Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Games
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Goodgame Studios: "Geht zur…

IT-ler müssen mal vom hohen Ross runterkommen!

Anzeige
  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. IT-ler müssen mal vom hohen Ross runterkommen!

    Autor: Lemo 19.01.16 - 22:03

    In unserer Branche sind extrem viele Leute kritisch gegenüber BR und Gewerkschaften eingestellt.
    Meiner Meinung nach kommt das von einer gewissen Grundarroganz - die ich nicht negativ werte, die aber einfach da ist - aufgrund der möglichen Zukunftssicherheit und des in vielen Bereichen nicht gesättigten Marktes.

    Wenn man auf XING in einer Woche 3 oder mehr Nachrichten zum Thema Jobs erhält, stellt sich sowas automatisch ein.

    Dann kommt dazu, dass einige IT-let außertariflich oder als selbstständige / Dienstleister bezahlt werden. Man lernt also die Vorteile der Tarifverträge oft nicht mal kennen.

    Gewerkschaften sind eine Solidargemeinschaft. Alle zahlen für einen gemeinsamen Profit, egal ob Urlaubstage, Kündigungsschutz, Lohnerhöhungen, Rechtsberatung oder auch Regelungen zum Thema Überstunden.

    Der Betriebsrat ist sehr oft die erste Instanz bei Problemen oder Anfragen zu diesem Bereich. Zudem regelt der BR mit betriebsvereinbarungen viele Dinge wir Bereitschaftszeiten und -Vergütungen, Datenschutz für alle Mitarbeiter (gerade bei Personaldatenbanken wichtig), das Arbeitsumfeld etc etc.

    Es gibt so viele Dinge bei denen ein fähiger BR mitwirken kann und auch durchdrücken kann.

    Ich bin zum Beispiel Mitglied einer Jugendvertretung und konnte die Urlaubstage der Azubis U18 auf das gleiche Niveau wie das der Azubis ab 18 angleichen, da der Tarifvertrag die Azubis unter 18 leider schlicht vergessen hat.

    Das ist nur einer von vielen Aufgaben oder Erfolgen, letztendlich versuchen wir aber die Situation der Arbeitnehmer zu verbessern oder die Einhaltung der Gesetze und Richtlinien sicherzustellen.

    Und das betrifft nun mal auch die IT, nur leider verstehen das viele nicht und sehen sich als Insel inmitten eines Meeres von Arbeitnehmern im Unternehmen.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  2. Re: IT-ler müssen mal vom hohen Ross runterkommen!

    Autor: DrWatson 19.01.16 - 22:18

    Lemo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In unserer Branche sind extrem viele Leute kritisch gegenüber BR und
    > Gewerkschaften eingestellt.
    > Meiner Meinung nach kommt das von einer gewissen Grundarroganz - die ich
    > nicht negativ werte, die aber einfach da ist - aufgrund der möglichen
    > Zukunftssicherheit und des in vielen Bereichen nicht gesättigten Marktes.

    Meiner Meinung nach liegt das aber auch an der extremen Dynamik der Branche.
    Ein Betriebsrat sorgt immer auch für viel Bürokratie, weil alles mögliche immer mit ihm abgesprochen werden muss.
    Man muss dan überlegen, ob die potentiellen Vorteile das aufwiegen und meiner Meinung nach ist das nicht der Fall.

    Das betrifft übrigens nicht nur die IT-Branche. In den USA wurde von VW vorgeschlagen einen Betriebsrat ähnlich wie in DE einzuführen und die Belegschaft hat dagegengestimmt.


    > Dann kommt dazu, dass einige IT-let außertariflich oder als selbstständige
    > / Dienstleister bezahlt werden. Man lernt also die Vorteile der
    > Tarifverträge oft nicht mal kennen.

    Das traurige ist, dass auch viele die Nachteile von Tarifverträgen nicht kennen.
    Tarifverträge stellen nämlich eine Art Produktivitätsschranke für Arbeitnehmer da:
    Arbeitnehmer, die es nicht schaffen den Tariflohn zu erwirtschaften, werden entlassen oder gar nicht erst eingestellt. Das trifft natürlich die Schwächsten zuerst.

    > Gewerkschaften sind eine Solidargemeinschaft. Alle zahlen für einen
    > gemeinsamen Profit, egal ob Urlaubstage, Kündigungsschutz, Lohnerhöhungen,
    > Rechtsberatung oder auch Regelungen zum Thema Überstunden.

    Nur Arbeitslose bleiben außen vor. Sie zahlen keine Gewerkschaftsbeiträge und werden durch Tarifverträge vom Arbeitsmarkt fergehalten.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  3. Re: IT-ler müssen mal vom hohen Ross runterkommen!

    Autor: CallyBre 20.01.16 - 00:35

    Naja wartet mal ab, bis ihr gekündigt werded.

    Dann weint ihr nach einem Betreibsrat, der euch höhere Abfindungen ermöglicht...oder gar die schliessung des Konzerns verhindert.

    Oft passiert in der Vergangenheit.

    Und Freunden wurden 6 Monate Abfindung bezahlt anstatt 1,5 Monate. Ohne Betriebsrat währe das nicht möglich gewesen.


    Absoluter Foobar was viele hier schreiben. Vorallem von DrWatson bzgl erreichen des Tariflohns, Man muss den Tariflohn nicht erwirtschaften, sondern er stellt schon das MINIMUM der Branche dar. Deswegen heißt es ja auch man wird unter (Kein BR, keine Gewerkschaft im Betrieb) bzw über (BR + Gewerkschaft + guter Chef) Tarif entlohnt.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 20.01.16 00:40 durch CallyBre.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  4. Re: IT-ler müssen mal vom hohen Ross runterkommen!

    Autor: DrWatson 20.01.16 - 01:03

    CallyBre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja wartet mal ab, bis ihr gekündigt werded.

    Es ist heutzutage nicht unüblich in seinem Leben in verschiedenen Firmen gearbeitet zu haben, oft Kündigt man ja auch selbst, also kein Weltuntergang.

    > Dann weint ihr nach einem Betreibsrat, der euch höhere Abfindungen
    > ermöglicht...oder gar die schliessung des Konzerns verhindert.
    Dass ein Betriebsrat die Schliessung eines Kaputten Unternehmens verhindern kann, halte ich eher für unwahrscheinlich.
    Ich habe auch schon oft negative Erfahrungen mit BRs gehabt, also kein Gund zu weinen, wenn es keinen gibt.


    > Absoluter Foobar was viele hier schreiben. Vorallem von DrWatson bzgl
    > erreichen des Tariflohns, Man muss den Tariflohn nicht erwirtschaften,

    Natürlich muss der Tariflohn erwirtschaftet werden woher soll er sonst kommen? Ein Unternehmen stellt ja niemanden aus Nächstenliebe ein, die meisten Unternehmen könnten das auch finanziell gar nicht, sondern nur dann, wenn der Mehrwert, den er für die Firma erwirtschaftet größer ist, als die Ausgaben die der Mitarbeiter verursacht.

    Ein Mitarbeiter, der es schafft 16 Euro zu erwirtschaften wird für 15 Euro vielleicht noch eingestellt. Wenn der Tariflohn aber auf 18 Euro gesetzt wird, hat er keine Chance mehr.
    So schadet der Tariflohn den schwächsten Arbeitnehmern.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  5. Re: IT-ler müssen mal vom hohen Ross runterkommen!

    Autor: Lemo 20.01.16 - 01:18

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lemo schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Gewerkschaften sind eine Solidargemeinschaft. Alle zahlen für einen
    > > gemeinsamen Profit, egal ob Urlaubstage, Kündigungsschutz,
    > Lohnerhöhungen,
    > > Rechtsberatung oder auch Regelungen zum Thema Überstunden.
    >
    > Nur Arbeitslose bleiben außen vor. Sie zahlen keine Gewerkschaftsbeiträge
    > und werden durch Tarifverträge vom Arbeitsmarkt fergehalten.

    In manchen Branchen mag das sogar richtig sein, doch aus meiner Tätigkeit heraus kann ich zumindest sagen, dass Langzeitarbeitslose über Leiharbeit nach 2 oder 4 Jahren (nicht alle, aber mehr als 50%) eine interne Anstellung erhalten haben.
    Dass das nicht optimal ist, weiß ich aber selbst.
    Eigentlich müsste die Leiharbeit zuvor nicht nötig sein, wenn der Prozess sowieso regelmäßig wiederholt wird.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  6. Re: IT-ler müssen mal vom hohen Ross runterkommen!

    Autor: Oktavian 20.01.16 - 09:13

    > In unserer Branche sind extrem viele Leute kritisch gegenüber BR und
    > Gewerkschaften eingestellt.

    Vielleicht, nur leider nicht ohne Grund. Zumindest mit BR habe ich einige Erfahrung. Es gibt da wirklich ganz tolle, die sich engagieren, vernünftige Kompromisse verhandeln, super. Häufig artet es aber in Machtspielchen zwischen Geschäftsführung und BR aus. Reine Sachentscheidungen werden genutzt, um politische Machtkämpfe auszutragen. Und das dann oft auf dem Rücken der Arbeitnehmer.

    > Wenn man auf XING in einer Woche 3 oder mehr Nachrichten zum Thema Jobs
    > erhält, stellt sich sowas automatisch ein.

    Natürlich, das lässt einen entspannt in die Zukunft blicken. Ist aber in anderen Branchen auch so. Der Grad der Organisierung in Gewerkschaften und BR streigt immer mit der Krisenhäufigkeit einer Firma/Branche.

    > Dann kommt dazu, dass einige IT-let außertariflich oder als selbstständige
    > / Dienstleister bezahlt werden. Man lernt also die Vorteile der
    > Tarifverträge oft nicht mal kennen.

    Ich habe tatsächlich nur einmal unter einem Tarifvertrag gearbeitet, seitdem immer außertariflich oder in nicht tarifgebundenen unternehmen. Im Normalfall ist man ja gerade außertariflich, weil die Konditionen, zu denen man arbeitet, besser sind, als die höchste Tarifierungsstufe. Ich habe also mehr Vorteile als Kollegen mit Tarifvertrag (und auch ein paar Nachteile, aber die bin ich ja bewusst eingegangen).

    > Gewerkschaften sind eine Solidargemeinschaft. Alle zahlen für einen
    > gemeinsamen Profit, egal ob Urlaubstage, Kündigungsschutz, Lohnerhöhungen,
    > Rechtsberatung oder auch Regelungen zum Thema Überstunden.

    Das Interesse der Gewerkschaften bei Tarifverhandlungen liegt aber in der Regel daran, die Mehrheit ihrer Mitglieder zurfriedenzustellen. Die Mehrheit liegt aber bei den großen Gewerkschaften im unteren Lohnsegment. Die Gewerkschaften betreiben also eine Verteilung von oben nach unten. Wenn es zb eine Lohnerhöhung von 5% gibt, bekommen die höchsten Tarifgruppen oft nur 2 oder 3, die untersten dann 5,5. Einmalzahlungen bevorteilen natürlich auch überproportional die unteren Lohngruppen.

    Die Konsequenz ist ja gerade, dass die hohen Lohngruppen eigene Gewerkschaften gründen wollen, damit ihre Interessen gewahrt bleiben (Ärzte, Piloten, Lokführer, etc.).

    Ich kann also jeden Gutverdiener sehr gut verstehen, der sich eben nicht gewerkschaftlich vertreten lassen möchte.

    > Der Betriebsrat ist sehr oft die erste Instanz bei Problemen oder Anfragen
    > zu diesem Bereich. Zudem regelt der BR mit betriebsvereinbarungen viele
    > Dinge wir Bereitschaftszeiten und -Vergütungen, Datenschutz für alle
    > Mitarbeiter (gerade bei Personaldatenbanken wichtig), das Arbeitsumfeld etc
    > etc.

    Wie gesagt, das kann ganz toll laufen, habe ich schon erlebt. Habe aber auch schon erlebt, dass die Festanstellung von Mitarbeitern verhindert wurde, weil an einer anderen Stelle BR und Geschäftsführung gerade quer lagen.

    > Und das betrifft nun mal auch die IT, nur leider verstehen das viele nicht
    > und sehen sich als Insel inmitten eines Meeres von Arbeitnehmern im
    > Unternehmen.

    Der ITler hat einfach den Vorteil, leicht wechseln zu können. Häufigere Wechsel ruinieren auch nicht den Lebenslauf. Selbst der einzelne ITler ist stark genug, für sich selbst zu sprechen, oder man organisiert sich spontan als Gruppe. Ich brauche niemanden, der für mich mit meinem Chef redet, ich bin schon groß, ich kann das alleine. Und wenn er mir blöd kommt, haben auch andere Chefs schöne Firmen.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  7. Re: IT-ler müssen mal vom hohen Ross runterkommen!

    Autor: hannes7 20.01.16 - 09:29

    Hallo,

    Zum Thema Gewerkschaften gab es bei Golem mal einen Artikel, der im Tenor das Folgende aussagte:
    Viele Tätigkeiten innerhalb der IT sind nicht vergleichbar - geschweige denn, dass es offizielle Berufsbezeichnungen (oder Stellenbeschreibungen) gibt. Zudem entwickeln sich ständig neue Tätigkeiten.
    Und, da eben ein Mitarbeiter für eine Firma sehr wertvoll ist, erhalten Mitarbeiter (neben einem Gehalt) weitere Benifits.

    Ich z.B. kann zur kostenlosen Massage, Friseur im Büro, Mitgliedsbeiträge für den Fitness-Club werden übernommen ...

    Für die meisten Menschen, die in der IT-Branche arbeiten gibt es eben schlicht keinen Bedarf für eine Gewerkschaft (oder Betriebsrat). Die Umstände für IT'ler sind anders, als vor 100 Jahren für Fabrikarbeiter.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 20.01.16 09:30 durch hannes7.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  8. Re: IT-ler müssen mal vom hohen Ross runterkommen!

    Autor: SeppKrautinger 20.01.16 - 10:48

    hannes7 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hallo,
    >
    > Zum Thema Gewerkschaften gab es bei Golem mal einen Artikel, der im Tenor
    > das Folgende aussagte:
    > Viele Tätigkeiten innerhalb der IT sind nicht vergleichbar - geschweige
    > denn, dass es offizielle Berufsbezeichnungen (oder Stellenbeschreibungen)
    > gibt. Zudem entwickeln sich ständig neue Tätigkeiten.
    > Und, da eben ein Mitarbeiter für eine Firma sehr wertvoll ist, erhalten
    > Mitarbeiter (neben einem Gehalt) weitere Benifits.
    >
    > Ich z.B. kann zur kostenlosen Massage, Friseur im Büro, Mitgliedsbeiträge
    > für den Fitness-Club werden übernommen ...
    >
    > Für die meisten Menschen, die in der IT-Branche arbeiten gibt es eben
    > schlicht keinen Bedarf für eine Gewerkschaft (oder Betriebsrat). Die
    > Umstände für IT'ler sind anders, als vor 100 Jahren für Fabrikarbeiter.

    Komplett richtig! Wenn der Hannes in der IT so einen tollen Arbeitgeber hat dann sind doch alle Gespräche über Gewerkschaften überflüssig! Schließlich bieten alle Arbeitgeber einer Branche ja dieselben Bedingungen, woraus wir schließen können dass die IT Branche der beste Arbeitgeber überhaupt ist. ;) Wen interessieren da so ein paar Goodgame Heinis? Es ist einfach praktisch unmöglich in der IT-Branche einen Arbeitgeber zu erwischen der sich nicht rührend um seine Mitarbeiter kümmert. Leiharbeit gibts in der IT ja auch "so gut wie gar nicht".

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  9. Re: IT-ler müssen mal vom hohen Ross runterkommen!

    Autor: a user 20.01.16 - 10:58

    CallyBre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja wartet mal ab, bis ihr gekündigt werded.
    >
    > Dann weint ihr nach einem Betreibsrat, der euch höhere Abfindungen
    > ermöglicht...oder gar die schliessung des Konzerns verhindert.
    >
    > Oft passiert in der Vergangenheit.
    >
    > Und Freunden wurden 6 Monate Abfindung bezahlt anstatt 1,5 Monate. Ohne
    > Betriebsrat währe das nicht möglich gewesen.
    >
    > Absoluter Foobar was viele hier schreiben.

    also ich stimme dem meisten von dem was du schreibst zu, aber das hier ist quatsch. Der Tariflohn stellt selltenst das minimum da. In der IT-Branche ist es eher das Maximum. Ich arbeite in einem sehr großen Unternehmen und werde nach Tarif bezahlt. Keine andere Firma ohne Tarif zahlt im Allgemeinen auch nur ansatzweise so gut.

    >Vorallem von DrWatson bzgl
    > erreichen des Tariflohns, Man muss den Tariflohn nicht erwirtschaften,
    > sondern er stellt schon das MINIMUM der Branche dar. Deswegen heißt es ja
    > auch man wird unter (Kein BR, keine Gewerkschaft im Betrieb) bzw über (BR +
    > Gewerkschaft + guter Chef) Tarif entlohnt.
    Tarife haben noch nie das Minimum einer Branche dargestellt. Sie sollen vieleicht das Minimum darstellen, aber defacto liegen sie IMMER über dem Minimum der Branche, insbesondere dann, wenn sie das erste Mal eingefüührt werden.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  10. Re: IT-ler müssen mal vom hohen Ross runterkommen!

    Autor: theonlyone 20.01.16 - 11:00

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Interesse der Gewerkschaften bei Tarifverhandlungen liegt aber in der
    > Regel daran, die Mehrheit ihrer Mitglieder zurfriedenzustellen. Die
    > Mehrheit liegt aber bei den großen Gewerkschaften im unteren Lohnsegment.
    > Die Gewerkschaften betreiben also eine Verteilung von oben nach unten. Wenn
    > es zb eine Lohnerhöhung von 5% gibt, bekommen die höchsten Tarifgruppen oft
    > nur 2 oder 3, die untersten dann 5,5. Einmalzahlungen bevorteilen natürlich
    > auch überproportional die unteren Lohngruppen.
    >
    > Die Konsequenz ist ja gerade, dass die hohen Lohngruppen eigene
    > Gewerkschaften gründen wollen, damit ihre Interessen gewahrt bleiben
    > (Ärzte, Piloten, Lokführer, etc.).
    >
    > Ich kann also jeden Gutverdiener sehr gut verstehen, der sich eben nicht
    > gewerkschaftlich vertreten lassen möchte.

    Das Ding bei % Lohnsteigerung ist ja, das sowas für die Gut-Verdiener am Ende immer "viel" besser ist als jemand der ohnehin schon zu wenig hat.

    Einfache Aufstellung:

    Jemand verdient gerade mal 1000 Euro , bekommt 5% mehr.
    Das sind 50 Euro ...

    Jemand der mit 4000 Euro vergütigt wird, der hat von den 5% schon mehr.
    Das sind 200 Euro !

    Im Verhältnis bekommt der gut verdiener also Proportional einfach deutlich mehr, "brauchen" tut der das sicherlich nicht.
    Aus rein Sozialer Sicht ist es also gerade bei % Erhöhungen schlichtweg richtig, das man die Niedrigen Gehälter stärker aufstockt als die sowieso schon hohen.

    Gespart wird am liebsten auch gerade an denen die sowieso schon zu wenig bekommen (oder Menschen die sich ausbeuten lassen) , gerade die brauchen den Schutz und müssen gestärkt werden.

    Aus allgemein Sozialer Sicht ist es deshalb ja schon eine Verhöhnung der Arbeitskraft, wenn jemand der sowieso ein hohes Gehalt bekommt noch "mehr" haben will.
    Natürlich kann das realistisch sein, aber wenn die Gehälter dann auf Kosten der Niedriglöhne erhöht werden sieht es schon wieder ganz schlecht um die Soziale Gerichtigkeit aus.

    Einfach ausgedrückt, wenn der Pilot mehr Geld bekommt, dafür aber die Reinigungskräfte des Fliegers weniger bekommen, muss man sich schon sehr fragen ob da nicht am falschen Ende gespart und am anderen Ende munter draufgeschlagen wird.

    Aus Sicht des Einzelnen ist mehr Geld natürlich toll, aber wer dafür draufzahlt, sollte man nicht einfach ignorieren.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  11. Re: IT-ler müssen mal vom hohen Ross runterkommen!

    Autor: KatastrophenJoe 20.01.16 - 11:20

    > Natürlich muss der Tariflohn erwirtschaftet werden woher soll er sonst
    > kommen? Ein Unternehmen stellt ja niemanden aus Nächstenliebe ein, die
    > meisten Unternehmen könnten das auch finanziell gar nicht, sondern nur
    > dann, wenn der Mehrwert, den er für die Firma erwirtschaftet größer ist,
    > als die Ausgaben die der Mitarbeiter verursacht.
    >
    > Ein Mitarbeiter, der es schafft 16 Euro zu erwirtschaften wird für 15 Euro
    > vielleicht noch eingestellt. Wenn der Tariflohn aber auf 18 Euro gesetzt
    > wird, hat er keine Chance mehr.
    > So schadet der Tariflohn den schwächsten Arbeitnehmern.

    Und du glaubst nun ein Mitarbeiter, der unterdurchschnittlich produktiv ist, bleibt einfach im (BR-freien) Unternehmen? Warum? Vielleicht aus Nächstenliebe? Achne halt... Was/wer hindert den Chef des Beispiels, den besagten Mitarbeiter rauszukanten und einen produktiveren für dasselbe (niedrigere) Gehalt einzustellen?

    IMHO ist dieses "Tariflohn schadet den schwächsten Arbeitnehmern" ein Arbeitgeber-Märchen...
    PS: Auch in tarifgebundenen Unternehmen kann es (notfalls ziel-/leistungsorientierte) Zulagen geben...

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  12. Re: IT-ler müssen mal vom hohen Ross runterkommen!

    Autor: Oktavian 20.01.16 - 11:28

    > Einfache Aufstellung:

    Die Rechnung ist schon klar, die Frage nach der Fairness stellt sich trotzdem. Natürlich empfindet der am unteren Ende es als fairer als der am oberen Ende.

    > Im Verhältnis bekommt der gut verdiener also Proportional einfach deutlich
    > mehr, "brauchen" tut der das sicherlich nicht.

    Das ist eine reine Mutmaßung. Wer entscheidet schon, wer was braucht? Der Mensch braucht ne Höhle, was zu essen und zu trinken, ein Feuer und Fell. Alles andere ist angenehm, sinnvoll, nützlich, toll, super. Aber brauchen?

    > Aus rein Sozialer Sicht ist es also gerade bei % Erhöhungen schlichtweg
    > richtig, das man die Niedrigen Gehälter stärker aufstockt als die sowieso
    > schon hohen.

    Nicht unbedingt. Die Inflation betrifft hohe wie niedrige Lohngruppen gleichermaßen. Jeder hat evtl. 2% Mehrausgaben. Der Gutverdiener bekommt gerade die Inflation ausgeglichen, real also eine Nullrunde. Der Schlechtverdiener hat mehr in der Tasche. Zuende gedacht bekommen am Ende alle das gleiche. Die Forderung der Gewerkschaft hieß mal "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" und nicht "Gleicher Lohn für jegliche Arbeit".

    In dem Fall gibt es kein "Richtig" oder "Falsch" als absolute Kategorien. Was der eine als gerecht empfindet, empfindet der andere als höchst ungerecht. Natürlich empfindet die Mehrheit einer Gewerkschaft das Vorgehen als gerecht, sonst würde die Gewerkschaft nicht so handeln.

    Dummerweise ist aber gerade die Minderheit, die das Vorgehen als ungerecht empfindet, genau die, die sich auch selbst organisieren und ihre Forderungen eigenständig durchsetzen kann. Aus ihrer Sicht haben die Gewerkschaften die Solidarität mit ihnen aufgekündigt. Sie fordern von Ihnen immer nur Solidarität, bieten Ihnen aber keinerlei Vorteile mehr. Das empfinden dann wieder die großen Gewerkschaften als ungerecht.

    > Aus allgemein Sozialer Sicht ist es deshalb ja schon eine Verhöhnung der
    > Arbeitskraft, wenn jemand der sowieso ein hohes Gehalt bekommt noch "mehr"
    > haben will.

    In der Regel hat derjenige ein hohes Gehalt, der ganz besonders viel leistet oder besondere Voraussetzungen erfüllt. Denn wenn jemand anders für weniger Geld das selbe leisten könnte, würde er auch eingestellt.

    > Natürlich kann das realistisch sein, aber wenn die Gehälter dann auf Kosten
    > der Niedriglöhne erhöht werden sieht es schon wieder ganz schlecht um die
    > Soziale Gerichtigkeit aus.

    Die werden ja nicht auf Kosten der Niedriglöhne erhöht, bislang verhandeln die Gewerkschaften nur meist genau in die Gegenrichtung. Und die Konsequenz sehen sie ja gerade, die Gründung von Spartengewerkschaften. Das ist eine natürliche Reaktion, wenn Mitarbeiter sich nicht vertreten fühlen und der Meinung sind, alleine besser zurecht zu kommen.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  13. Re: IT-ler müssen mal vom hohen Ross runterkommen!

    Autor: Oktavian 20.01.16 - 11:30

    > Keine andere Firma ohne Tarif zahlt im
    > Allgemeinen auch nur ansatzweise so gut.

    Möchtest Du über den Satz nochmal nachdenken? Eine Aussage mit Absoluheitsanspruch im gleichen Satz wieder zu relativieren ist schon ein ziemlicher sprachlicher Salto Mortale.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  14. Re: IT-ler müssen mal vom hohen Ross runterkommen!

    Autor: wraith 20.01.16 - 11:47

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Der ITler hat einfach den Vorteil, leicht wechseln zu können. Häufigere
    > Wechsel ruinieren auch nicht den Lebenslauf. Selbst der einzelne ITler ist
    > stark genug, für sich selbst zu sprechen, oder man organisiert sich spontan
    > als Gruppe. Ich brauche niemanden, der für mich mit meinem Chef redet, ich
    > bin schon groß, ich kann das alleine. Und wenn er mir blöd kommt, haben
    > auch andere Chefs schöne Firmen.

    Das zeigt ganz klar das psychologische Grundproblem. Solidarität stört immer dann, wenn man selbst oben auf ist, wenn es dem eigenen Fachbereich (IT) der eigenen Branche, dem eigenen Land gerade gut geht. Das erklärt IMHO auch, warum es in der IT so viele Freiberufler gibt. Da kann man alle Vorteile des hohen Gehalts genießen ohne sich um Solidarität kümmern zu müssen und wenn es mal nicht mehr so gehen sollte, lässt man sich gemütlich ins soziale Netz zurück fallen, dass die anderen derweil aufhalten durften.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  15. Re: IT-ler müssen mal vom hohen Ross runterkommen!

    Autor: Oktavian 20.01.16 - 11:59

    > Das zeigt ganz klar das psychologische Grundproblem. Solidarität stört
    > immer dann, wenn man selbst oben auf ist, wenn es dem eigenen Fachbereich
    > (IT) der eigenen Branche, dem eigenen Land gerade gut geht.

    Das ist schon richtig. Allerdings bekommt man in anderen Branchen mit, dass von den höheren Einkommensgruppen immer so viel Solidarität verlangt wird, dass es schon an Selbstverleugnung grenzt.

    Zudem entscheidet in einer nicht-IT-Firma ja nicht der ITler über die Gründung eines Betriebsrats oder über die Tarifbindung. Da stellt er eben nur eine Gruppe unter vielen dar. Wir reden im konkreten Fall ja nicht von einer IT-Gruppe, die ihre eigene Gewerkschaft gründet oder ähnliches. Es ist lediglich eine Firma, bei der die Angestellten überwiegend ITler sind und glauben, ohne BR besser auszukommen. Ich kann sie gut verstehen.

    > Das erklärt
    > IMHO auch, warum es in der IT so viele Freiberufler gibt. Da kann man alle
    > Vorteile des hohen Gehalts genießen ohne sich um Solidarität kümmern zu
    > müssen und wenn es mal nicht mehr so gehen sollte, lässt man sich gemütlich
    > ins soziale Netz zurück fallen, dass die anderen derweil aufhalten durften.

    Oh, gerade als ehemaliger Freiberufler ist dieses Netz aber verflucht dünn.

    Arbeitslosengeld? Gibts nicht, gleich runter auf Hartz4.
    Rente? Natürlich nicht, man darf ja selber vorsorgen.
    Unfallversicherung? Klar, wenn man denn selber eine abgeschlossen hat.
    Krankenversicherung? Natürlich, aber da zahlt der Freiberufler ja auch den Höchstsatz.
    Krankentagegeld? Ja, solange er dafür auch vorab bezahlt hat.
    Hartz4? Bekommt er, aber das wird aus Steuern bezahlt, die der Freiberufler auch gezahlt hat.

    Welche Hängematte meinst du denn konkret?

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  16. Re: IT-ler müssen mal vom hohen Ross runterkommen!

    Autor: Eisboer 20.01.16 - 12:11

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In der Regel hat derjenige ein hohes Gehalt, der ganz besonders viel
    > leistet oder besondere Voraussetzungen erfüllt. Denn wenn jemand anders für
    > weniger Geld das selbe leisten könnte, würde er auch eingestellt.

    Naaa romantisieren wir die freie Marktwirtschaft im Kapitalismus immernoch? :)

    Klar, Arbeiter die nicht so cool wie du sind und sich selbst schlechter einschätzen, bekommen ganz bestimmt vom Arbeitgeber das gleiche Gehalt wie du, der seine Arbeit gut verkaufen kann und sich nicht verarschen lässt. *Ironie*

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  17. Re: IT-ler müssen mal vom hohen Ross runterkommen!

    Autor: Eisboer 20.01.16 - 12:32

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oh, gerade als ehemaliger Freiberufler ist dieses Netz aber verflucht dünn.
    >
    > Arbeitslosengeld? Gibts nicht, gleich runter auf Hartz4.
    > Rente? Natürlich nicht, man darf ja selber vorsorgen.
    > Unfallversicherung? Klar, wenn man denn selber eine abgeschlossen hat.
    > Krankenversicherung? Natürlich, aber da zahlt der Freiberufler ja auch den
    > Höchstsatz.
    > Krankentagegeld? Ja, solange er dafür auch vorab bezahlt hat.
    > Hartz4? Bekommt er, aber das wird aus Steuern bezahlt, die der Freiberufler
    > auch gezahlt hat.
    >
    > Welche Hängematte meinst du denn konkret?

    Freiberufler mit fest angestellten Arbeitern zu vergleichen ist ein bisschen Banane. Dafür gibt's das Konzept eines Freiberuflers doch überhaupt, damit Leute die vermeintliche Freiheit wählen können selbst zu entscheiden, für was wie hoch versichert werden soll und wie die Altersvorsorge aussehen kann.

    Deswegen sollte das Gehalt eines Freiberuflers pro Stunde auch wesentlich höher sein.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  18. Re: IT-ler müssen mal vom hohen Ross runterkommen!

    Autor: Captain 20.01.16 - 12:37

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meiner Meinung nach liegt das aber auch an der extremen Dynamik der
    > Branche.
    > Ein Betriebsrat sorgt immer auch für viel Bürokratie, weil alles mögliche
    > immer mit ihm abgesprochen werden muss.
    > Man muss dan überlegen, ob die potentiellen Vorteile das aufwiegen und
    > meiner Meinung nach ist das nicht der Fall.
    >

    BRs können auch schnelle Entscheidungen treffen, wenn sie denn wollen und müssen

    > Das betrifft übrigens nicht nur die IT-Branche. In den USA wurde von VW
    > vorgeschlagen einen Betriebsrat ähnlich wie in DE einzuführen und die
    > Belegschaft hat dagegengestimmt.
    >

    Weil die USA ansich keine so ausgeprägte Gewerkschaftskultur haben, wie es in Teilen Europas ist, was ich nicht kenne, lehne ich besser ab...

    >
    > > Dann kommt dazu, dass einige IT-let außertariflich oder als
    > selbstständige
    > > / Dienstleister bezahlt werden. Man lernt also die Vorteile der
    > > Tarifverträge oft nicht mal kennen.
    >
    > Das traurige ist, dass auch viele die Nachteile von Tarifverträgen nicht
    > kennen.
    > Tarifverträge stellen nämlich eine Art Produktivitätsschranke für
    > Arbeitnehmer da:
    > Arbeitnehmer, die es nicht schaffen den Tariflohn zu erwirtschaften, werden
    > entlassen oder gar nicht erst eingestellt. Das trifft natürlich die
    > Schwächsten zuerst.
    >

    Arbeitnehmer, die es nicht schaffen, ihren Lohn zu erwirtschaften, werden es am Arbeitsmarkt immer schwer haben, dein Argument hört sich ehr so an, als wenn dir Tariflöhne generell zu hoch sind...

    > > Gewerkschaften sind eine Solidargemeinschaft. Alle zahlen für einen
    > > gemeinsamen Profit, egal ob Urlaubstage, Kündigungsschutz,
    > Lohnerhöhungen,
    > > Rechtsberatung oder auch Regelungen zum Thema Überstunden.
    >
    > Nur Arbeitslose bleiben außen vor. Sie zahlen keine Gewerkschaftsbeiträge
    > und werden durch Tarifverträge vom Arbeitsmarkt fergehalten.

    Falsch, Arbeitslose zahlen als Gew.mitglied auch einen Beitrag, nur ist der ein Bruchteil des normalen. Und warum sollte ein TV jemanden vom Arbeitsmarkt fernhalten? Weil ein potentieller AG vielleicht nur Hungerlöhne bezahlen will?

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  19. Re: IT-ler müssen mal vom hohen Ross runterkommen!

    Autor: Oktavian 20.01.16 - 12:40

    > Naaa romantisieren wir die freie Marktwirtschaft im Kapitalismus immernoch?
    > :)

    Ich romantisiere nicht, ich beobachte. Ich möchte nicht die Diskussion beginnen, ob das fair oder unfair ist. Es ist aber einfach eine Tatsache, dass das die Haupteinflussfaktoren für Lohn sind.

    > Klar, Arbeiter die nicht so cool wie du sind und sich selbst schlechter
    > einschätzen, bekommen ganz bestimmt vom Arbeitgeber das gleiche Gehalt wie
    > du, der seine Arbeit gut verkaufen kann und sich nicht verarschen lässt.
    > *Ironie*

    Der klassische Arbeiter leistet bestimmt eine ganze Menge, er erfüllt aber häufig keine besonderen Voraussetzungen.

    Es gilt da eben Angebot und Nachfrage, gerade auf dem Arbeitsmarkt. Von meiner Profession gibt es halt nur weniger und es werden viele gesucht. Ich erfülle diese besonderen Voraussetzungen und werde entsprechend entlohnt. Und dabei mach ich nicht mal IT.

    Die Putzfrau in unserer Firma verdient wahrscheinlich bedeutend weniger, obwohl sie vielleicht genauso viele Stunden am Tag arbeitet und ihr Abends wahrscheinlich mehr der Rücken weh tut. Aber es gibt Massen an Leuten, die sie prinzipiell ersetzen könnten, das drückt den Preis.

    Du hast natürlich Recht, dass die individuelle Fähigkeit, seine Leistung in angemessenem Lichte erscheinen zu lassen, nicht unerheblich ist. Aber gerade hier haben sich die Arbeiter ja organisiert und schicken Gewerkschaften vor. Und gerade dafür halte ich das auch für eine exzellente Idee.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  20. Re: IT-ler müssen mal vom hohen Ross runterkommen!

    Autor: Oktavian 20.01.16 - 12:42

    > Freiberufler mit fest angestellten Arbeitern zu vergleichen ist ein
    > bisschen Banane. Dafür gibt's das Konzept eines Freiberuflers doch
    > überhaupt, damit Leute die vermeintliche Freiheit wählen können selbst zu
    > entscheiden, für was wie hoch versichert werden soll und wie die
    > Altersvorsorge aussehen kann.
    >
    > Deswegen sollte das Gehalt eines Freiberuflers pro Stunde auch wesentlich
    > höher sein.

    Genau meine Meinung. Der Vorposter stieß nur in das Horn, dass Freiberufler in guten Zeiten sehr gut verdienen, in schlechten aber in die soziale Hängematte fallen würden, die die abhängigen Arbeitnehmer finanzieren. Das Gegenteil ist häufig der Fall, der Freiberufler fällt verdammt hart. Oder er fällt eben in den Teil des Netzes, den er auch selbst bezahlt halt

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Anzeige
Stellenmarkt
  1. Deutsche Telekom Technik GmbH, Bonn
  2. T-Systems International GmbH, verschiedene Standorte
  3. Villeroy & Boch AG, Mettlach bei Saarbrücken / Merzig
  4. MEDIAN Kliniken GmbH, Berlin


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 79,99€
  2. 139,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. 9,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Nintendo auf dem Smartphone: Pokémon Go Out!
Nintendo auf dem Smartphone
Pokémon Go Out!
  1. Pokémon Go Monsterjagd im Heimatland
  2. Pokémon Go Verbraucherschützer reichen Abmahnung gegen Niantic ein
  3. Wearable Pokémon Go Plus grundsätzlich vorbestellbar

Miniscooter: E-Floater, der Elektroroller für die letzte Meile
Miniscooter
E-Floater, der Elektroroller für die letzte Meile
  1. Relativity Space Raketenbau ohne Menschen
  2. Surround-Video Nico360 filmt 360-Grad-Videos zwischen Fingerspitzen
  3. Besuch bei Senic Das Kreuzberger Shenzhen

Pokémon Go im Test: Hype in der Großstadt, Flaute auf dem Land
Pokémon Go im Test
Hype in der Großstadt, Flaute auf dem Land
  1. T-Mobile US Telekom-Tochter bietet freien Datenverkehr für Pokémon Go an
  2. Pokémon Go und Nutzerrechte Gotta catch 'em all!
  3. Nintendo und Niantic Pokémon Go in den USA erhältlich

  1. Künstliche Intelligenz: Softbank und Honda wollen sprechendes Auto bauen
    Künstliche Intelligenz
    Softbank und Honda wollen sprechendes Auto bauen

    Ein sprechendes Auto, das den Gemütszustand des Fahrers lesen und darauf reagieren kann - klingt nach Knight Rider, ist aber ein Projekt, an dem Softbank und Honda arbeiten. Die KI des Wagens soll auf der Technologie des Softbank-Roboters Pepper basieren.

  2. Alternatives Android: Cyanogen soll zahlreiche Mitarbeiter entlassen
    Alternatives Android
    Cyanogen soll zahlreiche Mitarbeiter entlassen

    Insidern zufolge soll Cyanogen aktuell einen nicht unerheblichen Teil seiner Entwickler entlassen. Dies soll im Zusammenhang mit einer Refokussierung des Unternehmens stehen, nach der eher Apps anstelle der lizenzierten Android-Version Cyanogen OS programmiert werden sollen.

  3. Update: Onedrive erstellt automatisierte Alben und erkennt Pokémon
    Update
    Onedrive erstellt automatisierte Alben und erkennt Pokémon

    Mit einem Update erweitert Microsoft die Foto-Funktionen seines Online-Speichers Onedrive: Automatische Alben, eine verbesserte Suche und eine "An diesem Tag"-Funktion sollen mehr Nutzen für die Anwender bringen. Auch am Pokémon-Go-Hype will Microsoft teilhaben.


  1. 15:17

  2. 14:19

  3. 13:08

  4. 09:01

  5. 18:26

  6. 18:00

  7. 17:00

  8. 16:29