf das Können des Spielers bzw. die Zeit, die er/sie ins Spiel investiert hat, schließen. Aber bei den Supermarkt-F2P/P2W-Spielen heutzutage ist das anders. Deswegen spiele ich generell nichts was F2P ist.

    Aber auch Spiele wie Angry Birds sind ja casual games. Für die würde ich aber auch nicht den Vollpreis ausgeben. Für bestimmte andere Spiele in der Collectors Edition jedoch schon.

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  10. Re: Bzgl Casual Games

    Autor silentburn 26.04.13 - 11:59

    divStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Casual games erinnern mich an MMORPGs, die Free to Play sind. Ich bin nicht
    > bereit Geld in so etwas zu stecken, weil das letztlich nichts mit dem
    > Können oder dem Verdienst im Spiel zu tun hat, sondern mit dem Geld was ich
    > auf der Arbeit bekomme. Diese Zwei- bzw. Mehrklassengesellschaft brauche
    > ich nicht auch noch in irgendeinem Fantasy-Spiel.
    >
    > Früher konnte man einigermaßen sicher vom Equip und Level auf das Können
    > des Spielers bzw. die Zeit, die er/sie ins Spiel investiert hat, schließen.
    > Aber bei den Supermarkt-F2P/P2W-Spielen heutzutage ist das anders. Deswegen
    > spiele ich generell nichts was F2P ist.
    >
    > Aber auch Spiele wie Angry Birds sind ja casual games. Für die würde ich
    > aber auch nicht den Vollpreis ausgeben. Für bestimmte andere Spiele in der
    > Collectors Edition jedoch schon.

    darfst du nicht pauschalisieren
    als beispiel League of Legends absolut f2p und mit echtgeld kann man sich nur Kostüme kaufen was aber die Leistung des Charakters nicht steigert.
    Jede woche gibt es 10 Charaktere die man Kostenlos Spielen kann die restlichen 150 kann man sich entweder mit RP (echtgeld) oder ERF( Erfahrungsgeld das man für gewonne Spiele erhält) kaufen.

    Finde ich persönlich perfekt so gibt man auch gerne Geld aus

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  11. Re: Bzgl Casual Games

    Autor baltasaronmeth 26.04.13 - 12:35

    Warum war das denn so teuer? Lizenzkosten für Technologien, Promotion. Da muss auch für jeden Arbeitsplatz ein Lizenzpaket von Autodesk und Adobe bestellt sein, dank Patentrecht muss für jeden Mechanismus einzeln bezahlt werden. Die tatsächlichen Arbeitsstunden und die Rechenzeit machen dabei nur einen Bruchteil aus. Am Ende kommt für den Spieler nicht einmal so viel Mehrwert heraus.

    Ich habe übrigens ein Problem mit den gängigen Deutungen von "Casual Gamer" und "(Hard-)Core Gamer". Für mich ist die Meute zahlender Kunden bei großen Publishern, die Stunde um Stunde das ein- und selbe Ballerspiel spielen, kein Teil der "Core Gamer". Battlefield ist zum "Casual Game" geworden, das ist wie im Hinterhof Fußballspielen. Angry Birds ist genauso wenig oder genauso viel ein "Casual Game" wie Battlefield. Man kann auch Angry Birds auf hohem Niveau spielen, perfekte Zeiten erzeugen, minimale Anzahl von Zügen, eben die üblichen selbstgestrickten Herausforderungen, für die man auch früher schon keine Erweiterung laden musste.

    Diablo 3 ist für mich ein "Casual Game". Es ist vom Leveldesign her so fragmentiert, dass man ohne weiteres ein paar Stunden damit totschlagen könnte, ohne es ernsthaft durchzuspielen. Das gleiche gilt für alle dieser modernen "Open World" titel, bei mir fing das mit GTA 3 an. Ich habe die Missionen nur gespielt, um die neuen Stadtteile freizuschalten, wirklich interessiert hat mich aber nur, durch die Stadt zu marschieren und Unfug anzustellen.

    Ist Tetris ein "Casual Game"? Pacman? Sind alle nicht-Rollenspiele der 8-bit- und 16-bit-Zeit "Casual Games"? Tekken? Street Fighter? Rennspiele? Ich nehme Rennspiele nicht ernst, im Kreis fahren, so denke ich mir, ist etwas für sehr sehr seichte Gemüter. Kann man Rennspiele auf hohem Niveau spielen? Sicher doch.

    Der Begriff "Casual Game" wurde geschaffen, dass wir harten Macker der alten Schule auf die Horde Schafe herabblicken können, die, obwohl zocken früher nur uns besonderen Außenseitern vorbehalten waren, jetzt in unseren Lebensraum eindringen. Wir scheinen nicht zu verkraften, dass jetzt, wo wir es aufgegeben haben, unsere Lebensweise als akzeptabel zu propagieren, plötzlich alle tun, was wir tun. Ich habe Wochen nach dem Auszug aus dem Elternhaus mir Kochen angeeignet und über die Jahre mein Niveau graduell erhöht. Sind jetzt alle, die mit Knorr und Maggi kochen für mich nur "Casual Cooks" und somit nicht wert, ernstgenommen zu werden? Ich gehe ins Fitnessstudio, damit ich halbwegs in Form komme und nicht an Gesellschaftskrankheiten zu Grunde gehe. Darf jetzt jeder, der nichts anderes tut, als an seinem Körper zu feilen, auf mich herabblicken, auch wenn er sonst wirklich nichts anderes kann?

    Die Industrie erkennt diese Gradienten und freut sich, dass sie so monochrom sind. Man muss heute nicht mehr auf die Bedürfnisse vieler Gruppen eingehen, es gibt ja die Casual- und die Core-Kunden. Die Casual-Kunden lockt man mit kostenlosen Schnupperangeboten und bittet sie dann in Einzeltransaktionen zur Kasse. Von der Core-Kundschaft kann man hingegen auf einmal richtig Geld bekommen. Inzwischen ist der Trend in der Gesellschaft aber so gestrickt, dass jeder meint, er müsse in jedem Bereich ein Core-Mensch sein, darum werden die Core-Bereiche mit Casual-Elementen durchsetzt, damit man auch von den Casual-Kunden Core-Preise verlangen kann, ohne auf die Casual-Miktrotransaktionen verzichten zu müssen.

    Das geht überall so. Beim Zocken fällt es uns nur besonders auf, weil die Qualität der Core-Spiele in den Keller geht, da sich hier Core und Casual einfach nicht so gut vertragen. Im Sportstudio merke ich das noch nicht so sehr, es gibt nach wie vor Geräte, die ich nicht bedienen kann, weil es mir an Erfahrung und Kraft fehlt und die keine anfängerfreundlichen Einstellungen haben. Das sind übrigens die simplen, klassischen, verdrehe ich mir mit schweren Hanteln manchmal noch das Handgelenk oder schlage nicht gerade genug an den Boxsack, vergesse Gelenkschützer und solche Dinge. Ich merke aber schon, wie man mir Eiweisshakes andrehen oder irgendwelche Geräte aufschwatzen will, mit denen ich meine Vitalfunktionen beobachten kann. Ich hol mir dann manchmal einen Shake und lass das Abendessen aus, aber viel Geld macht man da an mir nicht.

    WoW ist kein Core-Game. Battlefield auch nicht, genauso wenig sind es all die F2P-Titel, die zwar nette Mechaniken haben, dann aber doch von Casual-Gamern überflutet sind. Mir macht Hawken keinen Spaß mehr, ich werde nervös, wenn mein Spielerfolg von konstanter Finanzbelastung abhängt, ich wäre mit einem hohen Einmalpreis oder mit einem Monatsabo + jährliche Add-Ons besser dran. Dabei fällt mir oft auf, dass Spieler mit teuren Mechs manchmal (oder auffällig oft) richtig schlecht spielen, während gut balancierte Maschinen für ein paar Euro von ausgezeichneten Piloten bewohnt werden. Ich tippe auf Casual-Gamer, die denken, dass man mit genug Geld das Spiel bezwingen kann.

    Es macht keinen Spaß mehr. Ich werde zum Casual-Gamer, weil die angeblichen Core-Titel der großen Hersteller keinen echten Reiz mehr bieten. Vielleicht habe ich schon zu viel gespielt, aber wenn mich Amnesia nicht mehr gruselt, Portal nicht mehr herausfordert und mich die Geschichte in Skyrim komplett kalt lässt, sodass ich Mods installieren muss, damit ich nicht das gefühl habe, einer dieser schmutzigen Casual-Gamer zu sein, dann spiele ich nur noch nebenbei und mache wohl was anderes mit meiner Zeit. Da bin ich dann auch wieder froh, dass es seiten wie GoG gibt, wo ich wenigstens meinen Backlog an guten alten Sachen erfüllen kann, ohne mich Stunden mit Kompatibilitätsmodi oder Wine auseinandersetzen zu müssen.

    Um es zu vereinfachen: Ich scheiße auf das aktuelle Core-Gaming. Meine Märchenstunde bringt mir CYPHER. Wenn ich mein Hirn anstrengen will, werde ich in Antichamber fündig. Open World mit Kreativität? Minecraft (wie casual von mir). Lust auf Rollenspiel? Ich mach den Chummer an und baue ein paar Charaktere für den nächsten Shadowrun. Ja, ich gestehe, ich bin ein 90er-Geek, da war auch der Rap noch besser und ich musste nicht so oft die Haare bürsten, um Freunde zu haben, die gute Musik hören. Scheißkinder, versaut mir meine Medienlandschaft und alles WARGLLLRR!$%&/()

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  12. Re: Bzgl Casual Games

    Autor SIDESTRE4M 26.04.13 - 12:51

    Cooler Beitrag.^^

    Casual Gamer sind per Definition die Leute, die nicht so sehr in ein Spiel investieren (damit meine ich nicht finanziell) wie die core gamer. Man kann jedes Game wie ein Core-Gamer zocken, aber nicht alle Spiele sind so ausgelegt, dass speziell Können im Vordergrund steht sondern eher der Glücksfaktor.

    Oder die Mechaniken sind nicht so skillrewarding, da sie wenig Spielraum haben, Tiefe zu entfalten.

    Je komplexer eine Mechanik wird, desto mehr trennt sich die Spreu vom Weizen.

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  13. Re: Bzgl Casual Games

    Autor Nephtys 26.04.13 - 13:18

    SIDESTRE4M schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Cooler Beitrag.^^
    >
    > Casual Gamer sind per Definition die Leute, die nicht so sehr in ein Spiel
    > investieren (damit meine ich nicht finanziell) wie die core gamer. Man kann
    > jedes Game wie ein Core-Gamer zocken, aber nicht alle Spiele sind so
    > ausgelegt, dass speziell Können im Vordergrund steht sondern eher der
    > Glücksfaktor.
    >
    > Oder die Mechaniken sind nicht so skillrewarding, da sie wenig Spielraum
    > haben, Tiefe zu entfalten.
    >
    > Je komplexer eine Mechanik wird, desto mehr trennt sich die Spreu vom
    > Weizen.


    Um das ganze mal aufs Prinzip herunterzubrechen:
    Casual Gamer sind diejenigen, die sich keinen 1500 Euro PC nur für Videospiele hinstellen wollen... Hardcore-Gamer tun das ständig.

    Man darf nicht vergessen dass hier auch die Hardware mit reinspielt. Ein Crysis 2 zB ist deshalb so wichtig, weil damit auch gleich neue Hardware mit verkauft werden kann.

    Bei Minecraft ist das nicht der Fall, weshalb ich Minecraft eher an der Grenze sehe zum Casual Game... bzw bereits über die Grenze drüber.

    Bioshock Infinite ist das beste Zeichen dafür, was Hardcore-Games heutzutage sind, und dass sie noch nicht tot sind.
    Und "Umsatz" ist weitgehend unwichtig. Die Videospiel-Branche ist eine so große Branche, solange dein Spiel nicht floppt, machst du da genug Geld.
    Das Problem sind auch nicht die Publisher wie EA. Nein, das Problem sind die Leute, die "innovatives Gameplay" und "Originelle Ideen" wollen.
    Das bedeutet nämlich sie wollen unaufgereiftes Zeug haben, und pfeifen auf Grafik, Story, wirkliches Gameplay oder allgemeinen Spielspaß. Aber gerade das Zeug ist wichtig.

    Da spiele ich lieber einen neuen Egoshooter ohne jedwede Neuerung, aber mit perfektem Gameplay, spannender Story und toller Grafik.

    Wie gesagt, das Problem ist nicht, dass immer mehr auf Grafik gesetzt wird oder so... im Gegenteil. Warum sollte ich immer etwas revolutionäres haben wollen? Ich will gute Unterhaltung, und zwar möglichst lang.
    Vor 20 Jahren konnte man mit Technik noch nichts erreichen, und musste anderswo punkten, zB durch neue Ideen bei den Spielefeatures. Heutzutage braucht man das nicht. Wir haben bereits jede Menge an coolen Features gesehen bei allen möglichen Spielen.
    Aber nur sehr selten schieben Entwickler all das Zeug zusammen UND stimmen das Gesamtprodukt gut aufeinander ab. Und dann kommt Mist raus.
    Und in den Foren und Co wird dann wieder gepöbelt, wie absolut innovationslos doch die Unternehmen sind und wie früher alles besser war... und dass es doch so viel besser wäre wenn man statt Grafik auf gutes Gameplay setzen würde, so wie früher.
    Der elementare Denkfehler: Die Grafik musste damals technisch bedingt schlecht sein, und das Gameplay simpel. Ein Super Mario ist einfach kein super tolles Spiel, oder im geringsten innovativ oder so. Nein, es ist einfach das einzige was es damals gab.
    Heute haben wir das Problem, dass die Technik mehr erlaubt, und damit auch mehr Vielfalt. Aber wo es früher ca 1 gutes und 1 schlechtes Spiel für eine Richtung gab, gibt es heute 100 gute und 10 schlechte. Und die Argumentation der meisten Leute? Im Durchschnitt gibt es heute 10 mal mehr schlechte Spiele als früher. Was auch die Wahrheit ist. Aber es ist nicht die ganze Wahrheit, und absolut fehlleitend.

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  14. Re: Bzgl Casual Games

    Autor SIDESTRE4M 26.04.13 - 14:14

    Nephtys schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Um das ganze mal aufs Prinzip herunterzubrechen:
    > Casual Gamer sind diejenigen, die sich keinen 1500 Euro PC nur für
    > Videospiele hinstellen wollen... Hardcore-Gamer tun das ständig.

    Hmjoa, da stimme ich in etwa zu, jeder investiert ja nach Priorität und Core-Gamer verschieben ihre Prioritäten meistens in diese Richtung.

    > Man darf nicht vergessen dass hier auch die Hardware mit reinspielt. Ein
    > Crysis 2 zB ist deshalb so wichtig, weil damit auch gleich neue Hardware
    > mit verkauft werden kann.
    >
    > Bei Minecraft ist das nicht der Fall, weshalb ich Minecraft eher an der
    > Grenze sehe zum Casual Game... bzw bereits über die Grenze drüber.

    Minecraft ist ne Ausnahme. Minecraft ist ein Spiel für Core-Gamer. Die Möglichkeiten, die man hat mit Redstoneschaltungen und Levelbau sind absolut nicht casual. Auch der damit verbundene Zeitaufwand nicht. Die Hardware spielt da eine eher untergeordnete Rolle, solange der Rechner passabel in Java performt.

    > Bioshock Infinite ist das beste Zeichen dafür, was Hardcore-Games
    > heutzutage sind, und dass sie noch nicht tot sind.

    Habs noch nicht gespielt, aber den ersten Teil. So sehr in die Tiefe ging es da nicht, aber der Schwierigkeitsgrad und die Atmosphäre sind definitiv nichts für Casuals. Da gebe ich dir recht.

    > Und "Umsatz" ist weitgehend unwichtig. Die Videospiel-Branche ist eine so
    > große Branche, solange dein Spiel nicht floppt, machst du da genug Geld.
    > Das Problem sind auch nicht die Publisher wie EA. Nein, das Problem sind
    > die Leute, die "innovatives Gameplay" und "Originelle Ideen" wollen.
    > Das bedeutet nämlich sie wollen unaufgereiftes Zeug haben, und pfeifen auf
    > Grafik, Story, wirkliches Gameplay oder allgemeinen Spielspaß. Aber gerade
    > das Zeug ist wichtig.

    Die Leute wissen zum Teil gar nicht, was Innovation wirklich bedeutet. Ein Rad wird auch nicht neu erfunden. Ich sehe definitiv noch Verbesserungspotenzial beim Plot und bei der Gesamtpräsentation, Spielmodi... Koop, gibts noch viel zu selten.

    > Da spiele ich lieber einen neuen Egoshooter ohne jedwede Neuerung, aber mit
    > perfektem Gameplay, spannender Story und toller Grafik.
    >
    > Wie gesagt, das Problem ist nicht, dass immer mehr auf Grafik gesetzt wird
    > oder so... im Gegenteil. Warum sollte ich immer etwas revolutionäres haben
    > wollen? Ich will gute Unterhaltung, und zwar möglichst lang.

    Da ist das Problem, dass wir wegen der Konsolen als Lead-Plattform stagnieren. Die Möglichkeiten, die Programmieren geboten werden, sind seit Jahren nahezu unverändert.
    Es gibt immer Ausnahmen, aber nicht viele. Das führt auch kaum zu anders präsentierten Spielen.

    > Vor 20 Jahren konnte man mit Technik noch nichts erreichen, und musste
    > anderswo punkten, zB durch neue Ideen bei den Spielefeatures. Heutzutage
    > braucht man das nicht. Wir haben bereits jede Menge an coolen Features
    > gesehen bei allen möglichen Spielen.
    > Aber nur sehr selten schieben Entwickler all das Zeug zusammen UND stimmen
    > das Gesamtprodukt gut aufeinander ab. Und dann kommt Mist raus.
    > Und in den Foren und Co wird dann wieder gepöbelt, wie absolut
    > innovationslos doch die Unternehmen sind und wie früher alles besser war...
    > und dass es doch so viel besser wäre wenn man statt Grafik auf gutes
    > Gameplay setzen würde, so wie früher.
    > Der elementare Denkfehler: Die Grafik musste damals technisch bedingt
    > schlecht sein, und das Gameplay simpel. Ein Super Mario ist einfach kein
    > super tolles Spiel, oder im geringsten innovativ oder so. Nein, es ist
    > einfach das einzige was es damals gab.
    > Heute haben wir das Problem, dass die Technik mehr erlaubt, und damit auch
    > mehr Vielfalt. Aber wo es früher ca 1 gutes und 1 schlechtes Spiel für eine
    > Richtung gab, gibt es heute 100 gute und 10 schlechte. Und die
    > Argumentation der meisten Leute? Im Durchschnitt gibt es heute 10 mal mehr
    > schlechte Spiele als früher. Was auch die Wahrheit ist. Aber es ist nicht
    > die ganze Wahrheit, und absolut fehlleitend.

    Ich weiß nicht, weshalb Leute immer die Grafik und Gameplay gegeneinandersetzen. Das Komplettpaket ist wichtig. Auch damals gab es schon zu Hunderten Schrottspiele. Da hat sich kaum etwas geändert. Mario würde ich nicht unterschätzen, die Kunst für ein wirklich stimmiges 2D-Platformer-Design ist den Mario-Games definitiv inne. Nicht umsonst galt hier immer das Prinzip, einfach zu lernen, schwer zu meistern. Mario-Games sind im Allgemeinen nicht schwer... Im "Allgemeinen". Einige Segmente der Mario-Franchise sind definitv nicht casual-freundlich oder easy.
    Simples Gameplay war damals wie heute eine Sache von Kategorien. Es gibt einige alte Spiele, die ein echt umfangreiches Gameplay hatten.

    Ansonsten gebe ich dir Recht. Statt möchtegern innovativ ist mir solide auch wichtiger.
    Einfaches Beispiel: Black Mesa. Tolles Spiel, total unkompliziert und dennoch fordernd genug.

    Wie gesagt, der nächste Quantensprung fehlt bei den Videospielen. Die Möglichkeiten gehen aus und abgesehen von neuen Präsentationen/Versionen von bekannten Spielmechaniken gibt es nur noch ein paar frische Indiegames, die ein wenig ablenken.

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  15. Re: Bzgl Casual Games

    Autor baltasaronmeth 26.04.13 - 15:34

    Nephtys schrieb:
    > Das Problem sind auch nicht die Publisher wie EA. Nein, das Problem sind
    > die Leute, die "innovatives Gameplay" und "Originelle Ideen" wollen.
    > Das bedeutet nämlich sie wollen unaufgereiftes Zeug haben, und pfeifen auf
    > Grafik, Story, wirkliches Gameplay oder allgemeinen Spielspaß. Aber gerade
    > das Zeug ist wichtig.
    >
    > Da spiele ich lieber einen neuen Egoshooter ohne jedwede Neuerung, aber mit
    > perfektem Gameplay, spannender Story und toller Grafik.

    Du verallgemeinerst. "Wir" Leute, die innovative Spiele wollen, möchten Gameplay und deinen "allgemeinen Spielspaß". In der Tat wird da auch mal gerne auf Grafik verzichtet. Ich sehe auch nicht, wo neue Shooter perfektes Gameplay haben und ich habe auch schon länger keine wirklich interessante Story in so einem Spiel gesehen. Da sticht Bioshock ein wenig hervor, aber das war es dann auch schon. Das Gameplay in Bioshock Infinite war für mich auch eher ein Rückschritt, Geballer und Leveldesign, Spawnverhalten und was man so zum weiterkommen tun muss, ist auch der übliche Einheitsbrei.

    Suchen wir weiter. Crysis 3. Es war kürzer, die Story war blabla und die paar Stellen, in denen man sich frei bewegen konnten, waren auch nur tarnen, aufladen, tarnen und irgendwelchen Waypoints nachlaufen. Wo ist das perfektes Gameplay? Da kann ich mir auch mein Navi umschnallen und beim Wandern auf Leute zeigen und PENG rufen. Far Cry 3? Ja, das hatte Potenzial, wenn aber ein Spiel nicht weiß, ob es nun "openworld" oder linear sein will und ich im "openworld"-Spiel beim Verlassen der Missionszone den Missionsfortschritt verliere, dann weiß ich nicht, ob ich mich darüber freuen soll, dass die Einblendung des Missionsziels permantent soviel vom Bildschirm verbraucht, dass ich eh nicht viel von der Landschaft sehe. Bei Crysis konnte ich das HUD noch verstehen, das ist ein Superknilch in einem Superanzug, aber ein halbes Hemd im Dschungel hat doch keinen Missionszielmarker auf der Netzhaut. Da bin ich wieder bei GTA3, wo ich MIssionen mache, weil ich sonst nicht weiter komme. Außerdem hat das Spiel weniger Dschungelfeeling als der zweite Teil und der war ja, wenn man den Kritikern glauben darf, nicht so dolle.

    Ich könnte ewig so weitermachen.

    Tomb Raider: Grafik schön, Story im Ansatz gut aber doch recht flach, Gameplay war im wesentlichen wie Uncharted (was nicht schlecht sein muss), nur mit Steuerungsschwächen, die heute so nicht mehr vorkommen dürften. Was gefehlt hat, war das "Tomb Raiden", die paar optionale Gräber mit den witzlosen Puzzeln reißen da nichts raus. Insgesamt war es zwar eins der besseren Spiele der letzten Jahre, aber so richtig in Erinnerung bleiben wird mir der Titel nicht.

    Spec Ops: The Line: Grafik und Gameplay fühlen sich alt an, vor allem die Steuerung ist nicht wirklich verfeinert, wenn man sich Jahre ältere Siele wie Gears of War anschaut. Die Story hat nen Hype erfahren, von dem ich nichts halte. Angeblich soll das Spiel keinen Spaß machen, damit man sich besser mit der Moral von der Geschicht' identifizieren kann. Danke, nein, ich fand den Berufsstand des Soldaten vorher schon kontrovers, da muss mir kein Spiel einen Bericht abgeben, das zudem den Namen einer Serie trägt, die für Taktik, Planung und "soliders are fun" steht.

    Und so weiter und so fort. Silent Hill und Resident Evil sind inzwischen von Action-Adventures zu linearen Actionspielen verkommen. Allan Wake? Man rannte Waypoints nach und hat gekämpft, es gab praktisch keine Puzzel. Die Story war interessant, aber ich bin dennoch immer nur geradeaus gerannt, weil Backtracking und echte Puzzle ja inzwischen verkaufshinderlich sind.

    Ich will nicht mal viel Innovation, es würde mir reichen, wenn man nur nicht, weil man etwas neues erdacht hat, alles alte über Bord wirft. Was ist denn aus Spielen wie Resident Evil geworden, wo man pro Abschnitt mit 8 Räumen und 5 Items den Spieler eine Stunde lang beschäftigen konnte? Da bin ich noch eine persönliche Beziehung mit jedem Quadratmeter Spielfläche eingegangen, hab mir alles genau angeschaut und nachgedacht, was ich als nächstes tue. Ich will mal wieder mit Gegenständen und Inventarplatz haushalten, will die Map eines Story-basierten Spiels auswendig kennen, weil ich wirklich jeden Meter unter die Lupe genommen habe. Ich will mich mal wieder verlaufen können um mich dann zu ärgern, dass ich ein Schlüsselitem noch nicht habe.

    Nein, ich will nicht nur puzzeln. Portal war ganz nett, Antichamber hat Spaß gemacht und Q.U.B.E war auch was für die grauen Zellen. Ich möchte aber auch anderes machen, Story sehen, Kämpfen. Das ging früher wunderbar, warum heute nicht mehr? Das ist keine Frage der Innovation, das ist ein Rückschritt in eine Zeit, als man nicht genug Platz auf dem Cartridge hatte, um Story, Gameplay und dann auch noch Grafik unterzubringen. Dann kosten die Spiele heute also 200 Millionen, heuern aber Storyschreiber an, die sich aber nicht halb so interessante Geschichten ausdenken können, wie der durchschnittliche Gamemaster bei einem Fantasy-RPG. Es muss ja nicht immer ein Metal Gear sein und – zugegeben – die Story von Resident Evil war auch nur was für B-Movie-Freunde. Es kann aber nicht sein, dass der Bösewicht in einem großen Titel offenbar einmal zu oft Fight Club geschaut hat und sich sogar an den Gags bedient ("Run, Forest, run!"), sich quasi in einer Anspielung an einen Film ergeht, der auf einen anderen Film anspielt. Werden Populärmedien denn wirklich nur für 14-24-Jährige gemacht? Ist das das "Core-Publikum"? Männliche Mittelstandskinder mit zu viel Freizeit?

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